
Am Wendepunkt.
Österreich, Ungarn, Deutschland 1866-1871
Gerald Brettner-Messler(Author)
Österreichische Landsmannschaft (Publisher)
1st Edition
Published on 10. October 2023
Book
Paperback/Softback
116 pages
978-3-902350-91-6 (ISBN)
Description
Am 2. November vor 150 Jahren schloß die Weltausstellung in Wien ihre Pforten. Statt der erwarteten
20 Millionen Besucher waren nur 7,25 Millionen gekommen. Sechs Monate nach
dem Start offenbarte sich das finanzielle Debakel: Auch durch den Börsenkrach am 8. Mai 1873
und eine Choleraepidemie, die rund 3.000 Tote gefordert hatte, waren die Ausgaben fast fünfmal
so hoch wie die Einnahmen. Und die Weltausstellung sollte nach den verlorenen Kriegen gegen
Piemont/Frankreich (1859) und gegen Preußen (1866) doch wieder etwas Glanz bringen, die
Wirtschaft ankurbeln und vor allem dringend benötigte Staatseinnahmen generieren!
Wiener Weltausstellung als leise Vorahnung für das 20. Jahrhundert
Denn das zurückliegende Jahrzehnt hatte in Österreich keinen Stein auf dem anderen gelassen und auch emotional
einen Tiefpunkt gebracht. Mit der Niederlage im böhmischen Königgrätz war die Vormachtstellung im Deutschen Bund
verlorengegangen. Österreich, das so viele Jahrhunderte lang als Mehrer und Wahrer Deutschlands gewirkt hatte, mußte
den Taktstock an Preußen übergeben. Damit verschob sich nicht nur der politische Schwerpunkt innerhalb Deutschlands,
sondern in ganz Europa. Es war ein schicksalsmächtiges Jahrzehnt, und mit der Weltausstellung in Wien hätten
dessen bittere Auswirkungen zurückgelassen werden sollen. Doch wie eine leise Vorahnung auf das 20. Jahrhundert sollte
dies nicht gelingen.
Blick in die Seele der Österreicher
Der "Weichenstellung für Österreich und Europa in den 1860er-Jahren" ist jetzt der Historiker Dr. Gerald Brettner-
Messler auf den Grund gegangen. In der gleichnamigen neuen Eckartschrift beschreibt er temporeich und auf das
Wesentliche konzentriert die Wegmarken, die sodann für Österreich, für Deutschland, für Europa und für die Welt bestimmend
waren. Die neueste Eckartschrift eröffnet die Hintergründe und das Verständnis für das 20. Jahrhundert, ja bis
ins Heute hinein.
20 Millionen Besucher waren nur 7,25 Millionen gekommen. Sechs Monate nach
dem Start offenbarte sich das finanzielle Debakel: Auch durch den Börsenkrach am 8. Mai 1873
und eine Choleraepidemie, die rund 3.000 Tote gefordert hatte, waren die Ausgaben fast fünfmal
so hoch wie die Einnahmen. Und die Weltausstellung sollte nach den verlorenen Kriegen gegen
Piemont/Frankreich (1859) und gegen Preußen (1866) doch wieder etwas Glanz bringen, die
Wirtschaft ankurbeln und vor allem dringend benötigte Staatseinnahmen generieren!
Wiener Weltausstellung als leise Vorahnung für das 20. Jahrhundert
Denn das zurückliegende Jahrzehnt hatte in Österreich keinen Stein auf dem anderen gelassen und auch emotional
einen Tiefpunkt gebracht. Mit der Niederlage im böhmischen Königgrätz war die Vormachtstellung im Deutschen Bund
verlorengegangen. Österreich, das so viele Jahrhunderte lang als Mehrer und Wahrer Deutschlands gewirkt hatte, mußte
den Taktstock an Preußen übergeben. Damit verschob sich nicht nur der politische Schwerpunkt innerhalb Deutschlands,
sondern in ganz Europa. Es war ein schicksalsmächtiges Jahrzehnt, und mit der Weltausstellung in Wien hätten
dessen bittere Auswirkungen zurückgelassen werden sollen. Doch wie eine leise Vorahnung auf das 20. Jahrhundert sollte
dies nicht gelingen.
Blick in die Seele der Österreicher
Der "Weichenstellung für Österreich und Europa in den 1860er-Jahren" ist jetzt der Historiker Dr. Gerald Brettner-
Messler auf den Grund gegangen. In der gleichnamigen neuen Eckartschrift beschreibt er temporeich und auf das
Wesentliche konzentriert die Wegmarken, die sodann für Österreich, für Deutschland, für Europa und für die Welt bestimmend
waren. Die neueste Eckartschrift eröffnet die Hintergründe und das Verständnis für das 20. Jahrhundert, ja bis
ins Heute hinein.
More details
Series
Language
German
Place of publication
Wien
Austria
ISBN-13
978-3-902350-91-6 (9783902350916)
Schweitzer Classification
Person
Author
Hofrat Mag. Dr. Gerald Brettner-Messler, geb. 1969, Wien. Studium der Geschichte und einer Fächerkombination an der Universität Wien, 1995 Sponsion, 1999 Promotion mit einer Dissertation bei Lothar Höbelt "Richard Riedl, ein liberaler Imperialist - biographische Studie zu Handelspolitik und "Mitteleuropa"-Gedanken in Monarchie und Erster Republik, ausgezeichnet mit einem Förderpreis des Ludwig-Jedlicka-Gedächtnispreises. Nach Tätigkeiten im Verlags- und Bildungswesen seit 2003 im Verteidigungsressort, Dienstverwendungen im Kabinett des Bundesministers für Landesverteidigung und im Generalsekretariat, im Bundesministerium für Landesverteidigung und an der Landesverteidigungsakademie sowie im Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten.