
Der versperrte Weg
Description
Ein bewegendes literarisches Dokument des Nachfühlens und Nacherzählens eines versperrten Lebensweges.
Verbunden durch das gemeinsame Schicksal von Bedrohung, Flucht und Heimatlosigkeit hat der Bruder Erich doch einen ganz anderen Weg als der Autor wählen müssen. Während Georges-Arthur zwischen den Sprachen und mit den Worten lebt, hat der Bruder unter Waffen gelebt. Unter Waffen schweigen die Musen! Er schloss sich der Résistance an, kämpfte mit bei der Befreiung von Paris und des Elsass und war schließlich Major in der französischen Kolonialarmee in Algerien. Dort beteiligte er sich sogar an dem Offiziersputsch gegen de Gaulle, der Algerien in die Unabhängigkeit entließ, und blieb dennoch bis zur Pensionierung Offizier. Danach arbeitete er noch viele Jahre als unauffälliger Mitarbeiter der Crédit Agricole.
Über Jahrzehnte im Inneren zurückgehalten, war ein Geburtstagsbrief der Anlass, die verschütteten Erinnerungen an das Leben des Bruders aufsteigen zu lassen.
»Sie erfassen den Hauptschatten meines langen Lebens: Mein Bruder war vier, als ich zur Welt kam und durch meine Erscheinung auf dieser Welt habe ich sein Leben zerstört.«
Reviews / Votes
»ein schmales, aber ungemein intensives, von scharfen Beobachtungen und klugen Reflexionen geprägtes Buch«
(Christoph Schröder, SWR2 Lesenswert Magazin, 27.06.2021)
»eine bewegende Hommage an den Bruder«
(Paul Jandl, Neue Zürcher Zeitung, 28.06.2021)
»>Der versperrte Weg< bezeichnet in gewisser Weise den Schlussstein von Goldschmidts autobiografischem Mosaik und füllt überdies eine gravierende Leerstelle.«
(Tilman Krause, Die Literarische Welt, 03.07.2021)
»ein beklemmendes Buch über einen Verstoßenen. Und der grandiose Epilog zu Georges-Arthur Goldschmidts imposantem Lebenswerk.«
(Ulrich Rüdenauer, Deutschlandfunk Büchermarkt, 22.07.2021)
»ein sehr bewegendes und beeindruckendes Buch«
(Dirk Fuhrig, Deutschlandfunk Kultur Buchkritik, 22.07.2021)
»Mit über 90 Jahren hat Georges-Arthur Goldschmidt ein Buch von erschütternder emotionaler Wirkung geschrieben«
(Cornelia Geißler, Berliner Zeitung, 19.07.2021)
»Georges-Arthur Goldschmidts unerschrockenes, in seiner ganzen Härte und Offenheit vielfach gegen sich selbst gerichtetes, kleines großes Buch.«
(Peter Henning, SR2 KulturRadio, 03.08.2021)
»Das autobiografisch basierte Schreiben von Goldschmidt hat sich nicht nur zu einem einzigartigen Zeugnis verdichtet, sondern ist durch seine individuelle Sprache und seine Erzähltechnik große Literatur.«
(Cornelius Hell, Die Presse, 24.07.2021)
»Gerade mal 110 Seiten umfasst das Buch. Umso mehr aber wiegt es.«
(Christoph Schreiner, Saarbrücker Zeitung, 29.07.2021)
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