
Traumräume
BER
André Baschlakow(Author)
epubli (Publisher)
5th Edition
Published on 27. May 2021
Book
Hardback
80 pages
978-3-7541-2667-7 (ISBN)
Description
Fotoserie »Traumräume«.
Die Fotoserie »Traumräume« am Flughafen
BER entstand von 2014 bis zur
Eröffnung des Flughafens im Jahr 2020.
Als ich zum ersten Mal das Areal des
noch nicht eröffneten Flughafens BER
im Dezember 2013 besuchte, war ich
erstaunt, dass die Architektur vollständig
war und nur darauf wartete, dass
sie endlich ihrer Bestimmung übergeben
wird. Es erschien so, als müsste nur
ein Schalter betätigt werden und alles
würde losgehen. Die moderne Architektur
wirkte wie eine abgestellte Film- und
Bühnenkulisse, da keine Nutzung
zu erkennen war.
So stelle ich mir die Stimmung nach einem
atomaren Fallout vor. Nur, dass ein
verseuchtes Areal abgesperrt ist. Aber
das Gelände, das ich betrat, war frei zugänglich.
Architektur, die auf eine Nutzung
wartet, Bänke die nicht genutzt
werden, das Holz das im Laufe der Zeit
anfing Moos anzusetzen. Diese merkwürdige
Stimmung hatte mich immer
wieder in den Bann gezogen, so dass
ich von 2014 bis 2020 regelmäßig zum
Teil im Monatsabstand zu unterschiedlichen
Tages- und Jahreszeiten das Areal
und die Architektur fotografierte.
Alle Aufnahmen entstanden auf »legalem
Areal«. So war es auch möglich
auf der Mitte der nicht befahrenen
Autobahn die Standpunkte für Zentralperspektiven
einzunehmen. Das fast
vollständige Fehlen von Menschen, abgesehen
von Sicherheitsdiensten und
Bauarbeitern, die sich hinter den Zäunen bewegten, führte dazu, dass sich
Tiere wie Hasen, Rehe und Füchse frei
und ungestört zwischen der Architektur
bewegten. Die Natur holt sich quasi
den Raum zurück.
Durch die Nichtnutzung wuchs in den
Fugen der Wege das Unkraut, das Areal
bekam langsam den Charakter einer
modernen Ruine. Den temporären Infotower
konnte ich noch fotografieren.
Später verschwand dieser aus den gesamten
Ansichten. Immer wieder war
es möglich Perspektiven einzunehmen,
die während eines Betriebs nicht möglich
sind.
Die Fotoserie »Traumräume« am Flughafen
BER entstand von 2014 bis zur
Eröffnung des Flughafens im Jahr 2020.
Als ich zum ersten Mal das Areal des
noch nicht eröffneten Flughafens BER
im Dezember 2013 besuchte, war ich
erstaunt, dass die Architektur vollständig
war und nur darauf wartete, dass
sie endlich ihrer Bestimmung übergeben
wird. Es erschien so, als müsste nur
ein Schalter betätigt werden und alles
würde losgehen. Die moderne Architektur
wirkte wie eine abgestellte Film- und
Bühnenkulisse, da keine Nutzung
zu erkennen war.
So stelle ich mir die Stimmung nach einem
atomaren Fallout vor. Nur, dass ein
verseuchtes Areal abgesperrt ist. Aber
das Gelände, das ich betrat, war frei zugänglich.
Architektur, die auf eine Nutzung
wartet, Bänke die nicht genutzt
werden, das Holz das im Laufe der Zeit
anfing Moos anzusetzen. Diese merkwürdige
Stimmung hatte mich immer
wieder in den Bann gezogen, so dass
ich von 2014 bis 2020 regelmäßig zum
Teil im Monatsabstand zu unterschiedlichen
Tages- und Jahreszeiten das Areal
und die Architektur fotografierte.
Alle Aufnahmen entstanden auf »legalem
Areal«. So war es auch möglich
auf der Mitte der nicht befahrenen
Autobahn die Standpunkte für Zentralperspektiven
einzunehmen. Das fast
vollständige Fehlen von Menschen, abgesehen
von Sicherheitsdiensten und
Bauarbeitern, die sich hinter den Zäunen bewegten, führte dazu, dass sich
Tiere wie Hasen, Rehe und Füchse frei
und ungestört zwischen der Architektur
bewegten. Die Natur holt sich quasi
den Raum zurück.
Durch die Nichtnutzung wuchs in den
Fugen der Wege das Unkraut, das Areal
bekam langsam den Charakter einer
modernen Ruine. Den temporären Infotower
konnte ich noch fotografieren.
Später verschwand dieser aus den gesamten
Ansichten. Immer wieder war
es möglich Perspektiven einzunehmen,
die während eines Betriebs nicht möglich
sind.
More details
Language
German
Target group
Children/juvenile
Dimensions
Height: 29.7 cm
Width: 21 cm
Weight
722 gr
ISBN-13
978-3-7541-2667-7 (9783754126677)
Schweitzer Classification
Persons
Author
Geboren am 16. Mai 1964 in Hannover,
verheiratet, zwei Töchter
1983 - 1985 Technische Hochschule Berlin Gaststudent der Kunstgeschichte
1985 - 1991 Hochschule der Künste Berlin
Studium des Industrie Designs
Erste Fotografien für das Käthe Kollwitzmuseum Berlin, Fotografien der Plastische Werke von Käthe Kollwitz
1991 - 1994 Industriedesigner in Festanstellung frogdesign GmbH
1994 Gründung und Inhaber von telosdesign in Berlin
2011 - 2012 Vertretungsprofessur an der
Hochschule Hannover
Photographs by