
Verruchte Nächte
Roman
Celeste Bradley(Author)
Blanvalet (Publisher)
Published on 11. May 2009
Book
Paperback/Softback
320 pages
978-3-442-36905-8 (ISBN)
Description
Sinnlich, verführerisch und aufregend - ein herrliches Lesevergnügen!
Eine Frau als engste Beraterin des Königs? Welch ein Skandal! Marcus Ramsay, Lord Dryden, wird umgehend damit beauftragt, den Ruf der junge Witwe Julia Barrowby zu schädigen. Doch während er auf vielfältige Weise ihr Vertrauen erschleicht, entdeckt er plötzlich Gefühle für die temperamentvolle Schöne, die ganz unvernünftig, wild und leidenschaftlich sind .
Eine Frau als engste Beraterin des Königs? Welch ein Skandal! Marcus Ramsay, Lord Dryden, wird umgehend damit beauftragt, den Ruf der junge Witwe Julia Barrowby zu schädigen. Doch während er auf vielfältige Weise ihr Vertrauen erschleicht, entdeckt er plötzlich Gefühle für die temperamentvolle Schöne, die ganz unvernünftig, wild und leidenschaftlich sind .
More details
Language
German
Place of publication
München
Germany
Dimensions
Height: 18.3 cm
Width: 12.5 cm
ISBN-13
978-3-442-36905-8 (9783442369058)
Schweitzer Classification
Persons
Content
Jeder Herrscher braucht eine Reihe von Männern, auf die er sich verlassen kann und die ihm die Wahrheit sagen - egal ob er sie hören will oder nicht.
Zur Zeit der Normannen, als sich König Wilhelm der Eroberer von Beratern überrannt sah, die mehr auf ihren eigenen Vorteil aus waren, als dem Wohle des großen Ganzen zu dienen, gründeten einige Jugendfreunde des Königs die Quatre Royals. Alle vier Männer waren Lords und dem König treu ergeben.
Die Quatre Royals gaben sich die Namen gefürchteter Tiere. Ihr Privatleben hielten sie strikt von ihrer eigentlichen Aufgabe getrennt, die darin bestand, als Schild der Täuschung und Schwert der Wahrheit im Namen des Königs zu wirken. Sie waren mutig wie der Löwe; tödlich wie die Kobra; wachsam wie der Falke; schlau wie der Fuchs.
Die Ernennung galt für ein Leben - die Ergebenheit war absolut. Bindungen durch Familie, Freunde und sogar durch die Liebe wurden flüchtig wie ein Traum, wenn ein sorgfältig ausgewählter Lehrling den Platz seines Meisters einnahm. Alles andere war nichts als eine Maske, die im Dienst der Verschwiegenheit und Anonymität getragen wurde. Denn in Wahrheit umschlossen die eisernen Gitter der Pflicht die Herzen und Seelen der Royal Four.
Prolog
England, 1810
Der Mond steht rund und voll am dunkelblauen Nachthimmel. Ein heller Pfad schimmert einladend auf der gläsernen Oberfläche des Sees, ruft nach mir. Ich will dem Ruf folgen. Ich will den See auf meiner bloßen Haut spüren.
Ein Hauch Sandelholz in der Nachtbrise und meine Nackenhaare stellen sich auf. Nein, es ist niemand hier.
Das Wasser würde wie kaltes Silber sein, seine seidenen Finger Stellen meines Körpers berühren, die sie durch ein Badekleid niemals erreichen würden. Ich fange an, den Gürtel meines Morgenmantels zu lösen - da umfangen mich von hinten seine Arme. 'Lass mich das machen.' Seine Stimme ist so tief, dass ich erschaudere.
Mir stockt der Atem. 'Ich habe dir gesagt, du sollst nie mehr hierherkommen.'
'Ich kann diesem Ort nicht fernbleiben.'
Ich schaue hinab, wo lange, geschickte Finger langsam den Knoten meines Seidengürtels lösen. Er lässt die Enden fallen und legte seine Hände auf meinen nackten Bauch. Ich schließe die Augen. Hitze dringt in meine Haut. Mein Kopf sinkt an die feste Schulter an meinem Rücken. Er steht hinter mir wie eine Festung, wie ein Wall der Stärke und des Schutzes, der mich niemals im Stich lassen wird. Er ist nicht gut für mich, aber ich kann ihm nicht widerstehen.
Er presst warme Lippen an meine Schläfe und ich drehe mich in seinen Armen um, lasse meinen Morgenmantel von meinen Schultern ins Gras gleiten. Ich bin so nackt wie er. Seine Arme umfangen mich, und für einen langen, perfekten Augenblick hält er mich fest an seine Wärme und Stärke gedrückt. Seine Umarmung ist ein Versprechen, ein Schwur, und ich nicke zustimmend, bevor ich die Augen öffne.
Ich darf seinen Körper betrachten - ich muss ihn betrachten, ihn liebkosen, ihn genießen. Sein breiter Brustkorb hebt sich mit jedem Atemzug, der sich beschleunigt, als ich meinen Fingern erlaube, die Muskeln zu erforschen, die seinen Oberkörper formen. Ich lasse meine Hände über die Stärke seiner Arme zu seinen Schultern gleiten - diesen Schultern, an die ich mich so gerne lehne - und dann wieder zurück. Ich mag es besonders, die ausgeprägten Venen seiner Unterarme entlangzufahren und zu spüren, wie sein Blut bei meiner Berührung in Wallung gerät.
Dann nehme ich seine großen, breiten Hände in meine und lege sie an meine Brüste, lasse ihn ihr Gewicht in den Handinnenflächen spüren. Sein Glied schnellt zwischen uns in die Höhe, fest und hungrig und ohne Scham. 'Willst du mich?' Ich weiß es, aber ich muss es ihn sagen hören.
'Ich will dich.' Seine Hände umfassen mich besitzergreifend, aber nicht grob. Ich schließe die Augen und lasse meinen Kopf in den Nacken fallen.
'Sag mir, warum.'
'Ich will dich, weil ich derart geschaffen bin, genau in dich zu passen. Ich lebe, um mich in deiner Hitze und deiner Nässe zu verlieren. Ich liebe.'
Nein. Halt. Das durfte er nicht sagen. Gütiger Himmel, Liebe war das Allerletzte, womit sie zu tun haben wollte. Er war nur eine Spielerei. Dieser Gedanke ließ es ihr eiskalt den Rücken hinunterrieseln und zauberte einen schelmischen Zug um ihre Lippen, als sie sich wieder über ihr Tagebuch beugte, um weiterzuschreiben.
Mit zitternden Fingern gebiete ich ihm zu schweigen. Nein. Das nicht. Nicht einmal ich wage davon zu träumen.
'Ich brauche dich.'
Das war schon besser. Weniger gefährlich.
Ich schmiege mich an ihn, verschmelze mit seiner Haut, wünsche, ich könnte ewig in dieser schützenden, drängenden Umarmung verweilen.
Er nimmt mich in die Arme, hebt mich hoch, geht mit mir in den See. Das Wasser ist kühl, nicht eisig auf meiner erhitzten Haut und strömt über meine Brustwarzen und zwischen meine nackten Schenkel wie ein süßer Eindringling, lässt meine Muskeln fester werden. Ich zittere. Er zieht mich kreisförmig durch das Wasser, erzeugt eine Reihe schimmernder kleiner Wellen, die sich weiter und weiter fortsetzen, bis sie den makellosen Pfad zum Mond brechen. Ich werde heute Nacht nicht dorthin gehen. Ich werde hierbleiben, in den Armen meines Liebsten.
Der Mond steht hinter ihm, als er aufhört, taucht sein Gesicht in Schatten. Erst jetzt schaue ich hoch, sehe die feuchten Locken um sein dunkles Gesicht. Er küsst mich, erlaubt meinem Körper, an seinem hinabzugleiten, bis wir wieder Brust an Brustkorb dastehen. Meine Füße berühren nicht den Grund, ich bin schwerelos unter der Hitze seines Mundes.
Ich schlinge meine Arme um seinen Hals, meine Beine um seine Hüfte. Seine Erektion drängt sich fordernd an mich, und ich lasse mich langsam auf ihn nieder.
Ich schließe die Augen und presse mein Gesicht gegen seinen muskulösen Hals. Ich will nicht sehen, wie er aussieht, denn wenn er ein Gesicht hat, dann hat er auch einen Namen. Und diesen darf ich niemals wissen.
'Möchtet Ihr jetzt baden, Mylady?'
Erschreckt fuhr Julia, Lady Barrowby, die zwanzigjährige Ehefrau des betagten Hausherrn, von ihrem Tagebuch auf und sah ihre Zofe, Pickles, ungeduldig mit den Fußspitzen auf den Boden tippen.
Julia blinzelte, als ihre Phantasie langsam durch die graue Wirklichkeit ersetzt wurde. Richtig. Es war erst früher Abend, nicht Mitternacht, und statt nackt im See zu schwimmen war sie, wie üblich, in ihrem Schlafzimmer. Ein leichtes Schuldgefühl überkam sie. Schließlich war ihr Leben hier in Derbyshire wunderbar. Warum verspürte sie den Drang, ihm in diesen Tagebuchaufzeichnungen zu entfliehen? 'Entschuldige, Pick. Ich lege es weg, sobald die Tinte trocken ist.'
'Immerzu müsst Ihr vor Euch hinkritzeln. Ihr werdet Euch noch die Augen verderben, so wahr ich hier stehe.'
'Ich weiß, Pick.' Julia verschloss seufzend das Tintenfässchen. 'Hat seine Lordschaft erwähnt, ob er mir heute Abend vielleicht ein wenig Gesellschaft leistet?'
Zur Zeit der Normannen, als sich König Wilhelm der Eroberer von Beratern überrannt sah, die mehr auf ihren eigenen Vorteil aus waren, als dem Wohle des großen Ganzen zu dienen, gründeten einige Jugendfreunde des Königs die Quatre Royals. Alle vier Männer waren Lords und dem König treu ergeben.
Die Quatre Royals gaben sich die Namen gefürchteter Tiere. Ihr Privatleben hielten sie strikt von ihrer eigentlichen Aufgabe getrennt, die darin bestand, als Schild der Täuschung und Schwert der Wahrheit im Namen des Königs zu wirken. Sie waren mutig wie der Löwe; tödlich wie die Kobra; wachsam wie der Falke; schlau wie der Fuchs.
Die Ernennung galt für ein Leben - die Ergebenheit war absolut. Bindungen durch Familie, Freunde und sogar durch die Liebe wurden flüchtig wie ein Traum, wenn ein sorgfältig ausgewählter Lehrling den Platz seines Meisters einnahm. Alles andere war nichts als eine Maske, die im Dienst der Verschwiegenheit und Anonymität getragen wurde. Denn in Wahrheit umschlossen die eisernen Gitter der Pflicht die Herzen und Seelen der Royal Four.
Prolog
England, 1810
Der Mond steht rund und voll am dunkelblauen Nachthimmel. Ein heller Pfad schimmert einladend auf der gläsernen Oberfläche des Sees, ruft nach mir. Ich will dem Ruf folgen. Ich will den See auf meiner bloßen Haut spüren.
Ein Hauch Sandelholz in der Nachtbrise und meine Nackenhaare stellen sich auf. Nein, es ist niemand hier.
Das Wasser würde wie kaltes Silber sein, seine seidenen Finger Stellen meines Körpers berühren, die sie durch ein Badekleid niemals erreichen würden. Ich fange an, den Gürtel meines Morgenmantels zu lösen - da umfangen mich von hinten seine Arme. 'Lass mich das machen.' Seine Stimme ist so tief, dass ich erschaudere.
Mir stockt der Atem. 'Ich habe dir gesagt, du sollst nie mehr hierherkommen.'
'Ich kann diesem Ort nicht fernbleiben.'
Ich schaue hinab, wo lange, geschickte Finger langsam den Knoten meines Seidengürtels lösen. Er lässt die Enden fallen und legte seine Hände auf meinen nackten Bauch. Ich schließe die Augen. Hitze dringt in meine Haut. Mein Kopf sinkt an die feste Schulter an meinem Rücken. Er steht hinter mir wie eine Festung, wie ein Wall der Stärke und des Schutzes, der mich niemals im Stich lassen wird. Er ist nicht gut für mich, aber ich kann ihm nicht widerstehen.
Er presst warme Lippen an meine Schläfe und ich drehe mich in seinen Armen um, lasse meinen Morgenmantel von meinen Schultern ins Gras gleiten. Ich bin so nackt wie er. Seine Arme umfangen mich, und für einen langen, perfekten Augenblick hält er mich fest an seine Wärme und Stärke gedrückt. Seine Umarmung ist ein Versprechen, ein Schwur, und ich nicke zustimmend, bevor ich die Augen öffne.
Ich darf seinen Körper betrachten - ich muss ihn betrachten, ihn liebkosen, ihn genießen. Sein breiter Brustkorb hebt sich mit jedem Atemzug, der sich beschleunigt, als ich meinen Fingern erlaube, die Muskeln zu erforschen, die seinen Oberkörper formen. Ich lasse meine Hände über die Stärke seiner Arme zu seinen Schultern gleiten - diesen Schultern, an die ich mich so gerne lehne - und dann wieder zurück. Ich mag es besonders, die ausgeprägten Venen seiner Unterarme entlangzufahren und zu spüren, wie sein Blut bei meiner Berührung in Wallung gerät.
Dann nehme ich seine großen, breiten Hände in meine und lege sie an meine Brüste, lasse ihn ihr Gewicht in den Handinnenflächen spüren. Sein Glied schnellt zwischen uns in die Höhe, fest und hungrig und ohne Scham. 'Willst du mich?' Ich weiß es, aber ich muss es ihn sagen hören.
'Ich will dich.' Seine Hände umfassen mich besitzergreifend, aber nicht grob. Ich schließe die Augen und lasse meinen Kopf in den Nacken fallen.
'Sag mir, warum.'
'Ich will dich, weil ich derart geschaffen bin, genau in dich zu passen. Ich lebe, um mich in deiner Hitze und deiner Nässe zu verlieren. Ich liebe.'
Nein. Halt. Das durfte er nicht sagen. Gütiger Himmel, Liebe war das Allerletzte, womit sie zu tun haben wollte. Er war nur eine Spielerei. Dieser Gedanke ließ es ihr eiskalt den Rücken hinunterrieseln und zauberte einen schelmischen Zug um ihre Lippen, als sie sich wieder über ihr Tagebuch beugte, um weiterzuschreiben.
Mit zitternden Fingern gebiete ich ihm zu schweigen. Nein. Das nicht. Nicht einmal ich wage davon zu träumen.
'Ich brauche dich.'
Das war schon besser. Weniger gefährlich.
Ich schmiege mich an ihn, verschmelze mit seiner Haut, wünsche, ich könnte ewig in dieser schützenden, drängenden Umarmung verweilen.
Er nimmt mich in die Arme, hebt mich hoch, geht mit mir in den See. Das Wasser ist kühl, nicht eisig auf meiner erhitzten Haut und strömt über meine Brustwarzen und zwischen meine nackten Schenkel wie ein süßer Eindringling, lässt meine Muskeln fester werden. Ich zittere. Er zieht mich kreisförmig durch das Wasser, erzeugt eine Reihe schimmernder kleiner Wellen, die sich weiter und weiter fortsetzen, bis sie den makellosen Pfad zum Mond brechen. Ich werde heute Nacht nicht dorthin gehen. Ich werde hierbleiben, in den Armen meines Liebsten.
Der Mond steht hinter ihm, als er aufhört, taucht sein Gesicht in Schatten. Erst jetzt schaue ich hoch, sehe die feuchten Locken um sein dunkles Gesicht. Er küsst mich, erlaubt meinem Körper, an seinem hinabzugleiten, bis wir wieder Brust an Brustkorb dastehen. Meine Füße berühren nicht den Grund, ich bin schwerelos unter der Hitze seines Mundes.
Ich schlinge meine Arme um seinen Hals, meine Beine um seine Hüfte. Seine Erektion drängt sich fordernd an mich, und ich lasse mich langsam auf ihn nieder.
Ich schließe die Augen und presse mein Gesicht gegen seinen muskulösen Hals. Ich will nicht sehen, wie er aussieht, denn wenn er ein Gesicht hat, dann hat er auch einen Namen. Und diesen darf ich niemals wissen.
'Möchtet Ihr jetzt baden, Mylady?'
Erschreckt fuhr Julia, Lady Barrowby, die zwanzigjährige Ehefrau des betagten Hausherrn, von ihrem Tagebuch auf und sah ihre Zofe, Pickles, ungeduldig mit den Fußspitzen auf den Boden tippen.
Julia blinzelte, als ihre Phantasie langsam durch die graue Wirklichkeit ersetzt wurde. Richtig. Es war erst früher Abend, nicht Mitternacht, und statt nackt im See zu schwimmen war sie, wie üblich, in ihrem Schlafzimmer. Ein leichtes Schuldgefühl überkam sie. Schließlich war ihr Leben hier in Derbyshire wunderbar. Warum verspürte sie den Drang, ihm in diesen Tagebuchaufzeichnungen zu entfliehen? 'Entschuldige, Pick. Ich lege es weg, sobald die Tinte trocken ist.'
'Immerzu müsst Ihr vor Euch hinkritzeln. Ihr werdet Euch noch die Augen verderben, so wahr ich hier stehe.'
'Ich weiß, Pick.' Julia verschloss seufzend das Tintenfässchen. 'Hat seine Lordschaft erwähnt, ob er mir heute Abend vielleicht ein wenig Gesellschaft leistet?'