
Fadenzähler
Miniaturen zur Weltliteratur
Norbert Abels(Author)
Dielmann, Axel (Publisher)
1st Edition
Published on 16. December 2020
Book
Paperback/Softback
400 pages
978-3-86638-295-4 (ISBN)
Description
Eine Sammlung von Essays über Literaten und einige ausgewählte literarische Topoi der Roman- und Bühnenliteratur:
Der Fadenzähler, so erkärt uns Norbert Abels in seinen Vorbemerkungen, oft auf einem Messinggestell montiert, ist eine besondere, stark vergrößernde Form der Lupe. Er dient, mit einer Messskala versehen, auch der Erfassung diverser Größenwerte. Es lassen sich mit diesem wunderbaren Instrument alle möglichen Objekte klarer erschaubar machen. Man kann damit auch das gefärbte oder ungefärbte Gewebe von Stoffen, Kettfäden, Schussfäden, Fasermischungen, Fadendichte und dergleichen überprüfen. Beim Buchdruck werden die Druckbogen mit einem solchen Fadenzähler kontrolliert, um die zu Unschärfen führenden Fehlpasser zu vermeiden, jene beharrlich, gerade im Mehrfarbendruck gerne auftretenden Überschneidungen und Farbpasserabweichungen bei mehreren Druckvorgängen.
Der Fadenzähler dient mir als Metapher für die Veranschaulichung, für die Erhellung unsichtbarer oder übersehener Details, für die filigranere Beobachtung opaker, chiffrierter Eigentümlichkeiten, ebenso für die Vermeidung von Wahrnehmungsbarrieren, die Maximierung der Brennweite und des Sehwinkels oder die Entdeckung von Abbildungsfehlern. - Aus solchem Bemühen um Verdeutlichung resultierten meine bescheidenen Versuche, die Texte wieder - aber anders - in ihren nunmehr gewandelten Verkleinerungen also, zu betrachten.
Der Fadenzähler, so erkärt uns Norbert Abels in seinen Vorbemerkungen, oft auf einem Messinggestell montiert, ist eine besondere, stark vergrößernde Form der Lupe. Er dient, mit einer Messskala versehen, auch der Erfassung diverser Größenwerte. Es lassen sich mit diesem wunderbaren Instrument alle möglichen Objekte klarer erschaubar machen. Man kann damit auch das gefärbte oder ungefärbte Gewebe von Stoffen, Kettfäden, Schussfäden, Fasermischungen, Fadendichte und dergleichen überprüfen. Beim Buchdruck werden die Druckbogen mit einem solchen Fadenzähler kontrolliert, um die zu Unschärfen führenden Fehlpasser zu vermeiden, jene beharrlich, gerade im Mehrfarbendruck gerne auftretenden Überschneidungen und Farbpasserabweichungen bei mehreren Druckvorgängen.
Der Fadenzähler dient mir als Metapher für die Veranschaulichung, für die Erhellung unsichtbarer oder übersehener Details, für die filigranere Beobachtung opaker, chiffrierter Eigentümlichkeiten, ebenso für die Vermeidung von Wahrnehmungsbarrieren, die Maximierung der Brennweite und des Sehwinkels oder die Entdeckung von Abbildungsfehlern. - Aus solchem Bemühen um Verdeutlichung resultierten meine bescheidenen Versuche, die Texte wieder - aber anders - in ihren nunmehr gewandelten Verkleinerungen also, zu betrachten.
More details
Edition
1
Language
German
Place of publication
Frankfurt am Main / Niederrad
Germany
Target group
Professional and scholarly
Literaturliebhaber, Operngänger, Musikfreunde, Literaturwissenschaftler, Vielleser
Edition type
New edition
Product notice
sewn/stitched
Dimensions
Height: 22 cm
Width: 13.5 cm
Weight
350 gr
ISBN-13
978-3-86638-295-4 (9783866382954)
Schweitzer Classification
Person
Author
Dramaturg, Dozent, Autor
Norbert Abels ist 1953 in Schmallenberg geboren, Publizist, Dozent und Dramaturg. Studium der Literaturwissenschaft, Philosophie, Musikwissenschaft und Judaistik. 1981 bis 1993 Lehrbeauftragter im Fach Theaterwissenschaften an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt. Seit 1978 verschiedene Beschäftigungen als Studio- und Konzertmusiker (Tasteninstrumente), Lied-kompositionen nach Auden, Graves, Poe u.a. Seit 1981 Dozent für Literatur- und Theatergeschichte an den Schulen des Deutschen Buchhandels Frankfurt am Main. Seit 1985 im Prüfungsausschuß der IHK. Seit 1994 Anstellung an der Oper Frankfurt (Michael Gielen/Klaus Zehelein). Seit 1987 Produktionsdramaturg für Oper und Schauspiel. 1996 bis 1997 Leitender Dramaturg am Hessischen Staatstheater Wiesbaden. Während dieser Zeit weiterhin Tätigkeit an der Oper Frankfurt. Seit 2002 Lehrauftrag für Literatur-Kultur- und Theatergeschichte sowie Musikdramaturgie an der Hochschule für Musik und Darstellende Künste Frankfurt am Main.
ISNI: 0000 0001 1911 7709
Norbert Abels ist 1953 in Schmallenberg geboren, Publizist, Dozent und Dramaturg. Studium der Literaturwissenschaft, Philosophie, Musikwissenschaft und Judaistik. 1981 bis 1993 Lehrbeauftragter im Fach Theaterwissenschaften an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt. Seit 1978 verschiedene Beschäftigungen als Studio- und Konzertmusiker (Tasteninstrumente), Lied-kompositionen nach Auden, Graves, Poe u.a. Seit 1981 Dozent für Literatur- und Theatergeschichte an den Schulen des Deutschen Buchhandels Frankfurt am Main. Seit 1985 im Prüfungsausschuß der IHK. Seit 1994 Anstellung an der Oper Frankfurt (Michael Gielen/Klaus Zehelein). Seit 1987 Produktionsdramaturg für Oper und Schauspiel. 1996 bis 1997 Leitender Dramaturg am Hessischen Staatstheater Wiesbaden. Während dieser Zeit weiterhin Tätigkeit an der Oper Frankfurt. Seit 2002 Lehrauftrag für Literatur-Kultur- und Theatergeschichte sowie Musikdramaturgie an der Hochschule für Musik und Darstellende Künste Frankfurt am Main.
ISNI: 0000 0001 1911 7709
Content
Vorbemerkung von Norbert Abels
Fadengeflechte und Werdensgeschichten
Aspekte zu einer Metaphorik der Einheit in der Vielheit
Tradition -Aspekte zu einem Wandel des Topos
Fakes are Fates
Fluchtpunkt Theater? Vom permissiven Umgang mit dem Grauen
Verrat
Gute Kinder sterben früh - Über Wilhelm Buschs Frankfurter Zeit
Caligula - in jedem von uns Anmerkungen zu Albert Camus' Schauspiel
Die Abbreviatur der ganzen Welt - Chopin in Paris
Pessimismus und Determinismus - Zu George Crabbe
Mondo e Teatro - Überlegungen zu Carlo Goldoni Gedächtnisbild und Rollenspiel
Anmerkungen zu Hugo von Hofmannsthals Theatrum Mundi
Philip Roth - Essay
Versuch über Leskow
Gespräch über Bäume - Winterreisen und Todesreisen bei Anna Seghers und Franz Schubert
Walt Whitman - ein Kosmos aus Manhattan Wohin ich blicke .
Christa Wolfs Kassandra
Überall kauert der Tod und lauert - Zu Ödön von Horváths Sladek oder Die schwarze Armee
Mein irischer Akzent . Über Oscar Wilde
Der neue Tag war noch nicht da - Zur Konstruktion von Zukunftswelten bei Alfred Döblin und Franz Werfel
Von den Überflüssigen - Gedanken zu einem literarischen Topos
Das Hörensagen hat die Welt verschluckt - Reflexionen zur Kritik der Sprache bei Friedrich Nietzsche und Arthur Schnitzler
Wer lebt, stört Über Tankred Dorst
Anhang mit Namensregister
Fadengeflechte und Werdensgeschichten
Aspekte zu einer Metaphorik der Einheit in der Vielheit
Tradition -Aspekte zu einem Wandel des Topos
Fakes are Fates
Fluchtpunkt Theater? Vom permissiven Umgang mit dem Grauen
Verrat
Gute Kinder sterben früh - Über Wilhelm Buschs Frankfurter Zeit
Caligula - in jedem von uns Anmerkungen zu Albert Camus' Schauspiel
Die Abbreviatur der ganzen Welt - Chopin in Paris
Pessimismus und Determinismus - Zu George Crabbe
Mondo e Teatro - Überlegungen zu Carlo Goldoni Gedächtnisbild und Rollenspiel
Anmerkungen zu Hugo von Hofmannsthals Theatrum Mundi
Philip Roth - Essay
Versuch über Leskow
Gespräch über Bäume - Winterreisen und Todesreisen bei Anna Seghers und Franz Schubert
Walt Whitman - ein Kosmos aus Manhattan Wohin ich blicke .
Christa Wolfs Kassandra
Überall kauert der Tod und lauert - Zu Ödön von Horváths Sladek oder Die schwarze Armee
Mein irischer Akzent . Über Oscar Wilde
Der neue Tag war noch nicht da - Zur Konstruktion von Zukunftswelten bei Alfred Döblin und Franz Werfel
Von den Überflüssigen - Gedanken zu einem literarischen Topos
Das Hörensagen hat die Welt verschluckt - Reflexionen zur Kritik der Sprache bei Friedrich Nietzsche und Arthur Schnitzler
Wer lebt, stört Über Tankred Dorst
Anhang mit Namensregister