
Stark machen
Konfirmation und Elternarbeit
Gütersloher Verlagshaus
Published on 11. January 2010
Book
Hardback
64 pages
978-3-579-03208-5 (ISBN)
from
€8.99
Article is exhausted; no reprint
Description
Das neue Heft der bewährten Schriftenreihe reflektiert die Schwerpunkte Konfirmation und Elternarbeit im Zusammenhang der bundesweiten Untersuchungen zur Konfirmandenarbeit der letzten Jahre. Für die Konfirmation werden für den vorbereitenden Unterricht und den Konfirmationsgottesdienst neue, ungewöhnliche und sehr jugendgemäße Zugänge geboten.
Da im Zusammenhang mit der Konfirmation in den Gemeinden auch die Elternarbeit zum Thema wird, werden hier Standards benannt und neue Perspektiven eröffnet, die die Eltern zur aktiven Mitarbeit einladen.
Die beiliegende CD-ROM enthält zu allen Beiträgen umfangreiches Material, das leicht den eigenen Voraussetzungen vor Ort angepasst werden kann.
Da im Zusammenhang mit der Konfirmation in den Gemeinden auch die Elternarbeit zum Thema wird, werden hier Standards benannt und neue Perspektiven eröffnet, die die Eltern zur aktiven Mitarbeit einladen.
Die beiliegende CD-ROM enthält zu allen Beiträgen umfangreiches Material, das leicht den eigenen Voraussetzungen vor Ort angepasst werden kann.
All prices
More details
Series
Language
German
Place of publication
Gütersloh
Germany
Dimensions
Height: 29.7 cm
Width: 21 cm
ISBN-13
978-3-579-03208-5 (9783579032085)
Schweitzer Classification
Persons
Editor
Gottfried Adam, geb. 1939, Dr.Dr.h.c., Dekan, 1999-2006 Dekan der Evangelisch-Theologischen Fakultät an der Universität Wien. Seit 1992 ist er Professor für Religionspädagogik an der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Universität Wien.
Kerstin Gäfgen-Track, geb. 1959, Dr. theol, ist seit 2003 Oberlandeskirchenrätin im Landeskirchenamt Hannover, Leiterin der Abteilung 4, die u.a. Kirchliche Bildungsarbeit, Konfirmandenarbeit und die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen verantwortet.
Pastor Klaus Hahn ist Pädagoge und langjähriger Redaktionsleiter und Herausgeber der Schriftenreihe KU Praxis. Er ist Dozent am Predigerseminar in Bad Kreuznach/Wuppertal.
Hans-Ulrich Keßler, geboren 1964, ist Leiter des Pädagogisch-Theologisches Institut der Nordkirche.
Michael Meyer-Blanck, geb. 1954, Dr. theol., ist Professor für Praktische Theologie an der Universität Bonn.
Rainer Starck, Pfarrer und Autor, ist Schuldekan der Badischen Landeskirche. Er war viele Jahre Studienleiter am Religionspädagogischen Institut Karlsruhe und Beauftragter für die Konfirmandenarbeit in Baden. Er war Redaktionsleiter der Schriftenreihe "KU-Praxis", die er inzwischen herausgibt.
Content
Zweifellos befinden wir uns gegenwärtig mitten in tief greifenden Veränderungsprozessen hinsichtlich der Arbeit mit den Konfirmandinnen und Konfirmanden. Auch an KU-Praxis lässt sich das ablesen. Ich nenne nur einige wichtige Stichwörter aus den letzten fünf Heften: Kunst erschließen, Konfirmandentage, Wochenenden und Freizeiten, erlebnisorientierte Projekte, Konfi-Fahrt als Zeitreise, Wochenendschulung für Ehrenamtliche. Solche großen Veränderungsprozesse lassen die Konfirmation nicht unberührt. Das zeigt auch das Heft, das Sie in Ihren Händen halten. Sein Titel "Stark machen" gibt die Richtung vor, in die künftig im Blick auf die Jugendlichen und ihre Konfirmation weiter zu denken ist. Es gilt durch Gestaltung des Konfirmationsgottesdienstes zu realisieren, dass dieser nicht einfach eine Abschlussfeier der Konfirmandenzeit darstellt, sondern dass es sich dabei um einen besonderen Tag für die Jugendlichen selbst, ja um einen Höhepunkt in ihrem Leben handelt. Dies zeigt sich auch in den Ergebnissen der bundesweiten Studie zur Konfirmandenarbeit (2007-2009), wenn am Ende der Konfirmandenzeit die Jugendlichen aussagen, dass ihnen die Konfirmation nicht nur als Fest, sondern auch wegen des Empfangs des Segens wichtig sei. Bemerkenswerterweise rangieren auf der Skala die Geschenke zur Konfirmation erst nach dem Segen. Dabei sind sowohl der Segen wie auch die Geschenke als deutlicher Ausdruck der Wertschätzung und Stärkung der Jugendlichen anzusehen. Der Untertitel des Heftes "Konfirmation und Elternarbeit" zeigt an, dass in diesen Prozess des Starkmachens auch die Eltern hineingehören. Und all dies ist zusammenzuführen in ein integratives Konzept von Konfirmation, bei dem die religionspädagogische, liturgische und homiletische Dimension zusammenspielen im Interesse der Stärkung der religiösen Mündigkeit der Jugendlichen.
Als roter Faden zieht sich die gemeinsame Vorbereitung und Durchführung des Konfirmationsgottesdienstes durch die Beiträge.
Unter "Angebote zur Konfirmation"
wird eine Fülle "starker Angebote" für die praktische Gestaltung des Konfirmationssgottesdienstes geboten, die neben den vorgestellten Inhalten die aktive Beteiligung der Konfirmandinnen und Konfirmanden sowie ein großes Maß an Kreativität und methodischen Einfällen erkennen lassen.
Unter "Impulse zur Elternarbeit" ist im
vorliegenden Heft eine Reihe von Beiträgen abgedruckt, die die Eltern der Konfirmandinnen und Konfirmanden in den Kreis der Überlegungen einbeziehen. Die Artikel beziehen sich dabei einerseits auf die Konfirmation, nehmen aber darüber hinaus auch die Konfirmandenzeit insgesamt in den Blick und bieten u.a. eine Gesamtanalyse der Stärken und Schwächen der Konfirmandenelternarbeit, wie sie sich heute im Rückblick auf die letzten drei Jahrzehnte Konfirmandenarbeit darstellt (P. Hennig).
Im Teil "KU-Theorie" werden die vorliegenden Beispiele der "good practice" noch einmal im Zusammenhang der Diskussion um Theologie und Praxis der Konfirmation bedacht. Dabei geht es
- um einen Durchgang durch die "klassischen" Aspekte der Konfirmation unter der Frage, was diese zum "Stark machen" beitragen können (M. Meyer-Blanck) und
- um einen didaktischen Kommentar zu den Beiträgen, unter Berücksichtigung der Ergebnisse der bundesweiten Studie zur Konfirmandenarbeit
(G. Adam).
Das vorliegende Heft KU-Praxis 55 ist mit seinen Beiträgen deutlicher Ausdruck dessen, dass Religionspädagogik und Liturgik/Homiletik stärker ins Gespräch gekommen und miteinander zu verschränken sind. Der Konfirmationsgottesdienst fällt nicht nur in den Zuständigkeitsbereich der Liturgik. Die Konfirmation ist nun einmal die am stärksten religionspädagogisch qualifizierte Kasualie. Sie ist darum auch als eine individuelle Lern- und Bildungsgeschichte zu gestalten. Das demonstrieren die Beiträge des Heftes. Die Leserinnen und Leser sind eingeladen, dementsprechende Entdeckungen zu machen und in ihrer eigenen Praxis selbst zu realisieren, damit auch auf diesem Wege die religiöse Mündigkeit der Jugendlichen gestärkt wird.
Für die Herausgeber Gottfried Adam, Wien/Hannover
Sabine Petzke
Gottes Schöpfung bewahren, damit alle leben können
Vorbereitungswochenende auf den Konfirmationsgottesdienst
Absicht/Idee
Das Misereor-Hungertuch 2009/2010 "Gottes Schöpfung bewahren, damit alle leben können" mit seiner Aufteilung in die Gegenüberstellung von Gottes Wort und unserer Antwort lässt sich gut zum Kasus Konfirmation in Beziehung setzen. In unseren Konfirmationsgottesdiensten geben die Jugendlichen eine zeitgemäße Form des Konfirmationsversprechens ab - als Antwort auf die Zusage Gottes in ihrer Taufe. Ihr Konfirmationsspruch, als Wort Gottes an der Schwelle vom Kind zum Jugendlichen, am Anfang ihres weiteren Lebensweges in Richtung Erwachsensein und Verantwortung tragen, wird eine Antwort erfahren durch ihren Glauben und ihr Handeln. Diese Struktur von Wort und Antwort findet sich im Hungertuch wieder: Gottes Schöpfungswort wird im oberen Teil symbolisiert durch die Buchrolle. Unsere Antwort als Geschöpfe ist zweigeteilt: links unten sehen wir, was nicht im Sinne Gottes ist, und rechts unten "worüber Gott sich freuen würde" (so hat es die Gruppe der Konfirmandinnen und Konfirmanden ausgedrückt). Die Leitfragen "Woher kommen wir?" (aus Gottes Schöpfung, Gottes Anfang) und "Wohin gehen wir?" (den Weg der Zerstörung oder der Bewahrung gemeinsamer Lebensgrundlagen) stellen die Konkretion von Wort und Antwort in einen größeren Zusammenhang.
Zum Hungertuch im Einzelnen
Der Künstler Tony Nwachukwu, der dieses Bild gestaltet hat, stammt aus Nigeria. Er macht zum einen die Gefährdung der Schöpfung zum Thema, die in vielen kleinen Details auf dem Bild erkennbar wird (linke untere Seite): Bodenerosion und vertrocknete Felder; durch Unwetter anschwellende Flüsse, die schützende Behausungen bedrohen; von Rohöl verschmutzte Gewässer, die Fische töten und Landwirtschaft verunmöglichen; Fabrikschlote, die auf den Klimawandel hinweisen. Dem stellt er in der rechten unteren Bildhälfte das
Zusammenwirken der Menschheitsfamilie entgegen. Beide Geschlechter, Erwachsene und Kinder, Menschen aller Erdteile und Hautfarben halten jeweils ein Symbol oftmals bedrohten Lebens in Händen: eine Schale mit Wasser und einem Kabeljau (bald ausgestorben), sowie ein Ährenhalm als Sinnbilder für Ernährung; für bedrohte Rohstoffe und Lebensräume stehen Öllampe und Rotschnabeltoko, der durch das Abholzen der Urwälder gefährdet wird; die afrikanische Teufelskralle und das Coburger Fuchsschaf repräsentieren die Themen Biopiraterie und Biodiversität. Im Hintergrund dieser Gruppe entwirft der Künstler, angeregt durch Sprichwörter seiner Kultur, Grundlagen einer Welt, die auf nachhaltige Technik baut.
Als roter Faden zieht sich die gemeinsame Vorbereitung und Durchführung des Konfirmationsgottesdienstes durch die Beiträge.
Unter "Angebote zur Konfirmation"
wird eine Fülle "starker Angebote" für die praktische Gestaltung des Konfirmationssgottesdienstes geboten, die neben den vorgestellten Inhalten die aktive Beteiligung der Konfirmandinnen und Konfirmanden sowie ein großes Maß an Kreativität und methodischen Einfällen erkennen lassen.
Unter "Impulse zur Elternarbeit" ist im
vorliegenden Heft eine Reihe von Beiträgen abgedruckt, die die Eltern der Konfirmandinnen und Konfirmanden in den Kreis der Überlegungen einbeziehen. Die Artikel beziehen sich dabei einerseits auf die Konfirmation, nehmen aber darüber hinaus auch die Konfirmandenzeit insgesamt in den Blick und bieten u.a. eine Gesamtanalyse der Stärken und Schwächen der Konfirmandenelternarbeit, wie sie sich heute im Rückblick auf die letzten drei Jahrzehnte Konfirmandenarbeit darstellt (P. Hennig).
Im Teil "KU-Theorie" werden die vorliegenden Beispiele der "good practice" noch einmal im Zusammenhang der Diskussion um Theologie und Praxis der Konfirmation bedacht. Dabei geht es
- um einen Durchgang durch die "klassischen" Aspekte der Konfirmation unter der Frage, was diese zum "Stark machen" beitragen können (M. Meyer-Blanck) und
- um einen didaktischen Kommentar zu den Beiträgen, unter Berücksichtigung der Ergebnisse der bundesweiten Studie zur Konfirmandenarbeit
(G. Adam).
Das vorliegende Heft KU-Praxis 55 ist mit seinen Beiträgen deutlicher Ausdruck dessen, dass Religionspädagogik und Liturgik/Homiletik stärker ins Gespräch gekommen und miteinander zu verschränken sind. Der Konfirmationsgottesdienst fällt nicht nur in den Zuständigkeitsbereich der Liturgik. Die Konfirmation ist nun einmal die am stärksten religionspädagogisch qualifizierte Kasualie. Sie ist darum auch als eine individuelle Lern- und Bildungsgeschichte zu gestalten. Das demonstrieren die Beiträge des Heftes. Die Leserinnen und Leser sind eingeladen, dementsprechende Entdeckungen zu machen und in ihrer eigenen Praxis selbst zu realisieren, damit auch auf diesem Wege die religiöse Mündigkeit der Jugendlichen gestärkt wird.
Für die Herausgeber Gottfried Adam, Wien/Hannover
Sabine Petzke
Gottes Schöpfung bewahren, damit alle leben können
Vorbereitungswochenende auf den Konfirmationsgottesdienst
Absicht/Idee
Das Misereor-Hungertuch 2009/2010 "Gottes Schöpfung bewahren, damit alle leben können" mit seiner Aufteilung in die Gegenüberstellung von Gottes Wort und unserer Antwort lässt sich gut zum Kasus Konfirmation in Beziehung setzen. In unseren Konfirmationsgottesdiensten geben die Jugendlichen eine zeitgemäße Form des Konfirmationsversprechens ab - als Antwort auf die Zusage Gottes in ihrer Taufe. Ihr Konfirmationsspruch, als Wort Gottes an der Schwelle vom Kind zum Jugendlichen, am Anfang ihres weiteren Lebensweges in Richtung Erwachsensein und Verantwortung tragen, wird eine Antwort erfahren durch ihren Glauben und ihr Handeln. Diese Struktur von Wort und Antwort findet sich im Hungertuch wieder: Gottes Schöpfungswort wird im oberen Teil symbolisiert durch die Buchrolle. Unsere Antwort als Geschöpfe ist zweigeteilt: links unten sehen wir, was nicht im Sinne Gottes ist, und rechts unten "worüber Gott sich freuen würde" (so hat es die Gruppe der Konfirmandinnen und Konfirmanden ausgedrückt). Die Leitfragen "Woher kommen wir?" (aus Gottes Schöpfung, Gottes Anfang) und "Wohin gehen wir?" (den Weg der Zerstörung oder der Bewahrung gemeinsamer Lebensgrundlagen) stellen die Konkretion von Wort und Antwort in einen größeren Zusammenhang.
Zum Hungertuch im Einzelnen
Der Künstler Tony Nwachukwu, der dieses Bild gestaltet hat, stammt aus Nigeria. Er macht zum einen die Gefährdung der Schöpfung zum Thema, die in vielen kleinen Details auf dem Bild erkennbar wird (linke untere Seite): Bodenerosion und vertrocknete Felder; durch Unwetter anschwellende Flüsse, die schützende Behausungen bedrohen; von Rohöl verschmutzte Gewässer, die Fische töten und Landwirtschaft verunmöglichen; Fabrikschlote, die auf den Klimawandel hinweisen. Dem stellt er in der rechten unteren Bildhälfte das
Zusammenwirken der Menschheitsfamilie entgegen. Beide Geschlechter, Erwachsene und Kinder, Menschen aller Erdteile und Hautfarben halten jeweils ein Symbol oftmals bedrohten Lebens in Händen: eine Schale mit Wasser und einem Kabeljau (bald ausgestorben), sowie ein Ährenhalm als Sinnbilder für Ernährung; für bedrohte Rohstoffe und Lebensräume stehen Öllampe und Rotschnabeltoko, der durch das Abholzen der Urwälder gefährdet wird; die afrikanische Teufelskralle und das Coburger Fuchsschaf repräsentieren die Themen Biopiraterie und Biodiversität. Im Hintergrund dieser Gruppe entwirft der Künstler, angeregt durch Sprichwörter seiner Kultur, Grundlagen einer Welt, die auf nachhaltige Technik baut.