Tel Aviver Jahrbuch für deutsche Geschichte / Medien - Politik - Geschichte

 
 
Wallstein (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen im Februar 2011
  • |
  • 448 Seiten
 
E-Book | PDF ohne DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-8353-2101-4 (ISBN)
 
Keine Erörterung von Weltanschauungen, Ideologien und partikularen Bewußtseinsformen, aber auch von politischen wie sozialen Handlungsmustern geht an der strukturellen Funktion und immanenten Wirkung der Massenmedien vorbei. In den Medien schlägt sich ein spezifisch vermitteltes, dem historiographischen und literarischen Betrieb parallel laufendes Geschichtsbild nieder. Das Tel Aviver Jahrbuch für deutsche Geschichte 2003 widmet sich diesem komplexen Beziehungsgeflecht von Geschichte, Medien und Politik. Dabei wird die Vermittlung der deutschen Geschichte des 20. Jahrhunderts in Dokumentation und Fiktion in Rundfunk, Film und Fernsehen in Augenschein genommen. Darüber hinaus bringt das Jahrbuch Beiträge, die einem vor dem Hintergrund des Wagner-Boykotts in Israel in Tel Aviv stattgefundenen Symposium zu 'Wagner im Kontext - Kunst, Ideologie, Politik' entstammen.

Aus dem Inhalt:

Günter Riederer: Den Bilderschatz heben - Vom schwierigen Verhältnis zwischen Geschichtswissenschaft und Film
Thomas Lindenberger: Neue Heimat im Kalten Krieg - Potemkinsche Dörfer der DEFA im Friedenskampf
Jochen Hörisch: Die Universität und das Radio - Zur medialen Präsenz (und Absenz) deutscher Intellektueller im 20. Jahrhundert
Hanno Loewy: Tragische Märchen? Deutsche Generationendramen
Na'ama Sheffi: Der Ring der Mythen
Bazon Brock: Der Ring schließt sich - Wahnhaftes Wähnen über Musik und Geschichte

Das Tel Aviver Jahrbuch für deutsche Geschichte wendet sich an ein geschichts- und kulturwissenschaftlich interessiertes Publikum. Es vereint in deutscher und englischer Sprache zu Schwerpunktthemen Originalbeiträge von Forschern aus verschiedenen Ländern. Dabei wird Wert darauf gelegt, Arbeiten jüngerer Historiker Platz einzuräumen. Die Themenkreise umfassen Fragen der allgemeinen deutschen Geschichte, der Zeitgeschichte und der deutsch-jüdischen Geschichte.
Seinem wissenschaftlichen Beirat gehören an: Jehoschua Arieli, (Jerusalem), Helmut Berding (Gießen), Wolfram Fischer (Berlin), Saul Friedländer (Tel Aviv/Los Angeles), Jürgen Kocka (Berlin), Gerhard A. Ritter (München), Reinhard Rürup, (Berlin), Ernst Schulin (Freiburg), Fritz Stern (New York), Shulamit Volkov, (Tel Aviv), Zvi Yavetz (Tel Aviv).

Das Institut für deutsche Geschichte der Universität Tel Aviv
Zu den zentralen Aufgabenstellungen des 1971 gegründeten Instituts gehören die Forschung und Lehre im Bereich von Geschichte und Kultur des deutschsprachigen Raumes und die Förderung des internationalen wissenschaftlichen Austauschs, insbesondere auch zwischen Israel und Deutschland. Die seit 1978 im Bleicher Verlag erschienenen Publikationen des Tel Aviver Instituts für deutsche Geschichte sind seit 2002 über den Wallstein Verlag zu beziehen.
  • Deutsch
  • 5
  • |
  • 5 s/w Abbildungen
  • 2,00 MB
978-3-8353-2101-4 (9783835321014)
3835321013 (3835321013)
weitere Ausgaben werden ermittelt
Der Herausgeber:Moshe Zuckermann, geb. 1949, ist Professor am Cohn Institute for the History and Philosophy of the Sciences and Ideas der Universität Tel Aviv. 2000-2005 leitete er zudem das Minerva Institut für deutsche Geschichte in Tel Aviv. Schwerpunkte seiner zahlreichen Veröffentlichungen sind der Holocaustdiskurs in Deutschland und Israel, Probleme der politischen Kultur in Israel, Themen der Geschichte der Sozialwissenschaften sowie der Kultur- und Kunstsoziologie.Auswahl bisheriger Veröffentlichungen:'Das Trauma des 'Königsmordes'. Französische Revolution und deutsche Geschichtsschreibung im Vormärz' (1989), 'Gedenken und Kulturindustrie' (1999), 'Zweierlei Israel' (2003).Im Wallstein Verlag erschienen:'Zweierlei Holocaust' (1998), 'Ein Grundstück in Mitte' (2000, hrsg. gemeinsam mit Riki Kalbe), 'Kunst und Pulikum' (2002), 'Zwischen Politik und Kultur - Juden in der DDR' (2002, hrsg.).
1 - Inhalt [Seite 6]
2 - Moshe Zuckermann Editorial [Seite 10]
3 - Medien - Politik - Geschichte Günter Riederer, Marbach am Neckar Den Bilderschatz heben - Vom schwierigen Verhältnis zwischen Geschichtswissenschaft und Film [Seite 16]
4 - Barbara Ziereis, Stuttgart Freunde, Feinde und Frauen - Repräsentationen des »Eigenen« und des »Anderen« im Weltkriegsfilm der Weimarer Republik [Seite 41]
5 - Philipp von Hugo, Münster/Bielefeld Beobachten, bürgen und zensieren - Filmpolitik mit dem Zweiten Weltkrieg in der Bundesrepublik der fünfziger Jahre [Seite 63]
6 - Robert R. Shandley, College Station, Texas The Truth Value of Cinema - German Rubble Films and Historiography [Seite 93]
7 - Thomas Lindenberger, Potsdam Neue Heimat im Kalten Krieg - Potemkinsche Dörfer der DEFA im Friedenskampf [Seite 104]
8 - Ulrike Weckel, Berlin Spielarten der Vergangenheitsbewältigung - Wolfgang Borcherts Heimkehrer und sein langer Weg durch die westdeutschen Medien . . [Seite 126]
9 - Inge Marszolek, Bremen »[.] täglich zu Dir kommt das Radio« - Zur Repräsentation der NS-Vergangenheit in Sendungen von Radio Bremen 1946-1952 [Seite 163]
10 - Uta Schwarz, Köln/Paris »[.] angenehm in der Bar zu tragen, unangenehm in bar zu bezahlen« - Unterhaltungsbeiträge in bundesdeutschen Wochenschauen der 1950er Jahre als Quellen der Sozialgeschichte . . [Seite 188]
11 - Jochen Hörisch, Mannheim Die Universität und das Radio - Zur medialen Präsenz (und Absenz) deutscher Intellektueller im 20. Jahrhundert [Seite 209]
12 - Michael E. Geisler, Middlebury Nazis Into Democrats? The Internationale Frühschoppen and the Case of Werner Höfer [Seite 232]
13 - Wulf Kansteiner, Binghamton Ein Völkermord ohne Täter? Die Darstellung der »Endlösung« in den Sendungen des Zweiten Deutschen Fernsehens [Seite 254]
14 - Judith Keilbach, Berlin Zeugen, deutsche Opfer und traumatisierte Täter - Zur Inszenierung von Zeitzeugen in bundesdeutschen Fernsehdokumentationen über den Nationalsozialismus [Seite 288]
15 - Oliver Marchart/Vrääth Öhner/Heidemarie Uhl, Wien Holocaust revisited - Lesarten eines Medienereignisses zwischen globaler Erinnerungskultur und nationaler Vergangenheitsbewältigung [Seite 308]
16 - Hanno Loewy, Frankfurt/Main Tragische Märchen? Deutsche Generationendramen [Seite 336]
17 - Na'ama Sheffi, Tel Aviv »Der Ring der Mythen« - Wagner und die Israelis [Seite 362]
18 - Gad Kaynar, Tel Aviv Das Gesamtkunstwerk und sein Widerhall bei Hanoch Levin und anderen [Seite 373]
19 - Chaim Gans, Tel Aviv Moralische Aspekte des israelischen Wagner-Boykotts [Seite 386]
20 - Bazon Brock, Wuppertal Der Ring schließt sich - Wahnhaftes Wähnen über Musik und Geschichte [Seite 402]
21 - Rezensionen Rafael Mrowczynski, Hannover Claudia Althaus, Erfahrung denken. Hannah Arendts Weg von der Zeitgeschichte zur politischen Theorie, Göttingen 2000 [Seite 412]
22 - Alexandre Métraux, Heidelberg Jeffrey A. Grossman, The Discourse on Yiddish in Germany. From the Enlightenment to the Second Empire, Rochester 2000 [Seite 419]
23 - Michael Wildt, Hamburg Wolf Gruner, Öffentliche Wohlfahrt und Judenverfolgung. Wechselwirkungen lokaler und zentraler Politik im NS-Staat (1933-1942), München 2002 [Seite 425]
24 - Götz Nordbruch, Berlin Klaus Holz, Nationaler Antisemitismus. Wissenssoziologie einer Weltanschauung, Hamburg 2000 [Seite 433]
25 - Yoav Peled, Tel Aviv Daniel Levy/Yfaat Weiss (eds.), Challenging Ethnic Citizenship. German and Israeli Perspectives on Immigration, New York and London 2002 [Seite 441]
26 - Eyal Naveh, Tel Aviv In Memoriam Jehoshua Arielee (2002-2002) [Seite 445]
27 - Autorinnen und Autoren [Seite 447]

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