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Die Protestantische Revolution
Luther, Schiller, Hegel, Marx
Alfred Daniel(Author)
Hinder + Deelmann (Publisher)
Published in 1968
Book
Paperback/Softback
134 pages
978-3-87348-133-6 (ISBN)
Description
Zum Inhalt des Buches:
Daniel versucht in seinem Buch den Nachweis zu führen, daß Marx der Französischen Revolution als der "nurpolitischen" Phase der Revolution die "menschheitliche" Revolution übergeordnet und in der Verwirklichung dieser menschheitlichen Revolution neben dem Proletariat die deutsche Philosophie und den Protestantismus als gleichrangige Mächte berufen habe. Gleichzeitig hat Marx - in seinen "Frühschriften" jedenfalls - den Kommunismus nur als eine Stufe der menschheitlichen Entwicklung angesehen, die zu einer "neuen Weltordnung" hinzuführen habe, einer Weltordnung, in der ein mit neuen Sinnen begabter Mensch sich die Welt auf neuartige Weise aneignen werde. "Eine radikale Revolution hat die Revolution radikaler Bedürfnisse zu sein" (Marx). An diesem Punkt läßt das Buch Freudsche Psychoanalytik in den Marxismus einmünden. Noch mehr als Freud ist aber Schiller derjenige, der in seinen "Erziehbriefen" die von Marx geforderte neuartige Weise der Weltaneignung beschrieben hat. Der den Deutschen bisher so gut wie unterschlagene politische und revolutionäre Schiller wird hier spät, aber nicht zu spät, nachgeliefert. Daß dabei auch die verstaubten Kirchen, voran die Romkirche, die mit der Restaurationsmacht der USA eine so bedenkliche Partnerschaft eingegangen ist, Federn lassen müssen, liegt auf der Hand. Mit bloßem "Aggiornamento" (äußerlicher Anpassung) sei es nicht getan. Daniels Buch will herausfordern, denn es will herausführen - aus der Sackgasse einer heillos quacksalberischen Politik der Machthaber von heute (1968).
Über den Verfasser:
Alfred Daniel, von schwäbischen Handwerkern (Rotgerbern und Buchdruckern) abstammend, 1886 geboren. Ab 1904 Studium der Rechtswissenschaft. Promotion. 1914 Rechtsanwalt in Stuttgart. 1915 Kriegsdienstverweigerung. 1922-25 christrevolutionäre Bewegung. Ab 1926 Herausgeber einer schwäbischen Tageszeitung. 1937 von den Nationalsozialisten enteignet. Schließlich in Radolfzell am Bodensee vor Anker gegangen, wo er am 7. Februar 1984 verstarb.
Schriften: "Ur oder Kultur?", 1924, "Iphigenie, die Politik der Humanität", 1964. Geistige Väter: Proudhon, Christoph Blumhardt und Martin Buber.
Daniel versucht in seinem Buch den Nachweis zu führen, daß Marx der Französischen Revolution als der "nurpolitischen" Phase der Revolution die "menschheitliche" Revolution übergeordnet und in der Verwirklichung dieser menschheitlichen Revolution neben dem Proletariat die deutsche Philosophie und den Protestantismus als gleichrangige Mächte berufen habe. Gleichzeitig hat Marx - in seinen "Frühschriften" jedenfalls - den Kommunismus nur als eine Stufe der menschheitlichen Entwicklung angesehen, die zu einer "neuen Weltordnung" hinzuführen habe, einer Weltordnung, in der ein mit neuen Sinnen begabter Mensch sich die Welt auf neuartige Weise aneignen werde. "Eine radikale Revolution hat die Revolution radikaler Bedürfnisse zu sein" (Marx). An diesem Punkt läßt das Buch Freudsche Psychoanalytik in den Marxismus einmünden. Noch mehr als Freud ist aber Schiller derjenige, der in seinen "Erziehbriefen" die von Marx geforderte neuartige Weise der Weltaneignung beschrieben hat. Der den Deutschen bisher so gut wie unterschlagene politische und revolutionäre Schiller wird hier spät, aber nicht zu spät, nachgeliefert. Daß dabei auch die verstaubten Kirchen, voran die Romkirche, die mit der Restaurationsmacht der USA eine so bedenkliche Partnerschaft eingegangen ist, Federn lassen müssen, liegt auf der Hand. Mit bloßem "Aggiornamento" (äußerlicher Anpassung) sei es nicht getan. Daniels Buch will herausfordern, denn es will herausführen - aus der Sackgasse einer heillos quacksalberischen Politik der Machthaber von heute (1968).
Über den Verfasser:
Alfred Daniel, von schwäbischen Handwerkern (Rotgerbern und Buchdruckern) abstammend, 1886 geboren. Ab 1904 Studium der Rechtswissenschaft. Promotion. 1914 Rechtsanwalt in Stuttgart. 1915 Kriegsdienstverweigerung. 1922-25 christrevolutionäre Bewegung. Ab 1926 Herausgeber einer schwäbischen Tageszeitung. 1937 von den Nationalsozialisten enteignet. Schließlich in Radolfzell am Bodensee vor Anker gegangen, wo er am 7. Februar 1984 verstarb.
Schriften: "Ur oder Kultur?", 1924, "Iphigenie, die Politik der Humanität", 1964. Geistige Väter: Proudhon, Christoph Blumhardt und Martin Buber.
More details
Language
Other
Dimensions
Height: 19.5 cm
Width: 13.5 cm
Weight
180 gr
ISBN-13
978-3-87348-133-6 (9783873481336)