
Renditefaktor Personal
So messen und erhöhen Sie den ROI Ihrer Mitarbeiter
Jac Fitz-enz(Author)
Campus (Publisher)
1st Edition
Published on 17. March 2003
Book
Hardback
304 pages
978-3-593-37062-0 (ISBN)
Description
Der entscheidende Faktor für den Erfolg eines Unternehmens sind seine Mitarbeiter. Doch angesichts der hohen Personalkosten stehen viele vor der Frage: Was sind meine Mitarbeiter wirklich wert? Basierend auf der jahrelangen Forschungsarbeit des Saratoga Institute, liefert dieses Buch erstmals in deutscher Sprache eine Methode zur genauen Messung der Produktivität aller wichtigen Personalfunktionen.
Reviews / Votes
Die Kosten schlechter Führung"Jac Fitz-enz bietet einen hervorragenden und verständlichen Überblick über die Grundlagen des Humankapitalmanagements [...] ohne den Einzelnen auf eine Zahl zu reduzieren." (Harvard Business Manager, 01.05.2003)
More details
Language
German
Edition type
New edition
Dimensions
Height: 22.8 cm
Width: 15.2 cm
Weight
589 gr
ISBN-13
978-3-593-37062-0 (9783593370620)
Schweitzer Classification
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Online / Databases
03/2003
1st Edition
Campus
€10.95
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Persons
Dr. Jac Fitzens ist eine internationale Autorität auf dem Gebiet des Human Capital Managements. Er hat das Saratoga Institute in Santa Clara, Kalifornien, gegründet, das unter anderem 90 der Fortune-500-Unternehmen in Personalfragen berät. Er ist Autor von zahlreichen Fachartikeln und Büchern.
Content
Vorwort
Das fehlende Mosaikstück Der zunehmende Fachkräftemangel Der Aufbau des Buches
1. Humankapital: der Hebel zum Gewinn in der Wissensökonomie
Auswirkungen auf das Unternehmensmanagement Zwei Aspekte des Humankapitals Mitarbeiter und Informationen Der Daten-Wert-Zyklus Intellektuelle Kapazität Die Strecke vor Augen Das Rennen um den Ertrag Fehlstarts Messebenen Zusammenfassung
2. Den Beitrag des Humankapitals zu den Unternehmenszielen messen
Grundlagenforschung zum Ertrag des Humankapitals Schnittstelle Humankapital/Finanzen Humankapital als Teil der Wertschöpfung Kennzahlen auf Unternehmensebene als Ausgangspunkt Das H im Humankapital Die Humankapital-Scorecard Effektive Praxisverfahren für das ganze Unternehmen Das Willy-Loman-Syndrom Messung effektiver Unternehmensverfahren Maßstäbe für die Grundmerkmale Maßstäbe für die Strukturmerkmale Fallbeispiel zur Messung von Unternehmensverfahren Zusammenfassung
3. Den Einfluss des Humankapitals auf die Unternehmensprozesse messen
Einordnung von Funktionsbereichsprozessen Humankapital in Prozessen Analyse eines Unternehmensprozesses ProzessLeistungsmatrix Service, Qualität, Produktivität Ermittlung der Wirkungen des Humankapitals Ein bezeichnendes Beispiel Kleiner Test Zusammenfassung
4. Die Wertschöpfung des Humankapitals messen
Bewertung Planung Gewinnung Pflege Fortbildung Bindung Leistungsbewertung des Humankapitals Messung der Veränderungen Die Humankapital-Scorecard Humankapital-Buchführung Gewinn- und Verlustrechnung für das Humankapital Konsortien für Humankapitalmanagement Berichte über beste Praxisverfahren und andere Märchen Wirklich effektive Praxisverfahren Zusammenfassung
5. Die Nutzeneffekte des Humankapitals integral erfassen
Wirkungsverläufe Fallbeispiele Ein integriertes Berichtssystem Blick nach vorn: zielführende Indikatoren Zukunft des Unternehmens Zukunft der Funktionsbereiche Bereit sein Gemütsverfassung der Mitarbeiter Ein indirektes Anzeichen Wettbewerbsfähigkeit Zukunft des Humankapitalmanagements Scoreboard-Überblick Zusammenfassung
6. Die nächste Generation der Humankapitalbewertung:
Trends, Prognosen und Vorhersagen
Beziehungen und Muster Fehlerquellen bei der Trendbestimmung Die Suche nach Bedeutung Anwendung auf das Geschäftsleben Sensordaten: Prognosen und Vorhersagen Ansätze zu einem Finanzindex für das Humankapital Indexübung Zusammenfassung
7. Die Ergebnisse von Verbesserungsinitiativen bewerten
Beginn einer neuen Ordnung Neue Messansätze für das Humankapital Umstrukturierung: zurück zum Anfang Outsourcing: das jüngste Wunderheilmittel Management von Zeitarbeitern: eine neue Herausforderung für das Humankapitalmanagement Fusionen und Akquisitionen: Kaufen oder machen? Wertsteigerung durch Benchmarking Zusammenfassung
8. Den Ertrag des Humankapitals optimieren
Die Sicht der Manager Zusammenhang mit Unternehmensergebnissen Die Sicht der Mitarbeiter Ein einleuchtendes Beispiel Nutzenchancen Zusammenfassung
9. Quantensprung: eine Zukunftsstrategie entwickeln
Leitungsbestimmende Faktoren Zielführende Indikatoren für das Humankapital Leitfragen Entwicklung einer Lösung Die wichtigste Informationszentrale Szenarien entwerfen Wie man einen Quantensprung schafft Den Misserfolgstrend umkehren Kühe fliegen nicht Neubestimmung des Unternehmens Sein = Vision × Kultur × Strategie × Engagement Einen neuen Inhalt schaffen Den Sprung wagen Zusammenfassung
10. Leitprinzipien
Grundregeln für eine Bewertung des Humankapitals
11. Zusammenfassung und Ausblick
Gesamtüberblick Ausblick
Danksagung
Bibliografie
Register
Das fehlende Mosaikstück Der zunehmende Fachkräftemangel Der Aufbau des Buches
1. Humankapital: der Hebel zum Gewinn in der Wissensökonomie
Auswirkungen auf das Unternehmensmanagement Zwei Aspekte des Humankapitals Mitarbeiter und Informationen Der Daten-Wert-Zyklus Intellektuelle Kapazität Die Strecke vor Augen Das Rennen um den Ertrag Fehlstarts Messebenen Zusammenfassung
2. Den Beitrag des Humankapitals zu den Unternehmenszielen messen
Grundlagenforschung zum Ertrag des Humankapitals Schnittstelle Humankapital/Finanzen Humankapital als Teil der Wertschöpfung Kennzahlen auf Unternehmensebene als Ausgangspunkt Das H im Humankapital Die Humankapital-Scorecard Effektive Praxisverfahren für das ganze Unternehmen Das Willy-Loman-Syndrom Messung effektiver Unternehmensverfahren Maßstäbe für die Grundmerkmale Maßstäbe für die Strukturmerkmale Fallbeispiel zur Messung von Unternehmensverfahren Zusammenfassung
3. Den Einfluss des Humankapitals auf die Unternehmensprozesse messen
Einordnung von Funktionsbereichsprozessen Humankapital in Prozessen Analyse eines Unternehmensprozesses ProzessLeistungsmatrix Service, Qualität, Produktivität Ermittlung der Wirkungen des Humankapitals Ein bezeichnendes Beispiel Kleiner Test Zusammenfassung
4. Die Wertschöpfung des Humankapitals messen
Bewertung Planung Gewinnung Pflege Fortbildung Bindung Leistungsbewertung des Humankapitals Messung der Veränderungen Die Humankapital-Scorecard Humankapital-Buchführung Gewinn- und Verlustrechnung für das Humankapital Konsortien für Humankapitalmanagement Berichte über beste Praxisverfahren und andere Märchen Wirklich effektive Praxisverfahren Zusammenfassung
5. Die Nutzeneffekte des Humankapitals integral erfassen
Wirkungsverläufe Fallbeispiele Ein integriertes Berichtssystem Blick nach vorn: zielführende Indikatoren Zukunft des Unternehmens Zukunft der Funktionsbereiche Bereit sein Gemütsverfassung der Mitarbeiter Ein indirektes Anzeichen Wettbewerbsfähigkeit Zukunft des Humankapitalmanagements Scoreboard-Überblick Zusammenfassung
6. Die nächste Generation der Humankapitalbewertung:
Trends, Prognosen und Vorhersagen
Beziehungen und Muster Fehlerquellen bei der Trendbestimmung Die Suche nach Bedeutung Anwendung auf das Geschäftsleben Sensordaten: Prognosen und Vorhersagen Ansätze zu einem Finanzindex für das Humankapital Indexübung Zusammenfassung
7. Die Ergebnisse von Verbesserungsinitiativen bewerten
Beginn einer neuen Ordnung Neue Messansätze für das Humankapital Umstrukturierung: zurück zum Anfang Outsourcing: das jüngste Wunderheilmittel Management von Zeitarbeitern: eine neue Herausforderung für das Humankapitalmanagement Fusionen und Akquisitionen: Kaufen oder machen? Wertsteigerung durch Benchmarking Zusammenfassung
8. Den Ertrag des Humankapitals optimieren
Die Sicht der Manager Zusammenhang mit Unternehmensergebnissen Die Sicht der Mitarbeiter Ein einleuchtendes Beispiel Nutzenchancen Zusammenfassung
9. Quantensprung: eine Zukunftsstrategie entwickeln
Leitungsbestimmende Faktoren Zielführende Indikatoren für das Humankapital Leitfragen Entwicklung einer Lösung Die wichtigste Informationszentrale Szenarien entwerfen Wie man einen Quantensprung schafft Den Misserfolgstrend umkehren Kühe fliegen nicht Neubestimmung des Unternehmens Sein = Vision × Kultur × Strategie × Engagement Einen neuen Inhalt schaffen Den Sprung wagen Zusammenfassung
10. Leitprinzipien
Grundregeln für eine Bewertung des Humankapitals
11. Zusammenfassung und Ausblick
Gesamtüberblick Ausblick
Danksagung
Bibliografie
Register
Vorwort
Das fehlende Mosaikstück
Die klassischen Managementbücher haben die Frage des Mitarbeiternutzens im Geschäftsumfeld entweder ignoriert oder mit
Allgemeinplätzen beantwortet. Falls die Autoren der Bewertung des menschlichen Beitrags überhaupt Beachtung schenkten, waren ihre Ausführungen entweder überflüssig oder viel zu einfach. Die Wirtschaftstheorie des 19. Jahrhunderts behauptete, dass Vermögen durch Investitionen in Sachanlagen, wie Fabriken und Ausrüstung, aufgebaut wird. Nach dieser Theorie bezog sich der Vergütungsanspruch der Arbeiter nur auf die von ihnen geleistete Arbeit, da die betrieblichen Wertsteigerungen allein auf Kapitalinvestitionen zurückgeführt wurden. Dieser Denkansatz bereitete den Nährboden für Karl Marx und Samuel Gompers. Von den frühen Werken Fayols und Barnards, die diesem Denken nahe standen, bis hin zu den aufgeklärteren Erkenntnissen eines Drucker, Peters oder Handy hat sich niemand der Herausforderung gestellt, den Anteil der menschlichen Arbeit im Rahmen der Gewinn-und-Verlustrechnung detailliert zu analysieren. Immer wieder gab es Autoren, die sich trotz bester Absichten letztlich mit wachsweichen Ausreden dafür entschuldigten, dass sie keine
Nägel mit Köpfen machten. Die einzige Ausnahme waren einige Arbeiten über Personalbuchhaltung, die aber nicht als praktikables Managementinstrument akzeptiert wurden.
Der Begriff »Humankapital« stammt von dem Wirtschaftswissenschaftler Theodore Schultz, der sich besonders mit der Misere unterentwickelter Länder beschäftigte. Er stellte sehr richtig fest, dass traditionelle ökonomische Konzepte den menschlichen Faktor unberücksichtigt ließen. Nach seiner Auffassung hing eine Steigerung des Wohlstands in diesen Ländern nicht von Land, Ausrüstung oder Energie ab, sondern vom Wissen. Diesen qualitativen Aspekt der Ökonomie bezeichnete er als Humankapital. Schultz, der 1979 mit dem Nobelpreis ausgezeichnet wurde, definierte den Begriff folgendermaßen:
[Es ist] ... davon auszugehen, dass alle menschlichen Fähigkeiten entweder angeboren oder erworben sind. Jeder Mensch kommt mit einer genetischen Grundausstattung zur Welt, die seine angeborenen Fähigkeiten bestimmt ... In diesem Buch werden die angeborene
Bevölkerungsqualität, soweit sie bewertbar ist, und die durch geeignete Investitionen erworbene und vermehrte Bevölkerungsqualität zusammen als Humankapital bezeichnet.
Aus Managementsicht lässt sich Humankapital als eine Kombination mehrerer Faktoren auffassen:
Die Eigenschaften, mit denen eine Person an die Arbeit herangeht: Intelligenz, Energie, eine positive Einstellung, Zuverlässigkeit, Engagement; Ihre Lernfähigkeit: Begabung, Vorstellungskraft, Kreativität, Können und praxisorientiertes Denken;
Ihre Motivation zum Austausch von Informationen und Wissen: Teamgeist und Zielorientierung.
Es erscheint wie eine Ironie, dass sich der einzige ökonomische Faktor, der von sich aus Wert erzeugen kann, so besonders schwer erfassen lässt. Die Rede ist vom menschlichen Faktor, sicherlich der Vermögenswert, der am schwierigsten zu managen ist. Die schier unendliche Vielfalt und die Unberechenbarkeit von Menschen bringt es mit sich, dass ihre Arbeit weitaus komplexer ist als beispielsweise elektromechanische Bauteile, die mit einer Betriebsanleitung geliefert werden. Aber nur Menschen sind in der Lage, aus eigener Kraft
ökonomischen Wert zu schaffen. Alle anderen Variablen -- liquide Mittel und Kredite, Rohstoffe, Fabriken und Maschinenausrüstung sowie Energie -- bieten nur ein inaktives Potenzial und können von sich aus keinen Nutzen erzeugen. Ihr Wert entsteht erst, wenn ein Mensch -- gleich, ob ein Arbeiter am Fließband, ein genialer Techniker oder ein Topmanager -- eingreift und dieses Potenzial nutzt. Die gute Nachricht lautet, dass die Wertschöpfung durch Humankapital tatsächlich gemessen werden kann. Dies geschieht schon seit Anfang der neunziger Jahre in mehreren Ländern. Wir kommen später darauf, weshalb nur relativ wenige Manager von dieser Entwicklung wissen.
Sowohl aus wirtschaftlicher als auch aus philosophischer Sicht lautet die wichtigste Frage nicht, wie produktiv Menschen in einer Organisation sind. Produktivität ist eine Art Nebenprodukt eines grundlegenderen Zusammenhangs: Die entscheidende Frage ist, welche Erfüllung die Menschen in ihrer Arbeit finden. Keine noch so üppige Vergütung kann den seelischen Schaden eines Menschen beheben, der sein Leben mit geistloser Plackerei verbracht hat. Die Bitterkeit einer solchen Erfahrung lässt sich nicht durch wirtschaftlichen Wohlstand ausgleichen. So sonderbar es klingen mag: Wirklich erfüllende Arbeit ist der beste Lohn -- sowohl für den Einzelnen als auch
für das Unternehmen. Es gibt eine Fülle klarer Beweise dafür, dass ein Unternehmen, das seinen Mitarbeitern ein erfüllendes Arbeiten ermöglicht, letzten Endes über die produktivsten Mitarbeiter und die treuesten Kunden verfügen wird.[...]
Das fehlende Mosaikstück
Die klassischen Managementbücher haben die Frage des Mitarbeiternutzens im Geschäftsumfeld entweder ignoriert oder mit
Allgemeinplätzen beantwortet. Falls die Autoren der Bewertung des menschlichen Beitrags überhaupt Beachtung schenkten, waren ihre Ausführungen entweder überflüssig oder viel zu einfach. Die Wirtschaftstheorie des 19. Jahrhunderts behauptete, dass Vermögen durch Investitionen in Sachanlagen, wie Fabriken und Ausrüstung, aufgebaut wird. Nach dieser Theorie bezog sich der Vergütungsanspruch der Arbeiter nur auf die von ihnen geleistete Arbeit, da die betrieblichen Wertsteigerungen allein auf Kapitalinvestitionen zurückgeführt wurden. Dieser Denkansatz bereitete den Nährboden für Karl Marx und Samuel Gompers. Von den frühen Werken Fayols und Barnards, die diesem Denken nahe standen, bis hin zu den aufgeklärteren Erkenntnissen eines Drucker, Peters oder Handy hat sich niemand der Herausforderung gestellt, den Anteil der menschlichen Arbeit im Rahmen der Gewinn-und-Verlustrechnung detailliert zu analysieren. Immer wieder gab es Autoren, die sich trotz bester Absichten letztlich mit wachsweichen Ausreden dafür entschuldigten, dass sie keine
Nägel mit Köpfen machten. Die einzige Ausnahme waren einige Arbeiten über Personalbuchhaltung, die aber nicht als praktikables Managementinstrument akzeptiert wurden.
Der Begriff »Humankapital« stammt von dem Wirtschaftswissenschaftler Theodore Schultz, der sich besonders mit der Misere unterentwickelter Länder beschäftigte. Er stellte sehr richtig fest, dass traditionelle ökonomische Konzepte den menschlichen Faktor unberücksichtigt ließen. Nach seiner Auffassung hing eine Steigerung des Wohlstands in diesen Ländern nicht von Land, Ausrüstung oder Energie ab, sondern vom Wissen. Diesen qualitativen Aspekt der Ökonomie bezeichnete er als Humankapital. Schultz, der 1979 mit dem Nobelpreis ausgezeichnet wurde, definierte den Begriff folgendermaßen:
[Es ist] ... davon auszugehen, dass alle menschlichen Fähigkeiten entweder angeboren oder erworben sind. Jeder Mensch kommt mit einer genetischen Grundausstattung zur Welt, die seine angeborenen Fähigkeiten bestimmt ... In diesem Buch werden die angeborene
Bevölkerungsqualität, soweit sie bewertbar ist, und die durch geeignete Investitionen erworbene und vermehrte Bevölkerungsqualität zusammen als Humankapital bezeichnet.
Aus Managementsicht lässt sich Humankapital als eine Kombination mehrerer Faktoren auffassen:
Die Eigenschaften, mit denen eine Person an die Arbeit herangeht: Intelligenz, Energie, eine positive Einstellung, Zuverlässigkeit, Engagement; Ihre Lernfähigkeit: Begabung, Vorstellungskraft, Kreativität, Können und praxisorientiertes Denken;
Ihre Motivation zum Austausch von Informationen und Wissen: Teamgeist und Zielorientierung.
Es erscheint wie eine Ironie, dass sich der einzige ökonomische Faktor, der von sich aus Wert erzeugen kann, so besonders schwer erfassen lässt. Die Rede ist vom menschlichen Faktor, sicherlich der Vermögenswert, der am schwierigsten zu managen ist. Die schier unendliche Vielfalt und die Unberechenbarkeit von Menschen bringt es mit sich, dass ihre Arbeit weitaus komplexer ist als beispielsweise elektromechanische Bauteile, die mit einer Betriebsanleitung geliefert werden. Aber nur Menschen sind in der Lage, aus eigener Kraft
ökonomischen Wert zu schaffen. Alle anderen Variablen -- liquide Mittel und Kredite, Rohstoffe, Fabriken und Maschinenausrüstung sowie Energie -- bieten nur ein inaktives Potenzial und können von sich aus keinen Nutzen erzeugen. Ihr Wert entsteht erst, wenn ein Mensch -- gleich, ob ein Arbeiter am Fließband, ein genialer Techniker oder ein Topmanager -- eingreift und dieses Potenzial nutzt. Die gute Nachricht lautet, dass die Wertschöpfung durch Humankapital tatsächlich gemessen werden kann. Dies geschieht schon seit Anfang der neunziger Jahre in mehreren Ländern. Wir kommen später darauf, weshalb nur relativ wenige Manager von dieser Entwicklung wissen.
Sowohl aus wirtschaftlicher als auch aus philosophischer Sicht lautet die wichtigste Frage nicht, wie produktiv Menschen in einer Organisation sind. Produktivität ist eine Art Nebenprodukt eines grundlegenderen Zusammenhangs: Die entscheidende Frage ist, welche Erfüllung die Menschen in ihrer Arbeit finden. Keine noch so üppige Vergütung kann den seelischen Schaden eines Menschen beheben, der sein Leben mit geistloser Plackerei verbracht hat. Die Bitterkeit einer solchen Erfahrung lässt sich nicht durch wirtschaftlichen Wohlstand ausgleichen. So sonderbar es klingen mag: Wirklich erfüllende Arbeit ist der beste Lohn -- sowohl für den Einzelnen als auch
für das Unternehmen. Es gibt eine Fülle klarer Beweise dafür, dass ein Unternehmen, das seinen Mitarbeitern ein erfüllendes Arbeiten ermöglicht, letzten Endes über die produktivsten Mitarbeiter und die treuesten Kunden verfügen wird.[...]