Textkontruierung in gesprochener Sprache
Eine Fallstudie zum Verfahren der Verortung am Beispiel samoanischer Narrationen
Isabel Compes(Author)
LINCOM GmbH (Publisher)
Published in July 2002
Book
Paperback/Softback
330 pages
978-3-89586-450-6 (ISBN)
Description
Untersuchungen, die sich mit gesprochenen Texten beschaeftigen, muessen der Tatsache Rechnung tragen, daß es sich um lautliche Kontinua mit eigenen Gestaltungsprinzipien handelt. Dadurch eroeffnet sich eine spezifische Perspektive auf die Konstituierung solcher Texte: Zu fragen ist zunaechst nach ihrer Segmentierung, nach den Einheiten, in die sich der Redefluß sinnvoll unterteilen laeßt. Im Zentrum dieser Untersuchung steht der Paragraph, der als eine von den Sprechenden intendierte Gliederungseinheit aufgefaßt wird und sowohl strukturell als auch semantisch signifikante Merkmale aufweist.
Die im Kern textsemantische Analyse wird an der Textsorte Narration entwickelt: Erzaehlungen sind durch eine Textwelt mit den Komponenten Ort, Zeit und Person gekennzeichnet. Anhand des Aufbaus und der Entwicklung der Textwelt - im vorliegenden Fall untersucht an der Komponente Narrativer Ort - laeßt sich die Gliederung der Rede verfolgen. Die Autorin spricht hierbei von Verortung als textkonstituierendem Verfahren. Sprecherische Verfahren und sprachliche Muster im Umgang mit dem Raum haben Auswirkungen auf die Konstituierung von narrativen Texten in einer Weise, wie wir es von den anderen beiden referentiellen Berei-chen bereits kennen (vgl. Partizipantenverfolgung und Taxisphaenomene). Die Verfahren, die am Beispiel des Samoanischen herausgearbeitet werden, zeigen, daß die Sprechenden ueber raeumliche Textfunktionen wie Raumkonstanz und Dichte vorrangig die Kontinuitaet der Rede signalisieren. Dabei spielen neben raumdimensionalen Elementen semantisch spezifische Lexeme der Fortbewegung eine große Rolle, waehrend umgekehrt deiktische Direktional-partikeln Diskontinuitaeten der Rede kennzeichnen.
Die im Kern textsemantische Analyse wird an der Textsorte Narration entwickelt: Erzaehlungen sind durch eine Textwelt mit den Komponenten Ort, Zeit und Person gekennzeichnet. Anhand des Aufbaus und der Entwicklung der Textwelt - im vorliegenden Fall untersucht an der Komponente Narrativer Ort - laeßt sich die Gliederung der Rede verfolgen. Die Autorin spricht hierbei von Verortung als textkonstituierendem Verfahren. Sprecherische Verfahren und sprachliche Muster im Umgang mit dem Raum haben Auswirkungen auf die Konstituierung von narrativen Texten in einer Weise, wie wir es von den anderen beiden referentiellen Berei-chen bereits kennen (vgl. Partizipantenverfolgung und Taxisphaenomene). Die Verfahren, die am Beispiel des Samoanischen herausgearbeitet werden, zeigen, daß die Sprechenden ueber raeumliche Textfunktionen wie Raumkonstanz und Dichte vorrangig die Kontinuitaet der Rede signalisieren. Dabei spielen neben raumdimensionalen Elementen semantisch spezifische Lexeme der Fortbewegung eine große Rolle, waehrend umgekehrt deiktische Direktional-partikeln Diskontinuitaeten der Rede kennzeichnen.
More details
Series
Language
German
Illustrations
Abb.
Ill.
Dimensions
Height: 21 cm
Width: 15 cm
ISBN-13
978-3-89586-450-6 (9783895864506)
Schweitzer Classification
Person
Isabel Compes, Universitaet zu Koeln