
Das dokumentierte Ich
Wissen in Verhandlung
Chronos (Publisher)
1st Edition
Published on 30. November 2018
Book
Hardback
144 pages
978-3-0340-1483-0 (ISBN)
Description
Der Historiker Winfried Schulze plädierte 1992 dafür, die Quellengattung des «Schreibens über sich selbst» zu erweitern. Tagebüchern und Autobiografien stellte er sogenannte Ego-Dokumente zur Seite, Dokumente mit «Aussagen oder Aussagepartikeln», die Auskunft geben über die «Selbstwahrnehmung eines Menschen in seiner Familie, seiner Gemeinde, seinem Land oder seiner sozialen Schicht». Der Begriff Ego-Dokument ist heute in Geschichts- und Kulturwissenschaft etabliert. Schulzes Anregung, ihn weit zu fassen und auf Wechselwirkungen mit sozialem Wandel zu befragen, bleibt jedoch aktuell.
Blogs und Profile in sozialen Medien, Google-Suchanfragen, Geheimdienstakten oder Zeitzeugeninterviews gehören zur Quellengattung der Ego-Dokumente, die mit Aussagen oder Aussagenpartikeln Auskunft über die Selbstwahrnehmung eines Menschen geben. Der vorliegende Band hinterfragt interdisziplinär Potenziale und Grenzen von wissenshistorischen und kulturwissenschaftlichen Untersuchungen, die sich auf Ego-Dokumente stützen. Wie kontextualisieren und interpretieren Kultur- und Geschichtswissenschaft neue (auto)biografische Gattungen, wie binden sie sie in wissenschaftliches Wissen ein? Führen neue Veröffentlichungsmöglichkeiten zu einer Erweiterung des Kreises der «Geschichtsfähigen»? Welche Veränderungen ergeben sich durch die technischen Neuerungen in den Medien? Und in welchen Beziehungen stehen Wissen, Medium und Dokument?
Blogs und Profile in sozialen Medien, Google-Suchanfragen, Geheimdienstakten oder Zeitzeugeninterviews gehören zur Quellengattung der Ego-Dokumente, die mit Aussagen oder Aussagenpartikeln Auskunft über die Selbstwahrnehmung eines Menschen geben. Der vorliegende Band hinterfragt interdisziplinär Potenziale und Grenzen von wissenshistorischen und kulturwissenschaftlichen Untersuchungen, die sich auf Ego-Dokumente stützen. Wie kontextualisieren und interpretieren Kultur- und Geschichtswissenschaft neue (auto)biografische Gattungen, wie binden sie sie in wissenschaftliches Wissen ein? Führen neue Veröffentlichungsmöglichkeiten zu einer Erweiterung des Kreises der «Geschichtsfähigen»? Welche Veränderungen ergeben sich durch die technischen Neuerungen in den Medien? Und in welchen Beziehungen stehen Wissen, Medium und Dokument?
More details
Series
Language
German
Place of publication
Zürich
Switzerland
Dimensions
Height: 22.5 cm
Width: 15.5 cm
Weight
351 gr
ISBN-13
978-3-0340-1483-0 (9783034014830)
Schweitzer Classification
Persons
Editor
Oberassistentin am Institut für Sozialanthropologie und Empirische Kulturwissenschaft ISEK - Populäre Kulturen, Universität Zürich.
ISNI: 0000 0005 0011 294X GND: 1121527019
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PostDoc an der Professur für Technikgeschichte, ETH Zürich.
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