
Star Wars Rogue One
Jugendroman zum Film
Matt Forbeck(Author)
Panini Verlags GmbH
1st Edition
Published on 24. April 2017
Book
Paperback/Softback
224 pages
978-3-8332-3449-1 (ISBN)
Description
FÜR DIE FREIHEIT DER GALAXIS!
Die Rebellenallianz hat von einer schrecklichen neuen Terrorwaffe des Imperiums erfahren, die dazu in der Lage ist, ganze Planeten mit einem Schlag zu zerstören: der Todesstern. Das Schicksal der Galaxis liegt nun in den Händen einer mutigen jungen Frau namens Jyn Erso und ihrer Crew von ungleichen Widerstandskämpfern. Sie müssen die Pläne der tödlichen Raumstation entwenden, bevor die Zeit abgelaufen ist. Sollten sie scheitern, sind sowohl die Rebellenallianz als auch gesamte Galaxis dem Untergang geweiht .
mit 8 farbigen Fotoseiten
Die Rebellenallianz hat von einer schrecklichen neuen Terrorwaffe des Imperiums erfahren, die dazu in der Lage ist, ganze Planeten mit einem Schlag zu zerstören: der Todesstern. Das Schicksal der Galaxis liegt nun in den Händen einer mutigen jungen Frau namens Jyn Erso und ihrer Crew von ungleichen Widerstandskämpfern. Sie müssen die Pläne der tödlichen Raumstation entwenden, bevor die Zeit abgelaufen ist. Sollten sie scheitern, sind sowohl die Rebellenallianz als auch gesamte Galaxis dem Untergang geweiht .
mit 8 farbigen Fotoseiten
More details
Language
German
Place of publication
Germany
Illustrations
18
18 Farbfotos bzw. farbige Rasterbilder
inkl. Bildstrecke über 8 Seiten
Dimensions
Height: 18.2 cm
Width: 12.1 cm
Thickness: 1.8 cm
Weight
195 gr
ISBN-13
978-3-8332-3449-1 (9783833234491)
Schweitzer Classification
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E-Book
04/2017
1st Edition
PANINI
€9.99
Available for download
Persons
Content
1. KAPITEL
Jyn Erso erinnerte sich noch genau an den Tag, an dem das Imperium
ihr Leben zerstört hatte. Sie war damals erst acht Jahre
alt gewesen. Sie und ihre Eltern - Galen und Lyra - lebten auf
Lah'mu, einem Planeten am Äußeren Rand, weit entfernt von
ihrem früheren luxuriösen Zuhause auf der imperialen Hauptwelt
Coruscant.
Jyn bemerkte das imperiale Shuttle, das über den Himmel glitt,
und wusste sofort, dass Ärger im Anflug war. Sie hatte im üppigen,
dichten Gras gespielt. Nun rannte sie nach Hause, um ihre
Eltern zu warnen, doch die beiden packten bereits.
"Jyn", sagte ihr Vater. "Hol deine Sachen. Es ist so weit."
Unzählige Male hatten sie diese Situation geübt. Während Jyn
Galens Anweisung nachkam, schaltete Lyra den Familien-Kommlink
ein. "Saw", sagte sie. "Es ist so weit. Er hat uns gefunden."
Bevor sie Jyn aus dem Haus brachte, gab Galen seiner Tochter
einen letzten Kuss.
"Ich liebe dich, kleiner Stern", sagte er.
"Ich liebe dich auch, Papa."
Draußen landete das Shuttle, und sechs Todestruppler in glänzenden
schwarzen Rüstungen gingen zusammen mit einem imperialen
Offizier in weißer Uniform und Umhang von Bord. Jyn
erkannte den Mann sofort. Auf Coruscant hatte er mit ihrem Vater
zusammengearbeitet. Sein Name war Orson Krennic.
Lyra ergriff Jyns Arm und zog sie rasch durch die Hintertür nach
draußen, während ihr Vater hinausging, um die Neuankömmlinge
zu begrüßen. Sobald man sie nicht mehr sehen konnte, nahm
Lyra ihre Halskette ab und legte sie ihrer Tochter um. Der Anhänger
aus Kyberkristall funkelte im Licht.
"Du weißt, wo du hinmusst?", fragte Lyra.
Jyn nickte.
"Vertraue auf die Macht", sagte Lyra, während sie ihre Tochter
umarmte, und irgendwie spürte Jyn instinktiv, dass dies ein Abschied
war.
Statt wie geplant wegzulaufen und sich zu verstecken, weigerte
sich Jyn, ihre Eltern einfach zurückzulassen. Heimlich folgte sie
ihrer Mutter zurück zum Haus und beobachtete, wie ihr Vater
Krennic entgegentrat.
"Was willst du?", fragte Galen.
"Die Arbeiten sind zum Erliegen gekommen", erklärte Krennic.
"Du musst zurückkommen."
"Das werde ich nicht tun."
"Wir standen ganz kurz davor, Großes zu erreichen. Beinahe
hätten wir es geschafft, für Frieden zu sorgen. Für Sicherheit in
der Galaxis."
"Du verwechselst Frieden mit Terror. Du hast mich darüber
belogen, was wir da in Wirklichkeit bauen. Du wolltest Leute
töten."
Krennic zuckte die Schultern. "Irgendwo muss man immer anfangen."
Da trat Lyra vor. Verblüfft und voller Entsetzen, dass ihre Mutter
sich blicken ließ - ganz im Gegensatz zu dem, was sie besprochen
und immer wieder geübt hatten -, starrte Jyn zu ihr hinüber.
Als die Todestruppler Lyra entdeckten, richteten sie ihre Waffen
auf sie, aber Krennic befahl ihnen, nicht zu schießen.
Da hob Lyra den Blaster, den sie bei sich trug, und zielte auf
Krennic.
"Du nimmst ihn nicht mit!", erklärte sie.
"Natürlich nicht", erwiderte Krennic mit einem Lächeln. "Ich
nehme euch alle mit. Euch und euer Kind. Ihr werdet ein angenehmes
Leben haben."
"Als Geiseln", entgegnete Lyra.
"Als Helden des Imperiums."
Lyra weigerte sich, ihre Waffe zu senken. "Du wirst niemals
gewinnen", sagte sie.
Krennic traf eine Entscheidung. "Erledigt sie", befahl er den Todestrupplern
fast beiläufig.
Die imperialen Elitesoldaten streckten Lyra mit ihren Blastergewehren
nieder, doch es gelang ihr noch, einen Schuss abzufeuern,
der Krennic in die Schulter traf. Jyn wusste, dass der imperiale
Offizier sich wieder erholen würde. Ihre Mutter jedoch nicht.
Galen fing Lyra auf, als sie zu Boden sackte. Ihr Gewicht und
seine Trauer zwangen ihn in die Knie.
"Sie haben ein Kind", zischte Krennic den Todestrupplern zu,
die Zähne vor Schmerz zusammengebissen. "Findet es."
Jyn floh.
Sie wusste, wo sie hinmusste, ganz so, wie sie es immer geübt
hatten. Doch sie wusste nicht, ob sie es bis dorthin schaffen
würde, bevor die Todestruppler sie fanden.
Sie rannte, ohne sich auch nur einmal umzusehen. Bald erreichte
sie die Höhle in den felsigen Hügeln hinter dem Haus und lief
hinein. Sie klappte die verborgene Falltür hoch, schlüpfte hindurch
und schloss sie wieder hinter sich.
Dort verharrte sie und starrte durch einen Spalt in der Luke
über ihr ins Tageslicht. Als die Todestruppler, die ihr bereits auf
der Spur waren, näher kamen, hielt sie den Atem an und erstarrte.
Als die Soldaten schließlich vorbeimarschiert waren, kroch sie
tiefer in ihr Versteck und wartete, wie man es ihr aufgetragen
hatte.
Viele Stunden blieb sie dort. Rauch lag in der Luft - Rauch von
einem Feuer, das, wie sie später erfuhr, ihr Haus zerstört hatte.
Irgendwann glaubte sie zu hören, wie das Shuttle abflog, doch
sie wusste, dass sie sich nicht von der Stelle rühren durfte, bis ihre
Mutter oder ihr Vater kamen, um sie zu holen.
Aber was, wenn das niemals geschehen würde? Wenn ihre
Mutter tatsächlich tot war und die Todestruppler ihren Vater mitgenommen
hatten, dann würde niemand kommen und sie holen.
Dann wäre sie vollkommen auf sich allein gestellt.
Als die Nacht hereinbrach, kauerte sie sich zusammen, voller
Angst und unsicher, was sie tun sollte. Ein Gewitter kam auf, und
sie zuckte zusammen, als es donnerte.
Sie zündete eine Laterne an und versuchte, nicht den Mut zu
verlieren. Irgendwann würde sie sich den Anweisungen ihrer
Eltern widersetzen müssen. Aber wann? Jedenfalls nicht, bevor
das Gewitter vorbeigezogen war.
Da hörte sie über sich ein Geräusch und erstarrte. Das war kein
Donnerschlag - das waren Schritte, die sich näherten. Jemand
hatte die Höhle betreten.
Einen Augenblick später wurde die Falltür geöffnet, und der
Mann, mit dem Lyra über den Kommlink gesprochen hatte, blickte
auf Jyn herab: Saw Gerrera.
"Komm, mein Kind", sagte er und streckte ihr eine Hand entgegen.
"Wir haben eine lange Reise vor uns."
All das war inzwischen viele Jahre her. Seitdem war viel passiert.
Mehr, als dass sich Jyn jemals bis in alle Einzelheiten daran
hätte erinnern können. Und all diese Dinge hatten dazu geführt,
dass sie sich dort befand, wo sie jetzt war: in einem imperialen
Gefängnis, wo sie verrottete und sich fragte, warum sie so hart
und so lange gekämpft hatte, nur um schließlich hier zu enden?
Jyn Erso erinnerte sich noch genau an den Tag, an dem das Imperium
ihr Leben zerstört hatte. Sie war damals erst acht Jahre
alt gewesen. Sie und ihre Eltern - Galen und Lyra - lebten auf
Lah'mu, einem Planeten am Äußeren Rand, weit entfernt von
ihrem früheren luxuriösen Zuhause auf der imperialen Hauptwelt
Coruscant.
Jyn bemerkte das imperiale Shuttle, das über den Himmel glitt,
und wusste sofort, dass Ärger im Anflug war. Sie hatte im üppigen,
dichten Gras gespielt. Nun rannte sie nach Hause, um ihre
Eltern zu warnen, doch die beiden packten bereits.
"Jyn", sagte ihr Vater. "Hol deine Sachen. Es ist so weit."
Unzählige Male hatten sie diese Situation geübt. Während Jyn
Galens Anweisung nachkam, schaltete Lyra den Familien-Kommlink
ein. "Saw", sagte sie. "Es ist so weit. Er hat uns gefunden."
Bevor sie Jyn aus dem Haus brachte, gab Galen seiner Tochter
einen letzten Kuss.
"Ich liebe dich, kleiner Stern", sagte er.
"Ich liebe dich auch, Papa."
Draußen landete das Shuttle, und sechs Todestruppler in glänzenden
schwarzen Rüstungen gingen zusammen mit einem imperialen
Offizier in weißer Uniform und Umhang von Bord. Jyn
erkannte den Mann sofort. Auf Coruscant hatte er mit ihrem Vater
zusammengearbeitet. Sein Name war Orson Krennic.
Lyra ergriff Jyns Arm und zog sie rasch durch die Hintertür nach
draußen, während ihr Vater hinausging, um die Neuankömmlinge
zu begrüßen. Sobald man sie nicht mehr sehen konnte, nahm
Lyra ihre Halskette ab und legte sie ihrer Tochter um. Der Anhänger
aus Kyberkristall funkelte im Licht.
"Du weißt, wo du hinmusst?", fragte Lyra.
Jyn nickte.
"Vertraue auf die Macht", sagte Lyra, während sie ihre Tochter
umarmte, und irgendwie spürte Jyn instinktiv, dass dies ein Abschied
war.
Statt wie geplant wegzulaufen und sich zu verstecken, weigerte
sich Jyn, ihre Eltern einfach zurückzulassen. Heimlich folgte sie
ihrer Mutter zurück zum Haus und beobachtete, wie ihr Vater
Krennic entgegentrat.
"Was willst du?", fragte Galen.
"Die Arbeiten sind zum Erliegen gekommen", erklärte Krennic.
"Du musst zurückkommen."
"Das werde ich nicht tun."
"Wir standen ganz kurz davor, Großes zu erreichen. Beinahe
hätten wir es geschafft, für Frieden zu sorgen. Für Sicherheit in
der Galaxis."
"Du verwechselst Frieden mit Terror. Du hast mich darüber
belogen, was wir da in Wirklichkeit bauen. Du wolltest Leute
töten."
Krennic zuckte die Schultern. "Irgendwo muss man immer anfangen."
Da trat Lyra vor. Verblüfft und voller Entsetzen, dass ihre Mutter
sich blicken ließ - ganz im Gegensatz zu dem, was sie besprochen
und immer wieder geübt hatten -, starrte Jyn zu ihr hinüber.
Als die Todestruppler Lyra entdeckten, richteten sie ihre Waffen
auf sie, aber Krennic befahl ihnen, nicht zu schießen.
Da hob Lyra den Blaster, den sie bei sich trug, und zielte auf
Krennic.
"Du nimmst ihn nicht mit!", erklärte sie.
"Natürlich nicht", erwiderte Krennic mit einem Lächeln. "Ich
nehme euch alle mit. Euch und euer Kind. Ihr werdet ein angenehmes
Leben haben."
"Als Geiseln", entgegnete Lyra.
"Als Helden des Imperiums."
Lyra weigerte sich, ihre Waffe zu senken. "Du wirst niemals
gewinnen", sagte sie.
Krennic traf eine Entscheidung. "Erledigt sie", befahl er den Todestrupplern
fast beiläufig.
Die imperialen Elitesoldaten streckten Lyra mit ihren Blastergewehren
nieder, doch es gelang ihr noch, einen Schuss abzufeuern,
der Krennic in die Schulter traf. Jyn wusste, dass der imperiale
Offizier sich wieder erholen würde. Ihre Mutter jedoch nicht.
Galen fing Lyra auf, als sie zu Boden sackte. Ihr Gewicht und
seine Trauer zwangen ihn in die Knie.
"Sie haben ein Kind", zischte Krennic den Todestrupplern zu,
die Zähne vor Schmerz zusammengebissen. "Findet es."
Jyn floh.
Sie wusste, wo sie hinmusste, ganz so, wie sie es immer geübt
hatten. Doch sie wusste nicht, ob sie es bis dorthin schaffen
würde, bevor die Todestruppler sie fanden.
Sie rannte, ohne sich auch nur einmal umzusehen. Bald erreichte
sie die Höhle in den felsigen Hügeln hinter dem Haus und lief
hinein. Sie klappte die verborgene Falltür hoch, schlüpfte hindurch
und schloss sie wieder hinter sich.
Dort verharrte sie und starrte durch einen Spalt in der Luke
über ihr ins Tageslicht. Als die Todestruppler, die ihr bereits auf
der Spur waren, näher kamen, hielt sie den Atem an und erstarrte.
Als die Soldaten schließlich vorbeimarschiert waren, kroch sie
tiefer in ihr Versteck und wartete, wie man es ihr aufgetragen
hatte.
Viele Stunden blieb sie dort. Rauch lag in der Luft - Rauch von
einem Feuer, das, wie sie später erfuhr, ihr Haus zerstört hatte.
Irgendwann glaubte sie zu hören, wie das Shuttle abflog, doch
sie wusste, dass sie sich nicht von der Stelle rühren durfte, bis ihre
Mutter oder ihr Vater kamen, um sie zu holen.
Aber was, wenn das niemals geschehen würde? Wenn ihre
Mutter tatsächlich tot war und die Todestruppler ihren Vater mitgenommen
hatten, dann würde niemand kommen und sie holen.
Dann wäre sie vollkommen auf sich allein gestellt.
Als die Nacht hereinbrach, kauerte sie sich zusammen, voller
Angst und unsicher, was sie tun sollte. Ein Gewitter kam auf, und
sie zuckte zusammen, als es donnerte.
Sie zündete eine Laterne an und versuchte, nicht den Mut zu
verlieren. Irgendwann würde sie sich den Anweisungen ihrer
Eltern widersetzen müssen. Aber wann? Jedenfalls nicht, bevor
das Gewitter vorbeigezogen war.
Da hörte sie über sich ein Geräusch und erstarrte. Das war kein
Donnerschlag - das waren Schritte, die sich näherten. Jemand
hatte die Höhle betreten.
Einen Augenblick später wurde die Falltür geöffnet, und der
Mann, mit dem Lyra über den Kommlink gesprochen hatte, blickte
auf Jyn herab: Saw Gerrera.
"Komm, mein Kind", sagte er und streckte ihr eine Hand entgegen.
"Wir haben eine lange Reise vor uns."
All das war inzwischen viele Jahre her. Seitdem war viel passiert.
Mehr, als dass sich Jyn jemals bis in alle Einzelheiten daran
hätte erinnern können. Und all diese Dinge hatten dazu geführt,
dass sie sich dort befand, wo sie jetzt war: in einem imperialen
Gefängnis, wo sie verrottete und sich fragte, warum sie so hart
und so lange gekämpft hatte, nur um schließlich hier zu enden?