
Blühende Dämonen
Nocturno für Eurydike und mehr
Ondrej Cikán(Author)
Josefine Schlepitzka(Editor)
Ketos (Publisher)
1st Edition
Published on 1. December 2023
Book
Hardback
125 pages
978-3-903124-33-2 (ISBN)
Description
Nach dem Band "Mein Liebling ist Gewölk" legt Ondrej Cikán eine weitere Sammlung von Gedichten und Mikroromanen vor. Das Buch "Blühende Dämonen" enthält das Zonengedicht "Nocturno für Eurydike", ein berührendes Epos über Hoffnung, Enttäuschung und Sehnsucht, das der japanischen Sängerin Doji Morita gewidmet ist. Die Mikroromane des Bandes kreisen um Magische Mädchen und deren Kampf gegen Dämonen der Nacht. Die Abteilung "Folgende Gedichte" setzt sich mit der Reaktion von Teilen der westlichen Gesellschaft auf die Bedrohung der Demokratie durch aggressive Diktaturen auseinander. Zum Schluss verwandeln zwei schmalzige Lieder samt Partitur den Autor in eine Enka-Sängerin.
More details
Language
German
Place of publication
Wien
Austria
Target group
Nicht für Vollvasen geeignet
Product notice
sewn/stitched
With ribbon marker(s)
Dimensions
Height: 18.9 cm
Width: 14.3 cm
ISBN-13
978-3-903124-33-2 (9783903124332)
Schweitzer Classification
Persons
Author
Ondrej Cikán wurde 1985 in Prag geboren, lebt seit 1991 in Wien, ist Übersetzer, Regisseur und mehrsprachiger Autor. Sein erster Roman Menandros & Thaïs wurde unter demselben Titel abendfüllend verfilmt. Gemeinsam mit Anatol Vitouch rief er den Musismus aus. Er entwickelte die Genres der Zonengedichte und Mikroromane.
ISNI: 0000 0001 2017 1147
ISNI: 0000 0001 2017 1147
Editor
Content
Und wenn du dich schon fürchtest, dass du alle Menschen hasst, / Dann komm mit mir, leg dich zu mir und schweig und tanz und sing / Und fahr mit mir mit dem Fiaker bis nach Ottakring. / Wir sehen uns die Menschen an, die so wie wir nur fahren, / Um einmal dort zu landen, wo sie einmal glücklich waren, / Auf Bergkämmen, auf Hausdächern, an Gusseisengeländern, / In zart duftenden Vorstadtbars, geschmückt mit bunten Bändern, / Und dort am Hang unter der Burg, wo Apfelbäume blühen, / Dort unter hundert Türmen, die den Sternenstaub versprühen, / Dort am gesperrten Weltraumbahnhof der Dreifaltigkeit, / Dort bei den Spiegelbildern der Achate von Sankt Veit, / Dort bei dem Mond, der untergeht für jede Kleinigkeit / Bei fremder Welten hellen Sonnen, die im Frühlingskleid / Mit einer Rose auf dem Tisch traurige Lieder singen, / Und nackt bei zarter Brise in die kühlen Wogen springen, / Weil jeder Stern nunmal zerfließt, sobald er glaubt, dass Tag ist, / Weil jeder Stern nunmal zerfließt, wenn er bei Nacht in Prag ist, / Das wie ein goldnes Rauschgift ist, das jeden Seemann anlockt, / Das wie im Schlaf der Polster ist, an den die Barke andockt.