
Adlerkralle
Der Indianer-Junge und sein Wolf
Kerstin Groeper(Author)
Wade Fernandez(Photographer)
TraumFänger Verlag
1st Edition
Published on 28. February 2018
Book
160 pages
978-3-941485-58-7 (ISBN)
Description
Adlerkralle ist ein Indianerjunge vom Volk der Menominee und lebt mitten im Wald an den Großen Seen. Zusammen mit seinen Freunden geht er zur Jagd und zum Fischfang und findet dabei einen kleinen Wolf. Adlerkralle beschließt, den Wolf aufzuziehen und muss feststellen, dass das ganz schön anstrengend ist. Zudem ärgert ihn ein größerer Junge, sodass er einen Streich ausheckt, um diesem Angst einzujagen. Aber das ist keine gute Idee .
Eine spannende Geschichte über das Leben eines Waldland-Indianerjungen.
More details
Language
German
Place of publication
Tuntenhausen
Germany
Target group
Children/juvenile
Kinder ab 9 Jahren, die sich für Indianer interessieren
Product notice
Klappenbroschur
Illustrations
13
Illustrationen s/w
Dimensions
Height: 216 mm
Width: 139 mm
Thickness: 21 mm
Weight
273 gr
ISBN-13
978-3-941485-58-7 (9783941485587)
Schweitzer Classification
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E-Book
05/2022
1st Edition
TraumFänger Verlag
€2.99
Available for download
Persons
Author
Kerstin Groeper, Jahrgang 1961 in Berlin geboren, lebte einige Zeit in Kanada. In Kontakt mit nordamerikanischen Indigenen entdeckte sie ihre Liebe zu deren Kultur. Kerstin Groeper spricht Lakota, die Sprache der Teton-Sioux, und führt regelmäßig Vorträge und Seminare über Sprache, Kultur und Spiritualität der Lakota durch. 2011 war sie Beraterin der Ausstellung "Indianer" im Lokschuppen Rosenheim. Kerstin Groeper studierte Sozialpädagogik, arbeitete als Journalistin für verschiedene Zeitschriften und schreibt seit 2002 ihre Bücher für verschiedene Verlage. Von 2009 bis 2023 war sie Moderatorin der Karl May Festtage in Radebeul für die indigenen Gäste. Inzwischen widmet sie sich ganz ihren Enkelkindern oder schreibt in ihrem Lieblingsort Siena ihre Bücher.
ISNI: 0000 0000 5776 8548
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Photographer
Illustrated by
Content
... Die Jungen stellten sich auf einige Felsen, die im Wasser herausragten,
und warteten auf die Beute. Wenn die Fische stromabwärts schwammen,
bemerkten sie die Jungen nicht, weil sich das Wasser vor den Felsen
kräuselte. Die Fische gründelten hinter den Felsen und konnten so
leicht aufgespießt werden. Auf diese Weise hatten die Jungen nach einer
Weile an die zehn Forellen aus dem Wasser geholt. Das würde leicht
für ein gutes Essen reichen! Sie spießten die Forellen auf einen langen
Stock auf, um ihn zu zweit ins Dorf zu tragen. Die Fische waren wirklich
schwer! Der dritte Junge sollte die Waffen tragen und den Rückweg
sichern. Es konnte immer wieder passieren, dass ein wildes Tier auftauchte
und sie sich verteidigen mussten. Die Wälder steckten voller
Bären und Pumas. So ein Fisch würde auch einem Bären schmecken!
Adlerkralle und Weißer-Wolf arbeiteten vor sich hin, als sie von einem
Hilferuf aufgeschreckt wurden. Es war Stehender-Bär, der im Wasser
stand und an seinem Speer zerrte, der tief im Rücken eines riesigen Störs
steckte. "Helft mir!", schrie der Junge verzweifelt.
Der Stör, der größer als ein ausgewachsener Mann war, wand sich wie
ein riesiger Wurm und brachte dabei den Jungen aus dem Gleichgewicht.
"Lass los!", brüllte Adlerkralle voller Angst. "Lass doch los!"
"Mein Speer!", schrie Stehender-Bär. "Wenn ich loslasse, ist mein Speer
weg. Helft mir doch!"
Adlerkralle schüttelte entsetzt den Kopf. Sein Freund musste verrückt
sein, gegen dieses Untier zu kämpfen. Es war viel zu gefährlich. "Lass
los!", wiederholte er seinen Befehl. "Du bringst uns alle in Gefahr."
Stehender-Bär sah kurz hoch, dann trat der Übermut in seine Augen. Er
würde diesen Fang nicht aufgeben! "Holt lieber eure Speere. Wenn wir
ihn töten, können wir ihn ganz leicht aus dem Wasser ziehen!"
Weißer-Wolf folgte bereits dieser Anweisung und watete mit seinem
Speer auf den riesigen Stör zu, der mit seinen Bewegungen den Grund
des Flusses aufwirbelte. Der Junge geriet dabei in immer tieferes Gewässer.
Die Strömung war hier stark und drohte ihn mitzureißen. "Es wird
zu tief!", warnte er seinen Freund.
Stehender-Bär zerrte verzweifelt an dem Speer und versuchte, den viel
zu schweren Fang wieder ins seichtere Wasser zu ziehen. "Komm her!",
schrie er lauthals. "Er entwischt mir!"