
False Memory
"Erinnerungen" an sexuellen Missbrauch, der nie stattfand
Hans Delfs(Author)
Pabst Science Publishers
Published in July 2017
Book
Paperback/Softback
116 pages
978-3-95853-324-0 (ISBN)
Description
Erinnerungsinhalte werden nicht aus einem "Speicher" abgerufen, sondern jeweils neu rekonstruiert. Das Gedächtnis kann durch Träume, Erzählungen, Ängste, Erwartungsdruck, Suggestivfragen oder andere Einflüsse "Erinnerungen" entwickeln, denen kein reales Ereignis zugrunde liegt.
In Extremfällen können falsche "Erinnerungen" an sehr traumatische Erlebnisse, die nie stattgefunden haben, insbesondere an sexuellen Missbrauch, erzeugt werden. Die/der Betroffene lügt nicht, sondern ist von der neu gewonnenen "Erinnerung" überzeugt. Dieses false memory-Phänomen wurde erstmalig in den USA der 90er Jahre in sehr vielen Fällen bekannt.
TherapeutInnen können KlientInnen durch suggestive Einflüsse unbeabsichtigt dazu verleiten, Pseudoerinnerungen an Kindesmissbrauch zu entwickeln. Eine derartige Therapie ist nicht fachgerecht und basiert meist auf der Annahme, eine psychische Störung oder ein störendes Symptom sei auf Missbrauch in der Kindheit zurückzuführen.
Die falsche Erinnerung führt zu falschen Anschuldigungen und zerstört regelmäßig Familien. Oft werden Polizei und Justiz eingeschaltet, demütigende und zermürbende Verfahren beginnen. Die Schäden im Leben sowohl der Therapierten als auch der zu Unrecht Beschuldigten sind - auch bei einem Freispruch - nicht wieder gut zu machen.
Dr. Hans Delfs schildert detailliert Abläufe und konkrete Beispiele. Er referiert allgemeinverständlich und komprimiert die einschlägige wissenschaftliche Literatur. Damit dient das Buch nicht nur Betroffenen zur Orientierung. Es verhilft auch sozialen Hilfsorganisationen, Psychotherapeuten, der ermittelnden Polizei und Verfahrensbeteiligten der Justiz zu einem wissenschaftlich fundierten Überblick.
In Extremfällen können falsche "Erinnerungen" an sehr traumatische Erlebnisse, die nie stattgefunden haben, insbesondere an sexuellen Missbrauch, erzeugt werden. Die/der Betroffene lügt nicht, sondern ist von der neu gewonnenen "Erinnerung" überzeugt. Dieses false memory-Phänomen wurde erstmalig in den USA der 90er Jahre in sehr vielen Fällen bekannt.
TherapeutInnen können KlientInnen durch suggestive Einflüsse unbeabsichtigt dazu verleiten, Pseudoerinnerungen an Kindesmissbrauch zu entwickeln. Eine derartige Therapie ist nicht fachgerecht und basiert meist auf der Annahme, eine psychische Störung oder ein störendes Symptom sei auf Missbrauch in der Kindheit zurückzuführen.
Die falsche Erinnerung führt zu falschen Anschuldigungen und zerstört regelmäßig Familien. Oft werden Polizei und Justiz eingeschaltet, demütigende und zermürbende Verfahren beginnen. Die Schäden im Leben sowohl der Therapierten als auch der zu Unrecht Beschuldigten sind - auch bei einem Freispruch - nicht wieder gut zu machen.
Dr. Hans Delfs schildert detailliert Abläufe und konkrete Beispiele. Er referiert allgemeinverständlich und komprimiert die einschlägige wissenschaftliche Literatur. Damit dient das Buch nicht nur Betroffenen zur Orientierung. Es verhilft auch sozialen Hilfsorganisationen, Psychotherapeuten, der ermittelnden Polizei und Verfahrensbeteiligten der Justiz zu einem wissenschaftlich fundierten Überblick.
More details
Language
German
Place of publication
Germany
Product notice
Paperback (trade)
Unsewn / adhesive bound
Dimensions
Height: 21 cm
Width: 14.8 cm
Weight
689 gr
ISBN-13
978-3-95853-324-0 (9783958533240)
Schweitzer Classification