Praktisches Service-Level-Management
Basiswissen, Implementierung, Praxisbeispiele
Symposion Publishing
1st Edition
Published on 18. April 2012
Book
Mixed media product
284 pages
978-3-939707-81-3 (ISBN)
Description
Ohne IT läuft in Unternehmen gar nichts. Ein effektives Management von IT-Leistungen ist daher heute wichtiger denn je.
Das Instrument, mit dem diese Aufgabe gelingt, heißt Service-Level-Management. In dieser Disziplin werden die vielfältigen Dienstleistungsbeziehungen zwischen Service-Geber und Service-Nehmer organisiert.
Die Fachautoren dieses Buchs zeigen, wie es möglich ist, in der Praxis belastbare Service-Level-Agreements zu entwickeln und zu managen. IT-Verantwortliche in den Unternehmen - aber auch externe IT-Berater - erhalten wertvolle Hinweise für die erfolgreiche Einführung oder Optimierung des Service-Level-Managements.
Zahlreiche Fallbeispiele geben Einblicke in das IT-Service-Management von Finanzdienstleistern, Flughafenbetreibern, Energiekonzernen etc. Praktische Hilfen (Kennzahlenübersicht, Tool-Auswahl) dienen der Umsetzung des Dienstleistungsgedankens sowohl in der internen als auch in der externen IT.
buch + digital
Ohne Aufpreis erhalten Sie zusätzlich die digitale Ausgabe dieses Buchs.
Das Instrument, mit dem diese Aufgabe gelingt, heißt Service-Level-Management. In dieser Disziplin werden die vielfältigen Dienstleistungsbeziehungen zwischen Service-Geber und Service-Nehmer organisiert.
Die Fachautoren dieses Buchs zeigen, wie es möglich ist, in der Praxis belastbare Service-Level-Agreements zu entwickeln und zu managen. IT-Verantwortliche in den Unternehmen - aber auch externe IT-Berater - erhalten wertvolle Hinweise für die erfolgreiche Einführung oder Optimierung des Service-Level-Managements.
Zahlreiche Fallbeispiele geben Einblicke in das IT-Service-Management von Finanzdienstleistern, Flughafenbetreibern, Energiekonzernen etc. Praktische Hilfen (Kennzahlenübersicht, Tool-Auswahl) dienen der Umsetzung des Dienstleistungsgedankens sowohl in der internen als auch in der externen IT.
buch + digital
Ohne Aufpreis erhalten Sie zusätzlich die digitale Ausgabe dieses Buchs.
More details
Edition
1., Auflage
Language
German
Place of publication
Germany
Target group
Das Buch richtet sich an: IT-Verantwortliche, Kaufleute, Juristen, Geschäftsführer von IT-Dienstleistern, Service-, Relationship- und Key-Account-Manager.
Illustrations
zahlreiche
zahlr. Abb.
Dimensions
Height: 23 cm
Width: 16 cm
Weight
522 gr
ISBN-13
978-3-939707-81-3 (9783939707813)
Schweitzer Classification
Persons
Hans-Peter Fröschle: Bis 1997 war Hans-Peter Fröschle in unterschiedlichen Positionen im Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO), Stuttgart, tätig. 1997 verließ er das IAO als Abteilungsleiter und leitet seither als geschäftsführender Gesellschafter die i.t-consult GmbH in Stuttgart. Seit 2004 ist Hans-Peter Fröschle zusätzlich Geschäftsführer des IT Service Management Forums (itSMF) Deutschland e.V. Veröffentlichungen
Joachim Schrey, Prof. Dr. iur., Rechtsanwalt, Partner im Büro Frankfurt von Noerr LLP, spezialisiert auf IT- und Datenschutzrecht. Prof. Dr. Schrey betreut komplexe IT-Projekte, insbesondere IT-Systemintegrations- und IT- sowie Business Process-Outsourcingverträge, und berät auch bei IT-Projektkrisen. Datenschutzrecht und IT-Compliance gehören ebenso zu seinen Fachgebieten. Er ist Mitglied des Aufsichtsrats einer deutschen Versicherungsgesellschaft sowie Honorarprofessor und Lehrbeauftragter an der Universität Frankfurt und bei der ebs Executive Education GmbH, Oestrich-Winkel.
Joachim Schrey, Prof. Dr. iur., Rechtsanwalt, Partner im Büro Frankfurt von Noerr LLP, spezialisiert auf IT- und Datenschutzrecht. Prof. Dr. Schrey betreut komplexe IT-Projekte, insbesondere IT-Systemintegrations- und IT- sowie Business Process-Outsourcingverträge, und berät auch bei IT-Projektkrisen. Datenschutzrecht und IT-Compliance gehören ebenso zu seinen Fachgebieten. Er ist Mitglied des Aufsichtsrats einer deutschen Versicherungsgesellschaft sowie Honorarprofessor und Lehrbeauftragter an der Universität Frankfurt und bei der ebs Executive Education GmbH, Oestrich-Winkel.
Content
Klaus Sommerlad
Vorwort. 13
Grundlagen des Service-Level-Management
Jürgen Wengorz
Service-Level-Management. 21
Durch bewegte Zeiten mit IT als Dienstleister. 21
Service-Level-Management: Prozessorientiertes
IT-Controlling. 23
Die Implementierung eines SLM-Systems. 25
Fazit. 35
Zusammenfassung. 37
Wolfgang Burr
Service-Level-Agreements. 39
Wesentliche Kennzeichen von Service-Level-Agreements. 39
Kategorien von Service-Level-Agreements. 40
SLA bei Anbietern technischer Dienstleistungen. 42
Probleme und Grenzen von SLA. 49
Zusammenfassung. 53
Martin Kütz
Kennzahlen für das Service-Level-Management. 55
Aufgabenstellung und Begriffe. 55
Steuerung mit Kennzahlen. 57
Typische Kennzahlen im SLM. 60
Zusammenfassung. 84
Tom Kunze, Heiko Müller
Service-Level-Management Software Auswahl. 85
Die Software muss flexibel an die unternehmensspezifischen
Service-Prozesse anpassbar sein. 85
Vorgehen zur Auswahl der geeigneten Software. 92
Der Markt bietet ein breites Angebot an SLM-Software. 98
Zusammenfassung. 101
Hans-Peter Fröschle
ITIL® V3 - eine Kurzeinführung. 103
Hintergrund. 103
ITIL 2011 Edition: Kernbücher. 107
Praxis des Service-Level-Management
Eva Strasser
Verbesserung der Servicekultur in einer Großbank. 113
IT-Service-Management schafft Transparenz und
Kontrolle. 113
Ausgangssituation. 116
Kritische Erfolgsfaktoren des Projektes. 116
Konkretes Vorgehen -
die wichtigsten Maßnahmen im Einzelnen. 117
Lessons Learned. 123
Zusammenfassung. 125
Elisabeth-Edith Schlemmer
Bonus-Malus-System zur Steuerung der IT im Krankenhaus. 127
Service-Levels im Gesundheitswesen. 127
Gesundheitswesen im Verbund. 128
Struktur der SLA. 129
Permanenter Optimierungsprozess. 130
Steuerungsmaßnahmen. 132
Bonus-Malus-System. 132
Zusammenfassung. 140
Janko Ellermeier
Preis- und Leistungsharmonisierung nach einem Merger. 141
Harmonisierung der IT-Dienstleistungen. 141
Rahmenvertrag und Service-Level-Agreements. 144
Der Dienstleistungskatalog
als zentrales Beschaffungsinstrument. 151
Das Monitoring und Reporting von Leistungen. 153
Zusammenfassung. 156
Jörg Ziegler
IT-Service-Management am Airport Nürnberg. 157
Aufgaben und Struktur der IT am Flughafen Nürnberg. 157
Ziele des IT-Servicecenters. 160
IT-Organigramm/-Prozessmatrix. 162
Lebende IT-Prozesse mit integrierter Toolunterstützung. 175
Zusammenfassung. 178
Jörg Ziegler
SLA-Management und IT-Controlling im integrierten Toolumfeld. 179
Einleitung. 179
SLA-Management. 180
IT-Controlling. 188
Zusammenfassung. 191
Implementierung des Service-Level-Management
Robert Scholderer
Service-Level-Management einführen. 195
Einleitung. 195
Service-Level-Management einführen. 200
Zusammenfassung. 212
Joachim Schrey
Service-Level-Agreements: vertragliche Regelungen. 213
Die Ausgangslage. 213
Begriffs-Wirrwarr entflechten. 214
Warum gibt es überhaupt Service-Level-Agreements?. 216
Rechtliche Einordnung von Service-Level-Agreements. 219
Elemente eines Service-Level-Agreements. 219
Verfügbarkeitsquoten für IT-Systeme. 220
Kapazität von Maschinen oder Fertigungsanlagen. 223
Antwortzeiten bei IT-Systemen. 224
Antwortzeiten im Call-Center. 224
Reaktionszeit. 225
Messmethode/Messverfahren. 228
Randbedingungen. 229
Flexibilität. 230
Sanktionen. 231
Vertragsstrafe oder Schadenersatzpauschalen. 234
Day Credits. 236
Wie sieht die Praxis aus?. 237
Einbindung in den Gesamtvertrag. 238
Trennung von sanktionsrelevanten
und anderen Service-Levels. 238
Berechnung von Sanktionen. 239
Sanktionen bei Totalausfall. 239
Sondereinflüsse und deren Auswirkungen. 240
Unterschreitung mehrerer Service-Level. 241
Bonus-/Malus-System. 242
Stellung im Vertrag - Juristisches Projektmanagement. 243
Warum sich Service-Level-Agreements lohnen. 244
Zusammenfassung. 245
Tonio Grawe
IT-Service-Engineering. 247
Einleitung und Intension. 247
Strukturierung eines Service-Katalogs. 259
Paketbildung. 267
Datenmodellierung und Wissensrepräsentation. 269
Service Life Cycle. 274
Der Service-Katalog in Anwendungen. 278
Zusammenfassung. 282
Vorwort. 13
Grundlagen des Service-Level-Management
Jürgen Wengorz
Service-Level-Management. 21
Durch bewegte Zeiten mit IT als Dienstleister. 21
Service-Level-Management: Prozessorientiertes
IT-Controlling. 23
Die Implementierung eines SLM-Systems. 25
Fazit. 35
Zusammenfassung. 37
Wolfgang Burr
Service-Level-Agreements. 39
Wesentliche Kennzeichen von Service-Level-Agreements. 39
Kategorien von Service-Level-Agreements. 40
SLA bei Anbietern technischer Dienstleistungen. 42
Probleme und Grenzen von SLA. 49
Zusammenfassung. 53
Martin Kütz
Kennzahlen für das Service-Level-Management. 55
Aufgabenstellung und Begriffe. 55
Steuerung mit Kennzahlen. 57
Typische Kennzahlen im SLM. 60
Zusammenfassung. 84
Tom Kunze, Heiko Müller
Service-Level-Management Software Auswahl. 85
Die Software muss flexibel an die unternehmensspezifischen
Service-Prozesse anpassbar sein. 85
Vorgehen zur Auswahl der geeigneten Software. 92
Der Markt bietet ein breites Angebot an SLM-Software. 98
Zusammenfassung. 101
Hans-Peter Fröschle
ITIL® V3 - eine Kurzeinführung. 103
Hintergrund. 103
ITIL 2011 Edition: Kernbücher. 107
Praxis des Service-Level-Management
Eva Strasser
Verbesserung der Servicekultur in einer Großbank. 113
IT-Service-Management schafft Transparenz und
Kontrolle. 113
Ausgangssituation. 116
Kritische Erfolgsfaktoren des Projektes. 116
Konkretes Vorgehen -
die wichtigsten Maßnahmen im Einzelnen. 117
Lessons Learned. 123
Zusammenfassung. 125
Elisabeth-Edith Schlemmer
Bonus-Malus-System zur Steuerung der IT im Krankenhaus. 127
Service-Levels im Gesundheitswesen. 127
Gesundheitswesen im Verbund. 128
Struktur der SLA. 129
Permanenter Optimierungsprozess. 130
Steuerungsmaßnahmen. 132
Bonus-Malus-System. 132
Zusammenfassung. 140
Janko Ellermeier
Preis- und Leistungsharmonisierung nach einem Merger. 141
Harmonisierung der IT-Dienstleistungen. 141
Rahmenvertrag und Service-Level-Agreements. 144
Der Dienstleistungskatalog
als zentrales Beschaffungsinstrument. 151
Das Monitoring und Reporting von Leistungen. 153
Zusammenfassung. 156
Jörg Ziegler
IT-Service-Management am Airport Nürnberg. 157
Aufgaben und Struktur der IT am Flughafen Nürnberg. 157
Ziele des IT-Servicecenters. 160
IT-Organigramm/-Prozessmatrix. 162
Lebende IT-Prozesse mit integrierter Toolunterstützung. 175
Zusammenfassung. 178
Jörg Ziegler
SLA-Management und IT-Controlling im integrierten Toolumfeld. 179
Einleitung. 179
SLA-Management. 180
IT-Controlling. 188
Zusammenfassung. 191
Implementierung des Service-Level-Management
Robert Scholderer
Service-Level-Management einführen. 195
Einleitung. 195
Service-Level-Management einführen. 200
Zusammenfassung. 212
Joachim Schrey
Service-Level-Agreements: vertragliche Regelungen. 213
Die Ausgangslage. 213
Begriffs-Wirrwarr entflechten. 214
Warum gibt es überhaupt Service-Level-Agreements?. 216
Rechtliche Einordnung von Service-Level-Agreements. 219
Elemente eines Service-Level-Agreements. 219
Verfügbarkeitsquoten für IT-Systeme. 220
Kapazität von Maschinen oder Fertigungsanlagen. 223
Antwortzeiten bei IT-Systemen. 224
Antwortzeiten im Call-Center. 224
Reaktionszeit. 225
Messmethode/Messverfahren. 228
Randbedingungen. 229
Flexibilität. 230
Sanktionen. 231
Vertragsstrafe oder Schadenersatzpauschalen. 234
Day Credits. 236
Wie sieht die Praxis aus?. 237
Einbindung in den Gesamtvertrag. 238
Trennung von sanktionsrelevanten
und anderen Service-Levels. 238
Berechnung von Sanktionen. 239
Sanktionen bei Totalausfall. 239
Sondereinflüsse und deren Auswirkungen. 240
Unterschreitung mehrerer Service-Level. 241
Bonus-/Malus-System. 242
Stellung im Vertrag - Juristisches Projektmanagement. 243
Warum sich Service-Level-Agreements lohnen. 244
Zusammenfassung. 245
Tonio Grawe
IT-Service-Engineering. 247
Einleitung und Intension. 247
Strukturierung eines Service-Katalogs. 259
Paketbildung. 267
Datenmodellierung und Wissensrepräsentation. 269
Service Life Cycle. 274
Der Service-Katalog in Anwendungen. 278
Zusammenfassung. 282
Die Implementierung eines SLM-Systems
Ein strategisch-analytisches Service-Level-Management vereint drei aufeinander bezogene Ebenen, die sämtliche Aspekte des Controllings und der Steuerung der IT-Services abdecken - unabhängig davon, ob die Dienstleistung von einem internen oder externen Service-Provider erbracht wird. Auf der operativen Ebene ist das Datenmanagement angesiedelt: Hier werden die verschiedenen IT-Leistungsdaten aus den unterschiedlichen Plattformen und Systemen integriert und konsolidiert. Basierend auf diesen Daten erfolgt auf der betriebswirtschaftlichen Ebene die prozessbezogene Verrechnung der Dienste des Service-Providers, denn eine erfolgreiche strategische Steuerung der IT setzt voraus, dass Unternehmen genau wissen, welche IT-Kosten in den einzelnen Geschäftsprozessen entstehen. Damit ist eine größtmögliche Transparenz bei den erbrachten Leistungen und deren Kosten gewährleistet. Auf der dritten, strategischen Ebene sind das Controlling und die Steuerung der IT-Services angesiedelt: Die technologischen und betriebswirtschaftlichen Daten werden in einem SLM-System miteinander verbunden und dargestellt - dieser Vorgang wird auch als 'Joining' und 'Mapping' bezeichnet. Hier steht die Verzahnung der Geschäftsprozesse und der IT-Services im Fokus (zum Beispiel SAP R/3 Wareneingang, Auftragsverwaltung, E-Commerce-Angebot etc.).
Die drei Ebenen des Service-Level-Managements lassen sich in einem pyramidenförmigen Schichten-Modell darstellen, aus dem die Beziehungen der einzelnen Ebenen zueinander deutlich werden: (Abb. 1)
In der Regel ist die IT-Landschaft eines Unternehmens hochgradig heterogen: Insellösungen und historisch gewachsene Systeme dominieren das Bild. Um die Performance der IT umfassend darzustellen, müssen die Leistungsdaten der unterschiedlichen Plattformen und Systeme akkumuliert, bereinigt, konsolidiert und strukturiert werden. Hier bietet sich der Einsatz eines Data Warehouse an: Es ermöglicht den automatisierten Zugriff auf die Datenformate aller wichtigen Systeme wie Server, Netzwerke, Datenbanken und Applikationen und erzeugt daraus eine konsistente, hochwertige Datenbasis für das Service-Level-Management. Komplexe Verfahren für die Sicherung der Datenqualität stellen dabei sicher, dass Inkonsistenzen bereinigt und Fehler korrigiert werden. Aus den im Data Warehouse zusammengeführten Leistungsdaten der IT lassen sich dann Kennzahlen ableiten, die Auskunft über die Soll-Ist-Abweichung der in den SLAs festgeschriebenen Parameter geben.
Die Integration der Leistungsdaten aller relevanten, heterogenen IT-Systeme ermöglicht Unternehmen eine End-to-End-Analyse ihrer Geschäftsprozesse, so dass sich die Performance der IT aus der Perspektive des Anwenders ermitteln lässt. Das Beispiel E-Commerce zeigt die Notwendigkeit, sämtliche an einem Prozess beteiligten IT-Systeme bei der Performance-Messung zu berücksichtigen: Im E-Commerce ist die Antwortzeit ein entscheidendes Kriterium für den Erfolg eines Online-Shops, denn Internet-Surfer sind laut Studien bereit, maximal sieben Sekunden auf den Aufbau einer Website zu warten - wenn die Seiten bis dahin nicht komplett geladen sind, klicken die Besucher weiter. Demzufolge spielt die End-to-End-Response-Zeit aus Anwendersicht eine zentrale Rolle bei der Beurteilung des Web-auftritts. Das Management braucht also Kennzahlen aus allen Systemen, die am Aufbau einer Website beteiligt sind - vom Anwender-PC über verschiedene Server von Internet Service-Providern bis hin zu den Web-, Applikations- und Datenbank-Servern des Unternehmens. Mit der Analyse dieser einzelnen Werte lassen sich punktgenau Schwachstellen identifizieren, die den Aufbau der Seiten verzögern: Liegt das Problem beim Unternehmens-Server, im Netzwerk oder beim PC des Nutzers? Die Unternehmensführung kann mit diesen Informationen zur Technologie strategische Entscheidungen fällen, die eine auf die Anforderungen der Nutzer optimal abgestimmte Gestaltung der Website ermöglichen und damit den Geschäftserfolg sichern.
Ein strategisch-analytisches Service-Level-Management vereint drei aufeinander bezogene Ebenen, die sämtliche Aspekte des Controllings und der Steuerung der IT-Services abdecken - unabhängig davon, ob die Dienstleistung von einem internen oder externen Service-Provider erbracht wird. Auf der operativen Ebene ist das Datenmanagement angesiedelt: Hier werden die verschiedenen IT-Leistungsdaten aus den unterschiedlichen Plattformen und Systemen integriert und konsolidiert. Basierend auf diesen Daten erfolgt auf der betriebswirtschaftlichen Ebene die prozessbezogene Verrechnung der Dienste des Service-Providers, denn eine erfolgreiche strategische Steuerung der IT setzt voraus, dass Unternehmen genau wissen, welche IT-Kosten in den einzelnen Geschäftsprozessen entstehen. Damit ist eine größtmögliche Transparenz bei den erbrachten Leistungen und deren Kosten gewährleistet. Auf der dritten, strategischen Ebene sind das Controlling und die Steuerung der IT-Services angesiedelt: Die technologischen und betriebswirtschaftlichen Daten werden in einem SLM-System miteinander verbunden und dargestellt - dieser Vorgang wird auch als 'Joining' und 'Mapping' bezeichnet. Hier steht die Verzahnung der Geschäftsprozesse und der IT-Services im Fokus (zum Beispiel SAP R/3 Wareneingang, Auftragsverwaltung, E-Commerce-Angebot etc.).
Die drei Ebenen des Service-Level-Managements lassen sich in einem pyramidenförmigen Schichten-Modell darstellen, aus dem die Beziehungen der einzelnen Ebenen zueinander deutlich werden: (Abb. 1)
In der Regel ist die IT-Landschaft eines Unternehmens hochgradig heterogen: Insellösungen und historisch gewachsene Systeme dominieren das Bild. Um die Performance der IT umfassend darzustellen, müssen die Leistungsdaten der unterschiedlichen Plattformen und Systeme akkumuliert, bereinigt, konsolidiert und strukturiert werden. Hier bietet sich der Einsatz eines Data Warehouse an: Es ermöglicht den automatisierten Zugriff auf die Datenformate aller wichtigen Systeme wie Server, Netzwerke, Datenbanken und Applikationen und erzeugt daraus eine konsistente, hochwertige Datenbasis für das Service-Level-Management. Komplexe Verfahren für die Sicherung der Datenqualität stellen dabei sicher, dass Inkonsistenzen bereinigt und Fehler korrigiert werden. Aus den im Data Warehouse zusammengeführten Leistungsdaten der IT lassen sich dann Kennzahlen ableiten, die Auskunft über die Soll-Ist-Abweichung der in den SLAs festgeschriebenen Parameter geben.
Die Integration der Leistungsdaten aller relevanten, heterogenen IT-Systeme ermöglicht Unternehmen eine End-to-End-Analyse ihrer Geschäftsprozesse, so dass sich die Performance der IT aus der Perspektive des Anwenders ermitteln lässt. Das Beispiel E-Commerce zeigt die Notwendigkeit, sämtliche an einem Prozess beteiligten IT-Systeme bei der Performance-Messung zu berücksichtigen: Im E-Commerce ist die Antwortzeit ein entscheidendes Kriterium für den Erfolg eines Online-Shops, denn Internet-Surfer sind laut Studien bereit, maximal sieben Sekunden auf den Aufbau einer Website zu warten - wenn die Seiten bis dahin nicht komplett geladen sind, klicken die Besucher weiter. Demzufolge spielt die End-to-End-Response-Zeit aus Anwendersicht eine zentrale Rolle bei der Beurteilung des Web-auftritts. Das Management braucht also Kennzahlen aus allen Systemen, die am Aufbau einer Website beteiligt sind - vom Anwender-PC über verschiedene Server von Internet Service-Providern bis hin zu den Web-, Applikations- und Datenbank-Servern des Unternehmens. Mit der Analyse dieser einzelnen Werte lassen sich punktgenau Schwachstellen identifizieren, die den Aufbau der Seiten verzögern: Liegt das Problem beim Unternehmens-Server, im Netzwerk oder beim PC des Nutzers? Die Unternehmensführung kann mit diesen Informationen zur Technologie strategische Entscheidungen fällen, die eine auf die Anforderungen der Nutzer optimal abgestimmte Gestaltung der Website ermöglichen und damit den Geschäftserfolg sichern.