Politik - Programme - Projekte
Menschenorientierte Entwicklungszusammenarbeit im Sinne von Bourdieu
Trauner Verlag
1st Edition
Published on 13. December 2006
Book
197 pages
978-3-85499-164-9 (ISBN)
Description
Entwicklungszusammenarbeit (EZA) im Lichte von Bourdieu zu sehen, bedeutet dass "Entwicklung" nicht auf wirtschaftliches Wachstum reduziert werden darf. Begriffe wie Humankapital, soziales, kulturelles, und symbolisches Kapital haben als entwicklungsrelevante Dimensionen Eingang in den entwicklungspolitischen Diskurs gefunden. Der nun vorliegende Band will in diesen Dialog einsteigen. Es gilt, das Potential, welches Bourdieus Theorien für die EZA bieten, aufzuzeigen, praktische Handlungsanleitungen zu geben und die gängige Praxis zu reflektieren.
Die Feldtheorie bietet die Möglichkeit, die verschiedenen Ebenen der EZA, von der internationalen Politik bis zum Alltagsleben der betroffenen Menschen, gemeinsam zu analysieren. Partizipation wird dabei nicht nur als Teilhabe von so genannten Entwicklungssubjekten an der Gestaltung von Programmen und Projekten, sondern als gemeinsames Lernen aufgefasst. Nur ein gegenseitiges Verständnis, getragen durch Empathie und die Bereitschaft, die eigene vorgefasste Meinung hintanzustellen, ermöglicht es, die Welt der betroffenen Menschen zu verstehen. Eine solche teilweise Perspektivenübernahme ist für eine Annäherung von zunächst gegensätzlichen Feldern unabdingbar, denn Entwicklungen finden nicht nur im Norden, sondern auch im Süden statt.
Um den globalen Herausforderungen (Umwelt, Ungleichheit, HIV/AIDS, Terror usw.) begegnen zu können, muss EZA zur partnerschaftlichen Kooperation werden. Jede Gesellschaft dieser Erde hat ihre je eigenen "blinden Flecken" und Unzulänglichkeiten. In einem gleichberechtigten Reflexionsprozess ist es möglich, die Lebenswelt der jeweils anderen zu verstehen. Dies stellt, so die These, die grundlegende Voraussetzung dafür dar, dass Entwicklungs-Programme und Projekte an die Lebenswelt der Zielgruppen angepasst sind. Nur wenn die intendierten und nicht intendierten sozialen Innovationen in den Habitus Eingang finden, können "nachhaltige Programmerfolge" erzielt werden.
Die Feldtheorie bietet die Möglichkeit, die verschiedenen Ebenen der EZA, von der internationalen Politik bis zum Alltagsleben der betroffenen Menschen, gemeinsam zu analysieren. Partizipation wird dabei nicht nur als Teilhabe von so genannten Entwicklungssubjekten an der Gestaltung von Programmen und Projekten, sondern als gemeinsames Lernen aufgefasst. Nur ein gegenseitiges Verständnis, getragen durch Empathie und die Bereitschaft, die eigene vorgefasste Meinung hintanzustellen, ermöglicht es, die Welt der betroffenen Menschen zu verstehen. Eine solche teilweise Perspektivenübernahme ist für eine Annäherung von zunächst gegensätzlichen Feldern unabdingbar, denn Entwicklungen finden nicht nur im Norden, sondern auch im Süden statt.
Um den globalen Herausforderungen (Umwelt, Ungleichheit, HIV/AIDS, Terror usw.) begegnen zu können, muss EZA zur partnerschaftlichen Kooperation werden. Jede Gesellschaft dieser Erde hat ihre je eigenen "blinden Flecken" und Unzulänglichkeiten. In einem gleichberechtigten Reflexionsprozess ist es möglich, die Lebenswelt der jeweils anderen zu verstehen. Dies stellt, so die These, die grundlegende Voraussetzung dafür dar, dass Entwicklungs-Programme und Projekte an die Lebenswelt der Zielgruppen angepasst sind. Nur wenn die intendierten und nicht intendierten sozialen Innovationen in den Habitus Eingang finden, können "nachhaltige Programmerfolge" erzielt werden.
More details
Edition
1., Aufl.
Language
German
Dimensions
Height: 20.6 cm
Width: 14.5 cm
Weight
267 gr
ISBN-13
978-3-85499-164-9 (9783854991649)
Schweitzer Classification