
Management komplexer IT-Projekte
Praktische Ansätze für Cloud-, Outsourcing- und Standardisierungsprojekte
Symposion Publishing
1st Edition
Published on 4. June 2012
Book
Hardback
293 pages
978-3-86329-438-0 (ISBN)
Description
Komplexität reduzieren und beherrschen ist eine besondere Herausforderung. Wer sie meistert, kommt nicht nur schneller, sondern meist auch besser ans Ziel.
Dies gilt auch im IT-Management. Hier entstehen rasch sehr komplexe Projekte, besonders bei den drei Dauerbrennern Outsourcing, Standardisierung und Transformation. Gelingen diese Vorhaben, sind sie in der Regel sehr nützlich - gleichzeitig sind sie aber auch berühmt-berüchtigt für ihre Komplexität. Müssen nämlich zu viele Einflussfaktoren berücksichtigt werden, ist ein kostspieliges Scheitern solcher Projekte meist vorprogrammiert. Seit Kurzem kommt noch eine vierte Herausforderung hinzu, die auf eine immer dynamischere Anpassung der IT-Leistungen abzielt: die Cloud.
Mit welchen Strategien und Werkzeugen Sie solche komplexen IT-Projekte optimal in den Griff bekommen, zeigen die Autoren in diesem Buch sehr anschaulich und praxisnah.
Behandelt werden unter anderem folgende Fragen:
Wie lassen sich komplexe Projekte erfolgreich organisieren?
Wie gestalten Sie das Anforderungsmanagement für cloud-basierte Informationssysteme?
Wie bekommen Sie IT-Outsourcing-Projekte in den Griff?
Was müssen Sie bei der Auswahl des Outsourcing-Partners beachten?
Mit welchen Methoden lassen sich Standardisierungs- und Zertifizierungsprojekte erfolgreich umsetzen?
Wie können Sie die Risiken von Transformationsprojekten frühzeitig erkennen und reduzieren?
Ein sehr lesenswertes Fachbuch für IT-Verantwortliche, die auch in komplizierten Projektsituationen einen kühlen Kopf bewahren wollen.
Dies gilt auch im IT-Management. Hier entstehen rasch sehr komplexe Projekte, besonders bei den drei Dauerbrennern Outsourcing, Standardisierung und Transformation. Gelingen diese Vorhaben, sind sie in der Regel sehr nützlich - gleichzeitig sind sie aber auch berühmt-berüchtigt für ihre Komplexität. Müssen nämlich zu viele Einflussfaktoren berücksichtigt werden, ist ein kostspieliges Scheitern solcher Projekte meist vorprogrammiert. Seit Kurzem kommt noch eine vierte Herausforderung hinzu, die auf eine immer dynamischere Anpassung der IT-Leistungen abzielt: die Cloud.
Mit welchen Strategien und Werkzeugen Sie solche komplexen IT-Projekte optimal in den Griff bekommen, zeigen die Autoren in diesem Buch sehr anschaulich und praxisnah.
Behandelt werden unter anderem folgende Fragen:
Wie lassen sich komplexe Projekte erfolgreich organisieren?
Wie gestalten Sie das Anforderungsmanagement für cloud-basierte Informationssysteme?
Wie bekommen Sie IT-Outsourcing-Projekte in den Griff?
Was müssen Sie bei der Auswahl des Outsourcing-Partners beachten?
Mit welchen Methoden lassen sich Standardisierungs- und Zertifizierungsprojekte erfolgreich umsetzen?
Wie können Sie die Risiken von Transformationsprojekten frühzeitig erkennen und reduzieren?
Ein sehr lesenswertes Fachbuch für IT-Verantwortliche, die auch in komplizierten Projektsituationen einen kühlen Kopf bewahren wollen.
More details
Product info
GB
Edition
1. Auflage 2012
Language
German
Place of publication
Düsseldorf
Germany
Target group
IT-Projektleiter, IT-Manager, CIOs, Programmierer, IT-Projektmanager
Illustrations
s/w Abbildungen
Dimensions
Height: 230 mm
Width: 160 mm
Weight
543 gr
ISBN-13
978-3-86329-438-0 (9783863294380)
Schweitzer Classification
Content
Anforderung in der Cloud
Holger Schrödl, Philipp Schüz
Anforderungsmanagement für cloud-basierte Anwendungen...................... 15
Motivation............................................................................................. 15
Cloud-basierte Informationssysteme - eine Einführung............................. 17
Anforderungsmanagement für Informationssysteme.................................. 23
Anforderungsmanagement für cloud-basierte Lösungen -
ein integrierter Ansatz............................................................................ 27
Zusammenfassung................................................................................. 33
Sören Mews, Frank Fischer
Requirements Management für Cloud Computing...................................... 35
Wo werden die entscheidenden Weichen gestellt?.................................... 35
Requirements Management: Wo und wann ist es
erforderlich?.......................................................................................... 37
Requirements Management »by the way«................................................. 39
Praktisches Beispiel: Produktentwicklung eines Cloud-Service................... 42
Theorie versus Praxis: Problemfelder beim RM......................................... 44
Risiken immer wieder auf den Prüfstand stellen....................................... 47
Handling in Abstimmung und Dokumentation............................................ 51
Stakeholder, Qualität, Kommunikation und Zeit - wie wichtig sind sie?....... 55
Requirements Management, SOA und Produktlinien ................................. 59
Zusammenfassung................................................................................. 64
Outsourcing-Projekte
Gerold Hauer
Sanfter Start ins IT-Outsourcing............................................................... 67
Phase1: Sourcing-Strategie..................................................................... 67
Phase 2: Ausschreibung der Leistungen................................................... 82
Phase 3: Transition/Transformation/Betriebsübernahme.......................... 94
Zusammenfassung................................................................................. 98
Holger Bredenkötter
Projektmanagement in IT-Outsourcing-Projekten....................................... 99
Wie steuert man IT-Outsourcing-Projekte?................................................ 99
Einige Projektmanagement-Grundlagen.................................................. 104
Das IT-Outsourcing-Programm................................................................ 106
Fazit.................................................................................................... 125
Zusammenfassung............................................................................... 127
Tony Pfeiffer
IT-Outsourcing-Projekte erfolgreich umsetzen......................................... 129
Besonderheiten von IT-Outsourcing-Projekten......................................... 129
Acht Fallstricke in IT-Outsourcing-Projekten............................................. 138
Kritische Einflussfaktoren für den Erfolg der Transition............................ 149
Zusammenfassung............................................................................... 164
Standardisierungsprojekte
Alfred Schiefer
Projektmanagement in IT-Serviceorganisationen..................................... 167
IT-Projekte und Erfolg........................................................................... 167
IT-Projekt und Unternehmensumgebung................................................. 171
IT-Projekte in der Prozesslandschaft einer Betriebsorganisation............... 181
Notwendige Verbesserungen ................................................................ 183
Zusammenfassung............................................................................... 189
Georg Disterer, Oliver Kunert, Ingo Eibich-Meyer
Zertifizierungsprojekte am Beispiel von ISO 20000................................ 191
Zertifizierungen im IT-Bereich................................................................ 191
Besonderheiten von Zertifizierungsprojekten.......................................... 193
Zertifizierungsprozess nach ISO 20000................................................. 196
Aufbau und Ablauf eines Zertifizierungsprojekts...................................... 201
Dokumentationsanforderungen eines Zertifizierungsprojekts................... 207
Zusammenfassung............................................................................... 223
Transformationsprojekte und Risikomanagement
Wolfgang Goltsche
IT-Transformations-Projekte als Chance für IT-Provider............................ 227
Vorbemerkung...................................................................................... 227
Im Spannungsfeld von Transition und Transformation.............................. 229
Besonderheiten von IT-Transformationen................................................ 233
Chancen und Risiken............................................................................ 239
Im Banne der Methoden....................................................................... 242
Zusammenfassung............................................................................... 247
Andreas Freitag
Erfolg in Post-Merger-Projekten............................................................. 249
Anspruch und Wirklichkeit..................................................................... 249
Informationsdefizite in der Post-Merger-Integration.................................. 250
Umgang mit heterogenen Zielsystemen.................................................. 250
Durchgängiges Wissensmanagement..................................................... 251
Der De-facto-Standard TOGAF................................................................ 253
Phase 1: Strategie und Handlungsfelder entwickeln................................ 256
Phase 2: Enterprise Architecture entwickeln........................................... 261
Phase 3: Ziellösungen finden und Migration planen................................ 264
Phase 4: Umsetzung kontrollieren und Veränderungen überwachen......... 265
Gemeinsame Sprache.......................................................................... 267
Zusammenfassung............................................................................... 270
James Greene, Stefan Adamovsky
Projektrisikomanagement in der Life-Science-Industrie............................ 271
Was ist Risiko?.................................................................................... 271
Risikomanagement............................................................................... 272
Risiken erkennen................................................................................. 278
Methoden der Risikoanalyse................................................................. 280
Risikobewältigung................................................................................ 284
Risikokommunikation........................................................................... 285
Risikobasierter Testansatz.................................................................... 287
Zusammenfassung............................................................................... 292
Stichwortverzeichnis........................................................................... 293
Holger Schrödl, Philipp Schüz
Anforderungsmanagement für cloud-basierte Anwendungen...................... 15
Motivation............................................................................................. 15
Cloud-basierte Informationssysteme - eine Einführung............................. 17
Anforderungsmanagement für Informationssysteme.................................. 23
Anforderungsmanagement für cloud-basierte Lösungen -
ein integrierter Ansatz............................................................................ 27
Zusammenfassung................................................................................. 33
Sören Mews, Frank Fischer
Requirements Management für Cloud Computing...................................... 35
Wo werden die entscheidenden Weichen gestellt?.................................... 35
Requirements Management: Wo und wann ist es
erforderlich?.......................................................................................... 37
Requirements Management »by the way«................................................. 39
Praktisches Beispiel: Produktentwicklung eines Cloud-Service................... 42
Theorie versus Praxis: Problemfelder beim RM......................................... 44
Risiken immer wieder auf den Prüfstand stellen....................................... 47
Handling in Abstimmung und Dokumentation............................................ 51
Stakeholder, Qualität, Kommunikation und Zeit - wie wichtig sind sie?....... 55
Requirements Management, SOA und Produktlinien ................................. 59
Zusammenfassung................................................................................. 64
Outsourcing-Projekte
Gerold Hauer
Sanfter Start ins IT-Outsourcing............................................................... 67
Phase1: Sourcing-Strategie..................................................................... 67
Phase 2: Ausschreibung der Leistungen................................................... 82
Phase 3: Transition/Transformation/Betriebsübernahme.......................... 94
Zusammenfassung................................................................................. 98
Holger Bredenkötter
Projektmanagement in IT-Outsourcing-Projekten....................................... 99
Wie steuert man IT-Outsourcing-Projekte?................................................ 99
Einige Projektmanagement-Grundlagen.................................................. 104
Das IT-Outsourcing-Programm................................................................ 106
Fazit.................................................................................................... 125
Zusammenfassung............................................................................... 127
Tony Pfeiffer
IT-Outsourcing-Projekte erfolgreich umsetzen......................................... 129
Besonderheiten von IT-Outsourcing-Projekten......................................... 129
Acht Fallstricke in IT-Outsourcing-Projekten............................................. 138
Kritische Einflussfaktoren für den Erfolg der Transition............................ 149
Zusammenfassung............................................................................... 164
Standardisierungsprojekte
Alfred Schiefer
Projektmanagement in IT-Serviceorganisationen..................................... 167
IT-Projekte und Erfolg........................................................................... 167
IT-Projekt und Unternehmensumgebung................................................. 171
IT-Projekte in der Prozesslandschaft einer Betriebsorganisation............... 181
Notwendige Verbesserungen ................................................................ 183
Zusammenfassung............................................................................... 189
Georg Disterer, Oliver Kunert, Ingo Eibich-Meyer
Zertifizierungsprojekte am Beispiel von ISO 20000................................ 191
Zertifizierungen im IT-Bereich................................................................ 191
Besonderheiten von Zertifizierungsprojekten.......................................... 193
Zertifizierungsprozess nach ISO 20000................................................. 196
Aufbau und Ablauf eines Zertifizierungsprojekts...................................... 201
Dokumentationsanforderungen eines Zertifizierungsprojekts................... 207
Zusammenfassung............................................................................... 223
Transformationsprojekte und Risikomanagement
Wolfgang Goltsche
IT-Transformations-Projekte als Chance für IT-Provider............................ 227
Vorbemerkung...................................................................................... 227
Im Spannungsfeld von Transition und Transformation.............................. 229
Besonderheiten von IT-Transformationen................................................ 233
Chancen und Risiken............................................................................ 239
Im Banne der Methoden....................................................................... 242
Zusammenfassung............................................................................... 247
Andreas Freitag
Erfolg in Post-Merger-Projekten............................................................. 249
Anspruch und Wirklichkeit..................................................................... 249
Informationsdefizite in der Post-Merger-Integration.................................. 250
Umgang mit heterogenen Zielsystemen.................................................. 250
Durchgängiges Wissensmanagement..................................................... 251
Der De-facto-Standard TOGAF................................................................ 253
Phase 1: Strategie und Handlungsfelder entwickeln................................ 256
Phase 2: Enterprise Architecture entwickeln........................................... 261
Phase 3: Ziellösungen finden und Migration planen................................ 264
Phase 4: Umsetzung kontrollieren und Veränderungen überwachen......... 265
Gemeinsame Sprache.......................................................................... 267
Zusammenfassung............................................................................... 270
James Greene, Stefan Adamovsky
Projektrisikomanagement in der Life-Science-Industrie............................ 271
Was ist Risiko?.................................................................................... 271
Risikomanagement............................................................................... 272
Risiken erkennen................................................................................. 278
Methoden der Risikoanalyse................................................................. 280
Risikobewältigung................................................................................ 284
Risikokommunikation........................................................................... 285
Risikobasierter Testansatz.................................................................... 287
Zusammenfassung............................................................................... 292
Stichwortverzeichnis........................................................................... 293
Wie steuert man IT-Outsourcing-Projekte?
Um diese Frage beantworten zu können, muss man sich die Eigenheiten eines IT-Outsourcing-Projekts anschauen. Die auslagernden Unternehmen erwarten an erster Stelle eine Senkung der IT-Ausgaben, darüber hinaus erhoffen sie sich aufgrund der Spezialisierung des IT-Dienstleisters eine höhere Qualität und effizientere Nutzung der IT. Durch die vertragliche Bindung, transparente Preismodelle und vereinbarte Service Level wünscht sich das auslagernde Unternehmen zudem eine höhere Transparenz und Planbarkeit der IT-Kosten. Ebenso wichtig ist die relativ einfache Skalierung von Kapazitäten, die beim IT-Outsourcing-Dienstleister bei Bedarf hinzugekauft werden.
Der Provider ist an einer möglichst umfangreichen Standardisierung interessiert, da er nur dadurch den wesentlichen Hebel für Skaleneffekte erzielen kann. Er kann langfristig nur profitabel arbeiten, wenn er durch seine Dienstleistungen für verschiedene Unternehmen Skaleneffekte erzielen und durch Know-how-Zuwachs Synergievorteile realisieren kann. Der Dienstleister muss zwingend in der Gesamtkostenbetrachtung unter den Betriebskosten des auslagernden Unternehmens liegen.
Für das von ihm übernommene Geschäftsrisiko und die vertraglich zugesicherten Service Level Agreements erwartet er von seinen Kunden langfristig bindende Kundenverträge und einen entsprechenden Risikoaufschlag. Dieser Zielkonflikt lässt sich nur durch ein gemeinsam erarbeitetes Verständnis der Erwartungshaltung, der Leistungsversprechen und einer realistischen Einschätzung des Machbaren auflösen. Sofern denn die Weichen für das Projekt gestellt worden sind, fächert sich das Projekt in diverse Teilprojekte auf, die jedes für sich bearbeitet und trotzdem gemeinsam geführt werden müssen. Die Fachabteilungen müssen gemeinsam an der Frage arbeiten, welche Leistungen mit welchen Serviceeigenschaften bisher intern erbracht wurden - und welche Erwartungshaltung zukünftig an diese Leistungen bestehen.
Die technischen Einheiten müssen horizontal Daten erheben, die dann die IT-Landschaft abbilden. Wer schon einmal versucht hat, Geschäftsprozesse in einem Großunternehmen auf die IT abzubilden, der weiß um die Herausforderungen einer IT-Datenflussanalyse.
Einkaufsabteilung und Projektleitung bemühen sich, geeignete Dienstleister zu finden, die sowohl zur Aufgabe als auch zum Unternehmen passen - und auch zu möglichen Folgeentscheidungen in der Zukunft. Vor einer Entscheidung, welche Funktionen mit welcher Fertigungstiefe überhaupt ausgelagert werden können, steht die Überprüfung des Business Case. Dazu werden normalisierte Daten aus der Ist-Analyse einem Preisvergleich unterzogen.
Gleichzeitig muss ein interdisziplinäres Projektteam die eigene Organisation überprüfen und weiterentwickeln, um überhaupt die Prozessreife zur Transformation von Geschäftsteilen zu erreichen. Transformation führt zu Veränderungen in der Organisation und das bedeutet Veränderung von Aufgaben und Verantwortlichkeiten bei den betroffenen Menschen.
Sobald geklärt ist, welche Funktionen ausgelagert werden können (und diese Entscheidungen sind zu diesem Zeitpunkt noch sehr wackelig!), folgt die Ausschreibungsphase. Hier soll eine Anzahl potenziell geeigneter Dienstleister veranlasst werden, möglichst strukturiert (damit vergleichbar) auf die Anforderungen anzubieten. In Form eines RFP (Request for Proposal) werden alle funktionalen und nicht funktionalen Anforderungen das Unternehmens an einen potenziellen Dienstleister formuliert, die Spielregeln für eine Ausschreibung erklärt und verbindliche Termine für die Bearbeitung und Abgabe eines Angebots festgelegt.
Zumindest theoretisch erhält man vergleichbare Lösungsbeschreibungen mit Bezug auf das RFP-Dokument. In der Praxis folgen zur Klärung von Detailfragen noch etliche Gespräche bis hin zu einer Due Diligence. Dabei werden durch den Servicegeber in einem Datenraum etliche Dokumente für eine Überprüfung bereitgestellt. Nach einer Bewertung der eingegangen
Um diese Frage beantworten zu können, muss man sich die Eigenheiten eines IT-Outsourcing-Projekts anschauen. Die auslagernden Unternehmen erwarten an erster Stelle eine Senkung der IT-Ausgaben, darüber hinaus erhoffen sie sich aufgrund der Spezialisierung des IT-Dienstleisters eine höhere Qualität und effizientere Nutzung der IT. Durch die vertragliche Bindung, transparente Preismodelle und vereinbarte Service Level wünscht sich das auslagernde Unternehmen zudem eine höhere Transparenz und Planbarkeit der IT-Kosten. Ebenso wichtig ist die relativ einfache Skalierung von Kapazitäten, die beim IT-Outsourcing-Dienstleister bei Bedarf hinzugekauft werden.
Der Provider ist an einer möglichst umfangreichen Standardisierung interessiert, da er nur dadurch den wesentlichen Hebel für Skaleneffekte erzielen kann. Er kann langfristig nur profitabel arbeiten, wenn er durch seine Dienstleistungen für verschiedene Unternehmen Skaleneffekte erzielen und durch Know-how-Zuwachs Synergievorteile realisieren kann. Der Dienstleister muss zwingend in der Gesamtkostenbetrachtung unter den Betriebskosten des auslagernden Unternehmens liegen.
Für das von ihm übernommene Geschäftsrisiko und die vertraglich zugesicherten Service Level Agreements erwartet er von seinen Kunden langfristig bindende Kundenverträge und einen entsprechenden Risikoaufschlag. Dieser Zielkonflikt lässt sich nur durch ein gemeinsam erarbeitetes Verständnis der Erwartungshaltung, der Leistungsversprechen und einer realistischen Einschätzung des Machbaren auflösen. Sofern denn die Weichen für das Projekt gestellt worden sind, fächert sich das Projekt in diverse Teilprojekte auf, die jedes für sich bearbeitet und trotzdem gemeinsam geführt werden müssen. Die Fachabteilungen müssen gemeinsam an der Frage arbeiten, welche Leistungen mit welchen Serviceeigenschaften bisher intern erbracht wurden - und welche Erwartungshaltung zukünftig an diese Leistungen bestehen.
Die technischen Einheiten müssen horizontal Daten erheben, die dann die IT-Landschaft abbilden. Wer schon einmal versucht hat, Geschäftsprozesse in einem Großunternehmen auf die IT abzubilden, der weiß um die Herausforderungen einer IT-Datenflussanalyse.
Einkaufsabteilung und Projektleitung bemühen sich, geeignete Dienstleister zu finden, die sowohl zur Aufgabe als auch zum Unternehmen passen - und auch zu möglichen Folgeentscheidungen in der Zukunft. Vor einer Entscheidung, welche Funktionen mit welcher Fertigungstiefe überhaupt ausgelagert werden können, steht die Überprüfung des Business Case. Dazu werden normalisierte Daten aus der Ist-Analyse einem Preisvergleich unterzogen.
Gleichzeitig muss ein interdisziplinäres Projektteam die eigene Organisation überprüfen und weiterentwickeln, um überhaupt die Prozessreife zur Transformation von Geschäftsteilen zu erreichen. Transformation führt zu Veränderungen in der Organisation und das bedeutet Veränderung von Aufgaben und Verantwortlichkeiten bei den betroffenen Menschen.
Sobald geklärt ist, welche Funktionen ausgelagert werden können (und diese Entscheidungen sind zu diesem Zeitpunkt noch sehr wackelig!), folgt die Ausschreibungsphase. Hier soll eine Anzahl potenziell geeigneter Dienstleister veranlasst werden, möglichst strukturiert (damit vergleichbar) auf die Anforderungen anzubieten. In Form eines RFP (Request for Proposal) werden alle funktionalen und nicht funktionalen Anforderungen das Unternehmens an einen potenziellen Dienstleister formuliert, die Spielregeln für eine Ausschreibung erklärt und verbindliche Termine für die Bearbeitung und Abgabe eines Angebots festgelegt.
Zumindest theoretisch erhält man vergleichbare Lösungsbeschreibungen mit Bezug auf das RFP-Dokument. In der Praxis folgen zur Klärung von Detailfragen noch etliche Gespräche bis hin zu einer Due Diligence. Dabei werden durch den Servicegeber in einem Datenraum etliche Dokumente für eine Überprüfung bereitgestellt. Nach einer Bewertung der eingegangen