
Vom Recht zur Geschichte
Akten aus NS-Prozessen als Quellen der Zeitgeschichte
Vandenhoeck & Ruprecht (Publisher)
1st Edition
Published on 18. March 2009
Book
Paperback/Softback
301 pages
978-3-525-35500-8 (ISBN)
Article exhausted; check different version
Description
Die juristische Aufarbeitung war ein zentrales Element des Ringens um einen adäquaten Umgang mit der NS-Vergangenheit. Die aus der Strafverfolgung von NS-Verbrechen hervorgegangenen Justizakten werden von der zeithistorischen Forschung längst als unverzichtbare Quelle für die Erforschung der nationalsozialistischen Verbrechen und der Vernichtungspolitik des NS-Regimes herangezogen. In diesem Band schildern ausgewiesene Historiker Hintergründe der Strafverfolgung von NS-Verbrechen. Auf der Basis ihrer eigenen Forschungsinteressen stellen sie quellenkritische und methodische Überlegungen an, reflektieren Möglichkeiten und Grenzen der Verwendung juristischen Aktenmaterials aus NS-Prozessen als Quelle und geben Anregungen und praktische Hinweise für künftige Forschungen.
More details
Language
German
Place of publication
Göttingen
Germany
Target group
College/higher education
Professional and scholarly
Illustrations
mit 4 Abb.
Dimensions
Height: 23.2 cm
Width: 15.5 cm
Thickness: 2.1 cm
Weight
508 gr
ISBN-13
978-3-525-35500-8 (9783525355008)
Schweitzer Classification
Persons
Editor
Jürgen Finger ist Lehrbeauftragter am Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte der Universität Augsburg.
Sven Keller ist Lehrbeauftragter am Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte der Universität Augsburg.
Prof. Dr. Andreas Wirsching ist Direktor des Instituts für Zeitgeschichte München-Berlin sowie Ordinarius für Neuere und Neueste Geschichte an der Universität München.
Contributions
Mag.a Dr.in Claudia Kuretsidis-Haider ist Historikerin. Sie leitet die Abteilung Historische Sammlungen am Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes. Die thematischen Schwerpunkte ihrer wissenschaftlichen Tätigkeit sind: Ahndung von NS-Verbrechen in Österreich und im internationalen Kontext, Holocaustforschung, Widerstandsforschung, Gedenkpolitik und Erinnerungskultur(en)
Content
Jürgen Finger, Sven Keller und Andreas Wirsching: Einleitung
Grundlagen der Prozesse
Freia Anders
Kontinuität oder Diskontinuität? - Plädoyer für eine rechtshistorische Perspektive bei der Nutzung von Strafakten als Quelle
Ludwig Eiber
Nach Nürnberg. Alliierte Prozesse in den Besatzungszonen
Edith Raim
Der Wiederaufbau der Justiz in Westdeutschland und die Ahndung von NS-Verbrechen in der Besatzungszeit 1945-1949
Annette Weinke
Strafverfolgung von NS-Verbrechen in der Sowjetischen Besatzungszone und der DDR. Diskussion und Perspektiven
Claudia Kuretsidis-Haider
Die strafrechtliche Verfolgung von NS-Verbrechen durch die österreichische Justiz
Amedeo Osti Guerrazzi
Italiener als Opfer und Täter. Kriegsverbrecherprozesse in Italien nach dem Zweiten Weltkrieg
Quellenkritik, Methode, Darstellung
Jürgen Finger
Quellen- und Aktenkunde von Strafprozessakten
Jürgen Finger und Sven Keller
Täter und Opfer - Gedanken zu Quellenkritik und Aussagekontext
Dieter Pohl
Sowjetische und polnische Strafverfahren wegen NS-Verbrechen - Quellen für den Historiker?
Werner Renz
Tonbandmitschnitte von Prozessen als Quelle
Katrin Stoll
Selbst- und Fremddeutung von NS-Tätern im Bielefelder Bialystok-Prozess. Angeklagte und Richter zu den Deportationen aus Grodno
Stephan Lehnstaedt
Mehr als nur die Verbrechen. Kulturgeschichtliche Fragen an Justizakten
Sven Keller
Geschichte aus Gerichtsurteilen. Perspektiven auf die Gesellschaft der Kriegsendphase
Kerstin Brückweh
Dekonstruktion von Prozessakten - Wie ein Strafprozess erzählt werden kann
Sabrina Müller
Zum Drehbuch einer Ausstellung. Der Ulmer Einsatzgruppenprozess von 1958
Grundlagen der Prozesse
Freia Anders
Kontinuität oder Diskontinuität? - Plädoyer für eine rechtshistorische Perspektive bei der Nutzung von Strafakten als Quelle
Ludwig Eiber
Nach Nürnberg. Alliierte Prozesse in den Besatzungszonen
Edith Raim
Der Wiederaufbau der Justiz in Westdeutschland und die Ahndung von NS-Verbrechen in der Besatzungszeit 1945-1949
Annette Weinke
Strafverfolgung von NS-Verbrechen in der Sowjetischen Besatzungszone und der DDR. Diskussion und Perspektiven
Claudia Kuretsidis-Haider
Die strafrechtliche Verfolgung von NS-Verbrechen durch die österreichische Justiz
Amedeo Osti Guerrazzi
Italiener als Opfer und Täter. Kriegsverbrecherprozesse in Italien nach dem Zweiten Weltkrieg
Quellenkritik, Methode, Darstellung
Jürgen Finger
Quellen- und Aktenkunde von Strafprozessakten
Jürgen Finger und Sven Keller
Täter und Opfer - Gedanken zu Quellenkritik und Aussagekontext
Dieter Pohl
Sowjetische und polnische Strafverfahren wegen NS-Verbrechen - Quellen für den Historiker?
Werner Renz
Tonbandmitschnitte von Prozessen als Quelle
Katrin Stoll
Selbst- und Fremddeutung von NS-Tätern im Bielefelder Bialystok-Prozess. Angeklagte und Richter zu den Deportationen aus Grodno
Stephan Lehnstaedt
Mehr als nur die Verbrechen. Kulturgeschichtliche Fragen an Justizakten
Sven Keller
Geschichte aus Gerichtsurteilen. Perspektiven auf die Gesellschaft der Kriegsendphase
Kerstin Brückweh
Dekonstruktion von Prozessakten - Wie ein Strafprozess erzählt werden kann
Sabrina Müller
Zum Drehbuch einer Ausstellung. Der Ulmer Einsatzgruppenprozess von 1958