
Russland
Kein Weg aus dem postkommunistischen Übergang?
Wagenbach (Publisher)
Published on 22. February 2011
Book
208 pages
978-3-8031-3635-0 (ISBN)
Description
Der postkommunistische Übergang ist in Russland historisch einzigartig. Anders
als in den ostmitteleuropäischen Staaten fand kein nennenswerter Austausch der
Führungselite statt.
Veränderungen gab es in der Wirtschaft, wo sich eine gewisse Entstaatlichung
vollzog, aber dennoch hat der erbitterte Widerstand des militärisch- industriellen
Sektors und der Staats- und Parteibürokratie den Übergang zu einer postindustriellen
Gesellschaft verhindert.
In der Politik hingegen wird eine Rückbildung zum autoritären Staat immer
deutlicher. Das heute herrschende Regime setzt auf die Tradition, Großmachtgehabe,
einen paranoiden Nationalismus, die Gleichschaltung der Justiz und
eine deklarierte orthodoxe Religiosität und fördert eine Atmosphäre des allgemeinen
Zynismus und Massenkonsums.
Belegt durch reiches Datenmaterial, beschreiben die Autoren den Weg Russlands
vom Ende des Kommunismus zur großen Krise 1998, über den Aufstieg
Putins bis hin zu Medwedjew. Und sie kritisieren die westlichen Staaten, deren
Haltung mehr von energiepolitischen Erwägungen bestimmt wird als dem Drängen
auf Einhaltung der Menschenrechte und die so die autoritäre Staatsmacht
festigen.
als in den ostmitteleuropäischen Staaten fand kein nennenswerter Austausch der
Führungselite statt.
Veränderungen gab es in der Wirtschaft, wo sich eine gewisse Entstaatlichung
vollzog, aber dennoch hat der erbitterte Widerstand des militärisch- industriellen
Sektors und der Staats- und Parteibürokratie den Übergang zu einer postindustriellen
Gesellschaft verhindert.
In der Politik hingegen wird eine Rückbildung zum autoritären Staat immer
deutlicher. Das heute herrschende Regime setzt auf die Tradition, Großmachtgehabe,
einen paranoiden Nationalismus, die Gleichschaltung der Justiz und
eine deklarierte orthodoxe Religiosität und fördert eine Atmosphäre des allgemeinen
Zynismus und Massenkonsums.
Belegt durch reiches Datenmaterial, beschreiben die Autoren den Weg Russlands
vom Ende des Kommunismus zur großen Krise 1998, über den Aufstieg
Putins bis hin zu Medwedjew. Und sie kritisieren die westlichen Staaten, deren
Haltung mehr von energiepolitischen Erwägungen bestimmt wird als dem Drängen
auf Einhaltung der Menschenrechte und die so die autoritäre Staatsmacht
festigen.
More details
Series
Language
German
Place of publication
Berlin
Germany
ISBN-13
978-3-8031-3635-0 (9783803136350)
Schweitzer Classification
Persons
Lev Gudkov (links), 1946 in Moskau geboren, hat Soziologie,
Journalismus und Philologie studiert. Er ist Direktor des
unabhängigen Meinungsforschungsinstituts "Levada Center"
und Herausgeber der Zeitschrift "The Russian Public Opinion
Herald".
Victor Zaslavsky, geboren 1937 in Leningrad, lehrte nach
zehn Jahren als Ingenieur Soziologie an der Universität Leningrad.
Nach der Emigration 1975 unterrichtete er u.a. an
der Universität LUISS Guido Carli in Rom. Er starb 2009
während der Fertigstellung dieses Buchs. Bei Wagenbach
erschien u.a. der mit dem Hannah-Arendt-Preis ausgezeichnete
Essay "Klassensäuberung. Das Massaker von Katyn".
Journalismus und Philologie studiert. Er ist Direktor des
unabhängigen Meinungsforschungsinstituts "Levada Center"
und Herausgeber der Zeitschrift "The Russian Public Opinion
Herald".
Victor Zaslavsky, geboren 1937 in Leningrad, lehrte nach
zehn Jahren als Ingenieur Soziologie an der Universität Leningrad.
Nach der Emigration 1975 unterrichtete er u.a. an
der Universität LUISS Guido Carli in Rom. Er starb 2009
während der Fertigstellung dieses Buchs. Bei Wagenbach
erschien u.a. der mit dem Hannah-Arendt-Preis ausgezeichnete
Essay "Klassensäuberung. Das Massaker von Katyn".