
Partner, nicht Gegner
Für eine andere Iran-Politik
Christoph Bertram(Author)
Edition Einwurf GmbH (Publisher)
Published on 14. May 2008
Book
100 pages
978-3-89684-133-9 (ISBN)
Description
Die westliche Politik gegenüber der Islamischen Republik Iran
kann man nur als kollektive Verirrung betrachten. Iran zählt zu
den weltweit führenden Energielieferanten; er ist zur Stabilisierung
der Verhältnisse im Irak unersetzlich; seine Mitwirkung ist
Bedingung für nachhaltige Friedenslösungen in den meisten
Nahost-Konflikten.
Christoph Bertram leitete acht Jahre das International Institute for Strategic
Studies in London, bevor er als außenpolitischer Redakteur zur Wochenzeitung
DIE ZEIT wechselte. Christoph Bertram war von 1998 bis 2005 Direktor der
Stiftung Wissenschaft und Politik in Berlin, die die Bundesregierung berät.
Aber statt auf der Beteuerung des Iran aufzubauen, es ginge ihm
nur um die friedliche Nutzung von Atomenergie, wird Teheran
unterstellt, möglichst rasch in den Besitz der Bombe gelangen zu
wollen. Mit der Fixierung auf die Einstellung der - dem Iran an sich
zustehenden - Uran-Anreicherung wird diese zu einer Frage der
iranischen Nationalehre hochgeschaukelt und damit ein Einlenken
erschwert.
Diese Politik ist zum Scheitern verurteilt. Bleibt sie unverändert,
wird man in zehn Jahren fragen: Wer hat Iran für den Westen
verloren? Wer hat die Chance verspielt, das Land in einen
regionalen Sicherheitsrahmen des Nahen und Mittleren Ostens
einzubeziehen? Und wer hat jene Kräfte im Iran geschwächt, die
zwar die Atomenergie, nicht aber die Atombombe wollten?
kann man nur als kollektive Verirrung betrachten. Iran zählt zu
den weltweit führenden Energielieferanten; er ist zur Stabilisierung
der Verhältnisse im Irak unersetzlich; seine Mitwirkung ist
Bedingung für nachhaltige Friedenslösungen in den meisten
Nahost-Konflikten.
Christoph Bertram leitete acht Jahre das International Institute for Strategic
Studies in London, bevor er als außenpolitischer Redakteur zur Wochenzeitung
DIE ZEIT wechselte. Christoph Bertram war von 1998 bis 2005 Direktor der
Stiftung Wissenschaft und Politik in Berlin, die die Bundesregierung berät.
Aber statt auf der Beteuerung des Iran aufzubauen, es ginge ihm
nur um die friedliche Nutzung von Atomenergie, wird Teheran
unterstellt, möglichst rasch in den Besitz der Bombe gelangen zu
wollen. Mit der Fixierung auf die Einstellung der - dem Iran an sich
zustehenden - Uran-Anreicherung wird diese zu einer Frage der
iranischen Nationalehre hochgeschaukelt und damit ein Einlenken
erschwert.
Diese Politik ist zum Scheitern verurteilt. Bleibt sie unverändert,
wird man in zehn Jahren fragen: Wer hat Iran für den Westen
verloren? Wer hat die Chance verspielt, das Land in einen
regionalen Sicherheitsrahmen des Nahen und Mittleren Ostens
einzubeziehen? Und wer hat jene Kräfte im Iran geschwächt, die
zwar die Atomenergie, nicht aber die Atombombe wollten?
More details
Language
German
Dimensions
Height: 19 cm
Width: 12 cm
Weight
151 gr
ISBN-13
978-3-89684-133-9 (9783896841339)
Schweitzer Classification
Person
Der promovierte Politologe und Journalist wurde 1937 in Kiel geboren. Nach dem Studium in Berlin, Paris und Bonn arbeitete er von 1967 bis 1982 für das International Institute for Strategic Studies (IISS) in London, dessen Leitung er ab 1974 übernahm. Es folgte eine langjährige Tätigkeit als außenpolitischer Redakteur bei der ZEIT, bevor er von 1998 bis 2005 die Stiftung Wissenschaft und Politik in Berlin leitete. Zurzeit ist Christoph Bertram als Vorstandsmitglied des Berlin-Instituts für Bevölkerung und Entwicklung tätig. Von 2005 bis 2006 hatte er zudem eine Gastprofessur am Bologna Center der Paul Nitze School for Advanced International Studies an der Johns Hopkins University inne. Christoph Bertram moderierte bis 2009 das Format der Körber Debates im KörberForum Hamburg.