
Der Unbeugsame
Description
Reviews / Votes
"Brumsacks Buch zeigt, wie erbarmungslos die Justiz in der damals noch jungen Bundesrepublik mit den Ansprüchen der Juden umging, wie wenig Mitleid die Beverstedter mit dem Mann in der Meyerhofstraße zeigten, der seine ganze Familie verloren hatte, wie einsam Brumsack war. Er hatte in Beverstedt mit seiner Frau Emmi eine Familie gegründet, bekam zwei Kinder, baute erfolgreich ein Bekleidungsgeschäft auf, das sehr gut lief - und blieb doch zeit seines Lebens ein Außenseiter. Nordsee-Zeitung, 11. Oktober 2023
"Das eigene Haus verlassen und flüchten müssen, die Familie verfolgt und umgebracht - und alle anderen machen einfach weiter, tun so, als würden sie nichts mitbekommen. Wenn das alles vorbei ist, würde man da zurückkommen? Vor dieser Frage stand Julius Brumsack aus Beverstedt im Landkreis Cuxhaven. Der Jude konnte vor den Nationalsozialisten nach England fliehen, seine Familie wurde ermordet. Trotzdem kam Brumsack nach dem Krieg zurück - als einer von wenigen jüdischen Flüchtlingen. Seine Schwiegertochter hat seine Geschichte nun aufgeschrieben." buten un binnen, 21. Oktober 2023
"Beverstedter Jude Julius Brumsack: einsamer Kampf um Wiedergutmachung" Michael Hollenbach, Deutschlandfunk, 5. Februar 2024
"Elfriede Brumsack hat ein großartiges Buch geschrieben, dessen Lektüre bis zur letzten Seite eine hohe emotionale und mentale Anspannung hervorruft. Durch einen behutsamen, nie sentimentalen, eher sachlichen, ins Lakonische tendierenden Stil schafft sie dem Leser den Zugang zu einer Lebensgeschichte, die ihn im Innersten berührt." Daniel Hoffmann, Jüdisches Leben in Bayern, 19. April 2024
"'Der Unbeugsame' ist ein Buch über den Kampf um Wahrheit und Anerkennung, der nach der Shoah in Briefen, Akten und endlosen Verfahren weitergeführt wurde. Es zeigt, dass die deutsche Erinnerungskultur nicht mit großen Worten und Slogans beginnt, sondern mit konkreten Schritten, Verantwortung und der Bereitschaft, die Erinnerung dort zu bewahren, wo die Gefahr besteht, die Vergangenheit auf Formalitäten zu reduzieren." Pavel Goldvarg, Der Bote, März 2026