Entfesseltes Spiel

 
 
Cursed Verlag
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 15. Januar 2018
  • |
  • 310 Seiten
 
E-Book | ePUB mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-95823-675-2 (ISBN)
 
Justin hat es geschafft und seinen Traumjob als Assistent der Geschäftsleitung ergattert. Jetzt muss er sein Können nur noch vor Finanzchef Eli unter Beweis stellen - was ziemlich schwierig ist, da Eli ihm mit seiner dominanten Art sofort unter die Haut geht. Zu gerne würde Justin bei Eli die Kontrolle auch außerhalb des Büros abgeben, doch das ist keine gute Idee. Mit Doms hat Justin nämlich keine guten Erfahrungen gemacht...
  • Deutsch
  • Taufkirchen
  • |
  • Deutschland
  • 0,51 MB
978-3-95823-675-2 (9783958236752)
3958236758 (3958236758)

 

Kapitel 2


 

 

Justin stand in den Toilettenräumen des Coffeeshops und richtete seine Krawatte, bevor er auf seine Uhr sah. Halb neun. Wäre jetzt schon jemand im Büro? Er hatte überlegt, um sieben dort aufzukreuzen und sich neben die Tür zu setzen, bis Eli erschien, nur um seinen Gesichtsausdruck zu sehen.

Verspäten Sie sich nicht.

Er war kein Kind; schon lange nicht mehr. Er brauchte kein reiches Arschloch, das ihm sagte, was er tun oder wie er sich kleiden sollte. Die Sache mit Francis hatte ihm gereicht, als er es bei seiner vorherigen Firma vermasselt hatte. Justin holte tief Luft, um seine Nerven zu beruhigen. Er brauchte diesen Job so dringend.

Brian pfiff leise, als Justin so herausgeputzt in den Coffeeshop hinaustrat und mehr als ein paar Köpfe ihrer üblichen Morgenkundschaft fuhren zu ihm herum, um ihm einen zweiten Blick zuzuwerfen.

Tja, gut so. Genau das wollte er; überraschter Gesichtsausdruck, leicht offenstehender Mund. Mit etwas Glück würde die Verwandlung Sam beeindrucken - und Eli in die Schranken weisen.

Glaubst du wirklich, dass du dazu in der Lage bist?

Sein Puls legte einen Zahn zu. Konzentrier dich auf den CEO, nicht auf seinen Kollegen.

»Alter«, sagte Brian zwischen zwei Kunden. »Du siehst klasse aus.«

Und das von einem Hetero. »Danke.« Er zwang sich zu lächeln. Zeit, nach oben zu gehen. »Ich sag dir Bescheid, wie's lief.«

»Auf jeden Fall.« Brians Blick verweilte etwas zu lange auf ihm, bevor er den Kopf schüttelte und weiter Kaffee zubereitete.

Justin stieg die Stufen zu S.R. Anderson Consulting hinauf und zwang seinen Herzschlag und seinen Schwanz, sich zu entspannen. Mit einem Ständer einzutreten, war nicht der Eindruck, den er hinterlassen wollte. Professionell, aber einzigartig - das war der Gedanke. Sie hatten ihn im Grounds N'at gesehen und kannten diese Version von ihm. Zeit, Leben in die Bude zu bringen.

Justin wischte einen Fussel von seinem Revers. Gott sei Dank erhielten Second-Hand-Läden auch unverkäufliche Kleidung. Der Anzug war ein Fundstück gewesen.

Die letzte Stufe. Justin sah auf - und begegnete Elis Blick durch die Glastür zum Büro.

Heilige Scheiße. Dieses Feixen. Diese grauen Augen. Das half Justins Schwanz nicht gerade, sich zu entspannen.

Der Mistkerl zog eine Taschenuhr aus seiner Weste - natürlich trug er einen dreiteiligen Anzug - und überprüfte demonstrativ die Uhrzeit, bevor er Justin die Tür öffnete.

»Ich bin nicht zu spät.« Justin schob sich an Eli vorbei, sich bewusst, wie warm ihm war. Und wie hart er war. Wegen dieses Kerls? Bitte.

»Nein, in der Tat. Wie es scheint, sind Sie etwas zu früh gekommen.«

Justin verkniff sich das Fick dich, bevor es aus ihm herausplatzen konnte. Das Vorstellungsgespräch zu vermasseln, bevor er Sam überhaupt gesehen hatte, würde weder ihm noch Mercy helfen. »Holen Sie die Bewerber immer direkt an der Tür ab?«

»Ja, allerdings.« Eli hatte seinen Gehstock nicht dabei und trat nicht weiter ins Büro hinein, also stemmte Justin die Füße in den Boden und verschränkte die Hände hinter dem Rücken. Das hielt ihn davon ab, herumzuzappeln.

Was gut war, denn die raubtierhafte Musterung, die Eli ihm zukommen ließ, schickte Eis geradewegs in seine Füße und hätte ihn beinahe in die Knie gehen lassen. Was zur Hölle? Diesen Drang hatte er seit Jahren nicht verspürt, nicht seit er Francis und die Szene in Kalifornien hinter sich gelassen hatte. »Sind Sie der Empfangsmitarbeiter?«

Das leise Lachen fuhr Justin durch Mark und Bein. »Chief Financial Officer. Ich bin gerne darüber im Bilde, wofür wir unser Geld ausgeben.«

Eli war CFO? Oh Scheiße. Er setzte einen neutralen Gesichtsausdruck auf. »Ich bin jeden Penny wert.«

Falsch, absolut die falschen Worte, denn als Eli seine Zähne aufblitzen ließ, glich das nicht einmal annähernd einem Lächeln. Lust fuhr wie ein Blitz in Justins Hoden. »Das entscheiden nicht Sie.« Er nickte zu den hinteren Büroräumen. »Folgen Sie mir.«

Scheinbar war der Gehstock keine Show. Ohne ihn hinkte Eli stärker. Eine Verletzung am linken Bein? In der Nähe des Knöchels? Nicht, dass Justin nachfragen würde. Vermutlich würde Eli sowieso nicht antworten. Mercy sprach auch nicht über ihre Verletzungen, obwohl es für jeden mit einem Gehirn ziemlich offensichtlich war, dass sie keine Beine mehr hatte.

Justin rollte die Schultern. Er konnte das schaffen. Er hatte es schon vorher geschafft.

Sie betraten ein Büro mit zwei Räumen, aber der erste war bis auf einen Schreibtisch leer. Der innenliegende Büroraum war geräumig, möbliert und beinhaltete Sam. Er warf Justin einen Blick zu, bevor er Eli ansah und eine Augenbraue hob.

»Justin ist für sein Vorstellungsgespräch erschienen.« Jetzt wusste er, wie Eli klang, wenn er belustigt war, als würde sein Herz nicht schon schnell genug hämmern.

»Guten Morgen.«

»Danke, E. Justin, bitte setzen Sie sich.«

Eli zog sich zurück - wohin auch immer sich ein CFO zurückzog. Justin interessierte es nicht. Er konzentrierte sich auf den Stuhl, den Sam ihm zugewiesen hatte, und setzte sich.

»Möchten Sie etwas, bevor wir anfangen? Wasser? Kaffee?«

»Sie haben hier oben Kaffee?«

Sam lachte und die Anspannung in Justins Rücken löste sich. »Nein. Ich müsste nach unten laufen.«

»Ich brauch nichts, danke.«

»Gut.« Sam holte Justins Lebenslauf hervor. »Dann legen wir mal los.«

Sam meinte das nicht im Spaß. Er stellte eine Frage nach der anderen und wühlte sich durch Justins Berufserfahrung, seine Ausbildung und seine Gedanken bezüglich Management und Arbeitsumfeld. Nach einer halben Stunde bereute Justin, nicht um Wasser gebeten zu haben. Sein Hals brannte vom vielen Reden.

Sam lehnte sich zurück und verschränkte die Arme. »Wie stehen Sie zu den Rechten von LGBTs am Arbeitsplatz?«

»Ich befürworte sie stark, da ich selbst schwul bin.« Justin verschränkte die Hände in seinem Schoß. »Warum sollte auf meinem Schreibtisch kein Foto von meinem Freund stehen?« Justins Blick schweifte von Sam zu dem gerahmten Foto neben Sams Monitor - das Portrait eines brünetten Mannes mit Sonnenbrille in einem grellen Hemd, der eine Margarita hob.

Sams leises Lachen lenkte Justins Aufmerksamkeit zurück auf ihn. »Stimmt, warum nicht?«

»Es macht mir nicht mal was aus, mit Heteros zu arbeiten.«

Das brachte ihm schallendes Gelächter ein. »Gut, denn hier arbeitet der eine oder andere Hetero.«

Er fragte nicht, wer dazu gehörte. Ein Teil von ihm hoffte, dass Eli einer davon war. Ein anderer erschauerte. Warum zum Teufel dachte er an dieses Arschloch? Weil er Sams CFO war. Dass er in einem dreiteiligen Anzug umwerfend aussah, hatte rein gar nichts damit zu tun.

Gott, er musste dringend die Szene in Pittsburgh suchen, vor allem, wenn er diesen Job bekam. Nichts ging über einen mächtigen Mann in einem Anzug, der Spielchen mit ihm spielte. Oder ihn höllisch wütend machte, besonders nach dem, was der Arsch Francis mit ihm gemacht hatte.

»Wenn ich die Stelle bekomme, würde ich dann ausschließlich für Sie arbeiten?«

Sam lehnte sich vor. »Nicht ganz.« Jetzt wusste er, wie Sam klang, wenn er sehr belustigt war. »Sie würden an mich berichten, aber Eli würde Ihnen einige der Aufgaben zuteilen.«

Natürlich. »Damit komm ich klar.« Durch Schein zum Sein.

Sams verschmitztes Lächeln verblasste nicht. »Abwarten, was Sie nach Ihrem Gespräch mit ihm darüber denken.«

Wenn das mal keine kalte Dusche war. oder ein flammendes Inferno. Bitte lass den Mann hetero sein. »Steht das als Nächstes an?«

»Nein. Die Programmierer. Eli ist immer der Letzte, damit die Bewerber anschließend in aller Stille zusammenbrechen können.«

Er musste bleich geworden sein, denn Sams Grinsen wurde breiter. »Das war ein Scherz. Mehr oder weniger.«

»Ich glaube nicht, dass er mich mag.«

»Abwarten, was Sie nach Ihrem Gespräch mit ihm darüber denken.«

Na gut.

»Kommen Sie. Ich stelle Sie den Leuten vor, die hier die echte Magie wirken.« Sam erhob sich.

Justin folgte ihm tiefer ins Büro hinein, in einen offenen Bereich voller Schreibtische, Monitore, Whiteboards, Post-its, die eine Wand tapezierten, und. einer Tischtennisplatte.

Sehr cool.

In der Mitte des offenen Büros saßen vier Entwickler an einem runden Tisch. Sam stellte sie einander vor, bevor er in den vorderen Bereich des Büros verschwand. Er verabschiedete sich mit den Worten: »Er gehört ganz Ihnen.«

Eine der vier - Jen - reichte ihm eine Wasserflasche. Ȇberleben...

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