
Wohnbau als Prätext
Martin Steinmann - Schriften und Lehre
Triest Verlag
1st Edition
Will be published approx. in October 2026
Book
Paperback/Softback
320 pages
978-3-03863-110-1 (ISBN)
Description
Martin Steinmanns Texte zum Wohnen erstmals gesammelt und kommentiert publiziert
Typologische Analysen und betrachtende Vergleiche bieten eine vertiefte Auseinandersetzung mit dem Wohnbau
Das städtische Wohnhaus verstanden als Quartierbaustein bietet wertvolle Impulse über die Wohnbautypologie hinaus
Der Architekt, Kritiker, Architekturhistoriker und Professor Martin Steinmann (1942-2022) war vom späten 20. Jahrhundert bis zu seinem Tod im Jahr 2022 einer der bedeutendsten intellektuellen Vertreter der Schweizer Architekturszene. Bekannt ist er vor allem für seine phänomenologischen und semiotischen Betrachtungen zur zeitgenössischen Schweizer Architektur, aber seine Schriften zum Thema Wohnen sind relativ unbekannt. Und doch stellte das Wohnen für Steinmann den Einstiegspunkt oder, wie er es ausdrückte, einen «Vorwand» (Prätext) dar, um den Einfluss der Architektur auf die Gesellschaft zu verstehen.
Angesichts der aktuellen Anforderungen an die Verdichtung und nachhaltige Gestaltung städtischer Lebensräume ist dieser Ansatz heute wichtiger denn je. Die Möglichkeiten des Zusammenlebens verschiedener sozialer Gruppen werden massgeblich durch das
Wohnen und dessen städtebauliche und räumliche Anordnung beeinflusst. Durch seine kritischen Reflexionen über historische und zeitgenössische Wohnformen in der Schweiz identifiziert Steinmann Bezugspunkte für aktuelle Wohn- und Gestaltungspraktiken.
Die Methode, die Martin Steinmann in seiner Forschung und Lehre zum Thema Wohnen anwendet, ist ebenso überzeugend wie relevant. Indem er in die Geschichte zurückgreift, um typologische Entwicklungen zu identifizieren und zu analysieren, stellt er Parallelen zwischen traditionellen Wohnformen und zeitgenössischer Gestaltung her.
Steinmann untersucht historische Wohnformen wie Arbeiterhäuser und Galeriewohnungen sowie aktuelle Wohnprojekte führender Architekturbüros, um Verbindungen zwischen traditionellen Formen, sozioökonomischen Bedingungen und kulturellen Normen herzustellen, die auch für zeitgenössische Wohnprojekte bedeutend sind.
Diese Publikation erläutert erstmals Steinmanns Lehrmethoden und versammelt seine Essays zum Thema Wohnen, von denen einige bisher unveröffentlicht, andere längst vergriffen sind.
More details
Language
German
Place of publication
Zürich
Switzerland
Target group
College/higher education
Professional and scholarly
Product notice
sewn/stitched
Illustrations
200
Dimensions
Height: 230 mm
Width: 160 mm
ISBN-13
978-3-03863-110-1 (9783038631101)
Schweitzer Classification
Persons
Editor
Irina Davidovici ist Architektin, Historikerin und Dozentin fu¨r Architektur an der ETH Zu¨rich. Sie ist dort Leiterin des gta Archivs; ihre Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich Wohnungswesen und Schweizer Architektur.
ISNI: 0000 0004 1754 5496
ISNI: 0000 0004 1754 5496
Bruno Marchand ist Architekt; er promovierte 1992 an der EPFL Lausanne in Naturwissenschaften und ist dort seit 2020 em. Professor fu¨r Architekturtheorie. Er befasst sich mit Studien zu historischen Fachgebieten sowie zu regionaler und städtebaulicher Planung.
Bernard Zurbuchen ist Architekt und war von 1990 bis 2000 Assistent und später Oberassistent von Martin Steinmann an der EPFL Lausanne. Zudem war er mehrfach in Louvain-la-Neuve als Gastprofessor tätig. Er leitet sein eigenes Architekturbu¨ro gemeinsam mit Maria Zurbuchen-Henz.