
Geld
Philosophische, literaturwissenschaftliche und ökonomische Perspektiven
Schwabe Verlagsgruppe AG Schwabe Verlag
1st Edition
Published on 26. July 2013
Book
Hardback
250 pages
978-3-7965-2913-9 (ISBN)
Description
Nach Golde drängt,
Am Golde hängt
Doch alles. Ach wir Armen!
Goethe, Faust I
Geld ist ein Phänomen entwickelter Kultur. Als Zeichen, als Äquivalent und Repräsentant des Wertes einer Ware ist es ein Mittel, das der Befriedigung sich verfeinernder menschlicher Bedürfnisse dient. Degeneriert dieses Mittel jedoch zum Selbstzweck, entfaltet es eine geradezu kulturzerstörende Eigendynamik: Gier und Korruption. An sich moralisch indifferent, kann Geld Segen bewirken oder Fluch bedeuten. Als Zeichen oder Repräsentant ist es kein Ding, sondern es ist potentia - im doppelten Sinne, nämlich Inbegriff von Möglichkeiten, die sich im Kauf aktualisieren lassen, und Potenz im Sinne von Macht, die derjenige besitzt, der über (viel) Geld verfügt.
Der Band vereint Untersuchungen zum Phänomen des Geldes aus kulturgeschichtlicher, philosophischer, literaturwissenschaftlicher, ökonomischer, sozialwissenschaftlicher und politischer Sicht.
Inhalt
Ursula Pia Jauch: Von Geld und Kathedralen. Philosophische Gedanken über ein Lebensmittel
Peter Seele: Geld als anthropogene Religion
Ulrike Zeuch: Geld und Macht in Faust II
Simone Müller: Das Geld in der japanischen Literatur. Aspekte von Haben und Sein
Patricia M. Schiess Rütimann: Politikfinanzierung in der Schweiz. Der Gesetzgeber ist gefordert
Josette Baer: Karel Havlícek: Warum bin ich ein Bürger? Steuerlast und Korruption im Böhmen des 19. Jahrhunderts
Wolfgang Rother: Die Wirtschaftslehre Johann Adam Völlingers. Zur Aktualität eines vergessenen Ökonomen der deutschen Spätaufklärung
Ulrike Stefani und Benjamin Heß: Abschlussprüfung nach der Finanzkrise
Rolf Oppliger: Geld im digitalen Zeitalter. Eine Standortbestimmung
Matthias Schwenkglenks: Geld und Medizin. Ökonomische Spannungsfelder im Gesundheitswesen
Eli Alon: Gesundheitsökonomische Aspekte der Behandlung chronischer Schmerzen
Am Golde hängt
Doch alles. Ach wir Armen!
Goethe, Faust I
Geld ist ein Phänomen entwickelter Kultur. Als Zeichen, als Äquivalent und Repräsentant des Wertes einer Ware ist es ein Mittel, das der Befriedigung sich verfeinernder menschlicher Bedürfnisse dient. Degeneriert dieses Mittel jedoch zum Selbstzweck, entfaltet es eine geradezu kulturzerstörende Eigendynamik: Gier und Korruption. An sich moralisch indifferent, kann Geld Segen bewirken oder Fluch bedeuten. Als Zeichen oder Repräsentant ist es kein Ding, sondern es ist potentia - im doppelten Sinne, nämlich Inbegriff von Möglichkeiten, die sich im Kauf aktualisieren lassen, und Potenz im Sinne von Macht, die derjenige besitzt, der über (viel) Geld verfügt.
Der Band vereint Untersuchungen zum Phänomen des Geldes aus kulturgeschichtlicher, philosophischer, literaturwissenschaftlicher, ökonomischer, sozialwissenschaftlicher und politischer Sicht.
Inhalt
Ursula Pia Jauch: Von Geld und Kathedralen. Philosophische Gedanken über ein Lebensmittel
Peter Seele: Geld als anthropogene Religion
Ulrike Zeuch: Geld und Macht in Faust II
Simone Müller: Das Geld in der japanischen Literatur. Aspekte von Haben und Sein
Patricia M. Schiess Rütimann: Politikfinanzierung in der Schweiz. Der Gesetzgeber ist gefordert
Josette Baer: Karel Havlícek: Warum bin ich ein Bürger? Steuerlast und Korruption im Böhmen des 19. Jahrhunderts
Wolfgang Rother: Die Wirtschaftslehre Johann Adam Völlingers. Zur Aktualität eines vergessenen Ökonomen der deutschen Spätaufklärung
Ulrike Stefani und Benjamin Heß: Abschlussprüfung nach der Finanzkrise
Rolf Oppliger: Geld im digitalen Zeitalter. Eine Standortbestimmung
Matthias Schwenkglenks: Geld und Medizin. Ökonomische Spannungsfelder im Gesundheitswesen
Eli Alon: Gesundheitsökonomische Aspekte der Behandlung chronischer Schmerzen
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Series
Language
German
Place of publication
Switzerland
Target group
Nach Golde drängt, Am Golde hängt Doch alles. Ach wir Armen! Goethe, Faust I Geld ist ein Phänomen entwickelter Kultur. Als Zeichen, als Äquivalent und Repräsentant des Wertes einer Ware ist es ein Mittel, das der Befriedigung sich verfeinernder menschlicher Bedürfnisse dient. Degeneriert dieses Mittel jedoch zum Selbstzweck, entfaltet es eine geradezu kulturzerstörende Eigendynamik: Gier und Korruption. An sich moralisch indifferent, kann Geld Segen bewirken oder Fluch bedeuten. Als Zeichen oder Repräsentant ist es kein ?Ding?, sondern es ist potentia - im doppelten Sinne, nämlich Inbegriff von Möglichkeiten, die sich im Kauf aktualisieren lassen, und Potenz im Sinne von Macht, die derjenige besitzt, der über (viel) Geld verfügt. Der Band vereint Untersuchungen zum Phänomen des Geldes aus kulturgeschichtlicher, philosophischer, literaturwissenschaftlicher, ökonomischer, sozialwissenschaftlicher und politischer Sicht. Inhalt Ursula Pia Jauch: Von Geld und Kathedralen. Philosophische Gedanken über ein L
Product notice
Hardback (stationery)
Illustrations
3 s/w Tabellen, 10 s/w Abbildungen, 4 s/w Zeichnungen, 0 farbige Tabellen, 0 farbige Abbildungen
Dimensions
Height: 15.7 cm
Width: 22.5 cm
Weight
500 gr
ISBN-13
978-3-7965-2913-9 (9783796529139)
Schweitzer Classification
Persons
Josette Baer, geb. 1966, studierte in Zürich Slawistik, Politische Wissenschaften und Geschichte Osteuropas. Sie ist Professorin für Politische Theorie mit Schwerpunkt Osteuropa an der Universität Zürich und Autorin zahlreicher Arbeiten zur Politik und zum politischen Denken Osteuropas.
Wolfgang Rother, geb. 1955, studierte Philosophie, Theologie und Germanistik in Marburg, Tübingen und Zürich. Er ist Professor für Philosophie an der Universität Zürich, Autor verschiedener Bücher zur Ideengeschichte und Mitherausgeber des Grundrisses der Geschichte der Philosophie sowie mehrerer wissenschaftlicher Buchreihen.
Wolfgang Rother, geb. 1955, studierte Philosophie, Theologie und Germanistik in Marburg, Tübingen und Zürich. Er ist Professor für Philosophie an der Universität Zürich, Autor verschiedener Bücher zur Ideengeschichte und Mitherausgeber des Grundrisses der Geschichte der Philosophie sowie mehrerer wissenschaftlicher Buchreihen.
Content
Peter Seele: Geld als anthropogene Religion
Ursula Pia Jauch: Von Geld und Kathedralen. Philosophische Gedanken über ein Lebensmittel
Wolfgang Rother: Geld in der kritisch-philosophischen Wirtschaftslehre Johann Adam Völlingers. Zur Aktualität eines vergessenen Ökonomen der deutschen Spätaufklärung
Ulrike Zeuch: Geld und Macht in Faust II
Simone Müller: Das Geld in der japanischen Literatur. Aspekte von Haben und Sein und der Topos des «überflüssigen Intellektuellen»
Wolfgang Kersten: Das Kapital Kunst
Josette Baer: Karel Havlícek - Geld, Politik und Korruption in der Donaumonarchie
Patricia Schiess-Rüttimann: Geld in der Politik - ohne Gesetze geht es nicht
Rolf Oppliger: Geld im digitalen Zeitalter. Eine Standortbestimmung
Clemens Cap: Bitcoin - das digitale open source Geld des Internet-Zeitalters
Matthias Schwenkglenks: Geld und Medizin. Ökonomische Spannungsfelder im Gesundheitswesen
Peter Schmid-Grendelmeier: Lots of skin - and little money. Skin diseases in tropical areas with limited resources
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