
Bircher-Benner 20 Handbuch für die Überwindung von Angst und Depression
Handbuch für die Überwindung von Angst und Depression
Andres Bircher(Author)
Bircher-Benner (Publisher)
1st Edition
Published on 24. May 2022
Book
149 pages
978-3-906089-30-0 (ISBN)
Description
Ängste und Depressionen haben viele Gesichter und bedeuten unsägliches Leid. Dieses Buch ist für Menschen geschrieben, die nach einem Weg suchen, um ihr Leiden von Grund auf und dauerhaft zu heilen. Es beruht auf jahrzehntelanger Erfahrung und auf den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen der Naturheilkunde, sowie der psychiatrischen und der psychologischen Wissenschaft. Eingehend erklärt es die Ursachen der verschiedenen Arten der Angst und der Depression und einen gangbaren Weg, der es möglich macht, aus solcher Hoffnungslosigkeit und Abhängigkeit herauszufinden und wieder Sinn und Freude im Leben zu finden. In faszinierender Weise zeigt es Wege auf zur Erkenntnis seiner selbst und zum Verständnis anderer Menschen und zum Überwinden erlebter Traumen, sowie zum Erkennen der Ursachen des eigenen Leidens. Es zeigt ganz neue, noch weitgehend unbekannte Wege auf, zu einer echten, dauerhaften Heilung: ein Buch, das sich für Jeden Menschen lohnt, der an Ängsten oder an einer Depression leidet und für alle, die ihnen helfen möchten. Für den Arzt und Therapeuten ist dieses Buch eine grosse Hilfe bei der Begleitung und Therapie seiner Patienten.
More details
Language
German
Place of publication
Braunwald
Germany
Product notice
Klappenbroschur
Dimensions
Height: 207 mm
Width: 146 mm
Thickness: 13 mm
Weight
308 gr
ISBN-13
978-3-906089-30-0 (9783906089300)
Schweitzer Classification
Person
Author
Arzt
Angaben zur Person: Über den Autor: Dr.med. Andres Bircher ist Enkel von Dr.med. Maximilian Bircher-Benner. Nach dem Medizinstudium in Zürich und Genf, zehnjährige Tätigkeit als Spitalarzt in Anästhesiologie, Intensivmedizin, Rettungswesen, Chirurgie, Kinderheilkunde, Psychosomatik, Hämatologie, Geriatrie, Psychiatrie und Psychotherapie, als Facharzt an Zürcher Universitätskliniken in leitender Position. Lehranalyse bei Brian Kenny. Chefarzt einer Klinik für Innere Medizin in Zürich und später in der Westschweiz, Studium und Facharztausbildung in TCM und Akupunktur in Wien, Neuraltherapie, Manualtherapie, klassische Homöopathie, Ausbildung zum deutschen Facharzt in Balneologie, Klimatologie und physikalische Medizin. Wissenschaftliche Arbeiten über die Nahrungsenergie, Diätetik und die Wirkungen der regulativen Medizin. Ärztlicher Leiter des medizinischen Zentrums Bircher-Benner
Angaben zur Person: Über den Autor: Dr.med. Andres Bircher ist Enkel von Dr.med. Maximilian Bircher-Benner. Nach dem Medizinstudium in Zürich und Genf, zehnjährige Tätigkeit als Spitalarzt in Anästhesiologie, Intensivmedizin, Rettungswesen, Chirurgie, Kinderheilkunde, Psychosomatik, Hämatologie, Geriatrie, Psychiatrie und Psychotherapie, als Facharzt an Zürcher Universitätskliniken in leitender Position. Lehranalyse bei Brian Kenny. Chefarzt einer Klinik für Innere Medizin in Zürich und später in der Westschweiz, Studium und Facharztausbildung in TCM und Akupunktur in Wien, Neuraltherapie, Manualtherapie, klassische Homöopathie, Ausbildung zum deutschen Facharzt in Balneologie, Klimatologie und physikalische Medizin. Wissenschaftliche Arbeiten über die Nahrungsenergie, Diätetik und die Wirkungen der regulativen Medizin. Ärztlicher Leiter des medizinischen Zentrums Bircher-Benner
Content
Inhaltsverzeichnis Handbuch 20
Inhalt
Vorwort . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ...........7
Die Genesis der Seele . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .........13
Zur Geschichte der psychologischen Wissenschaft . . . . . . . . . . . . . . . . ......14
Die Beziehung zum Höheren als wir selbst . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ......17
Zur Frage der Gerechtigkeit . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ... ......17
Von den Anfängen der seelischen Entwicklung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ....18
Die depressive Position . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ...........18
Die seelischen Abwehrmechanismen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ......20
Die projektive Identifizierung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .. ........21
Die Spaltung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ....... ......21
Die Gefahr einer Spaltung des kindlichen "Ichs" in Fragmente . . . . . . . . . . ...21
Projektion und Introjektion . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .... .....22
Die projektive Identifikation . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ... ........22
Die introjektive Identifizierung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ..........22
Die Verleugnung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .. ..........23
Der Ödipuskomplexe aus heutiger Sicht . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .......23
Vom Ursprung des Neides . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ... .......23
Die Bedeutung der Phantasie . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ... ....24
Narzissmus . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ...........24
Der Mutterkomplex . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .......... .25
Der Vaterkomplex . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .......... .25
Archetypen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ..........26
Animus und Anima . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ...........27
Archetyp, Trieb und Instinkt . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ..........27
Die Wandlung der Libido und die Entwicklung der Sexualität . . . . . . . . . . . .. .28
Das Entstehen der sexuellen Orientierung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ....... ..29
Die Schichten unseres Bewusstseins und unserer Wahrnehmung . . . . . . . . . . .. .32
Die Ebene der Gefühlswelt und unserer Intuition . . . . . . . . . . . . . . . . ..... ..32
Die Ebene der Illusionen, Träume und Wahnideen . . . . . . . . . . . . . . . . . ...... .33
Die Eben der Empfindungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .........33
Die Neurose . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ......... ..33
Vom Willen zur Freiheit . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ...........34
Gesichter der Angst . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ......... .35
Die psychoanalytische Sicht der Angst . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ........ 36
Das Wesen der Phobie . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ........ 37
Von der Überwindung von Angst und Schüchternheit . . . . . . . . . . . . . . .... .38
Angst und Zwangshandlungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ..........40
Die Angst überwinden . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ........42
Entspannungstraining . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ......... 42
Die Psychotherapie zur Überwindung der Angst . . . . . . . . . . . . . . . . . ..... .43
Die medikamentöse Therapie mit Anxiolytika . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ..... .43
Pflanzliche Mittel gegen Angst und Depressionen . . . . . . . . . . . . . . . . ..... .49
Die traditionell chinesische Therapie gegen Angst . . . . . . . . . . . . . . . . ..... ...57
Die Homöopathische Therapie der Angst . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ........59
Die homöopathische Therapie der Phobien . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ..... ..62
Claustrophobie . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ......... .62
Wenn Prüfungsangst zur Phobie wird . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ...... .62
Verfolgungsangst . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ......... 62
Die Überwindung der Depression . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .......64
Das Überwinden von Suizidgedanken . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ....... .67
Die psychoanalytische Therapie der Depression . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .... 68
Die medikamentöse Therapie . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ....... 70
Trizyklische Antidepressiva . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ......... 71
Serotonin Wiederaufnahmehemmer . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ......... .72
Der Einfluss auf das Suizidrisiko . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .........73
Pflanzliche Heilmittel gegen Depressionen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ....... ..78
Die homöopathische Therapie der Depression . . . . . . . . . . . . . . . . . . ....... ..79
Depression und Lebensordnung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ..... ..83
Die Bedeutung der Bewegung und des Wanderns für die Heilung
der Depression . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ........... 83
Fernsehen, Bildschirmmedien und die Depression . . . . . . . . . . . . . . . . ........ .84
Die Depression und Licht . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ..........85
Die Bedeutung des Schlafs und des Melatonins . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ..... .86
Die Therapie durch Schlafentzug . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ....... ...87
Die Beziehung zur Schwerkraft . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ..........87
Die Tagesordnung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ...........87
Die Körperpflege . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ...........89
Depression und die Ernährung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ........ ....89
Die Darm-Hirn-Achse . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .............90
Die Bedeutung der mehrfach ungesättigten Fettsäuren . . . . . . . . . . . . . . . ... ..91
Die Bedeutung des Tryptophans . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ....... ...91
Sekundäre Pflanzenstoffe mit antidepressiver Wirkung (Phytochemicals) . . . . .. ..92
Die Praxis der Ernährungstherapie von Angst und Depression . . . . . . . . . . . .. ..94
Regenerierende sekundäre Pflanzenstoffe . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .... ....95
Die Darmflora und das enterale Immunsystem. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .... ...97
Empfehlungen für die Laborkontrollen für den behandelnden Arzt . . . . . . .. ...98
Nahrungsmittel mit besonders starker antidepressiver Wirkung: . . . . . . . . ... ..99
Die praktische Anwendung der Rohkost-Therapie . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ... ...101
Speisezettel . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ......... ..102
Tagesmenü . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ......... ..105
Rezepte . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ......... ....107
Frischsäfte . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ........ ......107
Fruchtsäfte . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ........ ....107
Gemüsesäfte . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ....... ......107
Birchermüesli . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ....... ......108
Früchte-Frischkorn-Speisen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ..... ......110
Kaltschalen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ........ ........111
Milcharten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ........ .....111
Rohgemüse und Salate . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ....... ...112
Salatsaucen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .......... .. 113
Rohgemüse, gemischt und geeignete Saucen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .. ...115
Sauerkrautsalat . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ........ ....115
Gemixte - pürierte Rohgemüse . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ...... ..115
Vorschläge für die Zubereitung und passende Saucen zu Salaten
und Rohgemüse . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ........ ..116
Gekochte Speisen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ....... ...117
Rezepte für gekochte Speisen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ...... .118
Gemüse . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .......... ....121
Salate von gekochten Gemüsen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ....... ..125
Kartoffelgerichte . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .......... ...126
Getreidespeisen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ......... ...128
Saucen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ......... ...131
Brotrezepte . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ......... .....133
Belegte Brötchen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ........ .....134
Grundaufstriche . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ........ .....134
Tee mit beruhigender und antidepressiver Wirkung . . . . . . . . . . . . . . . . . .... ...135
Rezeptverzeichnis . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ....... ....137
Literaturnachweis . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ....... ....140
Stichwortverzeichnis . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ....... ...149
Vorwort
Jeder Mensch hat bisweilen Angst, aber jeder Achte unter uns leidet ständig unter Ängsten und dies bedeutet unsägliches Leid. Nicht immer ist die Angst, die wir fühlen, unserer Lebenssituation angemessen. Erleben wir eine reale Bedrohung, so nennt man dies Furcht. Wenn wir uns fürchten, ist es oft, wenn auch nicht immer, möglich, uns gegen die Bedrohung zu wehren. Angst ist anders. Angst steigt aus den dunklen Tiefen unserer unbewussten Seele in unser Bewusstsein auf und ergreift unser ganzes Wesen. Noch ahnen wir nicht, woher sie kommt. Gerade darum fühlen wir uns ohnmächtig ausgeliefert. Hinter jeder Angst ist eine Idee verborgen. Darum sollten wir uns, wenn immer wir Angst haben, uns fragen: "Was ist das Allerschlimmste, das uns geschehen könnte?" Oft wagen wir uns kaum, dahin zu denken. Doch ist gerade die Antwort auf diese Frage der Schlüssel zum Verständnis dessen, was uns plagt. Denn in unserer unbewussten Seele gibt es ein Geheimnis, das nicht zur Ruhe kommt. Dieses Geheimnis will verstanden sein. Manchmal, nicht immer, gelingt es uns zu erkennen, dass die Angst eigentlich in unserer realen Situation gar nicht berechtigt ist, dass sie eine Illusion ist, die uns plagt. Wenn wir uns die ganze Ahnenkette vorstellen, wird uns unheimlich. Sie reicht Millionen Jahre zurück. Da hinterliessen unsere Vorfahren ihre Spuren in unserer unbewussten Seele. Manchmal erscheinen sie in Träumen, als bedrohliche Gestalten und Symbole. So kommt es, dass kleine Kinder von Krieg und Drachen träumen, die so etwas nie gesehen, noch nie davon gehört haben, sind doch die Dinosaurier längst von der Erde verschwunden. Einst kam ein junger Franzose in unsere Sprechstunde, der an quälendem Tinnitus litt. Wenn immer er ihn vernahm, ergriff ihn grosse Angst. Da geschah es, dass er während einer neuraltherapeutischen Behandlung in seinem inneren Auge plötzlich einen Strassengraben sah, in welchem Blut floss. Und in der folgenden Nacht erschien ihm im Traum sein Grossvater, alt und gebrechlich, der einst erzählt hatte, dass er im Grabenkrieg von Verdun kämpfen musste und dass in den Strassengräben das Blut der Toten floss. Da er dies nun erkannt hatte, verschwand sein Tinnitus und quälte ihn keine Angst mehr. Nur selten konnten Menschen, die den Krieg erlebt hatten, darüber berichten. Zu tief hatte sich das Trauma dieser organisierten Brutalität unter Menschen in ihre Seele eingegraben. Aber oft litten ihre Nachkommen an Verfolgungsangst, Todesangst, Erstickungs- oder Platzangst. Können wir unsere Ängste nicht heilen, bevor wir Kinder haben, so findet man diese bei unseren Kindern wieder. Ängste werden epigenetisch weitervererbt, nicht durch eine Änderung der Gensequenzen, sondern dadurch, dass solche Traumen sich wie ein molekulares Gedächtnis in die Aktivität der Gene, in die Genexpression, einprägen. Eine ältere Frau lebte täglich geplagt von Ängsten. Ihre Mutter war als Waisenkind aufgewachsen, denn als diese noch ganz klein war, stürzte während der Weih-nachtsfeier die Empore der Kirche ein und begrub ihre Grosseltern und alle Geschwister ihrer Mutter unter sich. Hinzu kam, dass eines Tages ihre eigenen Brüder in der Schreinerei ihres Vaters mit Feuer spielten und beide mitsamt der ganzen Schreinerei verbrannten. Nun hatten die Eltern nicht nur zwei Söhne verloren, auch ihre ganze Existenz. Stets fiel es ihr schwer, ihr Haus zu verlassen, denn es war der einzige Ort, wo sie noch etwas Sicherheit fühlte und wann immer sie fortging, suchte sie in panischer Angst nach ihrem Schlüssel, um sich der Zuflucht ihres Hauses sicher zu sein. Als wir im Mutterleib waren, gab es stets Wärme und Geborgenheit. Aber wir waren ungeschützt gegen Ängste der Mutter und gegen alle Traumen, die sie erlebte. Und falls es bei der Geburt an Sauerstoff fehlte, hinterliess auch dies tiefe Spuren in der kindlichen Seele. Diese können sich später im Leben als Erstickungsangst oder als Platzangst, als Klaustrophobie äussern. Nach der Geburt ist plötzlich die Wärme und Geborgenheit verschwunden. Erstmals erleben wir als Säugling die Schwerkraft, dass man fallen könnte. Noch können wir die Mutter nicht als ganze Person erkennen. Mit warmen Händen werden wir gehalten. In Panik suchen wir nach der mütterlichen Brust. Kommt zu viel Milch, so meinen wir zu ersticken. Haben wir Hunger oder finden nicht gleich die Brust, so schreien wir in Panik und meinen zu verhungern. Nun erleben wir eine "gute Brust", die uns stillt und eine "böse Brust", die uns hungern lässt. Beide können wir noch nicht zusammenbringen. Die stillende Brust stärkt unseren Lebenstrieb, unsere Libido, die "böse Brust" unseren "Todestrieb", unsere Angst und Aggressivität. Während des Stillens spiegelt sich unser eigenes Wesen in den Augen der Mutter. Darum sollte ihr Blick immer auf die Augen des Kindes gerichtet sein. Schaut sie beim Stillen fern, liest oder unterhält sie sich mit Anderen, so können beim Kinde narzisstische Störungen entstehen. Das Gesicht der Mutter erlebt das Kind als Teilobjekt, verbunden mit der Empfindung mütterlicher Nähe, Wärme und Geborgenheit. Noch kann die kindliche Seele nur Teile erkennen, nicht die Mutter als ganze Person und auch nur Teile seiner Umwelt. Dies bleibt so, bis es 4 bis 6 Monaten alt ist. Darum hat diese Zeit gewisse Ähnlichkeit mit einer Schizophrenie. Darum bezeichnete die Kinderanalytikerin Melanie Klein dieses Entwicklungsstadium als "paranoid-schizoide Position". Wird dieses Stadium der Entwicklung nicht ganz überwunden, so kann dies zur Ursache einer schizoiden Persönlichkeit oder einer späteren Schizophrenie werden. Aggressiv sucht der Säugling seine Beruhigung gegen seine Todesangst. Noch meint er, er müsse alles selbst bewältigen, alles müsse in seiner Macht stehen. Ereignissen, die Furcht erregen, ist er schutzlos ausgeliefert. Ungehindert durchdringen sie sein unbewusstes, kindliches Wesen. Wird die Angst unerträglich, so projiziert die kindliche Seele diese nach aussen, da sein schwaches "Ich" sie nicht ertragen kann. Dadurch erlebt das Kind die Bedrohung als Angriff von aussen, was zum Ursprung späterer Verfolgungsängste werden kann. Mit 4 bis 6 Monaten reift das kindliche "Ich" so weit heran, dass es erkennen kann, dass die "gute Brust" und die "böse Brust" dieselbe sind und dass das lächelnde Gesicht und die warmen Hände Teile seiner Mutter sind, Teile einer riesengrossen Person, die ihm gut will und die es davon bewahrt, zu fallen oder zu verhungern. Nun wird das Kind stiller. Es empfindet seine eigene Ohnmacht. Es lässt sich nun besser beruhigen und lächelt in jedes freundliche Gesicht. Es beginnt nun Zusammenhänge zu erkennen und merkt, dass es nicht mehr alleine Herr seines Schicksals sein muss. Es merkt aber auch, wie sehr sein ganzes Schicksal von der liebevollen, behütenden Betreuung seiner Mutter abhängt. Melanie Klein bezeichnete diese Zeit als "depressive Position", da tief liegende, depressive Ängste, Schuldgefühle und Verstimmungen des späteren Lebens hier ihren Ursprung haben können. Noch lebt das Kind ganz zur Erfüllung seiner Lust und merkt nicht, ob es der Mutter Schaden zufügt. Doch ganz allmählich beginnt es, die Stimmung seiner Mutter nachzuempfinden und wird traurig, wenn die Mutter traurig ist und fröhlich, wenn die Mutter fröhlich ist. Dies ist die Zeit, wo ein erstes Mitgefühl entstehen kann und tief verwurzelte Schuldgefühle ihren Ursprung haben können. Nun gehorcht die weitere Entwicklung des Kindes seinen inneren Gesetzen. Im freien Spiel entsteht der grosse Reichtum seiner Fantasie, seiner Ideen, und seiner inneren Welt. Durch Nachahmung hält es sich an das Vorbild der Eltern, vorausgesetzt, dass es ihnen vertrauen kann. Nun ist für seine gesunde Entwicklung entscheidend, dass die Eltern sich an seiner Neugierde und an seinen Ideen freuen, dass sie es nicht anders haben möchten, als es ist, es nicht mit Dingen belasten, die nicht für sein Alter sind und dass sie es nur begrenzen, wenn dies wirklich notwendig ist. Unter diesen Bedingungen vollzieht sich eine gesunde Entwicklung nach inneren Gesetzen. Noch ist sein kindliches Wesen Kränkungen seiner Würde, Unterdrückung, Schreck, Furcht, Problemen und Triebregungen der Erwachsenen hilflos ausgeliefert. Traumen, die dabei entstehen, gehen tief in das Unbewusste seiner kindlichen Seele mit ein, denn erst allmählich wächst sein Selbstvertrauen, sodass es lernen kann, sich zur Wehr zu setzen. Solche Traumen bleiben ihm meist verborgen, bis es Erwachsen ist. Selbst wenn es geistig, körperlich oder seelisch misshandelt wird oder gar sexuell missbraucht, schützt es seine Eltern, denn sie sind der einzige Halt, die einzige Sicherheit, die es hat. Unter keinen Umständen darf es sie verlieren. Oft tauchen derartige Traumen in der Pubertät auf, als Ängste oder in Form einer Depression, dann nämlich, wenn das Kind versucht, sich von den Eltern zu lösen. Dann kann es sehr gefährlich werden und ist grosses Verständnis und sachkundige Hilfe dringend notwendig. Immer häufiger leiden erwachsene Menschen unter Kränkungen durch Partner aus misslungenen Beziehungen oder Kränkungen am Arbeitsplatz. Ungelöste Konflikte hinterlassen ein Spinnennetz von Hass und Schuldgefühlen. Da kann es ganz schwierig werden, wenn man Kinder alleine aufziehen muss, denn gegen die Gefühle der Eltern kann sich ein kleines Kind nicht schützen. Ungehindert dringen sie in die kindliche Seele hinein. Hinzu kommen finanzielle Sorgen und Ängste vieler alleinerziehender Mütter, die auch das Kind mitfühlt. Für alleinerziehende Mütter gestaltet sich die Doppelaufgabe jeder Frau, sich beruflich zu verwirklichen und Kinder zu gebären und aufzuziehen, besonders schwierig. Viel mehr als die Männer haben Frauen das Bedürfnis schön und attraktiv zu sein. Oft haben es Frauen, die sehr hübsch sind, besonders schwer, einen Mann zu finden, der sie als Mensch und Persönlichkeit liebt und nicht als Schönheitsobjekt. Stiller Kummer und Einsamkeit können die Folge sein. Viele Männer leben vor sich hin, ohne den Sinn dessen, was sie tun, zu hinterfragen und übernehmen vorgegaukelte Vorstellungen scheinbaren Glücks durch Erfolg und Reichtum. Das Burn-out Syndrom ist zur Kehrseite der Medaille einer "Zivilisation" geworden, zur Kehrseite einer Wirtschaft, die durch den Motor egoistischer Raffgier, Narzissmus und Neid getrieben ist. Menschen, die in dieser Illusion und unsinnigen Betriebsamkeit leben, überarbeiten sich, gönnen sich bald nichts mehr für ihr persönliches Wohl, bis die eigenen Fehler sie einholen und sie schliesslich in eine tiefe Depression geraten, sich das Leben nehmen oder schwer krank werden. Um Erfolg zu haben, geraten manche in problematische Brüderschaften, sodass sie sich immer tiefer in zweifelhafte Verpflichtungen hinein verstricken und sich nicht selten das Leben nehmen. Für die Männer war ihre Identität gegenüber den Frauen immer wieder in Frage gestellt. Seit jeher war ihnen das typisch Weibliche unheimlich und erfüllte sie mit Neid, sodass sie dazu neigten, Frauen zu kontrollieren und zu unterdrücken. Jahrzehntelang kleideten sie sich wie Frauen und trugen Perücken, aus Neid gegen deren Schönheit. Zu anderen Zeiten identifizierten sie sich besonders stark mit "männlicher" Gewalttätigkeit und veranstalteten fürchterliche Kriege. Depressionen beginnen schon im Kindesalter: zu 1% im Vorschulalter, zu 2% im Grundschulalter und zu 3-10% zwischen 12 und 17 Jahren. Bei Kindern und Jugendlichen kommt meistens weiteres Leid hinzu, durch Ängste und körperliche Leiden. Immer mehr Kinder leiden an einem ADHS (Attention deficit hyperactivity Syndrome). Bei 12 -16-Jährigen sind Suizidgedanken nicht selten. Viele Jugendliche sind durch Selbstzweifel geplagt, leiden unter Ängsten, Unlust, Konzentrations-störungen und Stimmungslabilität. Viele fühlen sich den sozialen und emotionalen Anforderungen dieser Welt nicht gewachsen, die ihnen sehr wenig Wohlwollen entgegenbringt. Junge Menschen sind gefährdet für Schlafstörungen, Kopfschmerzen, Migräne und psychosomatische Beschwerden. Viele Jugendliche sind in Gefahr, sich in Einsamkeit zurückzuziehen, sich zu isolieren, an Gewicht zu verlieren und sind gefährdet für Essstörungen, Bulimie und Anorexie. Suizid ist die häufigste Todesursache unter Jugendlichen, 20 mal häufiger als unter Erwachsenen und jugendliche Männer sterben dreimal häufiger durch einen Suizid als jugendliche Frauen, obschon die Frauen wesentlich häufiger versuchen, ihrem Leben ein Ende zu setzen. Bei jedem hoffnungslosen Menschen muss der Arzt ausdrücklich nach Suizidgedanken fragen. Dass depressive Menschen nicht mehr leben wollen, sich von einem Felsen stürzen, vor den Zug werfen oder sich mit Tabletten vergiften, erfährt der Arzt nur, wenn er ausdrücklich nach Suizidgedanken fragt. Viele Kinder und Jugendliche leiden unter bösartigen Vorurteilen und Kränkungen durch ihre Mitschüler und Lehrer und unter ständiger Überforderung durch die Eltern und ihre Lehrer. Das materialistische Zeitalter hat die Schulen verändert. Das humanistische Bildungsideal ist neodarwinistischen Vorstellungen gewichen. Eine umfassende humanistische Bildung und Förderung der Kinder und Jugendlichen steht nicht mehr im Vordergrund. Man betrachtet die Kinder und Jugendlichen als Selektionsgut, als Material, aus dem man sich "die nach wirtschaftlichen Vorstellungen Effizientesten" aussuchen kann. Durch Notengebung und Vergleich wird in den Schulen Konkurrenz und Neid gefördert. Die seelische Entwicklung der Kinder, die Pflege ihres Gemütes, ihrer Kreativität, gegenseitigen Verständnisses, Mitgefühl, gegenseitige Hilfsbereitschaft und praktische Fähigkeiten, werden kaum mehr gepflegt. Wissenschaftlich ist nachgewiesen, dass die Medikation durch Antidepressiva die Suizidalität jugendlicher Menschen verstärkt. Trotzdem werden sie zu 80% verschrieben. Dass Antidepressiva die Suizidalität nicht vermindern erstaunt nicht, denn sie geht nicht an die Ursache der Depression. Sie erhöht lediglich ein wenig den Serotoninspiegel. Dadurch sind die Probleme depressiver Menschen nicht gelöst, die Verzweiflung und die Ängste nicht geheilt. Einem verzweifelten Menschen zuzuhören, um ihn zu verstehen braucht viel Reife, Erfahrung und Selbstkenntnis des Arztes und viel Zeit. Wenn ein Arzt sich diese Zeit nimmt, geraten seine "Fallkosten" über den Durchschnitt seiner Kollegen und erhält er Ende Jahr vom Krankenkassenverband eine hohe Rückforderung. In Deutschland riskiert er sogar, dass man ihm die Praxisbewilligung entzieht. Das "Gesundheitssystem" zwingt die Ärzte immer mehr, zu Handlangern der Pharmaindustrie zu werden. Jedes verzweifelte Kind, jeder hoffnungslose Mensch, benötigt ganz dringend volles Verständnis und sachkundige therapeutische Hilfe. Oft lassen sich Jugendliche ihre Suizidalität nicht anmerken, sind besonders erfolgreich und angepasst und niemand bemerkt ihre innere Leere und Verzweiflung, bis eines Tages sie verschwunden sind. Sie sind Opfer einer Gesellschaft, die falsche Anforderungen an sie stellt. Als Ergänzung zur Psychotherapie kennt die Homöopathie Arzneien, die gegen die Suizidalität von grosser Hilfe sind. Das ist ganz wichtig, da die therapeutischen Interventionen, im Gegensatz zur Homöopathie, nicht sofort wirken können. Hochpotenzen aus metallischem Gold (Aurum metallicum MMK) können einen Suizid verhindern, gerade, bei Menschen, welche ihre Selbstmordgedanken still mit sich herumtragen. Phobien entstehen oft durch Traumen von Vorfahren, die epigenetisch vererbt wurden oder durch frühkindliche Prägungen, aus der Zeit, wo das kindliche Bewusstsein noch nicht vorhanden war. Auch gegen phobische Ängste hat die Homöopathie Mittel, die hervorragend wirken. Eine Klaustrophobie kann sich räumlich äussern, in einem geschlossenen Raum. Dabei fühlt man sich gezwungen, sich jederzeit den Weg zum Ausgang zu sichern. Auch in einem langen Tunnel, in einem Lift, im Theater oder in einer Warteschlange kann plötzlich Ohnmacht und Todesangst entstehen und ganz besonders in einem Flugzeug, wo kein Ausgang möglich ist. Klaustrophobie äussert sich aber auch zeitlich. Dabei ergreift uns panische Angst, nicht rechtzeitig zu sein, je mehr man sich einem gesetzten Zeitpunkt nähert, einem Termin, einer zeitlichen Verpflichtung, oder dem Datum einer Abreise. In einer Verhaltenstherapie kann man einüben, wie man mit phobischen Ängsten besser umgehen kann. Sie allein durch eine Verhaltenstherapie zu heilen, ist aber schwierig. Hier ist es ganz wichtig, diese durch die klassische Homöopathie zu ergänzen. Depressionen entstehen oft durch anhaltende Kränkungen, zu Hause oder am Arbeitsplatz. Jede Ungerechtigkeit, gegen die wir uns nicht wehren können bedeutet eine Kränkung unserer Würde. Menschen, die ihre Würde pflegen und sich nicht erlauben, sich aggressiv zu wehren, sind besonders gefährdet. Dies kann so weit gehen, dass der berechtigte Zorn kaum mehr gespürt wird. Dann kann man sich nicht wehren, richtet sich der Zorn nach innen und ist man gefährdet für Krebs. Auch hier kennt die klassische Homöopathie hervorragende Arzneimittel, in Ergänzung zum therapeutischen Gespräch. Die Stimmungsschwankungen und Selbstzweifel der Menopause arten nicht selten in eine Depression aus. Die Welt ist erfüllt von der Bewunderung junger, hübsche Frauen. Plötzlich fühlt man sich alt. Man hat viel geleistet, im Beruf und in der Familie und meist nur wenig Anerkennung erhalten und die pubertierenden Kinder plagen einen mit ungerechten Vorwürfen. Älter werdende Frauen haben in der Gesellschaft heute keine Wertschätzung, keinen Platz. Dabei haben gerade sie einen grossen Reichtum an Lebenserfahrung. In der Menopause muss man sich ganz neu orientieren, um dem Leben eine neue Richtung, einen neuen Sinn zu geben. Betagte Menschen werden oft sehr einsam und da so vieles nicht mehr möglich ist, sind sie in Gefahr, in eine Depression zu fallen. Die Lebenserfahrung älterer Menschen wird oft weder von ihren Kindern, noch in der Gesellschaft geschätzt. Ängstlich rechnet man sich die Jahre aus, die man wohl noch zu leben hat. Gar manches musste im Leben unerfüllt bleiben und die Tatsache, dereinst sterben zu müssen und von der Familie Abschied nehmen zu müssen, macht Angst. Selten ist man von Menschen umgeben, die sich um solche Ängste kümmern. Oft häufen vermögende Menschen im Alter viel Geld, als ob dies das Leben verlängern könnte. Das Alter ist die Zeit, wo man gerade dadurch glücklich werden kann, dass man Bedürftigen hilft. Die Begleitung von Menschen mit Depressionen und Ängsten und deren Heilung ist eine vornehme und dankbare Aufgabe. Sie erfordert viel Verständnis, Einfühlungsvermögen und hohen Verantwortungssinn des Arztes und des Therapeuten. Mit deren Hilfe wird es dem Patienten möglich, aus seiner Hoffnungslosigkeit und Abhängigkeit herauszukommen und einen gangbaren Weg zu finden, der dem Leben wieder Sinn gibt. Dieses Buch ist eine grosse Hilfe für jeden Menschen, der seine Ängste dauerhaft heilen will oder einen Weg sucht, seine Depression nicht nur als Symptom zu behandeln, sondern aus ihr wirklich heraus zu kommen. Für den Arzt und Therapeuten ist dieses Buch eine bedeutende Hilfe bei der Begleitung und Therapie seiner Patienten.
Braunwald, im Februar 2022
Dr.med. Andres Bircher