
Die Gedichte
Herausgegeben von Reinhard Tgahrt in Zusammenarbeit mit Waltraud Pfäfflin. Mit einem Nachwort von Harald Hartung
Ludwig Greve(Author)
Wallstein (Publisher)
1st Edition
Published on 1. January 2006
Book
Hardback
268 pages
978-3-89244-931-7 (ISBN)
Description
Das lyrische Werk des Peter-Huchel-Preisträgers Ludwig Greve in einem Band.
Ludwig Greve war 37 Jahre alt, als er 1961 mit einem schmalen Band »Gedichte« an die Öffentlichkeit trat. Einige davon hatte er zuvor bereits als »Gedichte aus dem Itinerar« in einem Privatdruck eher versteckt als veröffentlicht. Der Titel weist das Thema des Zyklus aus: Selbstvergewisserung anhand der Stationen der eigenen Biographie und die Arbeit an einer Sprache dafür. Die zwanzig dichtgefügten, meist gereimten Gedichte erregten die Aufmerksamkeit Werner Krafts, der erwartete, daß auf »schöne Gedichte« »schönere« folgen würden.
Die von Greve in der Folgezeit verfaßten, nun ungereimten, oft energisch ausgreifenden Gedichte sind von beweglicher Syntax; ihr spannungsreicher Rhythmus erlaubt, sich angesichts naher und nächster Phänomene und Personen zu fassen, er läßt Dankbarkeit zu, manchmal »einen Unterton von Glück« (Greve).
Der vorliegende Band enthält erstmals alle von Greve veröffentlichten Gedichte, nach »Sie lacht und andere Gedichte« (1991) auch die in frühere Sammlungen nicht aufgenommenen und die verstreut gedruckten Texte, außerdem Greves Rede vor Freiburger Studenten »Warum schreibe ich anders?« (1979). Der Anhang bietet neben den nötigen Nachweisen und dem editorischen Bericht Druckvarianten, Erläuterungen und bisher unveröffentlichte Selbstzeugnisse.
More details
Series
Language
German
Place of publication
Göttingen
Germany
Product notice
Paper over boards
sewn/stitched
Dimensions
Height: 23.2 cm
Width: 15.7 cm
Thickness: 2.5 cm
Weight
510 gr
ISBN-13
978-3-89244-931-7 (9783892449317)
Schweitzer Classification
Persons
Author
Ludwig Greve, 1924 als Sohn eines jüdischen Kaufmanns in Berlin geboren, überlebte die NS-Zeit in Luccheser Verstecken. 1945 wanderte er mit seiner Mutter nach Palästina aus, kehrte jedoch 1950 nach Deutschland zurück und siedelte sich 1955 in Stuttgart an. Er gehörte zum Freundeskreis um HAP Grieshaber, wurde 1957 Mitarbeiter des Deutschen Literaturarchivs in Marbach und leitete von 1968 bis 1988 dessen Bibliothek. Im Sommer 1991 ertrank er vor Amrum. Für seine Gedichte erhielt er posthum den Peter-Huchel-Preis.
ISNI: 0000 0001 0934 7084
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Editor
Waltraud Pfäfflin, gelernte Verlagsbuchhändlerin, ist seit 1976 freie Mitarbeiterin bei Verlagen und Galerien. Sie veröffentlichte u.a. zusammen mit Klaus Maurice: »Josua Reichert, Werkverzeichnis« (1997).
ISNI: 0000 0001 1759 9468
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Reinhard Tgahrt, 1936- 2017, war in Marbach Ludwig Greves Stellvertreter, dann sein Nachfolger. Aus Greves Nachlass gab er 1994 das Fragment »Wo gehörte ich hin? Geschichte einer Jugend«, 2001 »Ein Besuch in der Villa Sardi. Porträts, Gedenkblätter, Reden« heraus.
ISNI: 0000 0001 0901 9638
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Afterword
Harald Hartung (1932-2025) wurde im westfälischen Herne geboren und lebte als Lyriker, Kritiker und Essayist in Berlin. Mitglied der Akademie der Künste (Berlin), der Akademie der Wissenschaften und der Literatur (Mainz) und der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung (Darmstadt). Hartung hat deutsche und internationale Lyrik in berühmt gewordenen Anthologien wie »Luftfracht« und »Jahrhundertgedächtnis« und in Essaybüchern wie »Masken und Stimmen« vermittelt und analysiert.
Preise:
Annette-von-Droste-Hülshoff-Preis (1987)
Internationaler Lyrikpreis »Chianti Ruffino-Antico Fattore« (1999)
Preis der Frankfurter Anthologie (2002)
Würth-Preis für Europäische Literatur (2004)
Johann-Heinrich-Merck-Preis (2009)
Literaturpreis Ruhr (2012)
ISNI: 0000 0001 2103 3053
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