So verführerisch - und so verboten

 
 
Cora Verlag GmbH & Co. KG
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 19. Mai 2020
  • |
  • 144 Seiten
 
E-Book | ePUB mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-7337-1414-7 (ISBN)
 
Er begehrt Sophia, wie noch nie eine Frau zuvor. Seit diesem einen verboten sinnlichen Moment vor vielen Jahren träumt Luca davon, sie zu verführen. Doch das darf nie passieren! Denn er ist der König von San Gennaro - und Sophia seine Stiefschwester. Es gibt nur eine Lösung: Sie muss heiraten! Doch bei dem Ball, den er veranstaltet, um einen passenden Ehemann für Sophia zu finden, können beide der Versuchung nicht länger widerstehen. Im Garten des Schlosses erleben sie Stunden voller Leidenschaft - die nicht ohne Folgen bleiben ...
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Schon von klein auf wusste Maisey Yates ganz genau, was sie einmal werden wollte: Autorin.
Sobald sie mit einem Stift umgehen und ihre erste Worte zu Papier bringen konnte, wurde sie von der Leidenschaft fürs Schreiben gepackt und bis heute nicht mehr losgelassen.

Von da an konnte nichts und niemand Maisey mehr vom Schreiben abhalten. Niemand? Als Maisey ihren absoluten Traummann und späteren Ehemann traf, eroberte dieser ihr Herz im Sturm und die schriftstellerischen Ambitionen rückten ein wenig in den Hintergrund.

Doch als Maisey schwanger mit ihrem zweiten Kind war, las sie ihren allerersten Liebesroman - dies veränderte alles. Wusste Maisey schon immer, dass sie Autorin werden wollte, so war sie doch bisher ziemlich ratlos, was und über welche Themen sie schreiben sollte. Aber jetzt verliebte Maisey sich auf Anhieb in das Genre Romance. Sofort wusste sie, das ist es, was sie schreiben will. Zu ihren Lieblingsautorinnen zählen Penny Jordan, Miranda Lee und Lynne Graham.

Ihr Lebensmotto, das sowohl in der Liebe wie auch im Leben eine Portion Humor unverzichtbar ist, spiegelt sich auch in ihren Romanen wider. Maisey Yates liebt es, wenn sich ihre Helden lustige Wortgeplänkel liefern.

Zusammen mit ihrem Mann - der sich im Übrigen nicht davor scheut, Windeln zu wechseln - und den drei gemeinsamen Kindern lebt Maisey Yates in Oregon.

1. KAPITEL

Sie war ihm nicht ebenbürtig. Daran musste Luca sich immer wieder selbst erinnern. Allein ihre Körperhaltung und wie sie mit ihm sprach . Designer und Stylisten hatten aus Sophia nie eine echte Prinzessin machen können.

Sie war seine Stiefschwester und das schwarze Schaf der ansonsten makellosen königlichen Familie von San Gennaro. Sophia passte so wenig in diesen Palast, dass Luca kaum ihre Nähe ertrug.

Und jetzt sollte ausgerechnet er einen passenden Ehemann für sie finden.

Für seine Stiefschwester, die er wider besseres Wissen heftiger begehrte als alles andere auf der Welt.

Diesem Verlangen würde er niemals nachgeben. Dafür gab es tausend Gründe. Von ihrer bürgerlichen Herkunft bis hin zu der Dunkelheit in ihm selbst. Der wichtigste Grund jedoch blieb die Tatsache, dass sie seine Stiefschwester war - und er der König.

"Du hast mich rufen lassen, Luca?"

Ein Glimmen in Sophias blauen Augen verriet, dass auch sie aufgewühlt war. Wahrscheinlich verabscheute sie seine Gegenwart genauso sehr wie er ihre.

Doch wenn er es mit ihr aushielt, konnte sie es auch. Schließlich war ihr königlicher Stolz nur geliehen.

"Wie du weißt, hat mein Vater vor seinem Tod sichergestellt, dass deine Mutter und du auch in Zukunft versorgt seid. Er hat festschreiben lassen, dass du wie eine leibliche Tochter zu behandeln bist."

Sophia senkte den Blick, bis ihre dunklen Wimpern die helle Haut ihrer Wangen berührten. Zarte Sommersprossen zeichneten sich darunter ab, und sie irritierten ihn immer wieder. Weil er sie am liebsten zählen wollte - oder küssen.

Eine echte Prinzessin hätte die Sommersprossen unter einer Schicht Make-up verschwinden lassen.

Heute trug sie ein einfaches, kurzes Kleid, unter dem ihre Beine viel zu lang und schlank aussahen. Vollkommen unangemessen. Zumal sie dazu weder Strumpfhose noch hohe Schuhe gewählt hatte. Auf ihrer Haut funkelte kein einziges Schmuckstück. Selbst ihr dunkles Haar fiel ihr offen über die Schultern.

Er konnte nur hoffen, dass sie so nicht den Palast verlassen hatte.

"Ich weiß", antwortete sie schließlich.

Dann hob sie ihren Blick und sah ihm direkt in die Augen. Er spürte die Verbindung als elektrische Entladung in seiner Magengegend. Das sollte er nicht. Verglichen mit den Frauen, mit denen er schlief, war sie noch nicht einmal schön. Alle anderen Prinzessinnen der Welt waren eleganter als sie.

Dennoch faszinierte sie ihn, schon seit sie in sein Leben getreten war, nachdem ihre Eltern geheiratet hatten. Damals war sie zwölf gewesen und er siebzehn. Wie eine fremdartige Spezies war sie ihm vorgekommen, denn Sophias gewöhnliche Schulbildung hatte ihr nichts über richtiges Benehmen oder die Hierarchie eines Palastes beigebracht. Sie neigte dazu, ungefragt zu sprechen, über die eigenen Füße zu stolpern und viel zu vertraut mit Luca umzugehen.

Mit ihrer Mutter kam Luca viel besser zurecht. Sie war warmherzig und voller Leben. Damit hatte sie seinem Vater nach dem Tod seiner ersten Frau die Freude am Leben wiedergegeben. Außerdem lernte sie schnell und war innerhalb kürzester Zeit zu einer guten Königin für San Gennaro geworden.

Wohingegen Sophia sich ihrer Rolle hartnäckig verweigerte. Immer noch. Inzwischen natürlich nicht mehr so offen wie als kleines Mädchen, aber doch in Kleinigkeiten wie nackten Beinen und fehlendem Make-up.

Sein Ärger über sie hatte sich in etwas anderes, gefährlicheres verwandelt, als sie ungefähr sechzehn gewesen war. Vorher war sie für ihn wie eine Spinne gewesen, ein Eindringling in den eigenen vier Wänden, den man dennoch fasziniert anstarrte.

Dann hatte es diesen Moment gegeben, als sie atemlos in den Palast gestürmt war, nachdem sie wie ein Kind im Garten herumgetollt hatte. Und plötzlich hatte ihn der Gedanke erfasst, wie es wäre, diesen frechen Mund mit seinem eigenen zu bedecken und zu spüren, wie sie sich ihm hingab. Zu erforschen, ob sie ihm danach weniger betörend erscheinen würde.

Von da an war es immer schlimmer geworden, und die Vorstellung, sie zu küssen, hatte sich längst zu einer anderen Fantasie entwickelt, in der er so viel mehr mit ihr tat.

Aber das durfte niemals geschehen.

Sein Vater hatte sie in die Familie aufgenommen. Sie war seine Schwester, wenn auch keine leibliche. Luca musste dem Ganzen endlich ein Ende setzen.

"Mein Vater hat sehr konkrete Anweisungen für dich hinterlassen", fuhr er fort. "Ich finde, sechs Monate nach seinem Tod ist die Zeit reif dafür."

Zwischen ihren Augenbrauen bildete sich eine Falte. "Was für Anweisungen?"

"Es geht um deine Hochzeit, sorellina."

Sorellina, kleine Schwester. So nannte er sie, wenn er sich selbst daran erinnern musste.

"Meine Hochzeit? Findest du nicht, ich sollte mich erst einmal fürs Kino verabreden?"

"Das sollte nicht nötig sein. Eine Frau in deiner Position geht nicht ins Kino. Nein, ich habe eine Liste mit möglichen Heiratskandidaten erstellt."

"Du suchst mir einen Ehemann aus?", fragte sie ungläubig.

"So arrogant bin ich nun auch wieder nicht. Ich habe nur eine Vorauswahl für dich getroffen."

Sophia stieß ein sehr unelegantes Lachen aus. "Dann bist du also arrogant genug, mich zu informieren, dass ich zu heiraten habe und du bereits die ersten Vorkehrungen getroffen hast? Hast du auch schon mein Kleid ausgesucht?"

Natürlich würde er das Kleid absegnen müssen. Wenn sie etwas anderes erwartete, war sie naiv.

"Bisher nicht", antwortete er steif.

"Und was, wenn ich nicht will?"

"Du wirst dich nicht widersetzen."

Dessen war er absolut sicher. Er war jetzt König. Er würde es schlicht nicht erlauben.

"Warum nicht?"

"Du würdest die Großzügigkeit meines Vaters dir und deiner Mutter gegenüber mit Füßen treten und einen Keil zwischen uns treiben."

Sie kreuzte die Arme vor der Brust und schob eine Hüfte vor.

"Wie sollte ich einen Keil zwischen uns treiben? Du warst noch nie der liebende große Bruder, für den du dich jetzt ausgibst."

"Wahrscheinlich habe ich dich nie als Schwester gesehen", gab er schroff zurück.

Sie würde nicht verstehen, warum er das sagte oder wie er es meinte.

Tatsächlich sah sie eher durcheinander aus.

"Ich muss das nicht tun." Sie schüttelte den Kopf, sodass ihr dunkles, glänzendes Haar um ihre Schultern wirbelte. "Dein Vater hätte mich nie zur Heirat gezwungen. Er liebte mich und wollte nur das Beste für mich."

"Offensichtlich hielt er eine Heirat für das Beste. Ich habe Dokumente, die das beweisen. Wenn du willst, lasse ich sie dir bringen. Es war ein außergewöhnlicher Schritt meines Vaters, dich als Tochter anzunehmen, obwohl er nicht dein leiblicher Vater war. Das hat noch kein König von San Gennaro je getan. Er behandelte dich wie eine leibliche Tochter, und gerade deshalb wollte er dich verheiraten. Um sicherzugehen, dass dein Zukünftiger von unfehlbarer Abstammung ist. Natürlich kannst du seinen letzten Willen ignorieren. Aber wenn ich du wäre, würde ich erst über die Konsequenzen nachdenken."

Sophia brauchte nicht lange zu überlegen, sie fühlte die Konsequenzen schon jetzt. Ihr Herz klopfte so heftig, dass sie Angst hatte, sie müsste ohnmächtig werden. Ein Zittern durchlief sie, und ihr wurde abwechselnd heiß und kalt.

Luca.

Ihr gutaussehender, ernsthafter Stiefbruder, der König einer ganzen Nation. Er war so anders als sie, dass es sich nicht wie Familie anfühlte. Sein perfekt geschnittenes Gesicht war geradezu umwerfend. Als sie ihn kennengelernt hatte, waren seine Wangenknochen noch weniger markant gewesen. Die kohlschwarzen Augen, die schon mit siebzehn atemberaubend gewesen waren, wirkten nun scharf wie zerstoßener Obsidian.

Jemand wie Luca war ihr nie zuvor begegnet. Als Zwölfjährige, aus ärmlichen Verhältnissen übergangslos in den Luxus eines Schlosses versetzt, war sie ohnehin vollkommen orientierungslos gewesen. Und dann hatte sie ihn getroffen.

Von Anfang an hatte sie es darauf angelegt, ihn herauszufordern, seine granitharte Selbstbeherrschung zu durchbrechen. Dabei hatte sie damals noch nicht einmal verstanden, warum sie so sehr nach seiner Aufmerksamkeit dürstete.

Das war ihr später klargeworden, als sie zum ersten Mal zu einem Ball gegangen war, wo Luca mit einer anderen Frau erschienen war. Dieses Fieber, das sie mit solcher Macht ergriffen hatte, dass sie glaubte, sie müsse sterben! Es war Eifersucht gewesen.

Selbst als Vierzehnjährige hatte sie dieses Gefühl schon erkannt, und sie hatte gewusst, dass sie diejenige sein wollte, die Luca hielt und mit der er tanzte. Sie hätte er mit auf sein Zimmer nehmen sollen, um Dinge mit ihr zu tun, die so geheim waren, dass sie kaum etwas darüber wusste, und nach denen sie sich dennoch verzehrte.

Wie Luca selbst gesagt hatte, war sie für ihn nie eine Schwester gewesen. Er ging weder liebevoll mit ihr um, noch kümmerte er sich mehr als unbedingt nötig.

Andererseits hatte auch sie ihn nie als Bruder gesehen. Für Sophia war Luca etwas ganz anderes.

Sie begehrte ihn.

Und er wollte sie an einen anderen verheiraten. Einfach so. Nichts hätte besser verdeutlichen können, wie unterschiedlich sie füreinander empfanden.

Er will dich nicht.

Sie war keine...

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