
... Familie sein dagegen sehr
Wege in die Zukunft
Junfermann (Publisher)
9th Edition
Published on 1. January 1988
Book
Paperback/Softback
320 pages
978-3-87387-288-2 (ISBN)
Description
Wonach suchen Menschen ihren Partner aus? Warum verlieben sich Menschen? Welche Rollen drängen sie sich gegenseitig auf? Wie verhalten sich Eltern zu ihren Kindern? Unter welchen Bedingungen wächst ein Kind zu einem gesunden oder weniger gesunden Erwachsenen heran? Warum ist guter Sex so wichtig? Dies sind nur einige der wichtigsten Fragen für ein harmonisches und gesundes Familienleben, die der Familientherapeut Robin Skynner und sein früherer Klient, der Filmkomiker John Cleese, in diesem Buch ausführlich erörtern. Die Lektüre dieses faszinierenden Buches: die vielleicht beste Therapie überhaupt.
More details
Language
German
Place of publication
Germany
Dimensions
Height: 21.5 cm
Width: 14 cm
Weight
425 gr
ISBN-13
978-3-87387-288-2 (9783873872882)
Schweitzer Classification
Persons
Content
Warum wir dieses Buch geschrieben haben
1. Warum mußte ich gerade dich heiraten?
2. Ich bin Gott, und dabei bleibt es
3. Der erstaunliche Stoff-Hase
4. Wer hat hier das Kommando? oder: Soll ich ein kleiner Engel sein, Mutti?
5. Was macht ihr zwei eigentlich da drinnen?
1. Warum mußte ich gerade dich heiraten?
2. Ich bin Gott, und dabei bleibt es
3. Der erstaunliche Stoff-Hase
4. Wer hat hier das Kommando? oder: Soll ich ein kleiner Engel sein, Mutti?
5. Was macht ihr zwei eigentlich da drinnen?
Warum mußte ich gerade dich heiraten?
John: Beginnen wir mit einer einfachen Sache ... Warum heiraten Leute eigentlich?
Robin: Weil sie verliebt sind.
John: Ach, hör' doch auf.
Robin: Nein, ganz im Ernst.
John: Nun ja, aber dieser Verliebtheits-Mechanismus ist doch sehr merkwürdig. Ganz gewöhnliche, rationale Leute wie z.B. Computerprogrammierer und Buchhalter, die tagaus, tagein glücklich vor sich hin programmieren und buchhalten, sehen plötzlich in einem Zimmer voller Leute jemanden im Gedränge und denken blitzartig: "Das ist der Mensch, der für mich geschaffen wurde, deshalb werde ich den Rest meines Lebens mit ihm verbringen". Das grenzt doch ans Okkulte!
Robin: Vielleicht sagen dir die Bräuche von vor 300 Jahren besser zu, als Eltern die Ehen aus Vernunftgründen wie Land, Geld und Karriere arrangierten. Sie fanden "Verliebtsein" sei die schlechteste Basis einer Ehe, ein Rezept für Unheil!
John: Ja, Samuel Johnson hat einmal gesagt, daß alle Ehen vom Lord Chancellor arrangiert werden sollten, ohne dabei die Wünsche der Beteiligten in Betracht zu ziehen.
Robin: Ich wollte damit sagen, daß wir heute heiraten können, wen wir lieben, der uns wirklich glücklich machen kann.
John: Und natürlich haben wir die höchste Scheidungsrate in der Geschichte.
Robin: Da wir beide einen Beitrag zu dieser Statistik geliefert haben, sollten wir uns dazu besser nicht allzu kritisch äußern.
John: Tut mir leid, wenn das so klang. Ganz im Ernst, ich finde, die Scheidung wird unterschätzt. Sie gibt einem doch Einblicke in die schwierigen Aspekte der Ehe, in die heikleren Seiten sozusagen, die sich Leute, die 30 Jahre glücklich verheiratet sind, gar nicht vorstellen können. Aber trotz alledem, geschieden oder nicht, hier sind wir, Millionen von uns, paaren uns einfach so weiter und denken: "Das ist der, der für mich bestimmt ist." - Was geht denn hier vor sich, Herr Doktor?
Robin: Worum dreht es sich denn deiner Meinung nach beim "Sich verlieben"?
John: Es ist offensichtlich sehr viel mehr als nur sexuelle Anziehung. Ein ernsthafter Liebhaber ist ja auch mehr als nur ein Freund, den du sexuell attraktiv findest. Aber was dieses gewisse Etwas ausmacht, weiß ich nicht. Ich habe das noch nirgendwo erklärt gefunden. Die Leute lächeln sich nur wissend an, sagen: "Zwischen denen hat es gefunkt" und wechseln das Thema. Also, was ist es?
Robin: Nun, ich denke, der Grund, warum wir von jemandem zutiefst angerührt sind, ist, weil der andere uns selbst grundsätzlich ähnlich ist - im psychischen Sinne.
John: Aber die Weisen sagen doch: Gegensätze ziehen sich an.
Robin: Das stimmt nicht. Oder falls doch, dann nur, weil es Gegensätze zu sein scheinen. Was Leute wirklich anzieht, ist ihre Ähnlichkeit, genauer, eine Ähnlichkeit in einem der grundsätzlichsten Aspekte - dem ihrer Familiengeschichte.
John: Meinst du damit, daß all die Leute, die heiraten, um ihren Familien zu entrinnen - und das passiert ja immer noch -, in gewisser Weise trotzdem ihre Familien mit sich bringen - psychologisch gesehen?
Robin: Genau.
John: Beginnen wir mit einer einfachen Sache ... Warum heiraten Leute eigentlich?
Robin: Weil sie verliebt sind.
John: Ach, hör' doch auf.
Robin: Nein, ganz im Ernst.
John: Nun ja, aber dieser Verliebtheits-Mechanismus ist doch sehr merkwürdig. Ganz gewöhnliche, rationale Leute wie z.B. Computerprogrammierer und Buchhalter, die tagaus, tagein glücklich vor sich hin programmieren und buchhalten, sehen plötzlich in einem Zimmer voller Leute jemanden im Gedränge und denken blitzartig: "Das ist der Mensch, der für mich geschaffen wurde, deshalb werde ich den Rest meines Lebens mit ihm verbringen". Das grenzt doch ans Okkulte!
Robin: Vielleicht sagen dir die Bräuche von vor 300 Jahren besser zu, als Eltern die Ehen aus Vernunftgründen wie Land, Geld und Karriere arrangierten. Sie fanden "Verliebtsein" sei die schlechteste Basis einer Ehe, ein Rezept für Unheil!
John: Ja, Samuel Johnson hat einmal gesagt, daß alle Ehen vom Lord Chancellor arrangiert werden sollten, ohne dabei die Wünsche der Beteiligten in Betracht zu ziehen.
Robin: Ich wollte damit sagen, daß wir heute heiraten können, wen wir lieben, der uns wirklich glücklich machen kann.
John: Und natürlich haben wir die höchste Scheidungsrate in der Geschichte.
Robin: Da wir beide einen Beitrag zu dieser Statistik geliefert haben, sollten wir uns dazu besser nicht allzu kritisch äußern.
John: Tut mir leid, wenn das so klang. Ganz im Ernst, ich finde, die Scheidung wird unterschätzt. Sie gibt einem doch Einblicke in die schwierigen Aspekte der Ehe, in die heikleren Seiten sozusagen, die sich Leute, die 30 Jahre glücklich verheiratet sind, gar nicht vorstellen können. Aber trotz alledem, geschieden oder nicht, hier sind wir, Millionen von uns, paaren uns einfach so weiter und denken: "Das ist der, der für mich bestimmt ist." - Was geht denn hier vor sich, Herr Doktor?
Robin: Worum dreht es sich denn deiner Meinung nach beim "Sich verlieben"?
John: Es ist offensichtlich sehr viel mehr als nur sexuelle Anziehung. Ein ernsthafter Liebhaber ist ja auch mehr als nur ein Freund, den du sexuell attraktiv findest. Aber was dieses gewisse Etwas ausmacht, weiß ich nicht. Ich habe das noch nirgendwo erklärt gefunden. Die Leute lächeln sich nur wissend an, sagen: "Zwischen denen hat es gefunkt" und wechseln das Thema. Also, was ist es?
Robin: Nun, ich denke, der Grund, warum wir von jemandem zutiefst angerührt sind, ist, weil der andere uns selbst grundsätzlich ähnlich ist - im psychischen Sinne.
John: Aber die Weisen sagen doch: Gegensätze ziehen sich an.
Robin: Das stimmt nicht. Oder falls doch, dann nur, weil es Gegensätze zu sein scheinen. Was Leute wirklich anzieht, ist ihre Ähnlichkeit, genauer, eine Ähnlichkeit in einem der grundsätzlichsten Aspekte - dem ihrer Familiengeschichte.
John: Meinst du damit, daß all die Leute, die heiraten, um ihren Familien zu entrinnen - und das passiert ja immer noch -, in gewisser Weise trotzdem ihre Familien mit sich bringen - psychologisch gesehen?
Robin: Genau.