Bildung der Elite?
Eine ökonomische Analyse der deutschen Studiengebühren
Vera Erdmann(Author)
Winter Industries (Publisher)
1st Edition
Published in December 2008
Book
280 pages
978-3-86624-406-1 (ISBN)
Description
Die Zuständigkeit der Bundesländer für Studiengebühren an staatlichen Hochschulen hat in Deutschland in den letzten Jahren zu einem Nebeneinander von Studiengebühren und Gebührenfreiheit geführt. Auch in anderen europäischen Ländern, wie beispielsweise Großbritannien oder Litauen, ist dies an staatlichen Hochschulen ähnlich. Eine ökonomische Analyse der Folgen fehlt jedoch bisher, so dass über die Wirkung regional begrenzter Studiengebühren allenfalls Vermutungen getroffen werden können. Die vorliegende Arbeit schließt diese Lücke. Ziel ist es, den Wettbewerb zwischen Universitäten mit und ohne Studiengebühren und die damit verbundenen Auswirkungen auf Studierende und Professoren zu analysieren.
Zu diesem Zweck wird in der vorliegenden Arbeit ein umfassendes, ökonomisches Modell entwickelt, welches die relevanten Zusammenhänge im Hochschulbildungssektor wiedergibt. Die Effekte der regional begrenzten Studiengebühren werden im Vergleich zu einer Situation ohne Studiengebühren offensichtlich. Das Modell erlaubt so zum einen Aussagen über die Wirkung von Studiengebühren auf die Verteilung von Studierenden und Professoren auf die Universitäten. Auf diese Weise ist bestimmbar, ob es zur Bildung einer Elite von Studierenden kommt, die Studiengebühren zahlen und dafür möglicherweise von einer qualitativ höherwertigen Lehre profitieren. Zum anderen kann mit Hilfe von Simulationen ermittelt werden, wie die regional begrenzten Studiengebühren auf die Wohlfahrt des Bildungssektors wirken.
Neben dieser eher allgemeinen Untersuchung der Wirkung regional begrenzter Studiengebühren werden in der vorliegenden Arbeit auch einige Spezialfälle betrachtet. Eine größere Realitätsnähe wird durch die Annahme in der Größe asymmetrischer Universitäten beziehungsweise durch die Einbeziehung von Mobilitätskosten erreicht. Darüber hinaus wird die Exzellenzinitiative der Bundesregierung in das Modell integriert, um mögliche Wechselwirkungen zwischen dieser Art der Forschungsförderung und der Heterogenität der deutschen Studiengebühren zu bestimmen.
Zu diesem Zweck wird in der vorliegenden Arbeit ein umfassendes, ökonomisches Modell entwickelt, welches die relevanten Zusammenhänge im Hochschulbildungssektor wiedergibt. Die Effekte der regional begrenzten Studiengebühren werden im Vergleich zu einer Situation ohne Studiengebühren offensichtlich. Das Modell erlaubt so zum einen Aussagen über die Wirkung von Studiengebühren auf die Verteilung von Studierenden und Professoren auf die Universitäten. Auf diese Weise ist bestimmbar, ob es zur Bildung einer Elite von Studierenden kommt, die Studiengebühren zahlen und dafür möglicherweise von einer qualitativ höherwertigen Lehre profitieren. Zum anderen kann mit Hilfe von Simulationen ermittelt werden, wie die regional begrenzten Studiengebühren auf die Wohlfahrt des Bildungssektors wirken.
Neben dieser eher allgemeinen Untersuchung der Wirkung regional begrenzter Studiengebühren werden in der vorliegenden Arbeit auch einige Spezialfälle betrachtet. Eine größere Realitätsnähe wird durch die Annahme in der Größe asymmetrischer Universitäten beziehungsweise durch die Einbeziehung von Mobilitätskosten erreicht. Darüber hinaus wird die Exzellenzinitiative der Bundesregierung in das Modell integriert, um mögliche Wechselwirkungen zwischen dieser Art der Forschungsförderung und der Heterogenität der deutschen Studiengebühren zu bestimmen.
More details
Series
Thesis
Doctoral thesis
2008
Universität zu Köln
Edition
1., Auflage
Language
German
Illustrations
3
2 farbige Abbildungen, 7 s/w Tabellen, 3 s/w Abbildungen
Dimensions
Height: 21 cm
Width: 15 cm
Weight
380 gr
ISBN-13
978-3-86624-406-1 (9783866244061)
Schweitzer Classification
Person
Vera Erdmann studierte von 2000 bis 2005 Volkswirtschaftslehre an der Universität Paderborn, der Memorial University of Newfoundland in Kanada und der Erasmus Universiteit Rotterdam in den Niederlanden. Von 2005 bis 2008 war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin am Staatswissenschaftlichen Seminar der Universität zu Köln. 2008 promovierte sie bei Prof. Dr. Susanne Wied-Nebbeling zum Dr. rer. pol.