
Ich bin ich
Mein transsexuelles Leben
Micha Ela(Author)
Verlag 3.0 Zsolt Majsai
Published on 5. May 2015
Book
122 pages
978-3-95667-174-6 (ISBN)
Description
Micha Ela erzählt ihre Lebensgeschichte als transsexuelle Frau.
"Michi" erlebt als schwuler Junge in der norddeutschen Provinz die ganzen Probleme des Schwulseins in der Gesellschaft der 80er Jahre.
Die Pflegefamilie, in der Michi aufwächst, will ihn durch die Einweisung in die Psychiatrie von seiner "Krankheit" heilen, anschließend landet er im Jugendheim in Osnabrück und erlebt hier, noch sehr naiv, sein Coming Out.
Nach dem Abitur arbeitet Michael als Tänzer in verschiedenen Theatern, bis er schließlich erkennt, dass er eigentlich Tänzerin ist und deshalb auch keine männlichen Rollen mehr tanzen möchte.
Als Primaballerina bekommt er aber kein Engagement, verlässt das Theater und tanzt von da an als Travestiekünstlerin im Cabaret seines damaligen Lebensgefährten am Bodensee.
Hier beginnt auch die endgültige Wandlung von Michael zu Michaela.
Verschiedene Beziehungen, zahlreiche unterschiedliche Engagements bestimmen nun Michaelas Leben. Sie tourt von Stadt zu Stadt, leitet eine zeitlang als Geschäftsführerin ein Cabaret und muss diese Stelle nach einem schrecklichen Zwischenfall aufgeben.
Bei einer ärztlichen Untersuchung erfährt Michaela, dass sie HIV positiv ist, Aids habe und nur noch sechs Wochen zu leben.
Ihre Krankheit zwingt Michaela, das Tanzen aufzugeben, sie arbeitet im Call-Center und erlebt nun die ganz anderen Probleme des bürgerlichen Lebens.
Mit unerschütterlichem Lebenswillen, positivem Denken und sehr viel Humor meistert Michaela jedes Unglück, das sie erlebt.
Alle Hürden, die ihr das Leben in den Weg stellt, HIV, unglückliche Beziehungen, usw. sind für Michaela lediglich Herausforderungen, die sie mit Bravour meistert.
"Michi" erlebt als schwuler Junge in der norddeutschen Provinz die ganzen Probleme des Schwulseins in der Gesellschaft der 80er Jahre.
Die Pflegefamilie, in der Michi aufwächst, will ihn durch die Einweisung in die Psychiatrie von seiner "Krankheit" heilen, anschließend landet er im Jugendheim in Osnabrück und erlebt hier, noch sehr naiv, sein Coming Out.
Nach dem Abitur arbeitet Michael als Tänzer in verschiedenen Theatern, bis er schließlich erkennt, dass er eigentlich Tänzerin ist und deshalb auch keine männlichen Rollen mehr tanzen möchte.
Als Primaballerina bekommt er aber kein Engagement, verlässt das Theater und tanzt von da an als Travestiekünstlerin im Cabaret seines damaligen Lebensgefährten am Bodensee.
Hier beginnt auch die endgültige Wandlung von Michael zu Michaela.
Verschiedene Beziehungen, zahlreiche unterschiedliche Engagements bestimmen nun Michaelas Leben. Sie tourt von Stadt zu Stadt, leitet eine zeitlang als Geschäftsführerin ein Cabaret und muss diese Stelle nach einem schrecklichen Zwischenfall aufgeben.
Bei einer ärztlichen Untersuchung erfährt Michaela, dass sie HIV positiv ist, Aids habe und nur noch sechs Wochen zu leben.
Ihre Krankheit zwingt Michaela, das Tanzen aufzugeben, sie arbeitet im Call-Center und erlebt nun die ganz anderen Probleme des bürgerlichen Lebens.
Mit unerschütterlichem Lebenswillen, positivem Denken und sehr viel Humor meistert Michaela jedes Unglück, das sie erlebt.
Alle Hürden, die ihr das Leben in den Weg stellt, HIV, unglückliche Beziehungen, usw. sind für Michaela lediglich Herausforderungen, die sie mit Bravour meistert.
More details
Series
Language
German
Target group
Eine biografische Erzählung vor dem Hintergrund der Selbstfindung einer transsexuellen Frau. Hilfreich auch als ansprechender und humorvoller Ratgeber für nicht transsexuelle Menschen auf der Suche nach dem ganz persönlichen Lebensweg.
Dimensions
Height: 19.5 cm
Width: 13 cm
Weight
206 gr
ISBN-13
978-3-95667-174-6 (9783956671746)
Schweitzer Classification
Person
Micha Ela wuchs in den 80er Jahren im Raum Osnabrück in einer Pflegefamilie und in Heimen auf, liebte seine Ballettstunden und erduldete die psychotherapeutischen Maßnahmen, ihm sein Schwulsein abzugewöhnen. Endlich volljährig begann er eine Karriere als Tänzer im Bregenzer Theater; als er seine Transsexualität entdeckt, beginnt Micha eine Hormontherapie und wechselt ins Cabaret, bis medizinische Nebenwirkungen sie an den Rollstuhl fesseln. Heute lebt Micha Ela in Hamburg.
Content
Dann lernte ich Rickey kennen, der in der Kneipe Musik machte. Er war nicht mein "Prinz", aber er war sehr nett und wurde irgendwann auch eine Art Lehrer für mich. Für mich war ja alles neu und spannend und ich fand es natürlich auch schön, im Mittelpunkt zu stehen. Rickey, der Musiker, fragte mich: "Soll ich dir mal ein wenig die Schwulenwelt zeigen?" Klar, da war ich dabei.
An einem der nächsten Abende fuhren wir zum Bahnhof. "Kommst du mit auf die Klappe?", fragte Rickey. "Wohin?" "Na auf die Toilette." "Das schaffst du wohl auch allein", antwortete ich. Ich musste nicht und verstand nicht, was Rickey von mir wollte. "Mensch, komm doch mal bitte mit." "Nein, ich muss nicht." Rickey ging allein und ich blieb im Auto sitzen. Ich wartete und wartete und wartete und als ich kurz davor war, Rickey suchen zu gehen, kam er mit einem anderen Mann, Typ Trucker, fett und ziemlich viel Bart, aus dem Bahnhofsklo. Was will er denn mit dem?, dachte ich und wollte schon die Tür öffnen, aber die beiden bogen ab und verschwanden im Gebüsch. Nach zwanzig Minuten kam Rickey allein zurück zum Auto. "Echt geil dieser Typ", stöhnte er.
"Was habt ihr denn im Gebüsch gemacht?", fragte ich total naiv. Rickey lachte. "Du hast ja wohl echt noch keine Erfahrung, oder?"
Nein, die hatte ich allerdings nicht.
Wir saßen noch lange im Auto und beobachteten die Männer, die auf die Toilette gingen. Ein ziemlicher Betrieb herrschte da, was mich wunderte. Rickey verschwand noch dreimal, zuerst auf dem Klo und dann mit einem Typen im Gebüsch. Soll er doch, wenn es ihm gefällt, dachte ich. Aber so langsam musste ich auch mal dringend pinkeln und ging nun doch in die Bahnhofstoilette. Da drin stank es fürchterlich, ich suchte mir eine freie Kabine und wunderte mich, warum da ein Loch in der Wand war. Aber egal, ich musste jetzt einfach mal. Schon bald wurde ich von meiner Unwissenheit befreit. Ich hörte, wie die Tür nebenan geöffnet wurde, jemand ging rein und schwupps kam sein Ding durch das Loch in meine Kabine.
Ich rannte, als ob der Teufel hinter mir her wäre, aus dem Klo zum Auto und schrie: "Ich will hier weg!" Rickey kriegte sich fast nicht mehr ein vor Lachen. "Aber Michi, dir tut doch keiner was. Das ist doch normal, du hättest ihm einen blasen müssen, ist doch ne geile Sache."
Wir blieben lange Zeit Freunde, Rickey war fast täglich auf der Klappe, aber ich begleitete ihn nicht mehr dorthin, meine Welt war das nicht. Für mich war Tanzen das Geilste, viel geiler, als ständig auf stinkenden Klos herumzuhängen.
An einem der nächsten Abende fuhren wir zum Bahnhof. "Kommst du mit auf die Klappe?", fragte Rickey. "Wohin?" "Na auf die Toilette." "Das schaffst du wohl auch allein", antwortete ich. Ich musste nicht und verstand nicht, was Rickey von mir wollte. "Mensch, komm doch mal bitte mit." "Nein, ich muss nicht." Rickey ging allein und ich blieb im Auto sitzen. Ich wartete und wartete und wartete und als ich kurz davor war, Rickey suchen zu gehen, kam er mit einem anderen Mann, Typ Trucker, fett und ziemlich viel Bart, aus dem Bahnhofsklo. Was will er denn mit dem?, dachte ich und wollte schon die Tür öffnen, aber die beiden bogen ab und verschwanden im Gebüsch. Nach zwanzig Minuten kam Rickey allein zurück zum Auto. "Echt geil dieser Typ", stöhnte er.
"Was habt ihr denn im Gebüsch gemacht?", fragte ich total naiv. Rickey lachte. "Du hast ja wohl echt noch keine Erfahrung, oder?"
Nein, die hatte ich allerdings nicht.
Wir saßen noch lange im Auto und beobachteten die Männer, die auf die Toilette gingen. Ein ziemlicher Betrieb herrschte da, was mich wunderte. Rickey verschwand noch dreimal, zuerst auf dem Klo und dann mit einem Typen im Gebüsch. Soll er doch, wenn es ihm gefällt, dachte ich. Aber so langsam musste ich auch mal dringend pinkeln und ging nun doch in die Bahnhofstoilette. Da drin stank es fürchterlich, ich suchte mir eine freie Kabine und wunderte mich, warum da ein Loch in der Wand war. Aber egal, ich musste jetzt einfach mal. Schon bald wurde ich von meiner Unwissenheit befreit. Ich hörte, wie die Tür nebenan geöffnet wurde, jemand ging rein und schwupps kam sein Ding durch das Loch in meine Kabine.
Ich rannte, als ob der Teufel hinter mir her wäre, aus dem Klo zum Auto und schrie: "Ich will hier weg!" Rickey kriegte sich fast nicht mehr ein vor Lachen. "Aber Michi, dir tut doch keiner was. Das ist doch normal, du hättest ihm einen blasen müssen, ist doch ne geile Sache."
Wir blieben lange Zeit Freunde, Rickey war fast täglich auf der Klappe, aber ich begleitete ihn nicht mehr dorthin, meine Welt war das nicht. Für mich war Tanzen das Geilste, viel geiler, als ständig auf stinkenden Klos herumzuhängen.