
Ausgeschriebene Zeit
Lyrik-Anthologie der Neuen Gesellschaft für Literatur Berlin
APHAIA Verlag GmbH
1st Edition
Published in 2003
Book
Paperback/Softback
112 pages
978-3-926677-37-2 (ISBN)
Description
Vorwort
"Es werden neue Formen von großer Rationalität aufziehen,
aber niemand kann mich verpflichten, die Zukunft zu lieben."
Wolf Jobst Siedler
Ein Hauch von Melancholie durchzieht vorliegenden Band, das mag an der Wahl der sechs Kapitelüberschriften liegen, mehr jedoch am Titel der Anthologie. Die leisen Selbstzweifel, ob denn die ausgedachte Wirklichkeit der ungeheuren Wucht, mit der die Realität tagtäglich auf die Menschen einstürzt, standhalten kann, machen das Vorhaben der drei Herausgeberinnen, die sich alle selbst und das nachdrücklich, zu Wort melden, sympathisch.
Grundlage für die Lyrik-Sammlung war eine Ausschreibung der Neuen Gesellschaft für Literatur zum Thema "Zeit", die auch unter Nicht-NGL-Mitgliedern auf große Resonanz stieß. Das ewige Thema als gewichtige Klammer für auseinanderstrebende Biographien und Handschriften, die unterschied-licher nicht sein können. Da steht der ausgesetzte Dichter HEL, der konsequenterweise rein gar nichts von sich preisgibt, neben Hanah Thiede, Sigrun Casper oder Mario Wirz, dessen Märchen-Gedicht endet: "Es war einmal Zeit". Henryk Bereska, anlässlich von '750 Jahre Literatur in Brandenburg' aufgestiegen in den Olymp der Musen und Grazien der Mark, erinnert an Zeiten von Verfolgung und Krieg. Der Kalifornier Mitch Cohen dagegen besingt, ganz im Stile der Beach-Boys, die Wiederkehr der Waschpolette, deren Zeit erneut gekommen scheint. Endzeitstimmig blinzeln die Rehe vom Standstreifen der Autobahn zum allerletzten Song von Tom Schulz, während Anne Gollin dem Sputnik und Weltall-Erde-Mensch nachhängt.
Wird hier festgehalten, was gerade noch zu halten ist, mit dem Missverständnis aufgeräumt, man müsse die Entwicklung noch immer vorantreiben, auf Reformen und Wachstum setzen, wo uns doch jeder Tag lehrt, dass das Gebot der Stunde bewahren heißt. Verfall und Niedergang sind nicht aufzuhalten, die Zeit ist ausgeschrieben, entleert, stillgelegt, wie Heidrun Voigt in "Schienenstrang" schreibt.
Die trotz der zahlreichen Übersetzungen aus dem Slowakischen typisch Berliner Anthologie, die ihre Spannung aus der überraschend kontrastreichen künstlerischen Annäherung an das Thema bezieht, Lebensentwürfe wie Erfahrungen nicht vordergründig der Ost-West-Herkunft zuschreibt, macht eines deutlich: das Bedürfnis, sich gerade lyrisch mitzuteilen, ist ungebrochen, eine möglichst bleibende Spur zu hinterlassen ein häufig unausgesprochenes Ziel.
Die Zeit ist ausgeschrieben, womöglich noch öffentlich, und damit zu einer angebotenen Leistung, einer einzukaufenden Ware verkommen - oder bietet das Ende die Chance eines Neubeginns? Anfang wird immer sein, verspricht das zweite Kapitel. Tief höre ich jemanden seufzen, du liebe Zeit, du ungeliebte einzige Zeit, die wir haben. Und wenn wir das Leben lieben, schreibt Erich Fried, können wir nicht ganz lieblos gegen diese unsere Zeit sein. Wir müssen sie ja nicht genau so lassen, wie sie uns traf.
Wolfgang de Bruyn
Reviews / Votes
Melancholie in MaßenLässt sich die Zeit ausschreiben wie eine Bauleistung? Ließe sich die Zeit ausschreiben wie eine Bauleistung, bekäme wer den Zuschlag? Sicher keine Politiker oder Lyriker. Ihnen ist gemeinsam, dass sie ständig die Vokabel 'Zeit' in Anspruch nehmen. Zumeist mit jenem Feingefühl, mit dem Prostituierten begegnet wird. Die Zeit ist immer zu haben, immer zu gebrauchen, immer zu missbrauchen. Ob die Herausgeberinnen der Lyrik-Anthologie Ausgeschriebene Zeit das bedachten? Vielleicht. Vielleicht nicht! `Ausgeschrieben' assoziiert nicht unbedingt Konstruktives, Kreatives. Eher schon Gedanken an Ausgelaufenes, Leergelaufenes, an Vergangenes, Verlorenes. Mit dem Titel haben sich die Herausgeberinnen Kathrin B. Külow, Hanah Thiede und Heidrun Voigt kein Lorbeer verdient. Schade, zumal Jahre ins Land gingen, bevor die Lyrik-Anthologie ihren Druck erlebte. Schade, zumal in der Sammlung Autoren vereint wurden, die zum Umfeld der Berliner Neuen Gesellschaft für Literatur gehören oder deren Mitglieder sind.Das Buch will die Leser, die bereit sind für Entdeckungen und keine Wiederauflagen erwarten. Mit dem Abdruck bereits veröffentlichter Gedichte von Mario Wirz wird die Anthologie der Absicht nicht gerecht. Entsprochen wird der Absicht durch Verse polnischer wie slowakischer Verfasser, zu denen sich als Seelenverwandter der Dichter Henryk Bereska gesellt. Nichts ist damit über die Korrespondenz der Gedichte gesagt, die in der Anthologie Aufnahme fanden. Gemeinsamkeiten, die in Ausgschriebene Zeit auszumachen sind, haben andere Gründe. So manche Zeile wäre besser geeignet gewesen als Titel. Nicht nur, weil sie die Leser neugieriger gemacht hätten. Sie hätten treffender die Grundstimmung der Sammlung wiedergegeben. Die nachhaltige Grundstimmung formulierte Stefan Mueser in einem Widmungsgedicht: "Man lebt neben sich weiter". So wortreich davon in der Verssammlung gesprochen wird, den Leser muss das nicht melancholisch stimmen. Obwohl Wolfgang de Bruyn "Ein Hauch von Melancholie" wahrnahm, wie er in seinem Vorwort zu Ausgeschriebene Zeit meint. Melancholie hin, Melancholie her, nichts rechtfertigt, die Anthologie ungelesen liegen zu lassen. Zeit nehmen!More details
Edition
1., Aufl.
Language
German
Target group
College/higher education
Young adult
Dimensions
Height: 24 cm
Width: 17 cm
Weight
273 gr
ISBN-13
978-3-926677-37-2 (9783926677372)
Schweitzer Classification
Persons
Kurzbiographien der Autorinnen und Autoren
HENRYK BERESKA, geb. 1926 in Kattowitz. Studium der Germanistik und Slawistik. Polnisch-Lektor im Aufbau-Verlag; seit 1955 freiberuflicher Übersetzer und Autor. Lebt in Berlin und Kolberg/Mark.
WILFRIED M. BONSACK, geb. 1951; Studien der Theologie, Philosophie und der Allgemeinen und Vergleichenden Literaturwissenschaft. Schriftsteller, Verleger. Drei Gedichtbände; als Herausgeber 30
Bücher, fünf Übersetzungen. Seit 1974 'jour fix - tucho zwo acht', bis jetzt 270 Veranstaltungen.
JÁN BUZÀSSY, geb. 1935 in Kocovce. Studierte Bibliothekswesen in Bratislava. Debüt Spiel mit Messern, 1965; Lyriker, Essayist, Chef-redakteur verschiedener Literaturzeitschriften, u.a. "Mladá tvorba", langjähriger Cheflektor des größten slowakischen Belletristik-Verlages; lebt und arbeitet in Bratislava.
SIGRUN CASPER, schreibt und bleibt in Berlin. Mitlesebuch Nr. 25,
Gedichte, 1997.
MITCH COHEN, geb. 1952 in Kalifornien. Übersetzer und Herausgeber; Berlin: contemporary writing from East and West Berlin, 1983; Mitlesebuch Nr. 2, Gedichte,1995.
ANTONÍN DICK, als Sohn deutsch-jüdischer Emigranten in Royal Leamington Spa/Warwickshire (England) geboren. Theaterstück
Ballade vom Emigranten, 2001 vom Hauptstadtkulturfonds gefördert.
MICHAEL ERIC (Schneider), geb. 1970 in Berlin. Köpenicker Lyriker.
Frösche im Regen, 2002; www.michaeleric.de.
KNUT GERWERS, geb. 1969. 1989-98 Mitarbeit bei der Transmediale Berlin, diverse Medienkunst und Performance Projekte u.a. an der Volksbühne Berlin; 1998 Der Grossinqusitor, Volksbühne Berlin 2001; Gewinner des Autorenwettbewerbs der Brecht-Tage 2001; Veröffentlichungen in diversen Zeitschriften und Anthologien.
INGEBORG GÖRLER, seit 1985 in Berlin. Gedichte und Kurzprosa in Zeitschriften und Anthologien. Einzelveröffentlichungen: Laufzeit, Gedichte, 1996; Luftwandel, Gedichte,1999.
ANNE GOLLIN, geb. 1956. Dreizehn Lyrikbände seit 1985. Veröffentlichungen in über 200 Anthologien und Zeitschriften.
MANUELA M. J. GOLLY, geb. 1949 in Berlin. Erste Gedichte in Paris; Studium der Germanistik und Philosophie. Veröffentlichungen in Anthologien; zuletzt: Haffners Geschichte eines Deutschen, 2001.
CHRISTEL GUHDE, geb. 1934 in Berlin. Bibliothekarin, Schriftstellerin, Malerin. Lyrik, Erzählungen in Anthologien, Zeitschriften, im Rundfunk. Einzelbände: Risse im Beton, 1978; Mieträume, 1983; Lyrik in Schreibwetter, 2002.
ALDONA GUSTAS, geb. 1932 in Litauen; seit Kriegsende in Berlin. Schriftstellerin und Malerin; zahlreiche Einzelveröffentlichungen, letzte Gedichtbände: Jetzt, 1997; Asyl im Gedicht, 2002.
NATALIE HARDER, geb. 1934. Malerin, Schriftstellerin, eigenes Marionettentheater. Veröffentlichungen von Lyrik und Prosa; zuletzt: Der wiedergefundene Apfelbaum, 1999.
HANNO HARTWIG, geb. in Kassel, aufgewachsen in Berlin(West). Landschaftsgärtner. 1996 stellte er das erste Mal seine Gedichte vor.
MILA HAUGOVÁ, geb. 1942 in Budapest. Studium der Landwirtschaft. Lyrikerin, Redakteurin; Debüt 1980 mit der Gedichtsammlung Rostfarbener Ton. Kahlfrieren, 1998. Übersetzungen aus dem Englischen und Deutschen (u.a. Sylvia Plath, Ingeborg Bachmann); lebt in Bratislava.
HEL TOUSSAINT, ausgesetzter Dichter. Zuletzt: NA55PO3M, SuKuLTuR Berlin.
DANIEL HEVIER, geb. 1955 in Bratislava. Debütierte 1974 mit der Gedichtsammlung Schmetterlingskarusell. Lyriker, Kinderbuchautor, Satiriker, Übersetzer, Verleger von Kinderbüchern im eigenen Verlag 'Buvik'; lebt in Bratislava.
JOACHIM JANCZAK, geb. 1947 in Kettwig/Ruhr, lebt in Berlin. Veröffentlichungen: Marie, Ballett-Libretto, UA 1990; O Gegenwart,
Gedichte, 1994; Salomon, Opern-Libretto, 1995 (Carl-Orff-Preis); Scaramouche, Ballett-Libretto, UA 1995; Retter des Balletts, Essay 1995; Asphalte & Seife, Poem 1996; Küß mich!, Gedichte 1999;
Messer im Kakao, Krimi 2002.
RENATE JURISCH, geb. 1940 in Berlin. Gesangsausbildung, Chorsängerin. HautNAH, Gedichte, 1998; Mitlesebuch Nr. 45, Gedichte, 2001. Vertreten in den Anthologien der Edition L: Schlagzeilen, 1996; Wir sind aus solchem Zeug, wie das zu Träumen, 1997.
DIETER KALKA, geb. 1957. Lebt in Leipzig und Gardna Wielka. Liedermacher und Schriftsteller. Fünf Bücher, u. a. Der ungepflückte Apfelbaum, 1998; Tonträger, Theaterstücke.
KATHRIN B. KÜLOW, geb. 1966. Studium der Geschichte und Judaistik. Lebt seit 1986 in Berlin; seit 1999 im Vorstand der NGL.
BJÖRN KUHLIGK, geb. 1975 in Berlin. Auszeichnungen u. a.: Fünftes open-mike der literaturWERKstatt Berlin, Zweiter Preis des Allegra-Literaturwettbewerbs, 1997; Poetensitz der Edition Passagen, 1999; Gewinner der Sparte Lyrik an der Literaturbörse des Steirischen
Herbstes, 2001; letzte Veröffentlichungen: Es gibt hier keine Küsten-
straßen, 2000/2001; Am Ende kommen Touristen, 2002.
IVAN LAUCÍK, geb. 1944 in Liptovsky Mikulás (Liptau St. Nikolaus/
Slowakei). Studium der Geschichte und Pädagogik. Lyriker, Essayist; Debüt Der Bewegliche im Beweglichen, 1968, zusammen mit Ivan Strpka und Peter Repka, Mitbegründer der Gruppe 'Einsame Läufer';
seit 1970 Publikationsverbot, lebt und arbeitet als Lehrer in seiner Heimatstadt.
URSULA MACHT, geb. 1954 in Berlin. Studium der slowakischen Sprache und Literatur in Berlin und Bratislava, Promotion 1989. Seit 1993 freiberufliche Übersetzerin. Veröffentlichungen von Übersetzungen: Blauer Berg mit Höhle, Anthologie, 1994 sowie je eine Einzelausgabe von Ivan Strpka, Mila Haugová und Ivan Laucík.
SALEAN A. MAIWALD, seit 1983 freie Autorin und Malerin in Berlin. Studium der Psychologie und Kunst. Letzte Veröffentlichungen: Von Frauen enthüllt - Aktdarstellungen durch Künstlerinnen,1999.
Mitlesebuch 60, Gedichte, 2003. In Vorbereitung: Gespräche mit deutschstämmigen Juden in Israel.
PETRA MAGROWITZ, lebt als freie Fotografin in Berlin, 1997 Arbeitsstipendium für Berliner Autoren. Veröffentlichungen in Anthologien und Zeitschriften. Arbeitet gegenwärtig an einem Roman.
LARS PETER MEYER, geb. 1974 in Bremen. Literatur- und theaterwissenschaftliches Studium in Berlin und Leipzig; anschließend Programmkino-Leiter und seit 2003 journalistische Tätigkeit in
Leipzig.
IWONA MICKIEWICZ-SZTURO, geb. 1963 in Polen, seit 1988 in Berlin. Veröffentlichungen in Zeitschriften, Anthologien, im Hörfunk. Letzte Einzelveröffentlichung: Bevor wir mit Liebe und Schwefel spucken, Gedichte, 2000.
PETER MILCÁK, geb. 1966 in Krompachy. Studium der Anglistik. Debüt Gespann vor dem Winter, 1989. Übersetzungen aus dem Englischen. Verleger des Modry Peter-Verlages in Levoca (Leutschau). Heraus-gabe von drei Anthologien slowakischer Lyrik in englischer, deutscher und französischer Sprache, lebt in Toronto.
BIRGIT MÜLLER-WIELAND, geb. 1962 in Oberösterreich. Promotion über Die Ästethik des Widerstands von Peter Weiß in Salzburg. Seit 1996 freie Autorin in Berlin. Veröffentlichungen: Die Farbensucherin, Prosa,
1997; Ruhig Blut, Gedichte, 2002.
STEFAN MÜSER, geb. 1959. Wissenschaftlicher Publizist, Autor. Alfred-Döblin-Stipendium 2000.
JOSÉ PABLO QUEVEDO, geb. 1945 in Piura (Peru), studierte in Berlin Philosophie, Promotion 1989. Gründer der Literaturzeitschrift 'La Piramide Invertida' und der Dichterbewegung 'Melopoefant'. Initiator der 'Cita de la Poesia', Dichterbegegnung Lateinamerika - Berlin.
Werke u.a.: La noche, un dia de espaldas al sol, 1973; Dieve, 1980; Torsos y piedras, Ehrung zum 100. Geburtstag von César Vallejo; Immer ein anderer, 1996.
JUTTA ROSENKRANZ, geb. 1957 in Berlin. Studium der Germanistik,
Romanistik. Publikationen: Gedichte, 1997, Features und Essays für Hörfunk und Print-Medien; Hrsg. mehrerer Lyrik-Anthologien; Auszeichnungen: Lyrik-Förderpreis Poetessa 2000; mehrere Stipendien.
MILAN RÚFUS, geb. 1928 in Zavazná Poruba. Lehrerstudium; einer der Nestoren slowakischer Gegenwartslyrik. Debüt Bis wir reifen,1956; für den Literatur-Nobelpreis vorgeschlagen.
PETER K. SAUERNHEIMER, geb. 1940 in Berlin. Lyrik und Prosa, 1973/74 Lektor und Herausgeber im Fischer Verlag. Veröffentlichungen in Anthologien, zwei Gedichtbände, demnächst ein weiterer.
CLEMENS SCHITTKO, geb. 1978 in Berlin(Ost). Abitur, bis 1999 Wehrdienst in Celle, Ausbildung zum Gebäudereiniger, arbeitet als Fensterputzer; lebt in Berlin.
JENNY SCHON, geb. in Böhmen. Studium der Sinologie, Japanologie und Publizistik in Berlin. Aufbaustudium Philosophie und Kunst-geschichte. Mitherausgeberin und Autorin von zahlreichen Anthologien. Veröffentlichungen zu China, Böhmen, Frauen und Kunst.
TOM SCHULZ, geb. 1970 in Ostberlin, lebt in Berlin. Diverse Veröffentlichungen von Gedichten und Prosa, zuletzt: Trauer über Tunis, 2001.
DAGNA SLEPOWRONSKA, geb. 1959 in Warschau. Studium der Psychologie, Sozialtherapie. Veröffentlichungen im Rundfunk, in Zeitschriften und drei eigenständige Poesiebände. Arbeitet als Journalistin für ein polnisches Wochenmagazin und als Therapeutin.
DIETER STRAUB, geb. 1934 in Ludwigshafen. Studium der Philosophie, Germanistik und Pädagogik in Heidelberg, Erlangen und Berlin. 1966 Gründung der literarischen Zeitschrift 'Paian' für neue Tendenzen der Lyrik im europäischen Sprachraum. Schreibt Lyrik, Prosa und Essays.
IVAN STRPKA, geb. 1944 in Hlohovec (Freistadt an der Waag/Slowakei). Studium der spanischen und slowakischen Sprache. Debüt Die kurze Kindheit der Lanzenträger, 1969. Lyriker und Essayist. Mitglied und Mitbegründer der Gruppe 'Einsame Läufer'; seit 1970 Publikationsverbot, Übersetzer von Cervantes, Borges, Pessoa u.a., Chef-redakteur der Zeitschrift 'Romboid' in Bratislava.
HANAH THIEDE, Studium an der HdK Berlin. Seit 1976 freiberuflich als Autorin, Malerin und Büchermacherin tätig. Eigene Handpresse
'zy-presse': z. B. Awigajils Gesänge an Prinz Jussuf, 1995. Ich weiß keine Rezepte zu schreiben, wie man Mensch sein soll., Die Lebensphilosophie der Rosa Luxemburg, Collage, 2001.
FRANK VIEHWEG, geb. 1960 in Wolgast. Liedermacher, Textautor und Nachdichter. Veröffentlichte mehrere Lyrikbände und CDs, zuletzt: Ich rief dich oft - 24 Sonette nach W. Shakespeare, 2002.
HEIDRUN VOIGT, geb. 1957 in Halberstadt, lebt in Zeuthen; tätig als freie Journalistin. Veröffentlichungen von Prosa und Lyrik in An-thologien und Zeitschriften. 2001 Arbeitsstipendium vom Kultusministerium des Landes Brandenburg.
KAY WEST, Lyrikerin und Malerin in Berlin-Kreuzberg, veröffentlichte bisher zehn Lyrikbände, vier Bild-Bücher, vier Aphorismen-Hefte. http://www.kaywest-art.de
MARIO WIRZ, geb. 1956 in Marburg/Lahn. Schauspielausbildung, lebt seit 1988 als freier Schriftsteller in Berlin. Wichtigste Veröffentlichungen: Es ist spät, ich kann nicht atmen, 1992; Ich rufe die Wölfe, 1993; Biographie eines lebendigen Tages, 1994; Das Herz dieser Stunde, 1997; Umarmungen am Ende der Nacht, 1999; Sieben Leben hat die Woche, 2002. 1991 Erster Preis des P.E.N-Clubs Liechtenstein, 1997 Förderpreis des Landes Brandenburg.
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