
Unterwegs zum Menschen
Beiträge zur philosophischen Anthropologie Helmut Fahrenbachs
Talheimer (Publisher)
1st Edition
Published on 18. December 2022
Book
256 pages
978-3-89376-199-9 (ISBN)
Description
Anlässlich des Erscheinens der Werkausgabe des Tübinger Philosophen Helmut Fahrenbach haben Freunde sowie Schülerinnen und Schüler Beiträge zur kritischen Würdigung verfasst. Über mehrere Jahre hinweg stellte Helmut Fahrenbach sein Gesamtwerk in systematischer Absicht zusammen. Entstanden ist ein zwölfbändiges Werk ? ,Talheimer Ausgabe'? in dessen Zentrum die beiden Bände 'Philosophische Anthropologie' stehen. Angesichts der Ausrufung des 'posthumanistischen' Zeit-alters ist dies eine zwar nicht intendierte, aber auch nicht zufällige Entgegnung.
Anthropologie ist nach Fahrenbach keine Teildisziplin neben Ontologie, Erkenntnistheorie usw., sondern sie reflektiert die grundlegende und zentrale Thematik der Philosophie überhaupt, der es um die 'Selbst- und Seinserkenntnis' des Menschen geht. Dem entsprechend weit ist das Feld, in dem Fahrenbach seine Thesen und Bezüge absteckt: Existenzphilosophie von Kierkegaard bis Jaspers, Kritische Gesellschaftstheorie von Marx, Bloch, Sartre, Plessner, Lefebvre, Marcuse und Habermas, Sprachphilosophie von Herder und Humboldt bis Wittgenstein und Ricour, Anthropologie von Gehlen bis Günter Dux, Moralphilosophie und Ethik von Kant bis Küng.
Dieser Band enthält Ausarbeitungen zum philosophischen Denken Helmut Fahrenbachs von Martin Böhler, Reinhard Brunner, Günter Dux, Walter Erhart, Hanna Gekle, Dieter Henrich, Dorothee Kimmich, Ulrich Müller-Schöll, Mathias Richter, Christof Schilling, Barbara Smitmans-Vajda sowie Irene Scherer und Welf Schröter.
Anthropologie ist nach Fahrenbach keine Teildisziplin neben Ontologie, Erkenntnistheorie usw., sondern sie reflektiert die grundlegende und zentrale Thematik der Philosophie überhaupt, der es um die 'Selbst- und Seinserkenntnis' des Menschen geht. Dem entsprechend weit ist das Feld, in dem Fahrenbach seine Thesen und Bezüge absteckt: Existenzphilosophie von Kierkegaard bis Jaspers, Kritische Gesellschaftstheorie von Marx, Bloch, Sartre, Plessner, Lefebvre, Marcuse und Habermas, Sprachphilosophie von Herder und Humboldt bis Wittgenstein und Ricour, Anthropologie von Gehlen bis Günter Dux, Moralphilosophie und Ethik von Kant bis Küng.
Dieser Band enthält Ausarbeitungen zum philosophischen Denken Helmut Fahrenbachs von Martin Böhler, Reinhard Brunner, Günter Dux, Walter Erhart, Hanna Gekle, Dieter Henrich, Dorothee Kimmich, Ulrich Müller-Schöll, Mathias Richter, Christof Schilling, Barbara Smitmans-Vajda sowie Irene Scherer und Welf Schröter.
More details
Series
Language
German
Place of publication
Mössingen
Germany
Target group
College/higher education
Professional and scholarly
Erwachsene, Studierende, Philosophieinteressierte
Dimensions
Height: 21 cm
Width: 14 cm
Weight
300 gr
ISBN-13
978-3-89376-199-9 (9783893761999)
Schweitzer Classification
Persons
Content
Inhaltsverzeichnis
Reinhard Brunner, Martin Böhler
Unterwegs zum Menschen. Beiträge zur philosophischen Anthropologie Helmut Fahrenbachs ? Vorwort
Irene Scherer, Welf Schröter
Auf dem Weg zu Helmut Fahrenbachs zwölfbändiger philosophischer Werkausgabe. Erinnerungen aus verlegerischer Perspektive
Martin Böhler
Zur philosophischen Systematik der Werkausgabe von Helmut Fahrenbach
Dieter Henrich
Die erste Begegnung
Hanna Gekle
Im Bernstein der Zeit - Über das Trauma der Vernunft
Günter Dux
Wie der Geist in die Welt kam
Reinhard Brunner
Bild und Wirklichkeit. Zur anthropologischen Relevanz propositionalen Verstehens
Walter Erhart
"Rätselfragen der Existenz" - Notizen zum anthropologischen Bezugsrahmen der Geisteswissenschaften
Mathias Richter
Verstehendes In-der-Welt-sein. Fahrenbach und Sartre: die existenzphilosophische Erweiterung der philosophischen Anthropologie und die Grenzen ihres Geltungsanspruchs für eine kritische Gesellschaftstheorie
Ulrich Müller-Schöll
Zum Verhältnis von "metaphilosophischer Praxis" und einer "Kritik des Alltagslebens" bei Henri Lefebvre
Martin Böhler
Marcuse reloaded. Anmerkungen zum unausgetragenen Konflikt zwischen Marcuse und Habermas im Werk von Helmut Fahrenbach
Christof Schilling
Vom Praktischwerden der Philosophie in Bildungsprozessen. Überlegungen zur Moralpädagogik im Ethikunterricht
Barbara Smitmans-Vajda
Zukunft? Hoffnung? Ou-topie oder Dis-topie? Vor- und Nachgedanken zu Helmut Fahrenbachs Buch "Wesen und Sinn der Hoffnung"
Dorothee Kimmich
"Es ist gut, auch fabelnd zu denken" Ernst Bloch und der Rücken der Dinge
Angaben zu den Autorinnen und Autoren
Reinhard Brunner, Martin Böhler
Unterwegs zum Menschen. Beiträge zur philosophischen Anthropologie Helmut Fahrenbachs ? Vorwort
Irene Scherer, Welf Schröter
Auf dem Weg zu Helmut Fahrenbachs zwölfbändiger philosophischer Werkausgabe. Erinnerungen aus verlegerischer Perspektive
Martin Böhler
Zur philosophischen Systematik der Werkausgabe von Helmut Fahrenbach
Dieter Henrich
Die erste Begegnung
Hanna Gekle
Im Bernstein der Zeit - Über das Trauma der Vernunft
Günter Dux
Wie der Geist in die Welt kam
Reinhard Brunner
Bild und Wirklichkeit. Zur anthropologischen Relevanz propositionalen Verstehens
Walter Erhart
"Rätselfragen der Existenz" - Notizen zum anthropologischen Bezugsrahmen der Geisteswissenschaften
Mathias Richter
Verstehendes In-der-Welt-sein. Fahrenbach und Sartre: die existenzphilosophische Erweiterung der philosophischen Anthropologie und die Grenzen ihres Geltungsanspruchs für eine kritische Gesellschaftstheorie
Ulrich Müller-Schöll
Zum Verhältnis von "metaphilosophischer Praxis" und einer "Kritik des Alltagslebens" bei Henri Lefebvre
Martin Böhler
Marcuse reloaded. Anmerkungen zum unausgetragenen Konflikt zwischen Marcuse und Habermas im Werk von Helmut Fahrenbach
Christof Schilling
Vom Praktischwerden der Philosophie in Bildungsprozessen. Überlegungen zur Moralpädagogik im Ethikunterricht
Barbara Smitmans-Vajda
Zukunft? Hoffnung? Ou-topie oder Dis-topie? Vor- und Nachgedanken zu Helmut Fahrenbachs Buch "Wesen und Sinn der Hoffnung"
Dorothee Kimmich
"Es ist gut, auch fabelnd zu denken" Ernst Bloch und der Rücken der Dinge
Angaben zu den Autorinnen und Autoren
Auszug aus dem Beitrag von Martin Böhler zum Thema "Zur philosophischen Systematik der Werkausgabe von Helmut Fahrenbach"
[.] Dem Entwurf einer zeitgenössischen Philosophischen Anthropologie, die zumindest Hinweise auf eine theoretisch und praktisch zureichende Antwort auf das Problem, das der Mensch für sich selbst ist, geben kann, hat Helmut Fahrenbach unermüdlich seine nun mehr als sieben Jahrzehnte dauernde philosophische Forschung gewidmet. Den Problemen, die sich ihm dabei stellten, ist er in einer Viel-zahl von akribisch ausgearbeiteten philosophischen Aufsätzen so intensiv nachgegangen, dass er jetzt die Summe seines Schaffens in einer nun auf zwölf Bände angewachsenen Werkausgabe vorlegen kann, in der er seine Texte thematisch zusammengestellt und zu einzelnen Bänden zusammengefasst hat. Fahrenbachs Aufsätze waren bis dato zeitlich und editorisch weit gestreut und dadurch heute für viele nicht mehr leicht auffindbar, was einer angemessenen Rezeption im Wege stand. Durch ihre konzentrierte Zusammenstellung wird nun ihr systematischer Zusammenhang ersichtlich und ihre philosophische Bedeutung betont, die Fahrenbach mit seinen prominenteren philosophischen Freunden und Zeitgenossen - Dieter Henrich, Ernst Tugendhat und Jürgen Habermas - auf Augenhöhe zeigt. [.]
[.] Dem Entwurf einer zeitgenössischen Philosophischen Anthropologie, die zumindest Hinweise auf eine theoretisch und praktisch zureichende Antwort auf das Problem, das der Mensch für sich selbst ist, geben kann, hat Helmut Fahrenbach unermüdlich seine nun mehr als sieben Jahrzehnte dauernde philosophische Forschung gewidmet. Den Problemen, die sich ihm dabei stellten, ist er in einer Viel-zahl von akribisch ausgearbeiteten philosophischen Aufsätzen so intensiv nachgegangen, dass er jetzt die Summe seines Schaffens in einer nun auf zwölf Bände angewachsenen Werkausgabe vorlegen kann, in der er seine Texte thematisch zusammengestellt und zu einzelnen Bänden zusammengefasst hat. Fahrenbachs Aufsätze waren bis dato zeitlich und editorisch weit gestreut und dadurch heute für viele nicht mehr leicht auffindbar, was einer angemessenen Rezeption im Wege stand. Durch ihre konzentrierte Zusammenstellung wird nun ihr systematischer Zusammenhang ersichtlich und ihre philosophische Bedeutung betont, die Fahrenbach mit seinen prominenteren philosophischen Freunden und Zeitgenossen - Dieter Henrich, Ernst Tugendhat und Jürgen Habermas - auf Augenhöhe zeigt. [.]