
Ehrgeiz
Dynamiken zweckrationaler Passion
Eckart Goebel(Author)
Brill Deutschland (Publisher)
1st Edition
Published on 2. October 2020
Book
Hardback
XXVI, 209 pages
978-3-7705-6598-6 (ISBN)
Description
Blick ins Buch
Welche Funktion hat ein Ehrgeiz, der auch dann nicht erlischt, sobald Selbsterhaltung sichergestellt ist? Lässt sich überhaupt trennscharf zwischen >gesundem< und >krankhaftem< Ehrgeiz unterscheiden? Diese Fragen stellen sich, seit Hesiod zwischen der guten und der bösen Eris differenzierte, und seit Aristoteles -der Lehrer Alexanders des Großen - feststellte, dass die gute Mitte zwischen fehlendem und exzessivem Ehrgeiz >keinen Namen hat<. Der über die Selbsterhaltung hinausschießende, >brennende Ehrgeiz< wurde in der Philosophie nur gelegentlich reflektiert, in der Weltliteratur, der Erfolgssoziologie, der Spieltheorie und der Psychoanalyse hingegen eindringlich beschrieben. Er erscheint in evolutionsbiologischer Perspektive sinnlos, latent feindselig bzw. autodestruktiv. Die Alltagssprache registriert den destruktiven Aspekt, wenn sie in einer drastischen Wendung davon spricht, jemand sei >von Ehrgeiz zerfressen< wie von einem Raubtier, einer Säure oder einem unkontrollierbar gewordenen Feuer. Diesem >brennenden<, potentiell >zerfressenden< Ehrgeiz, der als das Verlangen nach Unsterblichkeit exklusiv menschlich zu sein scheint, wird seit der Antike mit Ambivalenz und Scheu begegnet. Ihm gilt das primäre Interesse des vorliegenden Buches.
Welche Funktion hat ein Ehrgeiz, der auch dann nicht erlischt, sobald Selbsterhaltung sichergestellt ist? Lässt sich überhaupt trennscharf zwischen >gesundem< und >krankhaftem< Ehrgeiz unterscheiden? Diese Fragen stellen sich, seit Hesiod zwischen der guten und der bösen Eris differenzierte, und seit Aristoteles -der Lehrer Alexanders des Großen - feststellte, dass die gute Mitte zwischen fehlendem und exzessivem Ehrgeiz >keinen Namen hat<. Der über die Selbsterhaltung hinausschießende, >brennende Ehrgeiz< wurde in der Philosophie nur gelegentlich reflektiert, in der Weltliteratur, der Erfolgssoziologie, der Spieltheorie und der Psychoanalyse hingegen eindringlich beschrieben. Er erscheint in evolutionsbiologischer Perspektive sinnlos, latent feindselig bzw. autodestruktiv. Die Alltagssprache registriert den destruktiven Aspekt, wenn sie in einer drastischen Wendung davon spricht, jemand sei >von Ehrgeiz zerfressen< wie von einem Raubtier, einer Säure oder einem unkontrollierbar gewordenen Feuer. Diesem >brennenden<, potentiell >zerfressenden< Ehrgeiz, der als das Verlangen nach Unsterblichkeit exklusiv menschlich zu sein scheint, wird seit der Antike mit Ambivalenz und Scheu begegnet. Ihm gilt das primäre Interesse des vorliegenden Buches.
More details
Edition
2020
Language
German
Place of publication
Germany
Publishing group
Brill | Fink
Target group
Professional and scholarly
Product notice
sewn/stitched
Cloth over boards
Illustrations
3
2 s/w Abbildungen, 1 s/w Tabelle
Dimensions
Height: 23.5 cm
Width: 15.5 cm
Weight
520 gr
ISBN-13
978-3-7705-6598-6 (9783770565986)
Schweitzer Classification
Person
Eckart Goebel ist seit 2015 Inhaber des Lehrstuhls für Komparatistik und Neuere deutsche Literatur an der Universität Tübingen.