
Der Marsalis-Komplex
Studien zur gesellschaftlichen Relevanz des afroamerikanischen Jazz
Christian Broecking(Author)
Broecking Verlag
1st Edition
Published on 21. September 2011
Book
Paperback/Softback
220 pages
978-3-938763-32-2 (ISBN)
Description
Christian Broecking hat zwischen 1992 und 2011 afroamerikanische Jazzmusiker nach ihrer Erfahrung und Bewältigung von Rassismus und Diskriminierung befragt. Mit dem Aufstieg des New Orleanser Trompeters Wynton Marsalis zum definitionsmächtigsten und wirtschaftlich einflussreichsten Jazzmusiker der USA werden Motivation und Ausdruck der Musiker erneut gesichtet. Hinsichtlich ihrer politischen Intention und Haltung überwiegt der Wunsch, mit der Musik gesellschaftlich Einfluss nehmen zu wollen. Die Verknüpfung mit einer sozialen Bewegung wird vermisst und doch wird über die Herkunftskultur künstlerische Kompetenz begründet. Die Kontroverse um die Bildung eines verbindlichen Kanons von (afro)amerikanischen Jazz-Meisterwerken wird als ökonomischer Verteilungskampf um knappe Ressourcen diskutiert. Die Befragten entwerfen ein heterogenes Meinungsgefüge, das nicht mit der Rezeption einer als homogen empfundenen schwarzen Kultur korreliert.
More details
Series
Language
German
Place of publication
Germany
Product notice
Paperback (trade)
Unsewn / adhesive bound
Dimensions
Height: 22 cm
Width: 17 cm
Thickness: 12 mm
Weight
404 gr
ISBN-13
978-3-938763-32-2 (9783938763322)
Schweitzer Classification
Person
Christian Broecking ist Soziologe, Musikwissenschaftler und -publizist, Hörfunkautor und Hochschuldozent, schreibt u.a. für taz, Berliner Zeitung, Die Zeit und Jazz thing. Zuletzt erschienen von ihm die Bücher 'Sonny Rollins. Improvisation und Protest', 'Ornette Coleman. Klang der Freiheit' und 'Herbie Hancock. Interviews' (Broecking Verlag, 2010). Grundlage des vorliegenden Buches ist seine gleichnamige Dissertation an der TU Berlin im Fachgebiet Musikwissenschaft / Audiokommunikation.