
Der heimliche Weg
Drei Scenen aus einem Ehedrama
Lou Andreas-Salomé(Author)
Edith Hanke(Editor)
Welsch, Ursula (Publisher)
1st Edition
Published in May 2017
Book
Paperback/Softback
146 pages
978-3-937211-59-6 (ISBN)
Description
»Der heimliche Weg. Drei Scenen aus einem Ehedrama« erschien im Winter 1900/01. Im literarischen Werk von Lou Andreas-Salomé nimmt diese Erzählung eine Sonderstellung ein, denn im Mittelpunkt steht keine einzelne Protagonistin, sondern ein berufstätiges Ehepaar mittleren Alters, das an einem Lebenswendepunkt steht. Wechselseitige Heimlichkeiten lassen diese Ehe, »die harmonischste im ganzen Zarenreich«, an einem einzigen Wintertag zerbrechen.
Lou Andreas-Salomé wirft in dieser Erzählung existentielle Fragen auf: Können sich Männer und Frauen überhaupt verstehen? Oder geht jeder Mensch letztlich doch seinen eigenen, »heimlichen« Weg, den er auch vor dem Partner verbirgt? Außerdem hält Lou Andreas-Salomé allen modernen berufstätigen Frauen einen Spiegel vor: Sind diese abgearbeiteten Frauen wirklich glücklich? Das moderne Berufsmenschentum entlarvt sie als eine Sphäre männlicher Selbstverwirklichung, die dem weiblichen Wesen nicht entspricht. »Liebesmenschen sind wir«, lautet ihre Gegenvision. Mit diesen »Unzeitgemäßen Betrachtungen« zu Erotik und Frauenfrage tritt Lou Andreas-Salomé im kulturkritischen Diskurs der Jahrhundertwende als ein weiblicher Nietzsche auf.
»Der heimliche Weg« ist eine weitgehend vergessene Erzählung von Lou Andreas-Salomé. Hier erscheint sie zum ersten Mal seit ihrem Erstabdruck 1901.
Lou Andreas-Salomé wirft in dieser Erzählung existentielle Fragen auf: Können sich Männer und Frauen überhaupt verstehen? Oder geht jeder Mensch letztlich doch seinen eigenen, »heimlichen« Weg, den er auch vor dem Partner verbirgt? Außerdem hält Lou Andreas-Salomé allen modernen berufstätigen Frauen einen Spiegel vor: Sind diese abgearbeiteten Frauen wirklich glücklich? Das moderne Berufsmenschentum entlarvt sie als eine Sphäre männlicher Selbstverwirklichung, die dem weiblichen Wesen nicht entspricht. »Liebesmenschen sind wir«, lautet ihre Gegenvision. Mit diesen »Unzeitgemäßen Betrachtungen« zu Erotik und Frauenfrage tritt Lou Andreas-Salomé im kulturkritischen Diskurs der Jahrhundertwende als ein weiblicher Nietzsche auf.
»Der heimliche Weg« ist eine weitgehend vergessene Erzählung von Lou Andreas-Salomé. Hier erscheint sie zum ersten Mal seit ihrem Erstabdruck 1901.
More details
Series
Edition
Ungekürzte Ausgabe nach der Erstpublikation von 1900/01, mit Erläuterungen und einem Personenregister
Language
German
Target group
Professional and scholarly
Interessierte an Frauenthemen, Selbstbestimmung der Frau, am 19. Jahrhundert
Edition type
New edition
Dimensions
Height: 21 cm
Width: 14.5 cm
Weight
200 gr
ISBN-13
978-3-937211-59-6 (9783937211596)
Schweitzer Classification
Other editions
Additional editions

E-Book
05/2017
1st Edition
Welsch, Ursula
€21.80
Available for download
Persons
Author
Schriftstellerin
Das Leben der Lou Andreas-Salomé (1861-1937) umfasst die Emanzipation vom zaristischen Russland mit Hilfe eines sehr scharfen und sich keinerlei Zwängen beugenden Verstands, die finanzielle Unabhängigkeit mit Hilfe der Schriftstellerei und die bereitwillige umfassende Akzeptanz des psychoanalytischen Prinzips in Bewunderung ihres Gründers. Die Stadien dieses Lebens könnten auch betitelt werden mit den Weggefährten jener Zeiten - Friedrich Nietzsche, Rainer Maria Rilke, Sigmund Freud -, man wird damit jedoch diesem selbstbestimmten Frauenleben nicht annähernd gerecht.
GND: 118502921
Das Leben der Lou Andreas-Salomé (1861-1937) umfasst die Emanzipation vom zaristischen Russland mit Hilfe eines sehr scharfen und sich keinerlei Zwängen beugenden Verstands, die finanzielle Unabhängigkeit mit Hilfe der Schriftstellerei und die bereitwillige umfassende Akzeptanz des psychoanalytischen Prinzips in Bewunderung ihres Gründers. Die Stadien dieses Lebens könnten auch betitelt werden mit den Weggefährten jener Zeiten - Friedrich Nietzsche, Rainer Maria Rilke, Sigmund Freud -, man wird damit jedoch diesem selbstbestimmten Frauenleben nicht annähernd gerecht.
GND: 118502921
Editor
studierte Geschichte, Politikwissenschaften und Neuere Deutsche Literatur in Bonn und Freiburg i.Br. Sie wurde 1990 mit einer Arbeit über die Tolstoi-Rezeption bei Wilhelm Hennis promoviert (erschienen 1993 unter dem Titel »Prophet des Unmodernen. Leo N. Tolstoi als Kulturkritiker in der deutschen Diskussion der Jahrhundertwende«). Seit 1990 Mitarbeiterin, seit 1992 Redakteurin und seit 2005 Generalredaktorin der Max Weber-Gesamtausgabe bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften in München. Herausgeberin von Max Webers Herrschaftssoziologie (erschienen 2005 als Band I/22-4 der Max Weber-Gesamtausgabe). Mitherausgeberin des Bandes »Geschichte intellektuell. Theoriegeschichtliche Perspektiven« (2015). Arbeiten über Leo Tolstoi, Marianne Weber, über Max Webers Herrschaftslehre sowie zur weltweiten Weber-Rezeption.
ISNI: 0000 0001 1761 8286 GND: 107071531X
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