
Von der Logik zur Sprache
Stuttgarter Hegel-Kongreß 2005. Mit Beiträgen in englischer Sprache
Klett-Cotta (Publisher)
1st Edition
Published in February 2007
Book
Hardback
698 pages
978-3-608-94448-8 (ISBN)
Description
Der Internationale Hegel-Kongress 2005 hat sich dem Thema Logik und Sprache gewidmet. Beabsichtigt war, die bisweilen dunklen Hegelschen Texte zu erhellen und deren Deutung voranzutreiben. Ferner sollte das Gespräch der unterschiedlichen Strömungen der Philosophie unserer Zeit im Blick auf Hegel befördert werden. Ziel ist es, daß die Hegelinterpretation von der Versprachlichung des Denkens lernt und die Versprachlichung des Denkens durch Hegels philosophische Anstöße sich neu orientiert.
Mit Beiträgen unter anderen von Emil Angehrn, Seyla Benhabib, Richard Bernstein, Robert Brandom, Rüdiger Bubner, Vincent Descombes, Klaus Düsing, Félix Duque, Michael Forster, Gottfried Gabriel, Gerhard Gamm, Hans Ulrich Gumbrecht, Wolfram Hogrebe, Wolfgang Künne, Charles Larmore, Christoph Menke, Julian Nida- Rümelin, Robert Pippin, Thomas Ricketts, Martin Seel, Pirmin Stekeler-Weithofer, Michael Wolff.
Mit Beiträgen unter anderen von Emil Angehrn, Seyla Benhabib, Richard Bernstein, Robert Brandom, Rüdiger Bubner, Vincent Descombes, Klaus Düsing, Félix Duque, Michael Forster, Gottfried Gabriel, Gerhard Gamm, Hans Ulrich Gumbrecht, Wolfram Hogrebe, Wolfgang Künne, Charles Larmore, Christoph Menke, Julian Nida- Rümelin, Robert Pippin, Thomas Ricketts, Martin Seel, Pirmin Stekeler-Weithofer, Michael Wolff.
More details
Series
Edition
1., Aufl.
Language
English
German
Place of publication
Stuttgart
Germany
Illustrations
Reg.
Reg.
Weight
1106 gr
ISBN-13
978-3-608-94448-8 (9783608944488)
Schweitzer Classification
Persons
Rüdiger Bubner, geboren 1941; Studium der Philosophie und klassischen Philologie in Tübingen, Wien, Heidelberg und Oxford; Professor für Philosophie an der Universität Heidelberg; Mitglied der Heidelberger Akademie der Wissenschaften; Präsident der Internationalen Hegel- Vereinigung. Forscht und lehrt vor allem über Deutschen Idealismus, Philosophische Hermeneutik, Politische Philosophie und Ästhetik.
Gunnar Hindrichs, geboren 1971; Studium der Philosophie, Mittleren und Neueren Geschichte und Musikwissenschaft in Marburg, Tübingen, Heidelberg und Lincoln; Privatdozent für Philosophie an der Universität Heidelberg; Sekretär der Internationalen Hegel-Vereinigung. Forscht und lehrt vor allem über die klassische deutsche Philosophie, Metaphysik, Philosophie der Subjektivität und Ästhetik.
Gunnar Hindrichs, geboren 1971; Studium der Philosophie, Mittleren und Neueren Geschichte und Musikwissenschaft in Marburg, Tübingen, Heidelberg und Lincoln; Privatdozent für Philosophie an der Universität Heidelberg; Sekretär der Internationalen Hegel-Vereinigung. Forscht und lehrt vor allem über die klassische deutsche Philosophie, Metaphysik, Philosophie der Subjektivität und Ästhetik.
Content
Einleitung
Abendvorträge
Rüdiger Bubner, Heidelberg
Von der Sprache zur Logik und zurück
Martin Seel, Frankfurt a. M.
Die Bestimmtheit der Sprache und der Welt
Julian Nida-Rümelin, München
Die Grenzen der Sprache Kolloquien
Kolloquium I
Das Programm der Hegelschen Logik
Leitung: Francesca Menegoni
Francesca Menegoni, Padua
Zur Einführung
George di Giovanni, Montréal
"Das Logische" of Hegel's Logic, in the Context of Reinhold's and Fichte's Late Theories of Knowledge
Thomas Sören Hoffmann, Bonn
Reflexion, Begriff und spekulative Erkenntnis. Über Weisen des Wissens im Blick auf Hegels Logik
Chong-Fuk Lau, Hong Kong
Absoluteness and Historicity: Hegel's Idea of a Self-Transcending System
Alfredo Ferrarin, Pisa
Logic, Thinking, and Language
Kolloquium II
Was ist Spekulation?
Leitung: Jens Halfwassen
Jens Halfwassen, Heidelberg
Zur Einführung
Klaus Düsing, Köln
Kategorien als Bestimmungen des Absoluten?
Untersuchungen zu Hegels spekulativer Ontologie und Theologie
Walter Mesch, Heidelberg
Hegel und die Bewegung der Idee. Zur platonischen Vorgeschichte der spekulativen Dialektik
Stephan Meier-Oeser, Berlin
Versionen der Koinzidenzspekulation von Cusanus zu Hegel
Wolfram Hogrebe, Bonn
Spekulative Identität und diskursive Differenz. Philosophische Gelingensbedingungen des interkulturellen Dialogs
Kolloquium III
Der Weg nach Hegel: Trendelenburg - Lotze - Frege
Leitung: Gottfried Gabriel
Gottfried Gabriel, Jena
Zur Einführung
Volker Peckhaus, Paderborn
Gegen "neue unerlaubte Amalgamationen der Logik". Die nachhegelsche Suche nach einem neuen Paradigma in der Logik
Wolfgang Kienzler, Jena
"Man sollte mit Subjekt und Prädikat in der Logik aufräumen
Die Schröder-Frege-Husserl-Kontroverse
Michael Wolff, Bielefeld
Frege und das traditionelle Bild der Syllogistik
Thomas Ricketts, Pittsburgh
Urteil, Logik und Sprache: Frege als Brücke zur analytischen Tradition
Kolloquium IV
Phänomenologie und Sprache
Leitung: Gerhard Gamm
Gerhard Gamm, Darmstadt
Zur Einführung
Emil Angehrn, Basel
Die Offenheit des Sinns. Zwischen Phänomenologie und Dekonstruktion
Christoph Menke, Potsdam
Geist und Leben. Zu einer genealogischen Kritik der Phänomenologie
Dieter Mersch, Potsdam
Orte der Bedeutung. Sechs Thesen zu Sprache und Alterität
Kolloquium V
Die Wiederkehr des Hegelianismus im Pragmatismus
Leitung: Hans-Peter Krüger
Hans-Peter Krüger, Potsdam
Zur Einführung
Richard J. Bernstein, New York
Hegel and Pragmatism
Ludwig Nagl, Wien
Hegel, ein "Proto-Pragmatist"? Rortys halbierter Hegel und die Aktualität von Royces "absolute pragmatism"
Christoph Demmerling, Dresden
Hegel und die pragmatische Wende
Kolloquium VI
Versprachlichung der Subjektstruktur
Leitung: Terry Pinkard
Robert Brandom, Pittsburgh
The Structure of Desire and Recognition: Self-Consciousness and Self-Constitution
Vincent Descombes, Paris
Une version grammaticale de la notion d'esprit subjectif
Pirmin Stekeler-Weithofer, Leipzig
Vom Satzsubjekt zum Ich. The First Person in Grammar and Reality
Charles Larmore, Chicago
Die normative Struktur des Selbst
Kolloquium VII
Sprache und Logik der Sittlichkeit
Leitung: Jean-François Kervégan
Jean-François Kervégan, Paris
Zur Einführung
Myriam Bienenstock, Tours
Selbstbestimmung bei Hegel
Claudio Cesa, Pisa
Abstufungen der Sprache im Sittlichen. Dichtung, Gesetze und "Rotwelsch"
Félix Duque, Madrid
Die Basis der europäischen Demokratie unter der Bedingung der hegelschen "Verzeihung der Sünde"
Robert BPippin, Chicago
Moralität: die subjektive Seite der Sittlichkeit?
Kolloquium VIII
Dialektik als Kommunikation
Leitung: Seyla Benhabib
Seyla Benhabib, New Haven
Introduction
Sebastian Rödl, Basel
Is the Second Person Concept a Logical Concept?
Andrew Bowie, London
Hegel, Brandom, and the Limits of Language
Kenneth Baynes, Syracuse
Freedom, Norm, and Recognition in Hegel
Kolloquium IX
Sprache als neues Metaphysicum?
Leitung: Rolf-Peter Horstmann
Rolf-Peter Horstmann, Berlin
Zur Einführung
Michael N. Forster, Chicago
Herder's Importance as a Philosopher
Andreas Kemmerling, Heidelberg
Sprachdezisionismus als letzter Ratschluß der Ontologie. Zu einer merkwürdigen Parallele bei Carnap und dem späten Quine
Wolfgang Künne, Hamburg
Der Universalienstreit in der neueren analytischen Philosophie
Hans Ulrich Gumbrecht, Stanford
Presence in Language or Presence achieved against Language?
Namensregister
Abendvorträge
Rüdiger Bubner, Heidelberg
Von der Sprache zur Logik und zurück
Martin Seel, Frankfurt a. M.
Die Bestimmtheit der Sprache und der Welt
Julian Nida-Rümelin, München
Die Grenzen der Sprache Kolloquien
Kolloquium I
Das Programm der Hegelschen Logik
Leitung: Francesca Menegoni
Francesca Menegoni, Padua
Zur Einführung
George di Giovanni, Montréal
"Das Logische" of Hegel's Logic, in the Context of Reinhold's and Fichte's Late Theories of Knowledge
Thomas Sören Hoffmann, Bonn
Reflexion, Begriff und spekulative Erkenntnis. Über Weisen des Wissens im Blick auf Hegels Logik
Chong-Fuk Lau, Hong Kong
Absoluteness and Historicity: Hegel's Idea of a Self-Transcending System
Alfredo Ferrarin, Pisa
Logic, Thinking, and Language
Kolloquium II
Was ist Spekulation?
Leitung: Jens Halfwassen
Jens Halfwassen, Heidelberg
Zur Einführung
Klaus Düsing, Köln
Kategorien als Bestimmungen des Absoluten?
Untersuchungen zu Hegels spekulativer Ontologie und Theologie
Walter Mesch, Heidelberg
Hegel und die Bewegung der Idee. Zur platonischen Vorgeschichte der spekulativen Dialektik
Stephan Meier-Oeser, Berlin
Versionen der Koinzidenzspekulation von Cusanus zu Hegel
Wolfram Hogrebe, Bonn
Spekulative Identität und diskursive Differenz. Philosophische Gelingensbedingungen des interkulturellen Dialogs
Kolloquium III
Der Weg nach Hegel: Trendelenburg - Lotze - Frege
Leitung: Gottfried Gabriel
Gottfried Gabriel, Jena
Zur Einführung
Volker Peckhaus, Paderborn
Gegen "neue unerlaubte Amalgamationen der Logik". Die nachhegelsche Suche nach einem neuen Paradigma in der Logik
Wolfgang Kienzler, Jena
"Man sollte mit Subjekt und Prädikat in der Logik aufräumen
Die Schröder-Frege-Husserl-Kontroverse
Michael Wolff, Bielefeld
Frege und das traditionelle Bild der Syllogistik
Thomas Ricketts, Pittsburgh
Urteil, Logik und Sprache: Frege als Brücke zur analytischen Tradition
Kolloquium IV
Phänomenologie und Sprache
Leitung: Gerhard Gamm
Gerhard Gamm, Darmstadt
Zur Einführung
Emil Angehrn, Basel
Die Offenheit des Sinns. Zwischen Phänomenologie und Dekonstruktion
Christoph Menke, Potsdam
Geist und Leben. Zu einer genealogischen Kritik der Phänomenologie
Dieter Mersch, Potsdam
Orte der Bedeutung. Sechs Thesen zu Sprache und Alterität
Kolloquium V
Die Wiederkehr des Hegelianismus im Pragmatismus
Leitung: Hans-Peter Krüger
Hans-Peter Krüger, Potsdam
Zur Einführung
Richard J. Bernstein, New York
Hegel and Pragmatism
Ludwig Nagl, Wien
Hegel, ein "Proto-Pragmatist"? Rortys halbierter Hegel und die Aktualität von Royces "absolute pragmatism"
Christoph Demmerling, Dresden
Hegel und die pragmatische Wende
Kolloquium VI
Versprachlichung der Subjektstruktur
Leitung: Terry Pinkard
Robert Brandom, Pittsburgh
The Structure of Desire and Recognition: Self-Consciousness and Self-Constitution
Vincent Descombes, Paris
Une version grammaticale de la notion d'esprit subjectif
Pirmin Stekeler-Weithofer, Leipzig
Vom Satzsubjekt zum Ich. The First Person in Grammar and Reality
Charles Larmore, Chicago
Die normative Struktur des Selbst
Kolloquium VII
Sprache und Logik der Sittlichkeit
Leitung: Jean-François Kervégan
Jean-François Kervégan, Paris
Zur Einführung
Myriam Bienenstock, Tours
Selbstbestimmung bei Hegel
Claudio Cesa, Pisa
Abstufungen der Sprache im Sittlichen. Dichtung, Gesetze und "Rotwelsch"
Félix Duque, Madrid
Die Basis der europäischen Demokratie unter der Bedingung der hegelschen "Verzeihung der Sünde"
Robert BPippin, Chicago
Moralität: die subjektive Seite der Sittlichkeit?
Kolloquium VIII
Dialektik als Kommunikation
Leitung: Seyla Benhabib
Seyla Benhabib, New Haven
Introduction
Sebastian Rödl, Basel
Is the Second Person Concept a Logical Concept?
Andrew Bowie, London
Hegel, Brandom, and the Limits of Language
Kenneth Baynes, Syracuse
Freedom, Norm, and Recognition in Hegel
Kolloquium IX
Sprache als neues Metaphysicum?
Leitung: Rolf-Peter Horstmann
Rolf-Peter Horstmann, Berlin
Zur Einführung
Michael N. Forster, Chicago
Herder's Importance as a Philosopher
Andreas Kemmerling, Heidelberg
Sprachdezisionismus als letzter Ratschluß der Ontologie. Zu einer merkwürdigen Parallele bei Carnap und dem späten Quine
Wolfgang Künne, Hamburg
Der Universalienstreit in der neueren analytischen Philosophie
Hans Ulrich Gumbrecht, Stanford
Presence in Language or Presence achieved against Language?
Namensregister
Einleitung
Unser Kongreß steht unter dem Titel Von der Logik zur Sprache. Das mag für einen Kongreß im Namen Hegels merkwürdig klingen. Frühere Veranstaltungen dieser Art galten zentralen Themen des Hegelschen Systems und dessen Gesamtanlage. Sie galten den epochalen Kombattanten oder Opponenten Hegels sowie auch detaillierten Interpretationsfragen. Das alles hatte sein Recht und war wissenschaftlich wohlbegründet.
Der Titel Von der Logik zur Sprache hingegen kündigt einen Abschied von der Orthodoxie an und blickt auf die Breite der philosophischen Fortentwicklung bis in die Gegenwart. Hegel sah die Wissenschaft der Logik, wie er sie gegen die traditionelle Auffassung von formaler Logik nannte, als Zentrum seines Systems an. Logik gilt ihm geradewegs als Metaphysik. Darüber wird zu reden sein. Der Weg von dieser außerordentlich anspruchsvollen Auffassung einer absoluten Arbeit des Begriffs führt über fast zweihundert Jahre Philosophiegeschichte zum zentralen Thema der heutigen Debatten auf allen Ebenen und in allen Schulen, nämlich der Untersuchung der Sprache als solcher. Nunmehr gilt, daß die Sprache in ihren Formen, Wendungen, historischen Ausprägungen und sozialen Funktionen vor aller rationalen Begriffsanalyse vorangeht. Hegels Programm, das aus der neuzeitlichen Philosophieentwicklung sich erhoben hatte, wird damit grundsätzlich revidiert. Nicht die philosophische Logik beherrscht die Sprache, sondern die Sprache leitet alle sinnvollen Bemühungen philosophischer Refl exion an. Dazu verspricht dieser Kongreß in vielerlei Hinsichten und in allen Sektionen Belehrung je eigener Art. Nach dem welthistorischen Kampf mit dem Marxismus mag der Hegelianismus an Furor eingebüßt haben. An Finesse aber hat er vielleicht gewonnen.
Unser Kongreß steht unter dem Titel Von der Logik zur Sprache. Das mag für einen Kongreß im Namen Hegels merkwürdig klingen. Frühere Veranstaltungen dieser Art galten zentralen Themen des Hegelschen Systems und dessen Gesamtanlage. Sie galten den epochalen Kombattanten oder Opponenten Hegels sowie auch detaillierten Interpretationsfragen. Das alles hatte sein Recht und war wissenschaftlich wohlbegründet.
Der Titel Von der Logik zur Sprache hingegen kündigt einen Abschied von der Orthodoxie an und blickt auf die Breite der philosophischen Fortentwicklung bis in die Gegenwart. Hegel sah die Wissenschaft der Logik, wie er sie gegen die traditionelle Auffassung von formaler Logik nannte, als Zentrum seines Systems an. Logik gilt ihm geradewegs als Metaphysik. Darüber wird zu reden sein. Der Weg von dieser außerordentlich anspruchsvollen Auffassung einer absoluten Arbeit des Begriffs führt über fast zweihundert Jahre Philosophiegeschichte zum zentralen Thema der heutigen Debatten auf allen Ebenen und in allen Schulen, nämlich der Untersuchung der Sprache als solcher. Nunmehr gilt, daß die Sprache in ihren Formen, Wendungen, historischen Ausprägungen und sozialen Funktionen vor aller rationalen Begriffsanalyse vorangeht. Hegels Programm, das aus der neuzeitlichen Philosophieentwicklung sich erhoben hatte, wird damit grundsätzlich revidiert. Nicht die philosophische Logik beherrscht die Sprache, sondern die Sprache leitet alle sinnvollen Bemühungen philosophischer Refl exion an. Dazu verspricht dieser Kongreß in vielerlei Hinsichten und in allen Sektionen Belehrung je eigener Art. Nach dem welthistorischen Kampf mit dem Marxismus mag der Hegelianismus an Furor eingebüßt haben. An Finesse aber hat er vielleicht gewonnen.