
AC/DC
Maximum Rock `n` Roll
Heyne (Publisher)
Published on 3. February 2009
Book
Paperback/Softback
512 pages
978-3-453-60120-8 (ISBN)
Description
Die ultimative Band-Chronik
Seit über 30 Jahren sind sie der Inbegriff des Rock 'n' Roll: Die australische Band AC/DC hat mit Hits wie "Highway to Hell" weltweit nicht nur unglaubliche Erfolge gefeiert, sondern seit den 70er Jahren wahren Kultstatus erreicht. Dieses Buch setzt ihrer von Höhen und Tiefen, Exzessen und Drogenrausch geprägten Erfolgsgeschichte ein beispielloses Denkmal - näher kommt man der Band nur live!
Aktualisierte Neuausgabe mit exklusivem Bild- und Interviewmaterial.
Seit über 30 Jahren sind sie der Inbegriff des Rock 'n' Roll: Die australische Band AC/DC hat mit Hits wie "Highway to Hell" weltweit nicht nur unglaubliche Erfolge gefeiert, sondern seit den 70er Jahren wahren Kultstatus erreicht. Dieses Buch setzt ihrer von Höhen und Tiefen, Exzessen und Drogenrausch geprägten Erfolgsgeschichte ein beispielloses Denkmal - näher kommt man der Band nur live!
Aktualisierte Neuausgabe mit exklusivem Bild- und Interviewmaterial.
More details
Language
German
Place of publication
München
Germany
Illustrations
mit zahlreichen s/s-Abbildunge
Dimensions
Height: 22.5 cm
Width: 17 cm
ISBN-13
978-3-453-60120-8 (9783453601208)
Schweitzer Classification
Persons
Author
Murray Engleheart ist seit 25 Jahren ein angesehener Musikjournalist und bekannter AC/DC-Spezialist. Er verfasste für mehrere AC/DC-Platten die Linernotes und führte zahlreiche Interviews mit den Mitgliedern der Band.
Arnaud Durieux lebt als Rockjournalist in New York City. Er verfügt über das größte Bandarchiv weltweit. Neben seiner journalistischen Tätigkeit berät er die Band bei zahlreichen Projekten und betreibt die weltweit größte und meistgenutzte AC/DC-Homepage.
Translation
Content
Die Geschichte ging in etwa so. Jerry Lee Lewis wusste, dass etwas nicht stimmte. Er begriff nicht genau was, aber er hatte den Eindruck, als ob ein paar Zuschauer in einer der VIP-Logen mehr Aufmerksamkeit auf sich zogen als er selbst.»The Killer« ertrug die zunehmende Missachtung seiner Person, solange er konnte, dann warf er dem Publikum einen typischen »Killer«-Blick zu - und stürmte von der Bühne. Niemand war darüber mehr enttäuscht als das prominente Paar oben auf dem Rang - John Lennon und Yoko Ono. Da es Lennon wichtig war, die korrekte Respektrangfolge wiederherzustellen, gingen Yoko und er hinunter in Lewis' Garderobe. Dort fiel Lennon in ehrfürchtiger Pose vor seinem Helden auf die Knie und rief: »Jerry Lee Lewis! Der wahre König des Rock'n' Roll!«In den letzten dreißig Jahren haben sich Malcolm Young und sein Bruder Angus, der durchgeknallte Gitarrist in der Schuluniform, mit Hingabe der Aufgabe gewidmet, das musikalische Erbe von Lennon und Lewis mit dem Vermächtnis von Größen wie Chuck Berry und Little Richard unter einen Hut zu kriegen - und anschließend das klangliche Ergebnis durch eine dröhnend laute Verstärkeranlage zu jagen.Mit diesem Sound und insgesamt mehr als 150 Millionen verkauften Alben ist es AC/DC gelungen, bei gutem Sex, Abenteuern unter Alkoholeinfluss, Schlägereien, Hochzeiten, Beerdigungen, Fahrten in heißen Schlitten oder Sitzungen beim Tätowierer zwischen Brüssel und Brisbane, Montreal und Manchester und Millionen anderen Orten auf dem Globus für die richtige musikalische Untermalung zu sorgen.Und damit haben es AC/DC nicht nur geschafft, eine großartige Rockband zu werden, sondern eine globale Kulturinstitution.Vom ersten Tag an war es dieses spezielle musikalische Band zwischen Malcolm und Angus, das beinahe ohne Worte funktionierte, ihre Akribie, ihr Selbstbewusstsein und ihre geradezu schweizerische Präzision in Sachen Timing und Groove, das die Fans in ihren Bann zog.Ihr Erbe besteht aus einem unendlichen Katalog donnernder Gitarrenriffs, die sie zuerst mit Bon Scott erschufen und dann mit Brian Johnson zur vollen Blüte brachten. Dabei sind es vor allem die Momente zwischen den Akkorden - die Atempausen, wenn man so will -, die zu ihrem Markenzeichen geworden sind.Wie sagte Steve Marriott von den Small Faces und Humble Pie einmal dem Gitarristen Chris Turner, der später bei Rose Tattoo spielte: »Es sind die Pausen, die wirklich rocken.«Und so ist es auch mit AC/DC, die sich ironischerweise ursprünglich The Younger Brothers nennen wollten - nach den Gesetzlosen im Wilden Westen, die eine Zeit lang mit Jesse James durch die Prärie zogen - und dann feststellen mussten, dass sich ausgerechnet Turner diesen Namen schon gesichert hatte.Was aber ist ihr Geheimelixier? Wie haben sie es geschafft, aus Rockmusik eine wahre, wenn auch zunächst simpel erscheinende und vollkommen reine Kunstform zu machen, an der Zusatzstoffe, Konservierungsmittel und kurzlebige Musiktrends einfach abprallen? Warum gelingt es ihnen weiterzumachen, während viele ihrer Zeitgenossen unter die Räder kamen? Wie kam es, dass AC/DC mit verächtlichem Blick zusehen konnten, wie ihre vielen Kritiker einer nach dem anderen kapitulierten?Das ist auch deswegen so schwer verständlich, weil die Gebrüder Young der Rolle als Rockstars weder optisch noch vom Verhalten her entsprechen. Es ist fast ein bisschen so, als fände man heraus, dass der mickrige Typ in den schlecht sitzenden Klamotten und mit den zentimeterdicken Brillengläsern, den man jeden Morgen im Bus trifft, in Wirklichkeit ein erfolgreicher Preisboxer ist, dem die Frauen zu Füßen liegen.Es werden Kinder nach ihnen benannt, teilweise mit allen erdenklichen Details sogar, wie bei dem Jungen, der offiziell den Namen Angus Malcolm George erhielt (George nach dem älteren Bruder der Youngs, dem früheren Mitglied der Easybeats und Mentor der Band). Und als die Eltern der Kombination aus Vornamen am Ende noch einen Bon hinzusetzen - was für ein genialer Geburtsregistereintrag -, bekam der zuständige Standesbeamte vermutlich nervöse Zuckungen.Dann gibt es da auch noch die dänische Stripperin, die nur zu AC/DC-Songs arbeitet, der Fan aus Melbourne, der seine Alkoholabhängigkeit überwand, indem er eine Woche lang über Kopfhörer in voller Lautstärke das Album Powerage hörte, und der Radiosender aus Los Angeles, der eine Zeit lang die sogenannte »AC/DC-Rammelstunde« im Programm hatte: eine Sendung zu Ehren des Pärchens, das ständig anrief, um zu vermelden, zu welchem Song der Australier sie gerade Sex gehabt hatten.Angeblich sollen sogar in den Grabstein des Doors-Sängers Jim Morrison alle Namen der klassischen, von Bon Scott angeführten AC/DC-Besetzung eingeritzt sein.Dieses Buch verfolgt den Werdegang der Band von den frühen Tagen, in denen AC/DC noch stark unter dem Einfluss der Easybeats standen, über die legendäre Zeit mit Bon und seinem Tod im Februar 1980, den Neuanfang mit Brian Johnson, das bahnbrechende Album Back in Black bis zum Legendenstatus, den die Band heute genießt.Ursprünglich wurde das Buchprojekt begonnen, um einen tiefen Einblick in die Geschichte von AC/DC zu liefern. Und während unserer Arbeit erkannten wir, dass es für dieses Buch einen viel größeren Bedarf gibt, als wir uns hätten träumen lassen.AC/DC geben nicht gerade übermäßig viele Interviews, und wenn sie mit den Journalisten sprechen, stellen die oftmals immer die gleichen Fragen, die seit den Anfängen der Band schon Hunderte von Malen beantwortet wurden.Ja, es stimmt, dass AC/DC von sich aus nicht so viel erzählen, aber sie haben oft schon gezeigt, dass sie ausgesprochen offen und ehrlich sind (von den zahllosen Späßen und Witzen mal abgesehen), wenn einmal die richtige Frage kommt. Offenbar ist es aber so, dass nur wenige Journalisten zu dieser Offenheit überhaupt vordringen wollen.Und so kommt es, dass man Hunderte von AC/DC-Interviews lesen kann (von wenigen Ausnahmen abgesehen; der australische Journalist Christie Eliezer beispielsweise vermittelte viele bemerkenswerte Einblicke) und dann doch nur um zwei oder drei Fakten schlauer ist als vorher.Auf gewisse Weise hat diese mangelnde Tiefe in der Berichterstattung über die Band unsere Arbeit ein wenig erschwert, aber uns gleichzeitig auch deutlich bewiesen, wie wichtig unser Buch letztendlich ist.Was AC/DC selbst betrifft, genügt es wohl zu sagen, dass die Welt ein Ort ist, der leicht aus dem Gleichgewicht geraten kann. Würde man etwas so Grundsätzliches wie diese Band aus der Welt entfernen, hätte man wohl mit gravierenden sozialen, umweltpolitischen und allen möglichen anderen Folgen zu rechnen.Versucht bloß mal für einen Augenblick, euch das Leben ohne AC/DC vorzustellen.Murray Engleheart Arnaud Durieux