
Spielleidenschaft und Strafrecht
Eine Betrachtung zu den Glücksspieltatbeständen der §§ 284 ff. StGB
Harald Brandl(Author)
Peter Lang Verlag
1st Edition
Published on 4. September 2003
Book
Paperback/Softback
XL, 241 pages
978-3-631-51025-4 (ISBN)
Description
Der deutsche Glücksspielmarkt steht unter weitgehender staatlicher Kontrolle: Zum einen wird den Bundesländern ein faktisches Glücksspielmonopol eingeräumt, zum anderen ist illegales Glücksspiel durch die §§ 284 ff. StGB strafbewehrt. Die Arbeit untersucht die strafrechtlichen Aspekte des Glücksspielwesens in Deutschland. Die verwaltungsakzessorischen Tatbestände der §§ 284 ff. StGB werden dahingehend analysiert, welche strafrechtlichen Auswirkungen die Betätigung und vor allem die Ausbeutung der Spielleidenschaft heute de lege lata haben bzw. künftig de lege ferenda haben sollten. Schließlich wird auch die Frage nach einer etwaigen strafmildernden oder sogar strafausschließenden Wirkung einer zur krankhaften Spielsucht gesteigerten Spielleidenschaft gemäß §§ 20, 21 StGB erörtert.
More details
Series
Thesis
Doctoral thesis
Edition
1. Auflage
Language
German
Place of publication
Frankfurt a.M.
Germany
Target group
Professional and scholarly
Edition type
New edition
Dimensions
Height: 210 mm
Width: 148 mm
Thickness: 16 mm
Weight
371 gr
ISBN-13
978-3-631-51025-4 (9783631510254)
Schweitzer Classification
Person
Der Autor: Harald Brandl, geboren 1968 in Augsburg, studierte 1988-1993 Rechtswissenschaften an der Universität Augsburg. Den Referendardienst in Augsburg und München beendete er 1996 mit der zweiten juristischen Staatsprüfung. Im selben Jahr trat er in die bayerische Finanzverwaltung ein. Er arbeitete bis 2001 als Referent beim Bayerischen Staatsministerium der Finanzen in München. Danach absolvierte er die Steuerausbildung für den höheren Dienst mit Studien an der Bundesfinanzakademie in Brühl (Rheinland) und der praktischen Einweisung beim Finanzamt Augsburg-Land. Dort war er kurzzeitig als Sachgebietsleiter tätig. Ab November 2002 nimmt er am 18. Lehrgang für Verwaltungsführung der Bayerischen Staatskanzlei in München teil.
Content
Aus dem Inhalt: Bedeutung des legalen und illegalen Glücksspiels - Kurzer Überblick über die Geschichte des Glücksspielstrafrechts - Das geltende Glücksspielstrafrecht: Das umstrittene Rechtsgut; Analyse der §§ 284, 285 und 287 StGB de lege lata - Progressive Vertriebsformen und Gewinnerwartungssysteme mit aleatorischem Charakter (Fallgruppen, Strafbarkeit insbesondere nach den §§ 284 ff. StGB und gem. § 6c UWG) - Die Glücksspieltatbestände der §§ 284 ff. StGB de lege ferenda: u.a. kriminologische Betrachtungen, kriminalpolitische Rechtfertigung (Strafwürdigkeit und Strafbedürftigkeit), Aufnahme bisher nicht erfasster Fallgruppen - Spielsucht als potentiell strafmildernder bzw. strafausschließender Umstand i.S.d. §§ 20, 21 StGB.