Die Rückkehr der Einhörner

Geschichten zum Entspannen
 
 
Books on Demand (Verlag)
  • 2. Auflage
  • |
  • erschienen am 6. Dezember 2017
  • |
  • 192 Seiten
 
E-Book | ePUB mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-7460-8599-9 (ISBN)
 
Einhörner, Engel, Elfen und Zwerge, aber auch Außerirdische begegnen uns in diesem Buch. Auf wundersame Weise wird die Welt gerettet, Ängste werden überwunden, Verzweifelte bekommen neue Hoffnung und Menschen schließen Freundschaft mit ungewöhnlichen Lebensformen aus anderen Welten. Nach allen Irrungen und Wirrungen siegen am Ende immer wieder Licht und Liebe über Finsternis und Selbstbezogenheit.
Mit diesen Geschichten für Groß und Klein die Grenzen der Wirklichkeit überschreiten und träumen. Den grauen Alltag hinter sich lassen und eintauchen in eine bunte Welt, die Seele und Geist gut tut und die Phantasie beflügelt.
2. Auflage
  • Deutsch
  • 0,62 MB
978-3-7460-8599-9 (9783746085999)
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Schon immer von phantasievollen Geschichten fasziniert, kam Irene Zahn durch eine Lebenskrise zum Schreiben und verarbeitete dadurch ihre Erfahrungen. Inzwischen kommen ihre Erzählungen auch im Hospizdienst, den die Autorin ehrenamtlich ausübt, zum Einsatz, da sie auf neue Gedanken bringen und entspannen.

Die leise Reise durch das All


Es war einmal ein kleiner Junge namens Benedikt. Der wünschte sich nichts sehnlicher als einmal durch das Weltall zu reisen. Nachts, wenn alle schliefen und alles ruhig war, trat er ans Fenster und betrachtete sehnsüchtig die Sterne. Stundenlang konnte er dort stehen. Nur schwer konnte er sich von dem wunderbaren Anblick lösen.

Tagsüber studierte er Himmelsatlanten und Sternkarten. Er las Bücher über Weltraumabenteuer und sah sich Science-Fiction-Filme an. Er interessierte sich auch für die Suche nach außerirdischen Intelligenzen und für UFOs. Alle hielten ihn für einen Träumer und Spinner.

Eines Nachts stand er wieder an seinem Fenster und sah in den Himmel. Es war Vollmond. War es Vollmond? Am klaren Sternenhimmel sah er eine helle leuchtende Kugel. Aber war das wirklich der Mond? Sie sah so komisch aus. Er sah genau hin. Täuschte er sich oder bewegte sich die Kugel? Nein, das konnte nicht sein! Aber doch! Ihre Position veränderte sich im Vergleich zu den Sternen im Hintergrund. Die Lichtkugel kam näher und näher. Schließlich schwebte sie direkt vor seinem Fenster. Benedikt trat erschrocken zurück. Mühelos durchdrang die Kugel das Fenster und schwebte über dem Fensterbrett.

"Hallo, Benedikt!", hörte er eine Stimme in seinem Kopf.

Benedikt besah sich die Kugel näher. "Bist du das?", fragte er überrascht.

"Ja", kam die Antwort.

"Bist du jemand?", hakte er nach.

"Ja", hörte er wieder.

"Wer bist du?", fragte Benedikt. Ganz wohl war ihm nicht.

"Ich komme aus dem Sternbild, das ihr 'Orion' nennt. Mein Planet ist Teil des Sternsystems Rigel. Du kennst es doch", kommunizierte die Kugel.

"Ich glaube es nicht!", dachte Benedikt fassungslos, aber auch etwas neugierig. "Dann bist du ja ein Außerirdischer!"

"So kann man es sagen", antwortete die Lichtkugel, die seine Gedanken verstand.

"Wie heißt du?", wollte Benedikt wissen.

"Bei uns gibt es keine Namen wie bei euch. Wir erkennen uns an der Persönlichkeit und kommunizieren direkt - so wie wir beide jetzt. Da sind Namen nicht nötig. Aber wenn es dir hilft, kannst du mich 'Olep' nennen", kam es von der Kugel.

"Wieso sprichst du Deutsch? Das ist sehr merkwürdig", zweifelte Benedikt.

"Das tue ich nicht", war die Antwort. "Ich verständige mich wortlos. Du selbst übersetzt die Gedankeneindrücke in deine Sprache."

"Wow! Es gibt wirklich Außerirdische!", entfuhr es Benedikt. "Warum haben wir euch noch nicht entdeckt?"

"Weil ihr mit ungeeigneten Mitteln nach außerirdischem Leben sucht und eine sehr begrenzte Vorstellung davon habt, wie es aussehen könnte. Ihr denkt, es müsse in eurem Sinne materiell und vielleicht gar kohlenstoffbasiert sein. So verpasst ihr es, weil es nicht in eure Denkschubladen passt. Abgesehen davon ist Rigel etwa 770 Lichtjahre von der Erde entfernt. Das bedeutet: Selbst wenn wir auf eure Signale antworten würden in einer Weise, die ihr versteht, würdet ihr bei eurer kurzen Lebensspanne die Antwort nicht mehr erleben", hörte Benedikt die Stimme in seinem Kopf sagen.

"Gibt es noch mehr Leben auf anderen Planeten?", wollte Benedikt wissen.

"Natürlich!", antwortete Olep. "Auch auf der Erde sind zu allen Zeiten immer Außerirdische unterwegs gewesen. Aber da ihr Menschen nur einen sehr geringen Teil des Lichtspektrums überhaupt wahrnehmen könnt, seht ihr sie nicht. Sie sind unerkannt mitten unter euch!"

"Wenn das die Menschen wüssten", sinnierte Benedikt, "bekämen sie wahrscheinlich ganz schön Angst."

"Dazu besteht kein Anlass", erwiderte Olep. "Da Außerirdische, die zur Erde kommen, fortgeschrittener sind als ihr Menschen und ihre kriegerische Zivilisationsphase schon weit hinter sich gelassen haben, stellen sie für die Menschen keine Gefahr dar. Das kriegerische Bild, das ihr von Außerirdischen habt, entspricht eurem eigenen Wesen, nicht dem der Außerirdischen."

"Ich würde zu gerne mal deinen Planeten sehen", seufzte Benedikt, "aber es ist viel zu weit."

"Möchtest du mit mir ein wenig durchs Weltall reisen?", fragte Olep.

"Ist das denn möglich?", fragte Benedikt aufgeregt zurück.

"Wenn du mitkommen möchtest, sieh mich an und konzentriere dich auf mein Zentrum", bot Olep an.

Benedikt betrachtete die Lichtkugel intensiv. Auf einmal hatte er das Gefühl, in sie hineingezogen zu werden. Durch sie hindurch sah er die Sterne und fühlte sich nach oben gezogen. Er konnte sehen, wie er sein Haus, seine Stadt, das Land, den Kontinent, die Erde hinter sich ließ.

Schon waren sie im Weltraum. Die Erde bot einen phantastischen Anblick - weit schöner noch als auf den Fotos aus dem All, die Benedikt kannte. Sein Herz wurde weit als sie so durch das All schwebten. Diese unaussprechliche Schönheit, diese Weite und Größe! Staunen erfasste ihn über die Wunder, die er sah. Auch hörte er feine Harmonien, die von den Planeten und Sternen ausgingen. "Oh", flüsterte Benedikt ehrfürchtig, "ich wusste nicht, dass es im All Musik gibt."

"Eure Dichter wussten zu allen Zeiten um diese Musik und nannten sie 'Sphärenklänge'", merkte Olep an.

Langsam durchquerten sie das Sonnensystem, so dass Benedikt alles in Ruhe betrachten konnte. Sie kamen am Mars vorbei und passierten den Asteroidengürtel zwischen den inneren und den äußeren Planeten. Zu den inneren Planeten gehören neben der Erde und dem Mars auch Merkur und Venus. Die äußeren Planeten umfassen den riesigen Jupiter, Saturn mit seinen Ringen, Uranus und Neptun, die sie ebenfalls alle hinter sich ließen.

In der Ferne konnte Benedikt viele tausend andere Galaxien sehen - es war einfach faszinierend. Davon hatte er immer geträumt.

Als sie das Sonnensystem verlassen hatten, legten sie an Tempo zu. In Gedankenschnelle erreichten sie das Sternbild Orion. Darin befand sich Rigel, ein Sternsystem, das mehrere Planeten enthielt. "Hier ist mein Heimatplanet", übermittelte Olep.

Benedikt sah nur einen wüsten Felsbrocken. "Aber dort ist doch kein Leben möglich. Es gibt kein Wasser und keine Atmosphäre!", meinte er enttäuscht.

"Und doch gibt es dort Leben - nur etwas anders, als ihr es kennt", entgegnete Olep. "Komm und sieh."

Als sie sich der Oberfläche näherten, konnte Benedikt wunderschöne Gebäude erkennen, wie von Kristall, in denen unzählige Lichtkugeln ein- und ausschwebten, wie Olep eine war.

Eines der Gebäude sah fast aus wie eine Kathedrale auf der Erde. Es war von atemberaubender Schönheit.

"Was ist das?", hauchte Benedikt.

"Das ist so etwas wie eine Bibliothek, in der unser gesamtes Wissen abrufbar ist. Du brauchst nur an ein Thema zu denken, das dich interessiert - schon erschließen sich dir alle Informationen, die es darüber bei uns gibt", erklärte Olep.

"Lass uns dorthin gehen", bat Benedikt.

Als sie näher an das Gebäude schwebten, sah Benedikt, dass die Räume zwischen den Gebäuden in wunderschönen Farben erstrahlten. Farben, wie er sie auf der Erde noch nie gesehen hatte. Es war überhaupt nicht wüst auf der Planetenoberfläche, sondern traumhaft schön.

Mühelos durchdrangen sie die Wände der 'Kathedrale' - es gab keine Türen. Dort kamen ihnen einige der Lichtkugeln entgegen und begrüßten sie freundlich. Interessiert umschwebten sie Benedikt, um zu erspüren, woher er komme und wer er sei. Alle Kommunikation verlief wortlos mit Gedankeneindrücken.

Dann führte Olep Benedikt in den Hauptsaal der 'Kathedrale'. "Stelle deine Fragen", forderte er Benedikt auf und dieser zögerte nicht lange. Kaum spürte er eine Frage in sich, erfüllte ihn in kürzester Zeit die Antwort, umfassend, aus allen Blickwinkeln.

Er wollte zum Beispiel wissen, was die Einheimischen von Oleps Planeten über die Erde wussten. Da staunte er nicht schlecht. Natürlich hatten sie eine ganz andere Sichtweise auf alle Verhältnisse. Aber er entdeckte, dass auch sein eigenes Wissen und die Einstellungen der anderen Menschen Teil der Antworten waren, die er bekam. Natürlich erfuhr er auch eine Menge über Oleps Planeten, die Bevölkerung und ihre Lebensweise.

Er konnte gar nicht genug bekommen. "Warum zeigst du mir das alles?", fragte er Olep nach einer Weile.

Olep antwortete: "Die...

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