Handlungs- und Erfolgsunwert im Unrechtsbegriff.

Untersuchung zur Struktur von Unrechtsbegründung und Unrechtsausschluß.
 
 
Duncker & Humblot (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 9. Mai 2020
  • |
  • 338 Seiten
 
E-Book | PDF mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-428-42985-1 (ISBN)
 
Reihe Strafrechtliche Abhandlungen. Neue Folge - Band 14
  • Dissertationsschrift
  • |
  • 1972
  • |
  • Universität Bonn
  • Deutsch
  • Berlin
  • |
  • Deutschland
  • 36,57 MB
978-3-428-42985-1 (9783428429851)
10.3790/978-3-428-42985-1
weitere Ausgaben werden ermittelt
  • Intro
  • Vorbemerkung
  • Inhaltsverzeichnis
  • A. Handlungs- und Erfolgsunwert im Unrecht
  • I. Die Entwicklung der klassischen (naturalistischen) Unrechtslehre
  • 1. Die Unterscheidung von Unrecht und Schuld
  • 2. Objektives (schuldloses) Unrecht und die subjektiven Unrechtselemente
  • a) Der naturalistisch-mechanistische Ausgangspunkt
  • b) Die Entdeckung subjektiver Unrechtselemente
  • c) Die dogmatische Einordnung der Lehre von den subjektiven Unrechtselementen in den klassischen Unrechtsbegriff
  • aa) Ablehnung dieser Lehre durch Goldschmidt
  • bb) Die Lehre von den subjektiven Unrechtsbedingungen (Beling u.a.)
  • cc) Subjektive Unrechtselemente als Indiz für objektive Gefährlichkeit (Sieverts)
  • dd) Mezgers sogen, "echte subjektive Unrechtselemente
  • d) Kritik an der Lehre von den subjektiven Unrechtselementen
  • aa) Die Lehre von den subjektiven Unrechtsbedingungen
  • bb) Die Lehre der österreichischen Schule (Schuld ohne Unrecht)
  • cc) Die Unrechtskonzeption von Mezger
  • 3. Zusammenfassung
  • II. Die subjektive Unrechtsbegründung durch die finale Handlungslehre
  • 1. Der philosophische Ausgangspunkt Welzels
  • 2. Die menschliche Handlung als der dem Recht vorgegebene Bewertungsgegenstand
  • a) Handlung und Verursachung
  • b) Anthropologische Begründung des finalen Handlungsbegriffs
  • aa) Das umweltgebundene Verhalten der Tiere (Instinktverhalten)
  • bb) Die weltoffene Handlungsfreiheit des Menschen
  • c) Handlung als Finalität
  • 3. Die Sinnbestimmtheit der Handlung insbesondere (Finalität als Sinnintentionalität)
  • a) Die Wertbezogenheit der gegenständlichen Wirklichkeit
  • b) Die Wertbezogenheit des Seins und Finalität
  • c) Sinnintentionalität und die fahrlässige Handlung
  • d) Zusammenfassung
  • III. Kritik und Weiterentwicklung der finalen Handlungs- und Unrechtslehre
  • 1. Einwände gegen den "ontologischen Geltungsanspruch" der finalen Handlungslehre
  • a) Die Unmöglichkeit eines vorrechtlichen Handlungsbegriffs
  • b) Die Nicht-Erkennbarkeit eines vorrechtlichen Handlungsbegriffs
  • aa) Die erkenntnistheoretische Vorfrage
  • bb) Die "sachlogischen Strukturen
  • 2. Das sachliche Problem der Abgrenzbarkeit von Finalität und Unrechtsbewußtsein
  • a) Die Abhängigkeit der Finalität von den Wertungen des Gesetzgebers (Roxin)
  • b) Die Identität von Finalität und Unrechtsbewußtsein (Arthur Kaufmann)
  • c) Finalität und normative Tatbestandsmerkmale
  • aa) Eingrenzung des Problems
  • bb) Die echten werthaltigen Tatbestandsmerkmale
  • 3. Die Struktur der Gegenstandserkenntnis als Grundlage finalen Verhaltens
  • a) Die kognitive Weltorientierung
  • aa) Das sinnliche Bemerken
  • bb) Das vorstellende Vergegenwärtigen
  • cc) Das denkende Erfassen
  • b) Die Komplexität der kognitiven Zusammenhänge
  • aa) Die nicht-sinnlichen Bedingungen der Wahrnehmung
  • bb) Die Bedeutung von Sprache und Denken für die kognitive Weltorientierung
  • cc) Die Angewiesenheit des Verhalten regelnden Rechtssatzes auf sprachliche Mitteilbarkeit
  • 4. Möglichkeiten einer Grenzziehung zwischen Vorsatz und Unrechtsbewußtsein
  • a) Die Appellfunktion des Vorsatzes
  • b) Die Mitteilbarkeit des Norminhalts
  • 5. Die normtheoretische Notwendigkeit der Unterscheidung zwischen Vorsatz und Unrechtsbewußtsein
  • a) Die Unterscheidung von Unrecht und Schuld
  • b) Die Rechtsordnung als Normensystem
  • 6. Zusammenfassung und vorläufiges Ergebnis
  • IV. Der Erfolg im finalen Unrechtsbegriff
  • 1. Erhöhung des Handlungsunwerts durch den Erfolgsunwert
  • a) Die Erfolgsmächtigkeit der Finalität
  • b) Die Erfolgsfähigkeit der Handlung
  • aa) Erfolg und Erfolgsfähigkeit
  • bb) Finalität und Erfolgsfähigkeit
  • 2. Erhöhung des Unrechts durch den Erfolgsunwert
  • 3. Die normtheoretische Einordnung des Erfolgsunwerts
  • a) Die Bestimmungsnorm des Versuchsdelikts und des Vollendungsdelikts
  • b) Die Verpflichtungswirkung der Vollendungsnorm
  • aa) Die Erfolgsfähigkeit als Bedingung der Norm
  • bb) Die Erfolgsfähigkeit als Voraussetzung der Konkretisierung der Norm zur Pflicht
  • c) Erfolgsunwert und Pflicht
  • 4. Das Ergebnis und seine praktische Relevanz
  • 5. Überprüfung des Ergebnisses an einem systematischen Unrechtsbegriff
  • a) Der Unrechtsbegriff eines Schuldstrafrechts
  • b) Der Unrechtsbegriff innerhalb eines Maßnahmenrechts
  • c) Unrecht, Erfolg und Verhältnismäßigkeit des Eingriffs
  • V. Einwände gegen das Ergebnis
  • 1. Das fahrlässige Delikt
  • a) Vorbemerkungen zum Stand der Diskussion
  • b) Die bewußte Fahrlässigkeit
  • aa) Bewußte Fahrlässigkeit und Gefährdungsvorsatz
  • bb) Bewußte Fahrlässigkeit und bedingter Vorsatz
  • c) Die unbewußte Fahrlässigkeit
  • aa) Die Sorgfaltspflichtverletzung
  • bb) Die "ohne-zu-Komponente" in der sorgfaltswidrigen Handlung
  • aaa) Abstrakte Sorgfaltsregel und konkret sorgfaltswidrige Handlung
  • bbb) Die "ohne-zu-Komponente" als Bestandteil der Handlungsbeschreibung
  • ccc) Die "ohne-zu-Komponente" als Tätermerkmal (Beschränkung des Adressatenkreises)
  • ddd) Die "ohne-zu-Komponente" als Bedingung der Norm
  • eee) Die "ohne-zu-Komponente" als Voraussetzung der Pflicht
  • cc) Die Gefährlichkeit als Voraussetzung der Sorgfaltswidrigkeit
  • dd) Ergebnis
  • 2. Das erfolgsqualifizierte Delikt
  • a) Erfolgsqualifikation und Unrechtsqualifikation
  • b) Die sogen, erfolgsqualifizierten Delikte als selbständig vertypte Konkurrenzfälle
  • 3. Das Unterlassungsdelikt
  • a) Die Pflicht zur Rettung
  • b) Die Handlungsfähigkeit als Voraussetzung der (Rettungs-) Pflicht
  • c) Ergebnis
  • VI. Der Erfolg im Verbrechensbegriff
  • 1. Die Fakten
  • 2. Die praktische Notwendigkeit einer theoretischen Berücksichtigung des Erfolges
  • 3. Die theoretische Einordnung des Erfolges in den Verbrechensbegriff
  • a) Die Erfolgsunabhängigkeit von Unrecht und Schuld und das Schuldprinzip
  • b) Der Erfolg als Kriterium des Strafbedürfnisses
  • aa) Die Vermittlungsfunktion des Erfolges
  • bb) Die Indizfunktion des Erfolges für das Unrecht
  • cc) Vermittlungsfunktion und Indizfunktion als Aspekte der Erfolgszurechnung
  • c) Erfolg, Schuldprinzip und Strafzumessung
  • 4. Konkrete Forderungen
  • B. Erfolgs- und Handlungsunwert beim Unrechtsausschluß
  • I. Ergänzung der Unrechtslehre durch die Lehre von der Rechtfertigung
  • 1. Das Verhältnis von Norm (Tatbestand) und Unrecht (Rechtswidrigkeit)
  • 2. Eingrenzung des Problems
  • 3. Der Gegenstand der Rechtfertigung
  • II. Die Struktur des Unrechtsausschlusses
  • 1. Norm und Erlaubnissatz
  • a) Die Kongruenz von Norm und Erlaubnissatz (monistische Normauffassung)
  • b) Die Selbständigkeit der Erlaubnissätze (dualistische Normauffassung)
  • aa) Die Identität der Gegenstände von Erlaubnissatz und Norm im Fall des Unrechtsausschlusses
  • bb) Erlaubnis und Pflicht
  • 2. Erlaubnissatz und Erlaubnis
  • a) Bewertungsobjekt und BewertungsVoraussetzungen
  • b) Die Konkretisierung des Erlaubnissatzes zur Erlaubnis
  • aa) Die Erforderlichkeit als Voraussetzung der Erlaubnis
  • aaa) Die Erforderlichkeit aufgrund der tatsächlichen Situation
  • bbb) Die Erforderlichkeit aufgrund der von einem objektiven Beobachter erkannten tatsächlichen Situation
  • ccc) Die Erforderlichkeit aufgrund der vom Täter erkannten tatsächlichen Situation
  • bb) Zusammenfassung: Entsprechung zwischen der Konkretisierung des Erlaubnissatzes zur Erlaubnis und der Konkretisierung der Norm zur Pflicht
  • 3. Besonderheiten des Unrechtsausschlusses bei den Fahrlässigkeitsdelikten
  • a) Besonderheiten des Fahrlässigkeitsunrechts gegenüber dem Vorsatzunrecht
  • b) Die finale Grundhandlung des Fahrlässigkeitsunrechts als Gegenstand des Unrechtsausschlusses
  • c) Die Konkretisierung des Erlaubnissatzes und die Sorgfaltswidrigkeit
  • 4. Der Ausschluß des bloßen Erfolgsunrechts
  • a) Lösungsvorschläge der traditionellen Hechtfertigungslehren
  • aa) Strafbarkeit wegen Vollendungsunrechts
  • bb) Strafbarkeit wegen Versuchsunrechts
  • b) Kritik und Ausgangspunkt einer Lösung im Rahmen eines finalen Unrechtsbegriffs
  • c) Versuchsstrafbarkeit oder Vollendungsstrafbarkeit
  • aa) Die Vermittlungsfunktion des Erfolges
  • bb) Die Indizfunktion des Erfolges
  • cc) Ergebnis
  • 5. Ergebnis: Die Struktur des Unrechtsausschlusses entspricht genau der Struktur der Unrechtsbegründung
  • III. Einwände gegen das Ergebnis
  • 1. Auch die leichtfertige irrige Annahme einer Rechtfertigungssituation würde das Unrecht ausschließen
  • a) Tatbestandsirrtum und (umgekehrter) Rechtfertigungsirrtum
  • b) Das Prüfungserfordernis
  • aa) Das Prüfungserfordernis als formelle Voraussetzung des Unrechtsausschlusses
  • bb) Das Prüfungserfordernis als Kriterium der Vermeidbarkeit des Rechtfertigungsirrtums
  • c) Die sorgfaltswidrige Annahme eines Rechtfertigungstatbestandes als Fahrlässigkeitsunrecht
  • aa) Rechtsfahrlässigkeit und Tatfahrlässigkeit
  • bb) Kognitive Fahrlässigkeit beim Erkennen der Rechtfertigungssituation
  • aaa) Kognitive Fahrlässigkeit im allgemeinen
  • bbb) Kognitive Fahrlässigkeit beim Unrechtsausschluß
  • cc) Das Nebeneinander von ausgeschlossenem Vorsatzunrecht und nicht-gerechtfertigtem Fahrlässigkeitsunrecht
  • d) Ergänzung und Ergebnis
  • aa) Der konkrete Zweifel am Vorliegen einer Rechtfertigungssituation
  • bb) Die objektiv unnötige Rechtsgutsobjekts Verletzung durch erlaubtes Handeln
  • cc) Die enstehenden Strafbarkeitslücken
  • 2. Subjektiver Unrechtsausschluß und die Einheit der Rechtsordnung
  • a) Unrecht und Rechtswidrigkeit als Funktionsbegriffe
  • b) Notwehr gegen "rechtmäßige" Handlungen?
  • 3. Teilnahme an erlaubtem Verhalten
  • C. Zusammenfassung der Ergebnisse
  • Anhang: Glossar zur verwendeten Terminologie
  • Literaturverzeichnis
  • Sachverzeichnis

Dateiformat: PDF
Kopierschutz: Wasserzeichen-DRM (Digital Rights Management)

Systemvoraussetzungen:

Computer (Windows; MacOS X; Linux): Verwenden Sie zum Lesen die kostenlose Software Adobe Reader, Adobe Digital Editions oder einen anderen PDF-Viewer Ihrer Wahl (siehe E-Book Hilfe).

Tablet/Smartphone (Android; iOS): Installieren Sie die kostenlose App Adobe Digital Editions oder eine andere Lese-App für E-Books (siehe E-Book Hilfe).

E-Book-Reader: Bookeen, Kobo, Pocketbook, Sony, Tolino u.v.a.m. (nur bedingt: Kindle)

Das Dateiformat PDF zeigt auf jeder Hardware eine Buchseite stets identisch an. Daher ist eine PDF auch für ein komplexes Layout geeignet, wie es bei Lehr- und Fachbüchern verwendet wird (Bilder, Tabellen, Spalten, Fußnoten). Bei kleinen Displays von E-Readern oder Smartphones sind PDF leider eher nervig, weil zu viel Scrollen notwendig ist. Mit Wasserzeichen-DRM wird hier ein "weicher" Kopierschutz verwendet. Daher ist technisch zwar alles möglich - sogar eine unzulässige Weitergabe. Aber an sichtbaren und unsichtbaren Stellen wird der Käufer des E-Books als Wasserzeichen hinterlegt, sodass im Falle eines Missbrauchs die Spur zurückverfolgt werden kann.

Weitere Informationen finden Sie in unserer E-Book Hilfe.


Download (sofort verfügbar)

59,90 €
inkl. 7% MwSt.
Download / Einzel-Lizenz
PDF mit Wasserzeichen-DRM
siehe Systemvoraussetzungen
E-Book bestellen