
Resilienz
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Resiliente Menschen haben es leichter, denn sie stecken Rückschläge leichter weg. Dieser TaschenGuide entwickelt Techniken und Strategien für mehr Resilienz. Viele praktische Beispiele unterstützen Sie dabei, Ihre Widerstandskraft zu stärken. Als Führungskraft lernen Sie, auch die eigene Organisation robuster zu machen.
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Inhalte:
- Was heißt resilient sein: Impulse aus Hirnforschung und Neuroanatomie
- Sicher durch Krisen und Veränderungsprozesse: Unsicherheit aushalten und Komplexität meistern
- Die drei Ansätze der Resilienzförderung
- Selbstregulation und Stress-Management
- Die resiliente Organisation als Unternehmensleitbild: acht Leitsätze für eine resiliente Führung
Neues aus der Forschung
Wie wichtig die Wahrnehmung von Sicherheit sowie das Training von Flexibilität, Beweglichkeit und Anpassungsfähigkeit für die Entwicklung von Resilienz sind, bestätigen uns die neuen Erkenntnisse aus den Neurowissenschaften und der Embodiment-Forschung. Letztere beschäftigt sich z. B. mit der Frage, inwieweit sich körperliche Haltungen und mentale Einstellungen gegenseitig beeinflussen.
Unser Gehirn entwickelt sich lebenslang
Neue Erkenntnisse der Hirnforschung zeigen, dass wir uns bis ins hohe Alter noch an neue Gegebenheiten anpassen und uns verändern können. Diese sog. Plastizität des Gehirns ist die Grundlage aller Lernprozesse. Sie ermöglicht es dem Organismus, auf Veränderungen in seiner Umgebung zu reagieren und sich diesen anzupassen. Ein solcher Anpassungsprozess kann z. B. notwendig werden, wenn es durch einen Unfall oder einen Infarkt zu nachhaltigen Verletzungen unseres neuronalen Gewebes gekommen ist.
Unter neuronaler Plastizität versteht man die Eigenschaft von Synapsen, Nervenzellen oder auch ganzen Hirnarealen, sich in Abhängigkeit von der Verwendung in ihren Eigenschaften zu verändern, d.h. anzupassen.
Die Plastizität und Anpassungsfähigkeit des Gehirns verläuft in zwei Richtungen: Im Laufe des Lebens kann der Mensch nicht nur neue Verhaltensweisen erlernen, er kann Verhaltensweisen auch wieder verlernen oder vergessen, z.B. durch einseitige Routinen, Gewohnheiten oder durch Unterforderung, frei nach dem Motto "Use it oder lose it!".
Die Folge von Gewohnheiten oder Unterforderung: die Anpassungsfähigkeit an neue Lebensumstände und damit Resilienz kann abnehmen. Das Erleben von Selbstwirksamkeit ist dann eingeschränkt, der Mensch traut sich weniger zu, er wird schneller verunsichert, sein Stress-Level steigt und damit erhöht sich auch die Wahrscheinlichkeit, dass er eine Situation als Krise erlebt


