Traumrolle "Chef"
Was Führungspersönlichkeiten im Schauspielunterricht lernen können, ohne was vorspielen zu müssen.
Stefan Häseli(Author)
innoFutura Medien und Verlag
1st Edition
Published in October 2010
Book
Hardback
68 pages
978-3-9523443-6-1 (ISBN)
Description
"Traumrolle 'Chef'" beleuchtet im Sinne eines kreativen Denkanstosses Führung aus einer neuen, spielerischen Sicht.
Es ergänzt, ist für Leute gedacht, die schon Führungserfahrung haben, die Klassiker-Modelle aus Führungsseminaren und Literatur kennen oder einfach den persönlichen Instrumenten-Koffer an Führungstool erweitern möchten.
"Traumrolle 'Chef'" erzählt die Geschichte von Robin, der wegen einer Unaufmerksamkeit in den Schauspielunterricht anstatt in ein Führungsseminar gerät. Er lernt die Methodik des Schauspielens kennen. Bis er merkt, dass er im falschen Seminar ist, hat er bereits sehr viel gelernt. Mehr als er wohl über die klassische Führungsausbildung erfahren hätte. Also beschliesst er, zu bleiben. Weil so Führen für ihn eine neue, tiefere Dimension mit echtem Mehrwert erhält. Und trotzdem ist er sich sicher, dass er kein Schauspieler werden will.
Die Geschichte wird erzählt. Sie vertieft mit Sachinputs in Form von eingeschobenen, persönlichen Kursnotizen von Robin. Ergänzt werden die Kapitel durch Transferformulare. Es sind Tools in Form von Fragebögen, um jedes Thema in einem Selbstlernprozess in die persönliche Situation im Führungsalltag umzusetzen.
So bleibt "Traumrolle ' Chef'" trotz Ausflug in die Welt des Theaters mitten in der Praxis des konkreten Führungsalltages.
More details
Language
German
Place of publication
Switzerland
Target group
Adult education
Führungspersonen, Management
Illustrations
11
Dimensions
Height: 20 cm
Width: 12 cm
Weight
152 gr
ISBN-13
978-3-9523443-6-1 (9783952344361)
Schweitzer Classification
Person
Stefan Häseli ist langjähriger Coach und Trainer für Führungs-, Verkaufsund
Kommunkationsthemen. Er begleitet Führungskräfte in grösseren Organisationseinheiten
und ist als Kabarettist unterwegs. Durch Management
und Coaching-Ausbildungen auf der einen, sowie Theaterausbildungen auf
der anderen Seite verknüpft er erfolgreich das Wissen der beiden Bereiche.
Er ist Inhaber und Geschäftsführer des Atelier Coaching & Training AG. Das
Unternehmen ist spezialisiert auf Trainings und Coachings im Bereich
Führung und Verkauf.
Content
Was war die Welt doch früher einfacher. Es war klar, was gut und was
schlecht war. In der Berufswelt ebenfalls. Diskussionslos stand fest, dass ein
Schreiner das Holz richtig zuschneiden muss, mit welch geschickten Händen
ein Feinmechaniker die Uhrwerke zusammen setzen sollte und dass ein
Lehrer eine klare Linie bei der Erziehung seiner Schützlinge zu demonstrieren
hatte. Und ein Chef (..Chefinnen gab es damals noch kaum.) musste
sich durchsetzen können. Eindruck machte auch sein militärisch angehauchtes
Vokabular. Die Zeiten sollten sich ändern und es kam die Phase
des unermüdlichen Verständnisses für alle und alles. Basisdemokratische
Züge prägten die Verhältnisse Vorgesetzte zu Mitarbeitenden.
Auch im Lichte dieser stark vereinfachten Darstellung im zeitlichen Raffer
der Geschichte: Die Anforderungsprofile waren knapper, klarer. Heute sind
differenzierte Bilder nicht nur statthaft, sondern entscheidend. Eine
Führungskraft ist immer stärker in mehreren Spannungsfeldern. Da sollen
die Bedürfnisse der Mitarbeitenden ernst genommen, die Strategie der
Konzernleitung aber ohne wenn-und-aber durchgezogen werden. Da wird
ein rigoroser Sparkurs verordnet, aber die operative Umsetzung ist in einem
ständig wandelnden Umfeld mit mehr Aufwand denn je verbunden.
Die Beziehung zu Mitarbeitenden soll kollegial, nahe und gleichzeitig mit
einer gesunden Distanz und einer natürlichen Autorität gelebt werden. Geht
das alles zusammen?
Ja, es geht. Es braucht dazu eine intensive Auseinandersetzung nicht einfach
mit der 'Chef-Rolle', sondern mit den verschiedensten Rollen einer
Führungskraft. Es sind mehrere Hüte im Kasten, aber jeweils nur einer auf
dem Kopf. Ich kann zwar Controller, Mitarbeiterbetreuer, Coach und durchsetzungskräftiger
Boss sein, aber nicht gleichzeitig im selben Moment.
Die Situation, das Gegenüber und meine Verfassung entscheiden, welche
Rolle in welchem Moment gelebt wird. Mit der Rollenidentifikation wird die
Nähe zum Theaterschaffen offensichtlich. 'Die ganze Welt ist eine Bühne,
man tritt auf, man tritt ab', schrieb Shakespeare. Oder etwas konkreter, angelehnt
an die Geschichte von Ignaz Wrobel aus 'Die Weltbühne': 'Als
Gatte drücke ich einen Kuss auf die Stirn der Gattin, habe als Fahrgast eine
Auseinandersetzung in der S-Bahn, als Teamleiter am Arbeitsplatz betrete
ich das Büro, als Gast des Restaurants in der Mittagspause freue ich mich
auf das Tagesmenü usw.'.
Wenn nun die ganze Welt eine Bühne ist, wir von Rollenverständnis reden,
liegt es auf der Hand, die Parallelen zur Schauspielkunst und der Kunst des
Vorgesetzten-Seins aufzuzeigen. Hier liegt der Schlüssel, dieses Buch zu verstehen.
Es ersetzt keine anderen Ratgeber und Lehrmodelle. Es ergänzt und
zeigt, was Führungskräfte von Schauspielern lernen könnten.
Keine Angst, es geht nicht darum, wie Sie Rollen spielen, das überlassen wir
auch künftig den Schauspielern. Sie erfahren, was es zur echten, wahren,
glaubwürdigen Rollenfindung alles braucht, und das ist sehr wohl Realität
und nicht Fiktion oder Illusion.
Lesen und arbeiten Sie das Buch auch mit dem nötigen Augenzwinkern
durch. Lernen und Lesen soll Spass machen. Und ganz nebenbei erfahren
Sie aus der Realität der Schauspielschule, wie professionelle Schauspieler
ans Werk gehen. Auf dem Weg zur authentischen Führungskraft, die verschiedene
Rollen glaubwürdig und mit der nötigen Konsequenz auslebt,
wünsche ich Ihnen viel Erfolg und Freude.