DIE LÜGE ADAMS

 
 
epubli (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 11. Februar 2020
  • |
  • 100 Seiten
 
E-Book | ePUB ohne DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-7502-8101-1 (ISBN)
 
"DIE LÜGE ADAMS", erzählt die Geschichte von Adam Aldrin Braun, einem 18-Jährigen Psychopathen, der sich selber als ein gottgleiches Lebewesen ansieht. In diesem Glauben gefangen, übt er sich schon länger darin, seine umliegenden Menschen durch üble Experimente gehorsam zu machen. Doch eines schicksalhaften Abends wird sein ruhiger Lebensort von einem heftigen Schneesturm erwischt, welcher ihm beinahe das Leben nahm. Nach seinem Erwachen beginnt ein neues Leben für Adam. Der Name seiner Opfer reicht aus, um die Kontrolle über sie zu gewinnen, aber hat ihn sein Wahn nicht nur mit übernatürlichen Kräften gesegnet, sondern auch mit einem Feind
  • Deutsch
  • 0,55 MB
978-3-7502-8101-1 (9783750281011)
Matlas D. Zarek fing bereits in seiner Schulzeit an, sich mit dem erschaffen von realistischen Welten auseinanderzusetzen, in denen er Wunder geschehen ließ, die sich viele Menschen wünschen würden. Mit Beginn seiner Ausbildung nahm seine Kreativität an Fahrt an und er fand durch das Schreiben ein Ventil um seine Unzufriedenheit mit dem Leben zu lösen. Bei Zarek stehen vor allem die dunklen Gedanken seiner Charaktere im Vordergrund, welche die Abgründe der Menschheit erkunden wollen. Hierbei lässt er sich oftmals von seinem literarischen Vorbild Sebastian Fitzek inspirieren.
Die letzten Jugendtage
 

Kenneth war zu seiner Kindheit der klassische Mädchenschwarm. Er war frech, hat jedem tief in die Augen geschaut, die Gespräche gelenkt und sah dabei auch noch gut aus. Er wechselte zweimal seine Schule, da das Niveau der einen Schule zu gering war und beim zweiten Mal wechselte er die Schule, weil der Direktor ihn bei einer Massenprügelei erwischt hatte. Man erzählte sich, dass ein älterer Junge sich über seine sehr hellen Haare lustig gemacht hatte. Die Antwort darauf waren zwei eingebrochene Rippen und drei Schnittwunden, welche wohl mit einer Glasscherbe ausgeübt wurden.
Heute ist er gefühlte 26 Jahre alt, aber im Körper eines 80- Jährigen.
Und zum Ende nennen sie mich den Wahnsinnigen.

Nicht meine Erinnerung.

Kenneth quatschte mich voll, während ich mich mit meinen Knien in der dunkelrot glänzenden Blutpfütze setzte. Ich bekam, von dem was er zu mir sagte, nur Fetzen mit, aber ich ließ ihn ausreden. Denn gleich würde ich reden. Gleich musste ich mich gegen ihn beweisen und die richtigen Fragen stellen.
Ich sprach.
Doch sprach ich zu dem, was von Chava übrig war und so wurde der Raum von Kenneths Predigt und meiner Beichte an Chava erfüllt.
Adam: >>Chava . du bist der Grund wieso ich keine Bindung zu Menschen aufbauen will. Zeitverschwendung zum einen. Zum anderen fang ich an mich selber zu hinterfragen. Selbstverständlich bin ich immer meinem Rechtsgefühl gefolgt, aber das Kenneth genau dich mir aussetzt. <<
Wahnsinn. Sowas gefällt mir. Er spielt mit mir so wie ich mit meinen "Pauls" es getan habe.
Es aus dieser Perspektive zu sehen . das ist ein Gefühl der Erregung, wie ich sie nie zuvor gespürt hatte.
Adam: >>Bei allen verdammten Geistern! Das ist doch verrückt woher weiß er so viel über mich? Woher wusste er, dass ich deine Mutter kannte? Ihr langes schwarzes Haar, welches im schneeerfüllten Winter ein schwarzes Loch in die Welt riss, war nicht von dieser Welt. Deine Mutter, die zu jung und zu unerfahren ein Kind bekam, und von deinem Vater verlassen wurde. Ihren Körper benutzte sie dafür, um euch beide über die Runden zu bringen, aber in ihrem Alter wusste sie nicht wie man mit Geld umgehen soll. Anstatt Geld stapelten sich die Schulden. Ich sehe die Erinnerungen vor mir, wie in einem alten Film, und es fühlt sich an als würde ich sie zum ersten Mal sehen und erleben. Ich kenne euch beide. Als wäre ich einer der Männer gewesen. Gleichzeitig hätte ich euch unter anderen Umständen nicht wiedererkannt. <<
Ich strich ihr über die Haare und richtete ihren Pony.
Adam: Chava. Hey du bist echt gemein, wenn du einfach einschläfst, während ich dir was erklären will. <<

Chava wurde sehr schnell kalt doch schien sie für mich nur zu schlafen und noch heute glaube ich, dass sie mir nur einen Trick vorgespielt hatte. Sie wusste genau was auf sie zukommen würde.
Kenneth sprach, brüllte und preiste die Szenerie an. Wir hatten seinen Tag um ein vielfaches bereichert.
Dann stand er auf und atmete endlich ein, da er die gesamte Luft aus seinen Lungen gesprochen hatte.
Kenneth: >> Das gibt die Bestnot- <<
Adam: >> Halt dein Maul. <<
Stille. Endlich.
Adam: >>Du redest zu viel! Hörst du dir eigentlich selber zu, wenn dir die ganze Zeit nur Scheiße aus dem Maul fällt? Wag es bloß nicht mich nur für eine Millisekunde zu unterbrechen! <<
Ich ging mit meiner Hand über den Mund Chavas.
Adam: >>Opa? Hey sag wirst du jetzt verrückt? Das ist okay solange du lachst! Aber bitte verletzte Kenneth nicht! Hallo? Oh nein. Du wirst Kenneth umbringen, nicht wahr? <<
Das Licht der alten, von der Decke hängenden Lampe flackerte und Kenneth sah mich nur interessiert an.
Adam: >>Hör mal Chava. Ich war nie normal, aber im Vergleich zu dir bin ich vielleicht der normalste Mensch. Ich danke dir. Doch jetzt muss Opa wieder an die Arbeit. Die Rente erarbeitet sich nicht von alleine, ja? <<
Ich stützte mich auf und drehte mich zu Kenneth.
Adam: >>Bring uns wohin, wo wir alleine sein können. Die ganze Luft ist hier verbraucht.
Nichts sagend zuckte er mit den Schultern und wir traten aus dem bedrängenden Raum hinaus.
Ohne Chava.

Nach vier Wendungen kamen wir an einer weiteren Holztür an, welche mit Schwarzen Schrauben angebracht wurde. Es war mehr eine provisorische Blockade um den anderen Personen zu vermitteln, dass man hier nichts verloren habe. Auch wenn ich mir nicht vorstellen kann, dass hier irgendjemand freiwillig was verloren hat.
Die "Tür" knarzte nicht beim Öffnen, denn Kenneth brach sie ohne Vorwarnung mit dem Fuß auf.
Kenneth: >> Das mach ich später wieder ganz. <<
Adam: >> Süß, du denkst, du kommst hier lebend hinaus? <<
Kenneth: >>Zumindest weiß ich, dass du es wirst, aber dazu später mehr. <<
Ich ignorierte die Aussage. Man konnte ihm nichts mehr glauben, da er ständig die Gelegenheit suchte, um einen zu verwirren und zu manipulieren.
Tiefer drin breitete sich ein größerer Raum vor uns aus. Ach was sag ich denn Raum? Wir schienen in einer verlassenen Fabrik angekommen zu sein. Die Sonne war bereits auf ihrem Weg in Richtung Horizont und meine Augen gewöhnten sich nicht sofort an das, für mich, zu grelle rotgelblich scheinende Licht.
Adam: >> Ich wollte eigentlich einen etwas kompakteren Ort haben, um mit dir zu reden. Wo sind wir hier? Gehört dir die Fabrik? <<
Kenneth streckte sich und ließ die Finger knacken.
Kenneth: >> Du denkst, dass wir hier sind, weil du reden willst? Nur weil du jetzt böse bist, kannst du nicht glauben, dass ich irgendwas für dich mache. Denkst wohl noch immer, dass du Gott seist. Wann wirst du dieses Spiel endlich sein lassen? Aber ja, diese Fabrik gehört mir. Weißt du wieso? Weil sie niemand anderem gehört und ich das so sage. Wer soll mich schon aufhalten? Niemand. Richtig. <<
Ich fuhr mit den Händen über die verrosteten Rohre.
Adam: >> Ja. Ich verstehe schon. Du bist der größte und klaust Müll, den Niemand braucht, schon gecheckt. Jetzt wird es Zeit mir aber einiges zu erklären. Aber damit meine ich wirklich alles! <<
Es schallte leicht durch die Fabrik und der Wind wehte durch einige hohle Rohre hindurch.
Kenneth: >> Eh. Nein. <<
Adam: >> Dann reicht es mir mit dir! Ich bringe dich dann gleich um! <<
Ich sprintete blitzartig auf ihn zu. In meiner Hand hielt ich die Pistole aus dem grotesken Spiel, um ihm den Kopf zu zerbrechen. In tausend kleine Teile zu zerbrechen aus denen man ein Puzzle für überbegabte herstellen könnte!
Die Hände in seine Hosentaschen steckend schien ich zu denken, dass er sich ergeben wollen würde, doch kam nichts von ihm, sodass ich meinen Sprint fortsetzte.
Deine Chance Adam. Rache. Rache! Jetzt krieg ich sie!
Ich holte mit der Pistole in der Hand aus und schlug zu, genau in Richtung seines viel zu arroganten Gesichtes. Doch bevor ich ihn traf - noch bevor ich nur ein Haar von ihm Berührte, blieb ich abrupt stehen.
Kenneth: >>Adam Aldrin Braun. Rote Ampel. <<
Mein Körper verspannte und mir lief es kalt den Rücken runter. Mein Gehirn fühlte sich gleichzeitig schwer und doch so leer an. Es war deutlich. Etwas dring in meine tiefsten Sinne ein. Dazu spürte ich wie ein Muskel in meiner Wade riss.
Ich schluckte schwer und schmerzhaft.
Kenneth: >>Bitte, oh bitte versteh doch endlich, in welcher Situation du dich befindest! Wieso bist du nur so unfassbar inkompetent? Alles, was man an einem Menschen schlecht machen konnte, versammelst du in einem Körper. Wahnvorstellungen, Gotteskomplex, Mordsucht, sexuelle Unzufriedenheit und das aller schlimmste: Ungeduld. <<
Er fuhr nicht sofort weiter, nur starrte er mir tief in die Augen bis er anfing zu lächeln.
Kenneth: >> Oh genau! Du kannst ja überhaupt nicht antworten. Ich war längst daran gewöhnt von dir unterbrochen zu werden. Na dann kannst du ja mal endlich zuhören denn ich erkläre dir doch etwas. Um genau zu sein werde ich dir drei Fragen beantworten. Nicht mehr. Wie ein Flaschengeist werde ich agieren. Stelle ungenaue Fragen und du kriegst ungenaue Antworten. Verstanden? Wenn ja, dann blinzle mit dem linken Auge. <<
Kenneth war ein Sadist und bewies das gerne durch solche Kleinigkeiten. Er wusste, dass ich mein Auge nicht ohne schwere Mühe bewegen konnte und doch wollte ich endlich eine Erklärung für all das hier hören. Ich zuckte mit meinem linken Auge und versuchte Krampfhaft zu blinzeln. Dabei sah ich sicherlich aus als würde ich versuchen nicht aufzuschreien während einem ein Nagel herausgerissen wird. Fast schloss sich mein Augenlid doch kurz vor dem Ziel klatschte mir Kenneth sanft auf die Wange und brachte mich aus dem Konzept.
Kenneth: >>Komm. Du schaffst das auch so nicht. Fangen wir nichtsdestotrotz an. Adam Aldrin Braun. Stell mir deine drei Fragen. <<
Mein Kiefer fiel herab und knackte am Gelenkstück. Meine Zunge fiel mir aus dem Mund und ich sabberte etwas. Ich hob meinen Kopf an und zwang meinem Mund mir zu gehorchen.
Wie erbärmlich.
Adam: >>Ich muss mir wirklich Mühe geben nicht noch ausfallender zu werden. Du Sohn einer ehrenlosen . <<
Ich schloss meinen Mund und brummte in mich hinein. Ich konnte mir nicht diese Chance entgehen lassen, da Kenneth mehr als nur kleine Gefühlsschwankungen vorwies.
Adam: >>Ich verstehe Garnichts mehr. Du kannst auch Menschen kontrollieren! Selbst mich! Und noch dazu ohne meinen Namen aufschreiben zu müssen. Ich habe Millionen Fragen an dich, wie z. B. du gerne sterben...

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