
Die Welt in der Stube
Begegnungen mit Außereuropa in Kunstkammern der Frühen Neuzeit
Dominik Collet(Author)
Vandenhoeck & Ruprecht (Publisher)
1st Edition
Published on 21. November 2007
Book
Hardback
403 pages
978-3-525-35888-7 (ISBN)
Article is exhausted; no reprint
Description
Diese Studie untersucht den Umgang mit exotischen Objekten in Museen des 17. und frühen 18. Jahrhunderts und fragt nach ihrer wissenschafts- und kulturgeschichtlichen Bedeutung. Ermöglichten die amerikanischen, afrikanischen und asiatischen Stücke den Betrachtern einen direkten, unvoreingenommenen Blick in entlegene Regionen? Beförderten sie die Ablösung des traditionellen »Buchwissens« durch ein empirisches »Erfahrungswissen«? Welche Rolle spielten sie für den »kolonialen Blick« der Europäer und für die Wissenschaftliche Revolution des 17. Jahrhunderts? Mit einem Schwerpunkt auf der Sammlungspraxis untersucht Dominik Collet die Akteure im Umfeld dreier Sammlungen: der herzoglichen Kunstkammer in Gotha, des Museums von William Courten in London und des Repositorys der Londoner Royal Society.
More details
Series
Thesis
Doctoral thesis
2006
Universität Hamburg
Language
German
Place of publication
Göttingen
Germany
Target group
College/higher education
Professional and scholarly
Historiker, Frühneuzeithistoriker, Wissenschafts- und Kunsthistoriker, Kulturwissenschaftler, die entsprechenden Bibliotheken und Institute.
Product notice
Cloth
Illustrations
49 farbige Abbildungen
mit 49, z.T. farb. Abb.
Dimensions
Height: 24.8 cm
Width: 17.1 cm
Thickness: 3.3 cm
Weight
960 gr
ISBN-13
978-3-525-35888-7 (9783525358887)
DOI
10.3244/9783525358887.1
Schweitzer Classification
Person
Author
Dr. Dominik Collet ist Professor für Umweltgeschichte an der Universität Oslo.
Content
I. Einleitung - Im >Virtuosi Country<
1. Forschungsstand
2. Fragestellung und Erkenntnisinteresse
3. Aufbau
4. Terminologie
5. Die Kunstkammer - Ein frühneuzeitlicher Sammlungstypus
II. Die Gothaer Kunstkammer auf Schloss Friedenstein - Kuriositäten als Karriere
1. Die Kunstkammer von 1653-1721
2. Die Exotika - Auswahl, Erwerb, Einordnung
3. Gotha und die außereuropäische Welt im 17. Jahrhundert
4. Caspar Schmalkalden (1616-1673) - Der Weltreisende als Experte
4.1. Schmalkaldens Reisebeschreibung und die Kunstkammer
4.2. Augenzeuge oder Kompilator?
4.3. Exotika als Karriere
5. Johann Michael Wansleben (1635-1679) - Von Gotha nach Äthiopien
5.1. »Herzog Ernst, Sultan zu Sachsen«
5.2. Der Herzog, der Gelehrte, der Reisende - Motivationen, Imaginationen, Strategien
5.3. Die Äthiopienexpedition und die Kunstkammer
6. Wilhelm Ernst Tentzel (1659-1707) - Die Entdeckung des Gothaer >Elephanten<
6.1. Fossilien - Spiel der Natur oder Versteinerung?
6.2. Tentzel - Der Vater der Paläozoographie?
6.3. Das exotische Fremde und das historische Fremde
6.4. Die Gothaer Kunstkammer an der Wende zum 18. Jahrhundert
7. Imaginationen des Fremden
III. Das Museum William Courtens in London - Exotika als Statussymbol
1. Sammeln als Lebenswerk
2. »Mr. Charleton\s Cabinet of Curiosities« - 1684-1702
3. Courtens Exotika
3.1. Das Netzwerk der Sammler
3.2. »Now the East India shipps are arrived« - Der Erwerb
3.2. »A new world in all things?« - Die Beschreibungen
4. Exotika als Forschungsobjekte
5. »But what Knowledge is it?« - William Courten, Virtuoso
IV. Das Repository der Royal Society - Die gescheiterte Forschungssammlung
1. Das Repository von 1663-1711
2. Das Projekt einer >Weltnaturgeschichte<
3. Sammeln
3.1. Batavia - Sir Philiberto Vernatti
3.2. Neu-England - John Winthrop
3.3. Brasilien - Die »Inquiries for Brazil«
4. Forschen
4.1. Das Makassar-Gift
4.2. Nehemiah Grews Musaeum Regalis Societatis
5. Exotika als Entertainment
V. Die Sammlungen im Vergleich
1. Sammlungspraxis
2. Wissenschaftspraxis
3. Projektive Ethnographie
VI. Schlussbetrachtung
1. Forschungsstand
2. Fragestellung und Erkenntnisinteresse
3. Aufbau
4. Terminologie
5. Die Kunstkammer - Ein frühneuzeitlicher Sammlungstypus
II. Die Gothaer Kunstkammer auf Schloss Friedenstein - Kuriositäten als Karriere
1. Die Kunstkammer von 1653-1721
2. Die Exotika - Auswahl, Erwerb, Einordnung
3. Gotha und die außereuropäische Welt im 17. Jahrhundert
4. Caspar Schmalkalden (1616-1673) - Der Weltreisende als Experte
4.1. Schmalkaldens Reisebeschreibung und die Kunstkammer
4.2. Augenzeuge oder Kompilator?
4.3. Exotika als Karriere
5. Johann Michael Wansleben (1635-1679) - Von Gotha nach Äthiopien
5.1. »Herzog Ernst, Sultan zu Sachsen«
5.2. Der Herzog, der Gelehrte, der Reisende - Motivationen, Imaginationen, Strategien
5.3. Die Äthiopienexpedition und die Kunstkammer
6. Wilhelm Ernst Tentzel (1659-1707) - Die Entdeckung des Gothaer >Elephanten<
6.1. Fossilien - Spiel der Natur oder Versteinerung?
6.2. Tentzel - Der Vater der Paläozoographie?
6.3. Das exotische Fremde und das historische Fremde
6.4. Die Gothaer Kunstkammer an der Wende zum 18. Jahrhundert
7. Imaginationen des Fremden
III. Das Museum William Courtens in London - Exotika als Statussymbol
1. Sammeln als Lebenswerk
2. »Mr. Charleton\s Cabinet of Curiosities« - 1684-1702
3. Courtens Exotika
3.1. Das Netzwerk der Sammler
3.2. »Now the East India shipps are arrived« - Der Erwerb
3.2. »A new world in all things?« - Die Beschreibungen
4. Exotika als Forschungsobjekte
5. »But what Knowledge is it?« - William Courten, Virtuoso
IV. Das Repository der Royal Society - Die gescheiterte Forschungssammlung
1. Das Repository von 1663-1711
2. Das Projekt einer >Weltnaturgeschichte<
3. Sammeln
3.1. Batavia - Sir Philiberto Vernatti
3.2. Neu-England - John Winthrop
3.3. Brasilien - Die »Inquiries for Brazil«
4. Forschen
4.1. Das Makassar-Gift
4.2. Nehemiah Grews Musaeum Regalis Societatis
5. Exotika als Entertainment
V. Die Sammlungen im Vergleich
1. Sammlungspraxis
2. Wissenschaftspraxis
3. Projektive Ethnographie
VI. Schlussbetrachtung