
Dortmund entdecken
Schätze und Geschichten aus dem Mittelalter
Aschendorff (Publisher)
3rd Edition
Published on 21. June 2012
Book
Paperback/Softback
144 pages
978-3-89534-941-6 (ISBN)
Description
Mit dem Stadtführer können sich Kinder (und Erwachsene) auf die spannende Entdeckungsreise in die Geschichte ihrer Stadt machen. Die Autorinnen und der Zeichner haben liebevoll gestaltetes Buch zum Schmökern, Anschauen und Immer-wieder-in-die-Hand-nehmen geschaffen. Das Buch zeigt, was es in Dortmund zu entdecken gibt und lädt ein, das kulturelle Erbe des europäischen Mittelalters in Dortmund - die global vernetzte Ortsgeschichte in den überlieferten Zeugnissen - kennen und wertschätzen zu lernen.
Mehr und mehr gelangen die denkmalgeschützten Innenstadtkirchen als kulturelle Erinnerungsorte ins Bewusstsein. Diese Rolle haben sie neben der als christliche Gotteshäuser für alle Menschen. In welchen Handelsmetropolen wurden die Kunstwerke gefertigt, die sich noch heute in den Dortmunder Innenstadtkirchen befinden? Wie vernetzt war die Welt damals: als die Gewänder der Heiligen auf den Bildern aus Stoffen geschneidert waren, die aus dem Orient oder aus Italien importiert wurden, als die Farben dieser Gemälde aus Rohstoffen hergestellt wurden, die aus Persien, aus Russland, aus der Türkei stammten? Spannend sind auch all die Geschichten, die in den Kunstwerken erzählt werden, nicht nur die Legende vom Stadtheiligen Reinoldus.
Reviews / Votes
Die sympathische Zeichentrickfigur Oskar Francke, Professor für Kunstgeschichte, führt den Leser im Buch Birgit Frankes und Barbara Welzels 'Dortmund entdecken. Schätze und Geschichten aus dem Mittelalter' durch die vier mittelalterlichen Kirchen der Großstadt Dortmund.Bevor man sich auf die Reise durch die Geschichte Dortmunds macht, wird Oskar vorgestellt. Nachdem er ein paar allgemeine Dinge über die Kunstwissenschaft, Kunstwissenschaftler und deren Arbeitsmethoden, mittelalterliche Städte und Dortmunds teilweise Zerstörung im Zweiten Weltkrieg berichtet, nimmt er den Leser mit auf den Hellweg und damit in längst vergangene Zeiten, denn hier befinden sich die Kirchen St. Reinoldi, St. Marien, St. Petri und die Propsteikirche, deren Kunstwerke im Mittelpunkt der Betrachtungen stehen. Anschließend folgen ein Nachwort, eine Vorstellung der Autorinnen und des Grafik-Designers und Illustrators Frank Georgy sowie wichtige Informationen zu den Öffnungszeiten der Kirchen und weitere Hinweise.Sehr ausführlich werden die Statuen, Gemälde und Bauwerke beschrieben und betrachtet. Der Leser wird oft auf Details hingewiesen, die etwas über die Geschichte des Werkes erahnen lassen und die er allein wahrscheinlich übersehen hätte. Oder wäre es dir aufgefallen, dass am Rand eines großen Gemäldes eine Sphinx zu sehen ist, obwohl dieses Wesen den Menschen jener Zeit gar nicht bekannt war?Viele eindrucksvolle, große, farbige Bilder, die die Pracht der Kirchen und Altäre zeigen, machen das Buch ebenfalls überaus anschaulich. Manchmal sind sie wohl aus Platzgründen etwas ungünstig angeordnet, was das Verständnis jedoch nicht weiter stört.Während der vielen Bildbetrachtungen kann man zudem sein Allgemeinwissen erweitern oder sich einem der verschiedenen Forschungsaufträge widmen. Einige Fragen können jedoch nur an Ort und Stelle beantwortet werden, wodurch der Reiz einer Dortmundreise deutlich erhöht wird. Die richtigen Antworten werden nicht innerhalb des Buches gegeben, was eine einfache Überprüfung der eigenen Annahmen nicht möglich macht. Auch neigen die Autoren dazu, zu viele Hintergrund- und Nebeninformationen zu geben, sodass der Bezug zu Dortmund vermisst werden muss. An anderer Stelle gestalten Birgit Franke und Barbara Welzel die Übergänge zwischen verschiedenen Unterpunkten zu abrupt.Besonders abwechslungsreich wird das Buch durch die Unterbrechung des Sachtextes mit fünf anscheinend fiktionalen Texten. Sie geben ebenfalls einen kleinen Einblick in das mittelalterliche Leben, wirken jedoch oft zu verträumt.Insgesamt meine ich, dass in 'Dortmund entdecken. Schätze und Geschichten aus dem Mittelalter' kunstwissenschaftliche und historische Erkenntnisse kindgerecht aufgearbeitet und in einer anregenden Art dargeboten werden. Deshalb empfehle ich das Buch für Kinder im Alter von 8 bis 12 Jahren und einen Ausflug nach Dortmund, denn erst dort könnte man die Vielfalt des Buches richtig auskosten.Vivien Zahn, in: lesepunkte 7, 2012, Nr. 2, 22.6.2012 (www.lesepunkte.de/no_cache/persistent/artikel/9523/)More details
Series
Language
German
Place of publication
Bielefeld
Germany
Edition type
Revised edition
Illustrations
175
163 farbige Abbildungen, 12 s/w Abbildungen
Dimensions
Height: 24 cm
Width: 17 cm
Weight
480 gr
ISBN-13
978-3-89534-941-6 (9783895349416)
Schweitzer Classification
Persons
Birgit Franke, Dr. Geboren 1953. Studium: Kunstgeschichte und Theaterwissenschaft in Berlin. Forschungsschwerpunke: niederländische Kunstgeschichte, Hofkultur, Vermittlung von Kunst.
Barbara Welzel, Prof. Dr. Geboren 1961. Studium: Kunstgeschichte, Philosophie und Musikwissenschaft in Bochum und Berlin. Professorin für Kunstgeschichte an der Technischen Universität Dortmund, Prorektorin. Forschungsschwerpunke: niederländische Kunstgeschichte, Hofkultur, Sammlungsgeschiche, Kunstgeschichte Dortmunds. Mitherausgeberin der Reihen 'Dortmunder Mittelalter-Forschungen' www.fb16.uni-dortmund.de/kunst/cms/mittelalterforschungen und 'Dortmunder Exkursionen zur Geschichte und Kultur' www.fb16.uni-dortmund.de/kunst/cms/dortmunderexkursionen
www.fb16.uni-dortmund.de/kunst/cms/welzel.html
Bücher im Verlag für Regionalgeschichte:
Das 'Goldene Wunder' in der Dortmunder Petrikirche. Bildgebrauch und Bildproduktion im Mittelalter, 2. Auflage 2004
Dortmund und Conrad von Soest im spätmittelalterlichen Europa, 2004
Städtische Repräsentation. St. Reinoldi und das Rathaus als Schauplätze des Dortmunder Mittelalters, 2005
Stadtführer Dortmund im Mittelalter, 2006, 2. Auflage 2006
Ferne Welten - Freie Stadt. Dortmund im Mittelalter, 2006
Altes Gold in neuer Pracht. Das 'Goldene Wunder' in der Dortmunder St. Petri-Kirche, 2006
Die Dortmunder Dominikaner und die Propsteikirche als Erinnerungsort, 2006
Mittelalter und Industrialisierung. St. Urbanus in Huckarde, 2009
Die St.-Johann-Baptist-Kirche in Dortmund-Brechten, Bielefeld 2009
St. Johannes in Brechten als Erinnerungsort des Ruhrgebiets, 2011
Dortmund als Hansestadt. Fernhandel und Kulturtransfer, 2012
Author
Illustrated by
Content
Dortmund entdecken mit Oskar Francke 6
Eine nicht ganz verschwundene Stadt 16
Reinoldus
Der Stadtpatron und seine Kirche 40
Bildergeschenke
Warum Dortmunder Fernkaufleute und andere Einwohner Altarwerke an die Marienkirche schenkten, und was sie sich davon erhofften 64
Stadt und Klaster
Oder warum sich in der Propsteikirche die älteste Stadtansicht Dortmunds befindet 88
Das 'Goldene Wunder'
Der riesige Schnitzaltar aus Antwerpen, und wie die Restauratoren das Gold retteten 112
Wer - Wie - Warum
Nachworte 136