
Konfliktmanagement
Konflikten vorbeugen, sie erkennen und lösen
Haufe-Lexware (Publisher)
3rd Edition
Published on 9. February 2010
Book
Paperback/Softback
350 pages
978-3-448-10122-5 (ISBN)
Article exhausted; check for reprint
Description
Das Thema Konfliktmanagement ist von andauernder Brisanz und Führungskräfte sind ständig damit konfrontiert. Dieses Buch bietet Ihnen einen kompetenten Leitfaden, der Ihnen hilft, Problemen unter Mitarbeitern vorzubeugen und gegebenenfalls Konflikte zu lösen. INHALTE:- Die Stadien der Konfliktentwicklung.- Wirkungsvolle Vorgehensweisen, Methoden und Strategien der Konfliktlösung.- Konfliktlösung in der Praxis.- Mit zahlreichen Beispielen, Checklisten und Fragebögen.- NEU in der 3. Auflage: Kapitel zu Mobbing und Konfliktmoderation.
More details
Product info
Buch
Series
Band 04051
Language
German
Place of publication
Planegg
Germany
Dimensions
Height: 231 mm
Width: 160 mm
Thickness: 20 mm
Weight
539 gr
ISBN-13
978-3-448-10122-5 (9783448101225)
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Persons
Dr. Andreas Edmüller ist seit 1991 selbstständiger Berater und Trainer bei Projekt Philosophie. Seine Arbeitsschwerpunkte sind Leadership, Teamunterstützung, Konfliktmanagement und Coaching. Er ist außerdem Privatdozent für Philosophie an der LMU München.
Heinz Jiranek ist Diplom-Psychologe und Geschäftsführer der Unternehmensberatung ifb-Jiranek. Seine Schwerpunkte sind Team-Diagnostik und -entwicklung sowie Konfliktmanagement.
Heinz Jiranek ist Diplom-Psychologe und Geschäftsführer der Unternehmensberatung ifb-Jiranek. Seine Schwerpunkte sind Team-Diagnostik und -entwicklung sowie Konfliktmanagement.
Content
VORWORTWie ist dieses Buch aufgebaut?WAS IST DAS: EIN KONFLIKT?Worum geht es?Beispiele: Konflikt oder nicht?Die Systematik zwischenmenschlicher SpannungenKONFLIKTE UNTER DER LUPE: DIE SYMPTOMEWorum geht es?Die emotionale BeteiligungDer Einfluss auf BeziehungenWie sich die Wahrnehmung verändertWie sich die Absichten und Ziele verändernWie sich das Verhalten verändertGeht es um die Sache?ZusammenfassungKONFLIKTE UNTER DER LUPE: DIE STADIEN DER KONFLIKTENTWICKLUNGWorum geht es?Wann ist Kommunikation gestört? (Systemtheoretische Feststellungen)Die Vorboten, oder: Wie kleine Fehler die Falle aufspannenSystematisch in den Abgrund: Wie Vernunft und Moral marode werden (können)Die Konfliktrutschbahn im ÜberblickDAS BESTE KONFLIKTMANAGEMENT: GEZIELTES VORBEUGENWorum geht es?Zusehen fördert den KonfliktDie große Schwelle: Der Bruch einer Norm?Das "gute" Gespräch an sich: Weg von der ZurufkulturDas Mitarbeitergespräch als Konfliktprävention oder: Was ist der Wertschöpfungsbeitrag persönlichen Austauschs?Die Konferenz als Konfliktprävention"Kamingespräche"ZusammenfassungWERTEBASIERTE KONFLIKTLÖSUNGWorum geht es?Die Wertebasis unseres KonfliktlösungsmodellsDIE ROLLE DES KONFLIKTMODERATORSWorum geht es?Der InitiatorDer BeraterDer KonfliktbegleiterDer KonfliktmanagerDer SchlichterDer EntscheiderKlarheit ist unverzichtbarSTRATEGIE DER KONFLIKTLÖSUNGWorum geht es?Das Modell im ÜberblickSchritt 1: Die Standpunkte der Beteiligten klärenSchritt 2: Die Anliegen hinter den Standpunkten offen legenSchritt 3: Die Kernanliegen herausarbeiten: Worauf kommt es wirklich an?Schritt 4: Die Relevanz bzw. den Status der Anliegen klärenSchritt 5: Anliegenbasierte Lösungen entwickelnSchritt 6: Die beste Lösung auswählenDas Modell und die WertebasisKONFLIKTLÖSUNG IN DER PRAXIS: DER VORGESETZTE ALS MODERATORWorum geht es?Zwei Annahmen und eine FaustregelDie Rolle des Moderators im Anfangsstadium eines KonfliktesDie Rollen des Moderators im Stadium des verbalen PingpongDie Rolle des Moderators im Stadium "Ab jetzt wird gehandelt!"Patentrezepte?KONFLIKTLÖSUNG IN DER PRAXIS: DER KONFLIKTMANAGERWorum geht es?Der Konfliktmanager in AktionKONFLIKTLÖSUNG IN DER PRAXIS: ZUSAMMENARBEIT MIT DEM VORGESETZTENWorum geht es?Der Vorgesetzte als "disziplinarische Macht"Vertrauen als ArbeitsgrundlageDie Rollen des Schlichters und Entscheiders"Dem zeige ich es jetzt!", "Zerstörung!", "Gemeinsam in den Abgrund!"KONFLIKTE UND GRUPPENWorum geht es?Besonderheiten von GruppenkonfliktenKonflikte innerhalb von GruppenKonflikte zwischen GruppenHILFE! ICH STECKE SELBST IN EINEM KONFLIKT!Worum geht es?Vom "Wollen" und vom "Sollen". und vom HandelnWas tun? Vom Nutzen der VerlangsamungSchreiben: Das andere DenkenLeitplanken des DenkensLeitplanken des HandelnsMOBBINGWorum geht es?Was ist Mobbing?Wie lässt sich Mobbing in unser Konfliktmodell einordnen?Was kann ich als Vorgesetzter tun?Hilfe - ich bin ein Mobbingopfer!Bin ich Täter - und wenn ja, was dann?MobbingfragebogenLITERATURCHECKLISTEN & FRAGEBÖGEN ZUM BUCH "KONFLIKTMANAGEMENT"
WORUM GEHT ES?Im letzten Kapitel haben wir ein bisschen Klarheit in das Verständnis zwischenmenschlicher Spannungen und Konflikte gebracht. Beispiel 6 (-> S. 17) sollte veranschaulichen, dass bei einem Konflikt in hohem Maße Emotionen spürbar sind, die einen nicht so leicht loslassen, dass diese Emotionen in der Regel keinen konstruktiven Sog entwickeln und dass der Glaube an eine Lösung geringer wird, je weiter sich der Konflikt entwickelt.Was aber sind das für Emotionen? Was "glaubt" man im Konflikt? Wie sieht dieser Sog nach unten aus? Damit werden wir uns in diesem Kapitel befassen.Sind Sie selbst in den Konflikt verstrickt, so können Sie ihn selbstkritisch betrachten: Wo stehe ich selbst? Welche Konfliktsymptome kann ich bei mir selbst "diagnostizieren"? Wie weit ist der Konflikt schon eskaliert? Sollten Sie vor der Aufgabe stehen, einen Konflikt zu moderieren, kann die klare Analyse der Symptome ebenfalls zu einer im positiven Sinne "nüchternen" Perspektive führen oder ganz klare Ansatzpunkte liefern.Zum Teil stellen wir hier die Ergebnisse der Konfliktforschung zu Symptomen und zur Konfliktentwicklung vor, teilweise folgen wir den Erfahrungen und systematischen Auswertungen aus unserer eigenen Arbeit. Was Sie gleich lesen werden, geschieht nicht immer alles, und auch nicht immer in der beschriebenen Stärke. Aber es geschieht. Wir lassen uns bei den folgenden Beschreibungen von der Vorstellung eines mittelstark bis stark eskalierten Konfliktes leiten. Das hilft, die Symptome zu präzisieren und die Sprache von allzu häufigen Einschränkungen zu entschlacken.Warnen möchten wir Sie vor einer Das-kann-mir-nicht-passieren-Haltung! Das Fatale ist ja gerade, dass Konflikte eine eigene Dynamik zu entwickeln scheinen. Deshalb ist Konfliktmanagement so schwer und deshalb ist Konfliktprophylaxe so wichtig. Sich dem Sog nicht auszuliefern, ihm widerstehen zu lernen und vom Opfer wieder zum Handelnden zu werden, nur das kann die Intention von Konfliktbearbeitung sein!Nichts kann im Konfliktfall so sehr helfen, wie die gesunde Distanz zum Geschehen. Wir verbinden mit diesem Kapitel die Absicht, Ihnen zu dieser "gesunden" Distanz zu verhelfen.Wir werden uns mit sechs zentralen Konfliktphänomenen daher beschäftigen:- Konflikte verändern die emotionale Beteiligung am Geschehen. Wir sind alles andere als "cool".- Konflikte beeinflussen Beziehungen.- Es geschehen merkwürdige Dinge mit unserer Wahrnehmung.- Konflikte durchdringen unsere Absichten.- Konflikte ändern unser Verhalten.- Konflikte vernebeln den Zugang zur Sachlichkeit.DIE EMOTIONALE BETEILIGUNGBEISPIELSie sind in der Stadt, nähern sich ihrem Auto und sehen die Politesse, wie sie gerade den Strafzettel ausfüllt. Natürlich beginnen Sie eine Diskussion. Sie solle das nicht so eng sehen, Sie seien doch nur ganz kurz etwas abholen gewesen, außerdem würde Ihr Wagen ja niemanden behindern, sie möge doch ein Auge zudrücken, wir regieren uns noch zu Tode mit unseren Gesetzen, und so weiter und so fort. Freundlich oder hart im Ton. Wir kennen die Argumente. Die so Angesprochene bleibt unerbittlich. Verbittert steigen Sie ins Auto. Ihre Gefühle rangieren irgendwo auf der Skala zwischen Verärgerung, Zorn oder einer "Stinkwut". Sie sind affektiv beteiligt: Emotionen wirbeln durch Kopf und Körper. Würde man Sie an einen Polygraphen anschließen, so sähe man einige Nadeln zittern.Aber: Ein paar Minuten oder Viertelstunden später ist alles schon stark verblasst. Sie erinnern sich noch an den Vorfall, erzählen ihn am Abend zu Hause, Sie "regen" sich vielleicht noch mal "auf", aber das Geschehen ist eher zu einer Story geworden. Es ist sehr unwahrscheinlich, dass Sie ein paar Tage später noch einmal einen Gedanken auf Ihr Missgeschick verschwenden. Kein Thema!GANZ ANDERS IM FALLE VON KONFLIKTEN!Was immer da vorgefallen sein mag, beschäftigt Sie zunehmend. Es lässt Sie nicht so richtig los. Die Gedanken beginnen um das Konfliktgeschehen zu kreisen. Sie malen sich Geschichten aus, was Sie hätten tun