
Sigmund Freuds figürliche Psychoanalyse
Der Moses Michelangelos und die Sammlung von Idolen
Horst Bredekamp(Author)
Schwabe Verlagsgruppe AG Schwabe Verlag
1st Edition
Published on 10. July 2023
Book
Paperback/Softback
160 pages
978-3-7965-4787-4 (ISBN)
Description
Sigmund Freuds Untersuchung des Moses von Michelangelo sowie seine Sammlung antiker Kleinskulpturen bieten, gemeinsam betrachtet, Elemente einer visuellen Psychoanalyse, die dem ikonoklastischen Grundzug dieser Wissenschaft widerspricht. Freud bezog seine Statuetten in die Behandlungspraxis ein und ließ sich auch selbst von ihnen inspirieren. Seine Sammlung, das zeigt dieser Band, ist ein Schlüssel für seine Wissenschaft des Unbewussten. Um ihre Wirkung zu nutzen, musste Freud diese Form der Behandlungspraxis verbergen, sie «verhüllen». Wenn man diese Motive berücksichtigt, ist zu erschließen, wie stark die Psychoanalyse als ein Ort der Befreiung von kulturellen Zwängen gedeutet werden kann: Freuds Beschäftigung mit dem Moses und seine Sammlung waren die Antipoden zum mosaischen Bilderverbot. Auf diese Weise konnte er den unterkundigen Bildern der Traumata einen Freiheitsraum vermitteln, in dem sich diese bewältigen ließen.
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Series
Language
German
Place of publication
Switzerland
Product notice
Paperback / softback (stationery)
Illustrations
63
66 s/w Abbildungen
66 schwarz-weiße Abbildungen
Dimensions
Height: 193 mm
Width: 117 mm
Thickness: 13 mm
Weight
208 gr
ISBN-13
978-3-7965-4787-4 (9783796547874)
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Horst Bredekamp
Sigmund Freuds figürliche Psychoanalyse
Der Moses Michelangelos und die Sammlung von Idolen
E-Book
07/2023
1st Edition
Schwabe Verlagsgruppe AG Schwabe Verlag
€14.00
Available for download
Person
Horst Bredekamp ist Professor am Institut für Kunst- und Bildgeschichte an der Humboldt-Universität zu Berlin und seit 2019 Senior-Sprecher des Excellenzclusters «Matters of Activity». Als Autor zahlreicher Bücher und Artikel hat er diverse Auszeichnungen erhalten, darunter den Sigmund Freud-Preis (2001), den Max-Planck-Forschungspreis (2006) und den Schiller-Preis (2017).