
Gregorius
Mittelhochdt. /Neuhochhdt.
Hartmann Hartmann von Aue(Author)
Reclam (Publisher)
Published in 1986
Book
Paperback/Softback
256 pages
978-3-15-001787-6 (ISBN)
Article exhausted; check for reprint
More details
Series
Language
German
Place of publication
Ditzingen
Germany
Target group
College/higher education
Weight
116 gr
ISBN-13
978-3-15-001787-6 (9783150017876)
Schweitzer Classification
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Hartmann von Aue | Waltraud Fritsch-Rößler
Gregorius. Mittelhochdeutsch/Neuhochdeutsch
Hartmann von Aue - Deutsch-Lektüre, Deutsche Klassiker der Literatur - 18764
Book
02/2011
Reclam
€11.80
Available immediately
Persons
Hartmann von Aue, um 1165 - um 1210.
Zur Biographie des mhd. Lyrikers und Epikers gibt es nur punktuelle Hinweise in seinen Werken. Er gehörte nach eigener Aussage dem Ministerialenstand an und besaß eine lat. Schulbildung. Wem er diente, wo er die Bildung erwarb, wer ihn förderte, ist nicht bekannt, ebenso wenig, auf welchen Ort im Südwesten sich Hartmanns von Ouwe als Herkunfts- oder Dienstort bezieht. H.s Werk entstand ungefähr zwischen 1180 und 1205. Die drei Lieder H.s mit Kreuzzugsthematik können auf den Kreuzzug 1189-92 oder den von 1197 deuten; über eine mögliche Teilnahme sagen sie nichts. H. führte als Erster die von Chrétien de Troyes geschaffene Form des Artusromans in die dt. Literatur ein. Sein 'Erec' (um 1180-85), eine freie Übertragung von Chrétiens 'Erec et Enide', wurde zum Muster der Gattung in Deutschland. Mit seinem letzten bekannten Werk, 'Iwein' (um 1200), ebenfalls nach Chrétien, kehrte H. noch einmal zu dieser Gattung zurück. Zwischen den beiden Artusromanen entstanden die Erzählungen 'Gregorius' (um 1190) und 'Der arme Heinrich' (um 1195), die höï¬?sches Erzählen und höï¬?sche Umwelt mit religiös verstandener Schuldthematik verbinden und die optimistischen Harmonievorstellungen des Artusromans relativieren. Ein Frühwerk H.s, vor dem 'Erec' anzusetzen, ist das so genannte 'Büchlein' (auch als 'Klage' bezeichnet), eine Minnelehre. Die 18 überlieferten Lieder H.s behandeln fast ausschließlich Themen aus dem Umkreis der 'Hohen Minne'; der klagende Ton herrscht vor.
In: Reclams Lexikon der deutschsprachigen Autoren. Von Volker Meid. 2., aktual. und erw. Aufl. Stuttgart: Reclam, 2006. (UB 17664.) - © 2001, 2006 Philipp Reclam jun. GmbH & Co., Stuttgart.
Zur Biographie des mhd. Lyrikers und Epikers gibt es nur punktuelle Hinweise in seinen Werken. Er gehörte nach eigener Aussage dem Ministerialenstand an und besaß eine lat. Schulbildung. Wem er diente, wo er die Bildung erwarb, wer ihn förderte, ist nicht bekannt, ebenso wenig, auf welchen Ort im Südwesten sich Hartmanns von Ouwe als Herkunfts- oder Dienstort bezieht. H.s Werk entstand ungefähr zwischen 1180 und 1205. Die drei Lieder H.s mit Kreuzzugsthematik können auf den Kreuzzug 1189-92 oder den von 1197 deuten; über eine mögliche Teilnahme sagen sie nichts. H. führte als Erster die von Chrétien de Troyes geschaffene Form des Artusromans in die dt. Literatur ein. Sein 'Erec' (um 1180-85), eine freie Übertragung von Chrétiens 'Erec et Enide', wurde zum Muster der Gattung in Deutschland. Mit seinem letzten bekannten Werk, 'Iwein' (um 1200), ebenfalls nach Chrétien, kehrte H. noch einmal zu dieser Gattung zurück. Zwischen den beiden Artusromanen entstanden die Erzählungen 'Gregorius' (um 1190) und 'Der arme Heinrich' (um 1195), die höï¬?sches Erzählen und höï¬?sche Umwelt mit religiös verstandener Schuldthematik verbinden und die optimistischen Harmonievorstellungen des Artusromans relativieren. Ein Frühwerk H.s, vor dem 'Erec' anzusetzen, ist das so genannte 'Büchlein' (auch als 'Klage' bezeichnet), eine Minnelehre. Die 18 überlieferten Lieder H.s behandeln fast ausschließlich Themen aus dem Umkreis der 'Hohen Minne'; der klagende Ton herrscht vor.
In: Reclams Lexikon der deutschsprachigen Autoren. Von Volker Meid. 2., aktual. und erw. Aufl. Stuttgart: Reclam, 2006. (UB 17664.) - © 2001, 2006 Philipp Reclam jun. GmbH & Co., Stuttgart.