
Das Restaurant am Ende des Universums
Roman
Douglas Adams(Author)
Heyne (Publisher)
Published on 12. October 2009
Book
Paperback/Softback
240 pages
978-3-453-40781-7 (ISBN)
Article exhausted; check for reprint
Description
Band zwei der fünfteiligen Trilogie
Wenn man am Vormittag schon sechs unwahrscheinliche Dinge erlebt und erledigt hat - warum das Ganze dann nicht mit einer Jause im Milliways, dem Restaurant am Ende des Universums, abrunden? Genau das hat die Besatzung des Sternenschiffs 'Herz aus Gold' vor. Wäre da nicht der missliche Umstand, zunächst den Vogonen entkommen zu müssen, irgendwie zu vermeiden, zum übelsten Planeten der Galaxie verschleppt zu werden, und einem Raumschiff beizubringen, wie man eine anständige Tasse Tee zubereitet. Und hat überhaupt irgendwer einen Tisch reserviert?
Wenn man am Vormittag schon sechs unwahrscheinliche Dinge erlebt und erledigt hat - warum das Ganze dann nicht mit einer Jause im Milliways, dem Restaurant am Ende des Universums, abrunden? Genau das hat die Besatzung des Sternenschiffs 'Herz aus Gold' vor. Wäre da nicht der missliche Umstand, zunächst den Vogonen entkommen zu müssen, irgendwie zu vermeiden, zum übelsten Planeten der Galaxie verschleppt zu werden, und einem Raumschiff beizubringen, wie man eine anständige Tasse Tee zubereitet. Und hat überhaupt irgendwer einen Tisch reserviert?
More details
Series
Language
German
Place of publication
München
Germany
Dimensions
Height: 18.7 cm
Width: 11.8 cm
ISBN-13
978-3-453-40781-7 (9783453407817)
Schweitzer Classification
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Book
12/1998
Heyne
€8.99
Article is exhausted; no reprint
Persons
Content
Als ich eines Sonntagmorgens schwer verkatert aufwachte, fiel mir ein, dass ich zwei Eintrittskarten f?r einen f?nfst?ndigen Stummfilm gekauft hatte (es handelte sich um die erste Vorf?hrung des Napol? von Abel Gance).
Meine Frau war ebenfalls verkatert und meinte, sie sei nicht imstande, ins Kino zu gehen, daher rief ich Mike Palin an, der mir mitteilte, er sei verkatert und sehe sich au?rstande, ins Kino zu gehen. So rief ich denn Douglas Adams an, und er meinte, er sei verkatert und sehe sich au?rstande, ins Kino zu gehen.
Also bereitete ich mich innerlich darauf vor, f?nf Stunden im Kino zu sitzen und mir einen Film anzugucken, von dem ich mir gar nicht mal sicher war, ob ich ihn sehen wollte.
Als ich jedoch gerade im Begriff war, die T?r zu ?ffnen und das Haus zu verlassen, klingelte das Telefon, und es war Douglas, der meinte: "Ich hab nochmal dr?ber nachgedacht, und ich glaube, es ist eine so furchtbare Idee, dass ich es machen sollte."
Douglas hatte keine Angst vor irgendwelchen Ideen, auch nicht, wenn es allem Anschein nach schlechte Ideen waren. Ja, man k?nnte sagen, dass er von der Idee an sich besessen war.
Vermutlich liest niemand die Anhalter-B?cher wegen ihrer Handlung. Und wahrscheinlich werden sie auch nicht von vielen wegen der darin vorkommenden Figuren (ausgenommen Marvin) gelesen. Wie kommt es also, dass wir diese B?cher so sehr lieben? Warum sollte man sich ?berhaupt die M?he machen, einen Roman zu lesen, wenn er keine mitrei?nde Handlung und keine denkw?rdigen Figuren hat?
In Das Restaurant am Ende des Universums gibt es ein Zwischenspiel, in dem der Herrscher des Universums sich mit seiner Katze dar?ber unterh?, woher wir wissen, dass wir irgendetwas wissen, oder woher wir wissen, dass das, was wir wahrnehmen, das ist, was wir tats?lich wahrnehmen oder das, was gerade passiert, und er schlie? mit den Worten: "Vielleicht m?chte ich gern ein Glas Whisky. Ja, das scheint mir wahrscheinlicher."
Und dann schenkt er sich ein Glas Whisky ein.
Das ist einer dieser magischen Momente, in denen die Faszination zum Tragen kommt, die Ideen auf Douglas aus?ben. Und diese magischen Momente sind es, die ich in Douglas' Werk liebe. Er ist der einzige mir bekannte Schriftsteller, der aus Ideen einen Pageturner machen kann.
Und Das Restaurant am Ende des Universums steckt voller Ideen. Und Humor. Das war die andere Sache, die Douglas so gut beherrschte: Ideen nicht nur interessant, sondern auch komisch erscheinen zu lassen.
Per Anhalter durch die Galaxis stellt die These auf, dass jede Zivilisation drei Phasen durchl?t: das bare ?erleben, die Wissensgier und die letzte Verfeinerung - die Wie-, Warum- und Wo-Phasen.
Im Buch hei? es: "Die erste Phase zum Beispiel ist gekennzeichnet durch die Frage >Wie kriegen wir was zu essen?Warum essen wir?Wo kriegen wir die besten Wiener Schnitzel?Dann gibt es da noch den wunderbaren Einfall der A-, B- und C-Raumschiffe, in denen alle Besch?igten aus den Abteilungen Management, Buchhaltung, Werbung und Haarpflege schon mal vorausgeschickt werden, w?end die Kreativen und Produktiven zur?ckbleiben und irgendwie nie in den Weltraum gelangen. mit Absicht. Wenn man heutzutage einen Blick auf die BBC oder das nationale Gesundheitswesen wirft, hat man das Gef?hl, wir alle seien mit der B-Arche gereist.
Tats?lich gibt es eine Menge durchaus prophetischer Elemente in Das Restaurant. Wo es mir, im Angesicht der heutigen Wirtschaftskatastrophe, kalt den R?cken herunterl?t, das ist der Abschnitt, wo die Siedler von der B-Arche das Blatt zum gesetzlichen Zahlungsmittel erkl?n - womit das Geld tats?lich auf den B?en w?st. Inzwischen aber hat man erkannt, dass zu viel Geld im Umlauf ist, und daher ist man, um die Situation im fiskalischen Sinne zu bereinigen, fest entschlossen, alle W?er abzubrennen.
Willkommen also in Douglas Adams' Achterbahn der Ideen!
Ach, ?brigens hatten wir viel Spa?in Abel Gance' Napoleon. So schlecht war die Idee dann doch nicht.
TERRY JONES Python und Koautor
von Raumschiff Titanic
Es gibt eine Theorie, die besagt, wenn jemals irgendwer genau rausfindet, wozu das Universum da ist und warum es da ist, dann verschwindet es auf der Stelle und wird durch etwas noch Bizarreres und Unbegreiflicheres ersetzt.
Es gibt eine andere Theorie, nach der das schon passiert
ist.
1
Bisher passierte folgendes: Am Anfang wurde das Universum erschaffen. Das machte viele Leute sehr w?tend und wurde allenthalben als Schritt in die falsche Richtung angesehen.
Viele V?lker glauben, es wurde von sowas ?nlichem wie einem Gott erschaffen, allerdings meinen die Jatravartiden auf Viltwodl VI, da?ein Wesen namens Gro?r Gr?ner Arkelanfall das ganze Universum einfach ausgeniest hat.
Die Jatravartiden, die in st?iger Furcht vor einer Zeit leben, die sie "Die Ankunft des Gro?n Wei?n Taschentuchs" nennen, sind kleine blaue Gesch?pfe mit jeweils mehr als f?nfzig Armen, und sie sind deshalb so einzigartig, weil sie die einzige Rasse der Weltgeschichte sind, die das Deospray noch vor dem Rad erfand.
Die Lehre vom Gro?n Gr?nen Arkelanfall hat aber au?rhalb von Viltwodl VI nicht sehr viele Anh?er, und so wird, da das Universum nun mal so verwirrend ist, st?ig nach anderen Erkl?ngen gesucht.
So baute sich zum Beispiel ein Volk hyperintelligenter, pandimensionaler Wesen einst einen riesenhaften Supercomputer namens Deep Thought, der ein f?r allemal die Antwort auf die gro? Frage nach dem Leben, dem Universum und allem ?brigen herausfinden sollte.
Siebeneinhalb Millionen Jahre lang ?berlegte und rechnete Deep Thought, und schlie?ich verk?ndete er, die Antwort laute schlicht und einfach Zweiundvierzig -und so mu?e ein neuer, noch gr??rer Computer gebaut werden, der rausfinden sollte, wie denn nun die Frage eigentlich laute.
Und dieser Computer, der Die Erde hie? war so gro? da?er oft f?chlich f?r einen Planeten gehalten wurde - besonders von den merkw?rdigen affenartigen Wesen, die auf seiner Oberfl?e herumrasten und absolut keinen Schimmer davon hatten, da?sie lediglich der Bestandteil eines gigantischen Computerprogramms waren.
Und das ist wirklich komisch, denn ohne diese ziemlich simple und naheliegende Erkenntnis ergab nichts, aber auch gar nichts, was sich auf der Erde ereignete, auch nur das geringste bisschen Sinn.
Meine Frau war ebenfalls verkatert und meinte, sie sei nicht imstande, ins Kino zu gehen, daher rief ich Mike Palin an, der mir mitteilte, er sei verkatert und sehe sich au?rstande, ins Kino zu gehen. So rief ich denn Douglas Adams an, und er meinte, er sei verkatert und sehe sich au?rstande, ins Kino zu gehen.
Also bereitete ich mich innerlich darauf vor, f?nf Stunden im Kino zu sitzen und mir einen Film anzugucken, von dem ich mir gar nicht mal sicher war, ob ich ihn sehen wollte.
Als ich jedoch gerade im Begriff war, die T?r zu ?ffnen und das Haus zu verlassen, klingelte das Telefon, und es war Douglas, der meinte: "Ich hab nochmal dr?ber nachgedacht, und ich glaube, es ist eine so furchtbare Idee, dass ich es machen sollte."
Douglas hatte keine Angst vor irgendwelchen Ideen, auch nicht, wenn es allem Anschein nach schlechte Ideen waren. Ja, man k?nnte sagen, dass er von der Idee an sich besessen war.
Vermutlich liest niemand die Anhalter-B?cher wegen ihrer Handlung. Und wahrscheinlich werden sie auch nicht von vielen wegen der darin vorkommenden Figuren (ausgenommen Marvin) gelesen. Wie kommt es also, dass wir diese B?cher so sehr lieben? Warum sollte man sich ?berhaupt die M?he machen, einen Roman zu lesen, wenn er keine mitrei?nde Handlung und keine denkw?rdigen Figuren hat?
In Das Restaurant am Ende des Universums gibt es ein Zwischenspiel, in dem der Herrscher des Universums sich mit seiner Katze dar?ber unterh?, woher wir wissen, dass wir irgendetwas wissen, oder woher wir wissen, dass das, was wir wahrnehmen, das ist, was wir tats?lich wahrnehmen oder das, was gerade passiert, und er schlie? mit den Worten: "Vielleicht m?chte ich gern ein Glas Whisky. Ja, das scheint mir wahrscheinlicher."
Und dann schenkt er sich ein Glas Whisky ein.
Das ist einer dieser magischen Momente, in denen die Faszination zum Tragen kommt, die Ideen auf Douglas aus?ben. Und diese magischen Momente sind es, die ich in Douglas' Werk liebe. Er ist der einzige mir bekannte Schriftsteller, der aus Ideen einen Pageturner machen kann.
Und Das Restaurant am Ende des Universums steckt voller Ideen. Und Humor. Das war die andere Sache, die Douglas so gut beherrschte: Ideen nicht nur interessant, sondern auch komisch erscheinen zu lassen.
Per Anhalter durch die Galaxis stellt die These auf, dass jede Zivilisation drei Phasen durchl?t: das bare ?erleben, die Wissensgier und die letzte Verfeinerung - die Wie-, Warum- und Wo-Phasen.
Im Buch hei? es: "Die erste Phase zum Beispiel ist gekennzeichnet durch die Frage >Wie kriegen wir was zu essen?Warum essen wir?Wo kriegen wir die besten Wiener Schnitzel?Dann gibt es da noch den wunderbaren Einfall der A-, B- und C-Raumschiffe, in denen alle Besch?igten aus den Abteilungen Management, Buchhaltung, Werbung und Haarpflege schon mal vorausgeschickt werden, w?end die Kreativen und Produktiven zur?ckbleiben und irgendwie nie in den Weltraum gelangen. mit Absicht. Wenn man heutzutage einen Blick auf die BBC oder das nationale Gesundheitswesen wirft, hat man das Gef?hl, wir alle seien mit der B-Arche gereist.
Tats?lich gibt es eine Menge durchaus prophetischer Elemente in Das Restaurant. Wo es mir, im Angesicht der heutigen Wirtschaftskatastrophe, kalt den R?cken herunterl?t, das ist der Abschnitt, wo die Siedler von der B-Arche das Blatt zum gesetzlichen Zahlungsmittel erkl?n - womit das Geld tats?lich auf den B?en w?st. Inzwischen aber hat man erkannt, dass zu viel Geld im Umlauf ist, und daher ist man, um die Situation im fiskalischen Sinne zu bereinigen, fest entschlossen, alle W?er abzubrennen.
Willkommen also in Douglas Adams' Achterbahn der Ideen!
Ach, ?brigens hatten wir viel Spa?in Abel Gance' Napoleon. So schlecht war die Idee dann doch nicht.
TERRY JONES Python und Koautor
von Raumschiff Titanic
Es gibt eine Theorie, die besagt, wenn jemals irgendwer genau rausfindet, wozu das Universum da ist und warum es da ist, dann verschwindet es auf der Stelle und wird durch etwas noch Bizarreres und Unbegreiflicheres ersetzt.
Es gibt eine andere Theorie, nach der das schon passiert
ist.
1
Bisher passierte folgendes: Am Anfang wurde das Universum erschaffen. Das machte viele Leute sehr w?tend und wurde allenthalben als Schritt in die falsche Richtung angesehen.
Viele V?lker glauben, es wurde von sowas ?nlichem wie einem Gott erschaffen, allerdings meinen die Jatravartiden auf Viltwodl VI, da?ein Wesen namens Gro?r Gr?ner Arkelanfall das ganze Universum einfach ausgeniest hat.
Die Jatravartiden, die in st?iger Furcht vor einer Zeit leben, die sie "Die Ankunft des Gro?n Wei?n Taschentuchs" nennen, sind kleine blaue Gesch?pfe mit jeweils mehr als f?nfzig Armen, und sie sind deshalb so einzigartig, weil sie die einzige Rasse der Weltgeschichte sind, die das Deospray noch vor dem Rad erfand.
Die Lehre vom Gro?n Gr?nen Arkelanfall hat aber au?rhalb von Viltwodl VI nicht sehr viele Anh?er, und so wird, da das Universum nun mal so verwirrend ist, st?ig nach anderen Erkl?ngen gesucht.
So baute sich zum Beispiel ein Volk hyperintelligenter, pandimensionaler Wesen einst einen riesenhaften Supercomputer namens Deep Thought, der ein f?r allemal die Antwort auf die gro? Frage nach dem Leben, dem Universum und allem ?brigen herausfinden sollte.
Siebeneinhalb Millionen Jahre lang ?berlegte und rechnete Deep Thought, und schlie?ich verk?ndete er, die Antwort laute schlicht und einfach Zweiundvierzig -und so mu?e ein neuer, noch gr??rer Computer gebaut werden, der rausfinden sollte, wie denn nun die Frage eigentlich laute.
Und dieser Computer, der Die Erde hie? war so gro? da?er oft f?chlich f?r einen Planeten gehalten wurde - besonders von den merkw?rdigen affenartigen Wesen, die auf seiner Oberfl?e herumrasten und absolut keinen Schimmer davon hatten, da?sie lediglich der Bestandteil eines gigantischen Computerprogramms waren.
Und das ist wirklich komisch, denn ohne diese ziemlich simple und naheliegende Erkenntnis ergab nichts, aber auch gar nichts, was sich auf der Erde ereignete, auch nur das geringste bisschen Sinn.